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Frage an die Spezialisten.

 

Habe es jetzt endlich gewagt und einen alten 16mm-Film in Vitafilm eingeweicht.

Der Beschreibung nach soll das Material 24 Std. im Vitafilm-Bad verbleiben, dann kurz abtropfen und für 3-6 Monate in ner trockenen Dose verschlossen werden damit die Restfeuchte in den Film einzieht.

Soweit alles klar.

Was aber mache ich mit der Restflüssigkeit in der 'Einweichdose'?

Kann man die in den eigentlichen Behälter zurückgießen und nochmal verwenden?

Wär für ne rasche Antwort dankbar.

 

Grüße,

Simon

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für alle interessierten:

wittner kionotechnik hat mir weiterhelfen können:

 

ja... die vitafilm-flüssigkeit ist wiederverwendbar sofern nicht zu sehr verschmutzt.

filmreinigung lohnt also vor dem einweichen...

 

bin mal auf das ergebnis gespannt, wenn ich den film irgendwann im sommer wieder aus der dose nehme...

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  • 1 month later...

Hallo Faschionconcept!

 

Habe mir heute auch Vitafilm bei Wittner bestellt und werde mal einige alte 35mm Kopien aus den 70er bzw. frühen 80er Jahren damit behandeln.

 

Hast du schon was behandelt mit dem Zeug und wenn ja wie ging es?

 

Gruß Thomas

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hallo thomas,

 

wie schon gesagt....

habe einen 70 jahre alten sw-film 'eingeweicht', die restflüssigkeit nach der empfohlenen 'einweichzeit' abgeschüttet und den tropfnassen film in ner metalldose luftdicht verschlossen.

das war vor knapp 2 monaten.

angeblich soll nach einer zeit von 3-6 monaten die restflüssigkeit vom film 'aufgesaugt' sein.

gegenteilige stimmen haben mir schon berichtet, daß der film selbst nach einem jahr noch 'patschnass' ist...das material also überhaupt keine flüssigkeit aufnimmt.

das ist der stand des experimentes am heutigen tag.

werde den film also noch ne zeit in der verschlossenen dose lassen...

wird sicher bis juli/august sein. dann sehn wir weiter... :)

 

gruß,

simon

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  • 2 weeks later...

Hallo.

 

Es stimmt schon, das es etwas dauert, bis die Restfeuchte vom Film aufgenommen wurde. Aber das macht nichts. Gut Ding will Weile haben, sagt man ja immer. Lass dem Film die Zeit, die er braucht. Was Du auf jeden Fall danach (also wenn der Streifen wieder trocken ist) noch tun solltest, und vorallem bevor Du den Film wieder vorführst, alle Klebestellen (besonders die mit Klebetape gemachten) zu überprüfen und gegebenenfalls zu erneuern, da das Vitafilm-Zeugs diese u.U. auflöst. :!:

 

LG von Bauer-Fan

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Vom kompletten "Eintrocknen lassen" rate ich ab.

 

Kann dann vorkommen, das der Film aussieht, als hätte er einen Wasserschaden. Alles schon erlebt. Kann man die komplette Kopie wegwerfen.

 

Lieber lange Zeit im kompletten "Bad" liegen lassen und dann nach Monaten wieder reusnehmen, bevor alles verdunstet ist. Danach wie gewohnt laut Bedienungsanleitung "abtrocknen".

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Hallo!

 

Ich glaube es hängt auch davon ab, ob die Kopie gewachst oder lackiert oder sonstwie beschichtet ist. dann kann Vitafilm u.U. nicht richtig einziehen.

 

Auch ist die angegebene Dosierung für einen Akt von 120ml meiner Meinung nach viel zu hoch. (Einpinselmethode)

 

Wenn ich den Film durch ein mit Vitafilm getränktes Tuch ziehe und ihn richtig naß mache, reicht eine Dose 380ml für sieben Akte.

 

Da ich keine Blechdosen habe lege ich in die Kunstoffdosen oben und unten einen runden Pappdeckel aus Wellpappe. Dieser wirkt als Kathalysator. Das heißt er nimmt überflüssige Vitafilm auf und gibt es gleichmäßig wieder ab.

Außerdem ist die Atmosphäre in den Dosen total geschwängert was gleichmäßig auf den Film einwirkt.

 

Ich bevorzuge hier das Motto weniger ist mehr.

Alles andere sollte nur in Ausnahmefällen angewendet werden, wenn der Film so geschrumpft ist, das er nicht mehr auf die Zähne passt.

Zum Auffrischen einer 30-40 Jahre alten Kopie reicht die normale Methode.

 

Gruß Thomas

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  • 1 month later...

Hallo allerseits!

 

Ich habe nun nach knapp zwei Monaten meine mit Vitafilm behandelte Kopie aus den Dosen geholt und spielfertig gemacht.

 

Die Klebestellen und alles was sonst noch auf dem Film klebte filen mühelos ab. Aber schon nach 5Stunden mit einigen Pausen hatte ich sämtliche Klebestellen erneuert und konnte die Kopie wieder aufbauen.

Das Vitafilm war vollständig in den Film eingezogen und er fühlte sich in der Tat weicher und geschmeidiger an. Er hat auch kein Korkenziehersyndrom also starkes in sich verdrehen.

 

Allerdings hatte er Streckenweise Flecken, die wie ein Wasserschaden aussahen. Diese habe ich mit meiner Isopropanol Waschanlage wieder weg bekommen.

 

Fazit:

Der Film läuft leiser durch die Maschine.

Bessere Schärfe durch größere Flexiblität und damit bessere Planlage.

Blasse Farben erscheinen kräftiger.

Der leichte Rotstich bleibt jedoch.

Die Kopie lässt sich glatt aufwickeln, was vorher nicht der Fall war.

 

Trotzdem kann ich die Behandlung nur für wirklich dringende Fälle empfehlen, da es eine sau Arbeit ist und das einatmen der Dämpfe nicht so gesund ist.

Ich jedenfalls bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden.

Man kann damit alte Kopien wieder auffrischen und sie wieder ansehnlicher machen.

 

Gruß Thomas

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  • 1 month later...

Habe auch einige Filme auch mit Vitafilm behandelt und muss sagen das zeug hinterlässt einen furchtbaren Geruch im Raum . Ich hoffe nur das Vitafilm auch das bringt was auf der Gebrauchsanweisung steht .

 

Gruß

Dami

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Habe auch einige Filme auch mit Vitafilm behandelt und muss sagen das zeug hinterlässt einen furchtbaren Geruch im Raum . Ich hoffe nur das Vitafilm auch das bringt was auf der Gebrauchsanweisung steht .

 

 

Gruß

 

Dami

 

Stimmt. Geruchsmäßig kommt es dem Duft von Fußpuder gleich, finde ich... Eiei welch ein Gerüchlein... :blink: Aber der vergeht auch wieder. Am besten benutzt man Vitafilm bei geöffnetem Fenster, dann ist er erträglicher, und man lebt gesünder.

 

LG von Bauer-Fan

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  • 1 month later...

Also ich habe heute eine kopie aus den späten 80 jahren mehrere male durch eine vitafilm getränktes tuch laufen lassen.

Dies sollte eigentlich mehr der reinigung dienen, aber selbst schon nach dieser behandlung sahen die farben wieder

kräftiger aus und der film fühlte sich geschmeidiger an.

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Hallo Thomas

.auch wenn ich nur das Super8film-Hobby betreibe , habe ich mit Vita-Film bis jetzt beste erfahrungen .

Benutze aber Vita-Film grundsätzlich nur als Reinigungsmittel , was bei Super8 noch kostengünstig ist.

Seid dem laufen die Film wie Butter durch den Projektor . Auch meine Würker-Klebestellen(nur 2 Bild)

halten noch wie am ersten Tag .

...wir kennen uns schon, bis dann

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  • 3 months later...

Hallo zusammen...

 

Nachdem ich das Thema hier 'losgetreten' habe, muß ich ja wenigstens auch mal schreiben, was bei meinem 'Einweichversuch' rausgekommen ist.

Im Grunde hat Thomas007 schon alles gesagt, was es zu sagen gibt. Bei mir war das Ergebnis ähnlich.

Allerdings hatte ich den Film 6 Monate in der luftdicht verschlossenen Dose (rundum mit Panzerband verklebt und nochmal in ner Tupperdose verpackt)liegen.

Bei Filmentnahme aus der Dose war VitaFilm komplett 'verflüchtigt'.

Nachdem die Dämpfe die Dose nicht verlassen konnten, gehe ich davon aus, daß das Filmmaterial die Flüssigkeit tatsächlich aufgenommen hat.

Die entstandenen Schlieren auf der Filmbahn ließen sich mit Isopropanol entfernen.

Erst beim Abrollen des Filmes zewcks Reinigung fiel mir auf, wieviele Klebestellen der Streifen hat... alle aufgegangen.

 

Fazit: Das Material fühlt sich 'weicher' an, wirkt nicht mehr so spröde und läuft ruhiger durch den Projektor.

 

Inwiefern aich allerdings das Essigsyndrom mit dem Zeug 'verlangsamen' lässt.... bin ich mir unschlüssig.

Fakt ist, daß der Film vor dem 'Bad' schon ziemlich nach Essig roch. Beim öffnen der Dose wars ne Mischung aus Essig und dem beißenden VitaFilm-Geruch der mir entgegenschlug. Jetzt, nach 4 Monaten 'trocken' haben sich beide Gerüche auf ein Minimum reduziert. Lässt sich mit leben...

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Nö - Inhaltsstoffe nicht deklariert. Auch auf FilmTech.com spekulieren die Kollegen - beständig hält sich das Gerücht, da könnte (unter anderem!) Kampfer drin sein, wie in Wick VaporUp (gegen Husten und Schnupfen). Kampfer diente als Weichmacher bei der Nitrofilmproduktion, hat aber meines Erachtens auf Triazetat nichts zu suchen. Ggf. bei Wittner mal das Sicherheitsdatenblatt anfordern, das nach EU-Richtlinien ja vom Importeur zur Verfügung gestellt werden müsste; oder das korrespondierende MSDS (Material Safety Data Sheet) direkt beim amerikanischen Hersteller. Daraus wird sich die Inhaltskomposition allerdings auch nicht ergeben. Die weitestgehende Angabe, die der Hersteller auf seiner homepage macht, ist "VITAFILM® is a special blend of highly refined oils and natural compounds designed to penetrate deep into the molecular structure of the film base."

 

http://vitafilm.com/...film/index.html

 

Unglaublich, wofür und wogegen Vitafilm nach Darstellung des Herstellers alles gut sein soll:

 

- stellt die Elastizität spröder Filmkopien wieder her (und dieses gleichermaßen für Nitro-, Diazetat- und Triazetatmaterial)

- verhindert statische Aufladung bei Polyester-/Estar-Material

- verlangsamt color fading

- stoppt VS (Essigsyndrom)

- hält die Zersetzung von Nitromaterial auf

- setzt den Flammpunkt frischen Nitromaterials herauf (ursprüngliche Anwendung!).

 

Merkwürdig, warum ich immer eine Gänsehaut bekomme, wenn mir mein Apotheker ein Geheimmittel empfiehlt, das gleichzeitig gegen Haarausfall, Hühneraugen und Heiserkeit gut sein soll und darüber hinaus auch ncch die Zähne blendend weiß macht ...;-)

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Hallo!

 

Hat man eine alte stumpfe Kopie, welche mit schlechtem Bildstand durch den Projektor läuft. Insbesondere bei Super 8 und 16mm

so reicht es völlig aus, wenn man diese durch einen schwachbefeuchteten Lappen mit Vitafilm zieht. Es bleibt eine dünne unsichtbare Schmierschicht auf dem Film zurück, die die Gleitfähigkeit erhöht.

 

Gruß Thomas

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@Thomas007: Klar. Das war mein Plan für Kopien, die soweit in Ordnung sind.

Recht viel weiter sind wir bei den Inhaltsstoffen nun auch noch nicht.

Mehr habe ich bislang auch nicht herausbekommen.

Gibt es denn da gar niemanden, der so ungefähr weiss, was da drin ist?

Fragen über Fragen...

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So - hier ist nun immerhin das alte MSDS, das in den siebziger Jahren noch für die Hanish Co (also den Vorgänger des jetzigen Herstellers) erstellt wurde. Mal angenommen, die Ingredienzen haben sich nicht wesentlich verändert, sind da im Wesentlichen drin:

 

- aliphatic solvent and pine oil (aliphatische Lösungsmittel - also reine Kohlenwasserstoffe - und Latschenkieferöl)

- oils of cedarleaf (Zedernblattöl)

- oils of birch (Birkenöl)

- oils of sassafras (Öl vom Nelkenzimtbaum).

 

Wenn die aliphatischen Lösungsmittel (die aufs Nervensystem wirken) nicht wären - vielleicht alles nicht so schlimm. Das MSDS schreibt lösungsmittelfeste Handschuhe sowie Schutzbrille vor. Kohlenwasserstoffe dürfen nicht in die Lunge gelangen - deshalb darf bei Verschlucken kein Erbrechen herbeigeführt werden.

 

Bei Zersetzung (Verdampfung?) von Vitafilm wird Kohlenmonoxid freigesetzt.

 

Mehr zur Frage von Anwendungsrisiken müssten die Chemiker hier im Forum sagen. (Ob sich andererseits das Triazetat über eine Behandlung freut, ist eine ganz andere Sache.)

 

https://www2.itap.pu.../docs/10102.pdf

https://www2.itap.pu...ex.cfm?letter=V

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