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Zweite Entwicklung ohne Entwickler?


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In das Buch 'Der Schmalfilm-Amateur' von M V Hotschewar, 1944, habe ich eine alternative methode für die zweite Entwicklung gefunden.  Erstmal habe ich gedacht das ich es nicht gut gelesen hätte, aber....

 

Zum alternativ taucht man der gebleichte und gewassserte Film  in einer Bade von 20gr NATRIUMHYDROSULFIT auf 2 liter Wasser und beleuchtet ihm gleichzeitig von eine 60W Lampe auf ca. 1m. Nach 4 bis 6 Minuten soll ein positives schwarz-weiss Bild entstehen...

 

Wer hat das mal selbst gemacht? 

 

Freundliche Grüssen,

 

Alexander

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Doch. Das geht durchaus. Nur warum? Natriumdithionit (wie man heute dazu sagt) ist nicht ohne und die angesetzte Lösung nur kurz haltbar. Und wo ist der Vorteil ggü. einer normalen Zweitentwicklung, wenn zudem noch belichtet werden muss?

 

Es gibt auch Schleiermittel die ohne Licht auskommen, der Klassiker wäre TBAB (Tetrabutyl-Ammoniumbromid), aber das ist so dermaßen giftig, dass selbst Kodak es verbannt hat. 

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Könnte man alternativ den Zweitentwickler weglassen, und den Film einfach so lange zweitbelichten, bis er sich selbst schwärzt? Theoretisch sollte das ja möglich sein. Ob das praktisch sinnvoll ist, ist natürlich eine andere Frage (andererseits sollte man beim Bleichen dann wohl lieber den Deckel gar nicht öffnen 😉 ).

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Beim chemischen Entwickeln, im Gegensatz zum physikalischen, erfolgt eine enorme Verstärkung des entladenen Silbers in der Art, daß Silberfäden aus den Keimen wachsen. Hydrochinon ist zum Beispiel so daran beteiligt, indem es hexagonale Säulen wachsen läßt, wenn ich mich recht erinnere. Die entstehende Silberwolle bringt mehr optische Dichte, als wenn man Licht einfach durchschwärzen läßt. Man wird nur ein graues Positivbild erhalten, das zur Projektion nicht taugt.

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Posted (edited)

Panschen kann man unbegrenzt, sorry, manchmal wird es dann auch gefährlich, z.B. wenn man mit Schwefelsäure aus Rhodanid Blausäure austreibt. Man sollte schon  wissen, was man tut und wo Gefahren lauern, ohne dass ich hier Panikmache betreiben will. Schlussendlich macht die Dosis das Gift, man kann sich mit Kochsalz oder Zucker umbringen, wenn nur die Menge groß  genug ist.

Schöne alte Techniken und Rezepturen findet  man hier:

www.lostlabours.co.uk,  unter resources.. 

Edited by jacquestati (see edit history)
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Danke  für dienen Antworten. Natriumdithionit wie man das heute nennt ist ein starkes Reductionsmittel und wird u.a. gebraucht zum bleichen von Textil, Leder, Zucker... 

 

Ich werde es mal probieren im Zukunft.

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