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Alter 35mm Projektor


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo zusammen,

 

ich habe mir als langfristiges Projekt einen alten 35mm Projektor zugelegt. Aufgrund seines Zustands war er zum Glück sehr günstig 😄

Von der Konstruktion her erinnert er mich stark an Ernemann, vielleicht an ein Modell aus der Magister-Reihe. Leider fehlt jede Typen- oder Herstellerkennzeichnung.

Auch einen vergleichbaren Ständer konnte ich bisher nirgends finden. Er wirkt aber eindeutig original: Alles passt genau zusammen und der Motor sitzt exakt an der richtigen Stelle, um den Projektor anzutreiben.

 

Hat jemand diese Ausführung schon einmal gesehen oder kann vielleicht sagen, um welches Modell es sich handelt?

 

Vielen Dank!

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  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Donnerwetter, da hast du dir aber was vorgenommen. Ich schätze mal das ist ein recht alter Wanderkino Ernemann aus der Zeit noch vor dem großen Krieg.
Handkurbelbetrieb mit Möglichkeit auf Motorumrüstung. Neue Kopien würde ich damit nicht unbedingt spielen, aber der Zustand ist
recht gut und scheint auch vollständig zu sein. Wenn du dich nur halb so ins Zeug legst wie @Eremitage hast du einen tollen Vintage Projektor
aus der Zeit, wo film noch Schundware war!

Geschrieben

Ernemann... schwierig einzuordnen, sieht schon stark mitgenommen aus.

 

Könnte höchstens ein "Magister II" sein:

Highlights

 

Jonas.... halbwissen bringt nix. Außerdem spricht man im dt. Sprachraum nicht vom "großen Krieg" das ist den GUS-Staatlern vorbehalten, bei uns ist es WK I und WK II. Soviel zur Klugscheißerei.

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Ein Stück zeitgeschichte. Allerdings zum benutzen...ne. nicht wirklich. Kann man. Aber macht keinen spass. Dann lieber doch die massenware von Bauer oder zeiss ikon. Da hast du mehr davon.

Geschrieben

Hallo, vielen Dank.

 

Nach genauerem Hinsehen glaube ich, dass der Motor nicht zum Antrieb des Projektors gedacht ist, sondern als Dynamo für die Stromversorgung der Lampe dient. Er wird offenbar beim Drehen der Handkurbel zusammen mit dem Filmtransport angetrieben.

 

Vom Dynamo führen nur zwei kurze Kabel ungefähr bis zum Schalter der Lampe. Auch die Größe der Riemenscheibe würde dazu passen.

 

Eine Projektorlampe, die über ein Dynamo versorgt wird, habe ich bisher noch nie gesehen. Das Vorführen muss damals ein ziemlich gutes Fitnesstraining gewesen sein. 😄

Geschrieben

Großer Krieg oder WWI ist doch völlig belanglos. Wichtig ist doch nur zu wissen, daß der Projektor so knapp um die Jahrhundertwende kommt.

Ich bin selber kein gelernter Projektionist gewesen und habe mir alles autodidaktisch beigebracht, so alte Geräte und
Anleitungen sind mir aber immer hin und wieder durch die Hände gegangen.

Der Projektor müßte eine Umrüstung auf einen Motor haben. Die Riemenscheibe deutet darauf hin.

Denke nicht, daß ein Dynamo soviel Leistung aufbringen kann, daß es für eine Bogenlichtlampe reicht.
Auch deuten die Feuerschutztrommeln auf ein etwas "moderneres" Fabrikat hin.

Schätze ihn auf die 10er Jahre. Viele Projektoren aus der frühen Zeit hatten noch keine Feuerschutztrommeln.
Daher sollte er auch einen Motor haben.
Aber ja, das Projizieren war damals echt Handwerksarbeit und vorallem aufregend!
 

Geschrieben (bearbeitet)

Ne. Als Dynamo für die Lampe sicher nicht.

Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat da evtl mal jemand Nachrüstung unternommen. Ggf. Fehlen Teile oder er ist nicht fertig geworden damit.

Was ihr nur immer mit solchem Murks wollt. Ein schöner vollständiger Bauer auch eine sonolux, ist auch günstig zu haben, weit weniger aufwändig zu reparieren und man hat was, was langlebig ist und benutzbar. Es muss ja nicht ganz so tippitoppi wie unser eifriger Eremitage das mit seiner b14 macht. Auch ohne solchen Aufwand hat man was schönes und brauchbares. Ein bisschen Patina schadet nicht. Nur der Kamerad hier hat etwas zu viel Patina...

Mehr wie ein dekoobjekt wird das Ding hier nicht. Und das Stativ ist mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht original.

Bearbeitet von Dent-Jo (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Interessant. Der Pathé KOK funktionierte allerdings tatsächlich mit einem Dynamo. Schwer zu sagen, welche Lampe hier ursprünglich eingebaut war, aber theoretisch müsste so eine Lösung zumindest möglich gewesen sein.

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Geschrieben

Ein sehr interessanter Projektor! Und mit ziemlich viel Patina, das stimmt. 

 

Dennoch kann ich den Wunsch gut nachvollziehen, die Maschine zu restaurieren und zum Laufen zu bringen. Natürlich wird das nichts sein, mit dem man jeden Samstag einen Film anschaut. Aber was gibt es schöneres, wenn solche technischen Zeitzeugen nicht nur rumstehen, sondern durch ihr Funktionieren erlebbar werden?

 

@Daka, ich wünsche Dir gutes Gelingen! Meine Ernemann VIIB sah fast genau so aus und läuft auch wieder!

 

Grüße

Pascal

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben

Pascal, du findest in solchen Angelegenheiten immer die weitaus besseren Worte als ich. Irgendwo denk ich mir, ja recht schön, interessant,  sehens- und erhaltenswert. Andererseits aber eben auch, was soll man damit. Aber deine Formulierung trifft es sehr gut.🙂

Geschrieben

Pathé KOK ist ein Tischgerät, Heimprojektor. Dieser Magister ist zehn Jahre jünger und für die Schulaula. Er ist aber total verrostet. Es wird teuer werden, alles nur einigermaßen herzurichten. Wenn du die Schaltrolle nicht von der Welle bekommst, wenn das Malteserkreuzgetriebe rostig ist, wenn die filmführenden Teile ihre Vernickelung verlieren, ist Essig. Ich würde das Ding auch als Schrotthaufen ansehen und mich nach etwas anderem umsehen. Das kann nur frustrierend enden.

Geschrieben
vor 15 Stunden schrieb Jonas4125:

Wenn du dich nur halb so ins Zeug legst wie @Eremitage 

Hallo zusammen,

nachdem ich aufgrund meines B14 Projektes schon mehrmals erwähnt wurde, möchte ich in Hinsicht auf die Erfahrungen die ich gemacht habe folgendes Anmerken:

Bei solch einer Restauration, gerade wenn der Projektor eine stark angegriffene Substanz aufweist, muss man davon ausgehen, dass die Restauration nicht an einem Wochenende durchzuführen ist. Das dauert Monate wenn nicht sogar Jahre, bis man alles wieder auf den Stand des Originals gebracht hat. Etliche Teile müssen ausfindig gemacht und nachgekauft oder auch nachgefertigt werden. Kosten muss man komplett ausblenden. Wer meint billig gekauft und billig repariert, befindet sich auf dem Holzweg. Gerade diese Konstellation und Aberglaube macht die Restauration teuer.

Mein kleiner Tipp, mir hat am Anfang meines Projektes jemand geraten die Geräte schnellstmöglich zu entsorgen.

Davon sollte man sich nicht beeindrucken lassen.

Ich habe diesen Ratschlag natürlich nicht angenommen, eher gerade deswegen an meinem Vorhaben unbeirrbar festgehalten. 

Bei solch einer Aufgabe lernt man (in alle Richtungen) sehr viel dazu. Deswegen kann ich's nur empfehlen, dass in Sachen "Horizonterweiterung" wenigstens einmal gemacht zu haben. 

Wünsche gutes Gelingen..👍🏻

 

 

  • Thumsbup 2
Geschrieben

Kann man mit viel Hingabe, Können und Wissen wieder restaurieren.  Da muss auch nichts hinzu gekauft oder nachgefertigt werden. Sandstrahlen, und/oder Beizen und dann lackieren. Eine Werkstatt für Oldtimer-Autos kann hier hilfreich sein.  Rostige Teile können auch mit diversen Verfahren entrostet werden. Die Infos gibt es hier im Forum.

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