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Projektor Siemens 2000 läuft zu schnell


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Geschrieben

Ich weiß, man soll keine alten Threads ausbuddeln. Es passt aber zum Thema Siemens 2000 und ich wollte wegen meiner Lappalien keinen neuen Thread eröffnen. 

 

Nun ist es passiert, auch ich habe einen Siemens 2000 auf den Tisch bekommen. Ein lieber Filmfreund aus Kiel hat ihn mir hingestellt. Er läuft nur noch ungeregelt, weil der Kondensator parallel zum Kontakt des Fliehkraftreglers einen Kurzschluss hat. Der Netzfilter vor der Motordrossel ist auch geplatzt und hat seine Vergussmasse in den Projektor gerotzt. Allerdings ohne einen Kurzschluss zu erzeugen. Übrigens ist der Motorschaltplan, den man unter filmtec.franken findet, meiner Meinung nach nicht korrekt. Stattdessen findet man unter Radiomuseum.org einen nachvollziehbaren Schaltplan. Falls Interesse besteht, lade ich den hier hoch.

 

Der Projektor hat in seinem Leben schon viel arbeiten müssen. Der viele Staub im Lüfter deutet darauf hin. Allerdings haben die wohlmeinenden Vorbesitzer es sehr gut mit dem Maschinenöl gemeint. Es ist die Variante mit Ölbohrungen und zwei Keilriemen.

 

Hier nun meine Frage, was kann man als Ersatz für die Keilriemen einbauen und wo kriegt man diese Teile her? Eingebaut sind zwei alte Conti-Keilriemen 5/3-185. Der kürzeste Keilriemen, den ich finden konnte, hat heute aber 190mm. 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Gizmo:

Ich weiß, man soll keine alten Threads ausbuddeln. Es passt aber zum Thema Siemens 2000 und ich wollte wegen meiner Lappalien keinen neuen Thread eröffnen. 


Wer sagt das, dass man keine alten Threads ausgraben soll? Ist doch allemal besser, keinen neuen Thread zu eröffnen, wie Du ja schon selbst richtig erkannt hast. Übrigens, musst Du Dich dafür auch nicht rechtfertigen. Einfach machen 🙂

Bearbeitet von Martin Rowek (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Motor- und Lichtschaltplan Siemens 2000

Stromlaufplan MotorLicht Siemens 2000.png

Bitte beachten: Alle eingezeichneten Masseverbindungen gehen zum Motorchassis! Keine Schutzerdung! Motorschassis isoliert zu Gehäuse und spannungsführend!

Bearbeitet von Gizmo (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Als riemen kannst du dir 6mm pu rundriemen in gtün und rauh entweder fertig verschweißt oder als Meterware zur eigenanfertigung besorgen. Funktioniert gut. Mehrfach getestet.

Gibt's in der bucht.

Kondensatoren durch handelsübliche folienkondensatoren tauschen.

Vom Motor gab's 2 , evtl 3? Modelle mit gleichem Motor, aber unterschiedlicher beschsltung. Daher die schaltungsunterschiede.

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Gizmo:

Motor- und Lichtschaltplan Siemens 2000

Stromlaufplan MotorLicht Siemens 2000.png

Bitte beachten: Alle eingezeichneten Masseverbindungen gehen zum Motorchassis! Keine Schutzerdung! Motorschassis isoliert zu Gehäuse und spannungsführend!

 

 

Das heißt, bei einem Kurzschluss gegen  Gehäuse wird keine FI-Sicherung ausgelöst?

Geschrieben

Guten Morgen Martin,

 

Bitte lese Dir meinen Text noch einmal aufmerksam durch. Anschließend beantworte Dir folgende Fragen selbst:

 

1. Das Motorchassis hat gegenüber dem Projektorgehäuse eine besondere Eigenschaft, finde heraus, welche das ist und wie sich das auf die Verbindung zum Schutzleiter auswirkt?

2. Beachte das Verhalten von Kondensatoren im Wechselstromkreis. Wohin würden Fehlerströme abgeleitet werden? Welche Sicherungen sind in diesem Strompfad gemäß den geltenden elektrischen Regeln eingebaut?

  • Like 1
Geschrieben
vor 3 Stunden schrieb Gizmo:

Guten Morgen Martin,

 

Bitte lese Dir meinen Text noch einmal aufmerksam durch. Anschließend beantworte Dir folgende Fragen selbst:

 

1. Das Motorchassis hat gegenüber dem Projektorgehäuse eine besondere Eigenschaft, finde heraus, welche das ist und wie sich das auf die Verbindung zum Schutzleiter auswirkt?

2. Beachte das Verhalten von Kondensatoren im Wechselstromkreis. Wohin würden Fehlerströme abgeleitet werden? Welche Sicherungen sind in diesem Strompfad gemäß den geltenden elektrischen Regeln eingebaut?

 

 

Hallo Rainer, 

 

zu den Fragen unter 1. :

 

Zwischen Motorchassis und Projektorgehäuse befindet sich m. W. ein Isolator.  Unter fehlender Schutzerdung verstehe ich fehlender Schutzleiter.

 

Zu den Fragen unter 2.:

 

Weiß ich leider nicht, aber ich hoffe, Du beantwortest diese Fragen hier. Für mich als visuell denkender Mensch ist Elektrik eine verborgene Kraft, die für mich schwer vorstellbar ist.

 

  • Like 1
Geschrieben
vor 53 Minuten schrieb Martin Rowek:

Weiß ich leider nicht, aber ich hoffe, Du beantwortest diese Fragen hier.

 

Beim Glas Bier gerne. Aber nicht hier im Forum. Bitte nicht falsch verstehen. Die überwiegende Mehrheit, die hier mitliest, sind elektrotechnische Laien. Alles, was hier geschrieben wird, erscheint anschließend als Suchergebnis in allen Suchmaschinen. Ein bedenklich hoher Anteil der Bevölkerung ist mittlerweile der Meinung, sich Fachwissen mal eben im Internet anlesen zu können. Die Ausbildung zum Energieelektroniker oder zum Industriemechaniker/Mechatroniker dauert nicht umsonst 3 1/2 Jahre und schließt mit einer Prüfung vor der IHK ab. Es gab auch schon Fälle, wo mit elektrischem Strom Verunfallte anschließend angaben, laut einer Anleitung aus dem Internet gehandelt zu haben. Der Verfasser der Anleitung wurde anschließend juristisch belangt. 

 

Ich möchte daher den Eindruck vermeiden, das herumbasteln an Bauteilen, die Netzspannung führen, ist ja völlig harmlos und deshalb traut sich das jeder zu und kann das auch. Ungefähr einmal im Monat gibt es in diesem Forum einen Post, wo ein Neumitglied den Verstärker, den Motor oder irgendein anderes elektrisches oder elektronisches Problem ohne jede Sachkenntnis, Ausstattung, Fähigkeit und Erfahrung reparieren will. Das kann jeder finden, wie er will. Es gibt ja auch Fälle, wo alles klappt und alle glücklich sind. Wenn es schief geht, möchte ich aber nicht derjenige sein, der zur Verantwortung gezogen wird, weil er nicht darauf hingewiesen hat, dass man an elektrischem Strom auch sterben kann.

  • Thumsbup 4
Geschrieben (bearbeitet)

Da stimme ich Dir prinzipiell vollumfänglich zu. Jedoch ist jeder für sich selbst verantwortlich und der Hinweis, dass man keine Haftung übernimmt und bestimmte Tätigkeiten nur mit entsprechender Qualifikation ausgeübt werden sollte, sichert einen ggf. vor rechtlichen Folgen ab. Wenn die Anleitung fehlerfrei und fachlich korrekt war, kann der Nutzer ja dennoch Fehler gemacht haben. Mir hat mein Eumig Mark M mit 13 Jahren auch eine geknallt und ich hatte keine Anleitung. 

Ausbildung zum Mechatroniker umfasst immerhin 70% der Elektro-Ausbildung. In meiner Ausbildung zum Industriemechaniker gab es auch Elektro-Lehrgänge, u.a. E-Pneumatik/-Hydraulik und Elektroinstallation. Ich fand es nicht unbedingt schlecht, jedoch habe ich mich ja für den Metall- und nicht für den Elektroberuf entschieden, da mir Elektro nicht so liegt. Mir lag mehr die maschinelle Zerspanung und Getriebetechnik. Ich bin in der Lage zu löten, zu messen, zu prüfen und habe ein paar Grundlagenkenntnisse der Elektrotechnik.  E-Pneumatik war 2005 auch Teil der IHK-Prüfung. Aufbau einer e-pneumatischen Anlage mit anschließender Fehlersuche ging z.B. nur zu je 30% in das Endergebnis ein. So anspruchsvoll war die Ausbildung und Prüfung dann doch nicht, mal abgesehen vom Zeitdruck. Ich vergaß meine Anlage (24V) vor der Fehlersuche abzuschalten. Der Ausbilder meinte in Anwesenheit des IHK-Prüfers, dass ich bei 230V u. U. gestorben wäre. Das sagte er mir einfach so (eine Woche zuvor verstarb mein Großvater mit 101 Jahren). Es gab dafür nur 10 Punkte Abzug und da ich alle Fehler fand und dokumentierte, hatte ich diesen Teil bestanden. Ein Film, der mich sehr geprägt hat stammt von der DB und hieß "Verborgene Kräfte". Ich hatte ihn mal auf Super8.

In der ehem. DDR dauerte die Ausbildung zum Facharbeiter nur 2 Jahre, aber das Bildungssystem war ja auch wesentlich besser, als jenes in der BRD, nur will die BRD dies bis heute nicht zugeben, aber das ist ein anderes Thema.

Eigentlich wollte ich Fotograf. Kameramann oder Feinmechaniker bei ARRI werden.

Bearbeitet von Martin Rowek (Änderungen anzeigen)

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