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Geschrieben

Ich glaube nicht, daß das Problem der Kauf leeren Standard Tonbands ist, sondern der des perforierten Bandes, das für das von Friedemann verlinkte "Gerät" gebraucht würde.

Ähnliches Problem bei den Siemens N8- und 16mm-Projektoren mit Zweibandlaufwerk.

Geschrieben
vor 20 Stunden schrieb Helge:

Ich hoffe, Euch gefällt diese Zeitreise zurück zum Ende der 1950er Jahre.

Das ist ein großartiger Artikel!!! Vielen Dank dafür, auch wenn ich mich in der Praxis (höchstwarscheinlich) selbst nicht damit beschäftigen werde😉

Geschrieben

So sollte das sein. 

Also nicht wie beim Bauer tonkoppler über ein impulsrad. Sondern über so eine pendelrolle.

Das Problem all dieser Konstrukte war immer der Schlupf des magnetbandes. Hinzu kam noch, dass bei Verwendung eines anderen magnetbandgerätes noch weniger an synchronen Ton zum Bild zu denken war. Kleine geschwindigkeitsunterschiede gab es. Wer einmal klaviertöne aufgezeichnet hat und suf einem anderen gerät wiedergegeben und versucht dazu zu spielen, wird das beobachten. Auch damals schon, als die Geräte noch ladenneu waren.

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ein sehr interessantes Thema. Meine Frage dazu: Bei den gezeigten Geräten wird der Impuls über eine Welle oder elektrisch übertragen. Wie sieht es bei Projektoren aus, die bereits eine entsprechende Vorrichtung "an Bord" haben? Ich denke da z. B. an die Projektoren mit dem NORIS Synchromat oder den Super 8 Projektor Bauer T1 S Super. War man hier auch quasi gezwungen das Tonband immer mit dem gleichen Tonbandgerät abzuspielen?

 

LG aus dem "echten Norden"

Andreas

Geschrieben

Hier noch 2 Links eines Fortsetzungsartikels der Funkschau, die ich am Ende des Artikels eingefügt hatte, die ich hier sozusagen noch mal hervorhole 

 

https://www.filmkorn.org/wp-content/uploads/simple-file-list/Brochures/Zeiss-Ikon/Excerpt-39_40-Funkschau-1963-Heft-1-de.pdf
 

https://www.filmkorn.org/wp-content/uploads/simple-file-list/Brochures/Zeiss-Ikon/Excerpt-23_24-Funkschau-1963-Heft-2-de.pdf
 

Darin wird auch das Thema Tonkoppler recht anschaulich beschrieben, finde ich

Geschrieben (bearbeitet)

Bei allen diesen konstrukten war das Problem mit der Friktion des tonbandes. Das Problem mit einem anderen gerät war weniger das Problem, so lange der Regler, meist wie Friedemann schon schrieb ein rheostat, also ein schiebewiderstand, das ausregeln konnte. Der häufig noch erhältliche russ projektor für s8 und n8 hatte zusätzlich ein drahtpoti mit dem man die Geschwindigkeit zunächst grob einpegeln konnte. 

Man hat dann irgendwann das bekannte einheitstonverfahren entwickelt. Hier hat man einen Impuls vom projektor alle 4 Bilder genommen und auf dem tonband gab es dazu einen entsprechenden Impuls in einer separaten Spur. Man hat dementsprechend ein stereo Gerät benötigt, um die impulsspur und die Tonspur zeitgleich entweder aufnehmen oder wiedergeben zu können. Mit einem mono Gerät war das nicht möglich. Beide Impulse haben damals relais gesteuert, die die projektor Geschwindigkeit etwas größer oder kleiner gemacht haben, als die impulsfolgegeschwindigkeit auf dem tonband. Beispiel (ich weiss nicht mehr, wie herum): kam der Impuls vom projektor früher als der vom tonband, schaltete der ein relais aus, so dass der projektor langsamer als die impulsfolge auf dem magnetband lief. Der Impuls vom magnetband, der darauf folgte, schaltete das relsis wieder ein, der projektor lief wieder etwas schneller.  Das ganze dann erneut. Alle 4 Bilder. Auf diese Weise wird der projektor gezwungen, synchron zu den Impulsen auf dem Band zu laufen. Und das bei korrekt eingestellter Regelung und einem projektormotor, der per se keine zu grossen gleichlaufschwankungen aufweist, über einen recht langen Zeitraum.

 

Im studio hat man dementsprechendperforiertes magnetband benutzt. Dadurch war eine sichere starre kopplung an den film möglich.

 

@Thomas007 hat da einiges gebaut und kann noch etwas mehr bestimmt dazu schreiben. 

 

Es gab da auch zum einheitstonverfahren ein Büchlein glaub vom Franzis Verlag. Recht detailgetreu beschrieben für einen selbstbau. Irgendwo hab ich das noch...

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)
vor 59 Minuten schrieb Dent-Jo:

Man hat dann irgendwann das bekannte einheitstonverfahren entwickelt

Das wurde zwar wohl schon Anfang der 60er genormt, aber gab es aber m.W. erst mit Super 8 technisch umgesetzt und erst später in Produkten (Kameras und Projektoren). Mit der Einführung von S8 verschwanden Tonkoppler weitestgehend. Es wurde von Anfang an im wesentlichen auf Randspur-Nachvertonung gesetzt, zunächst nur für die etwas betuchtere Kundschaft.

Die Impuls-Verfahren für die Zweibandvertonung waren m.E. eher etwas für Technikfans.

Ich hatte ja schon mal einen Artikel über die Zweibandvertonung von S8-Film geschrieben, der den kompletten Ablauf vom O-Ton bis zum fertigen Vorführ-Tonfilm unter Nutzung des NIV (Normimpulsverfahren, 1:1 statt 4:1) mit modernen Geräten. 
 

Ich denke, Impulsverfahren wurden bei N8 quasi nicht verwendet (es gab wohl später einen Elmo N8-Projektor mit einfachen Unsetzung), und wenige mechanische Umsetzungen für Zweibandvertonung für S8.

Bearbeitet von Helge (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 1 Stunde schrieb Helge:

Das wurde zwar wohl schon Anfang der 60er genormt, aber gab es aber m.W. erst mit Super 8 technisch umgesetzt und erst später in Produkten (Kameras und Projektoren). Mit der Einführung von S8 verschwanden Tonkoppler weitestgehend. 

 

Hier ist eine ausführliche Beschreibung des ETS aus der Funkschau 6/1964 (PDF Seite 47ff): https://www.worldradiohistory.com/INTERNATIONAL/Funkschau/1964/Funkschau-1964-06.pdf

 

Es kam also noch zu Normal8-Zeiten auf den Markt. Allerdings mussten die Projektoren umgerüstet werden. Das Gerät von Volland hieß damals noch Diachron und nicht Synton, wie es dann auch von Braun zum FP5 und FP7 verkauft wurde. Ein Stereo-Tonbad-Gerät war nicht nötig, da man einen Impuls-Kopf an das Tonbandgerät anbauen konnte. 

Geschrieben (bearbeitet)

Wenn das der diaimpulskopf war, dann verstehe ich, warum daraus dauerhaft nix geworden ist. Die spurbreite war sehr gering, was eine hohe Genauigkeit der bsndführenden Komponenten bedingte, die nicht immer gegeben war.

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)

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