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Klaus Peter Weber

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Alle erstellten Inhalte von Klaus Peter Weber

  1. Ein paar schöne Zeichnungnen zum Thema habe ich gerade aus dem BAUER KINOTECHNISCHES TAGEBUCH von 1955 gescannt. Sie verdeutlichen sehr genau die Vor- und Nachteile der Blendenvariationen. Die Scheibenblende hat den größten Abstand zum Bildfenster. Die Blende wird folglich sehr unscharf abgebildet und kann das Bild nicht schnell abdunkel, sondern es entsteht eher ein Auf-und Abblend Effekt. Das hat einen hohen Lichtverlust zur Folge. Es war die einfachste Konstruktion und fand daher vor allem bei preiswerteren Modellen Verwendung. Bei der Trommelblende war zwar gelungen mit dem aktiven Teil der Umlaufblende sehr nah an die Bildebene zu kommen. Aber der gegenüberliegende Teil der Trommel durchläuft den breiteren Bereich des Lichtkegels und beginnt deshalb schon vor dem aktiven Blendenteil das Licht abzudecken und bringt etwas Lichtverlust. Der Trick bei der Kegelblende ist, dass der inaktive Teil abgewinkelt ist und nicht mehr den Lichtkegel durchläuft. Daher kein Lichtverlust durch diesen Teil der Blende, also der beste Wirkungsgrad. Hinzuzufügen wäre noch die einflügelige Kegelblende, die dann mit doppelter Geschwindigkeit pro Bild laufen muß, um auch die zweite Abdeckphase zur Lichtfrequenzerhöhung auf 48 Hertz zu erzeugen. Das System hat den besten Wirkungsgrad. Durch die doppelte Geschwindigkeit der Blende entsteht die beste Nutzung des Lichtes, da das Öffnung und Schließen des "belichtenden" Blendenflügels doppelt zu schnell gelingt. Also die längste Belichtungszeit liefert. Meines Wissens ist diese Ausführung bei der DP70 verbaut.
  2. Richtig, es handelt sich um einen Siemens Magnetocordläufer, den es in 16 und 35 mm gab. Meist in TV Studios im Zweibandbetrieb und in Synchronstudios als Zuspielgeräte für Multikanalmischungen und und dort auch als Aufnahmegerät für 4-kanal Cinemascope Endmischungen auf full coated 35mm Magnetfilm. Zur Verleihkopierung wurden die CS-Bildkopien nach Anbringen der Magnetpisten (augespritzt oder auch aufgeklebt) auch in dieses Gerät eingelegt zum Überspielen der Mischung vom full coated 35mm Original auf die Theaterkopie. Hier zwei Fotos aus meiner Bilderkiste, inkl. einem Konterfei von mir im zarten Alter von 19 Jahren.
  3. In der Lichtburg kann man auch nicht mehr erwarten. Ein Saal mit so hellen Wänden und Decken wie dort, hat einen so hohen Streulichtfaktor, dass jeder Schwarz- und Schattenanteil des Bildes brutal aufgehellt wird. Totaler Kontrastverlust erzeugt subjektiv auch Schärfeverlust. Außerdem bietet die relative Größe der Leinwand zur Saalgröße (Betrachtungsabstand) in der Lichtburg, nicht die Voraussetzung für ein immersives 70mm Erlebnis.
  4. Denke mal, dass die Zielgruppe solcher Gespräche im Rahmen von Kulturmagazinen die filminteressierten Normalhörer ist und nicht die Technikfreaks bei uns im Forum.
  5. Ein ziemlich chaotisches und eher verwirrendes Geplapper, das keinerlei Erkenntnisgewinn für den Zuhörer hinterlaßt.
  6. Also, die Sache ist ganz klar, Filmtechniker irrt sich da. Die B14 habe während meiner Ausbildungszeit 1958 im Synchronstudio tausende male rückwärts laufen lassen. Dies mit ganz normalem "einfachem Schaltrollenantrieb". Natürlich hat dies nur funktioniert nach Abheben der Andruckkufen. Am Fuß der B14 war eineElektromagnet, der über einen Bowdenzug mit der Halterung der beiden Andruckkufen gekoppelt war und beim Einschalten des Rückwärtslaufes erregt wurde. So hat er die Andruckfedern der Kufen entspannt. Es war ein vergleichsweise simpler Mechanismus, arbeitete aber störungsfrei. Im engeren Sinne hat Simon insofern recht, es war keine Rückwärtsprojektion im qualitativen Sinne, sondern ein sichtbares Rückwärtsfahren des Filmes mit Bildstandsunruhe und Schärfeeinschränkung. Schaden hat der Film niemals genommen, das Rückwärtsschieben funktionierte ohne Spuren. Außerdem handelte es sich ja zwangsläufig nur um Arbeitskopien im Synchronbetrieb. Ich habe gesucht und noch ein altes B14 Studio manual gefunden, mit allerdings der damaligen Druckqualität. Die Punkte 2 und 3 zeigen den Abhebemechanismus.
  7. Hallo Manfred, Ich habe dieses Teil gefunden. Aber, lang lang ist's her, ich habe mich insofern geirrt, dass der Film doch nur auf der Perfofläche geführt wurde. Nein, Du brauchst dieses Teil nicht zwingend, deshalb habe ich es ja auch bei mir ausgebaut. Falls Du es aber zur Vervollständigung Deiner bewundernswerten Arbeit haben möchtest, schicke ich es gerne. Es ist neuwertig incl. der Schrauben. Auf diesem Bild ist die Filmandrucktüre eben der Rückwärtsvariante zu sehen. Der Pfeil zeigt die Führungsschiene, die einen Stau des Films beim Rückwärtslauf des Schaltrades verhindert und den Film nach oben drückt. Es ist quasi die Gegendruckplatte des oben beschriebenen Teils. Auch dieses kannst Du einfach ausbauen, es wird nur für rückwärts gebraucht. Eine alte b14 Filmtüre muß ich auch noch haben. Morgen schaue ich nach. Lieben Gruß Klaus
  8. der hier durch den Pfeil gekennzeichnete Abstreifer hatte einen anderen Zweck. Er sorgte bei Rückwärtslauf und abgehobenen Andruckkufen dafür, dass der Film, der ja nicht am oberen Ende der Filmbahn zurückgezogen wurde, von der Schaltrolle nach oben in die Filmbahn hineingedrückt wurde. Daher war dieses Teil verchromt, denn es drückte auf die gesamte Bildfläche. Klingt abenteuerlich, aber funktionierte einwandfrei. Habe Ende der 1950er Jahre viel damit gearbeeitet. Falls Du Interesse daran hast, schau ich gerne mal nach, ob noch so ein Teil finde. Klaus
  9. Ich verschenke diesen, nur leicht renovier bedürftigen SR16 Koffer, um ihn vor der Tonne zu retten. Klaus
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  10. Hallo Sascha,

     

    wenn Dir einer mit 45mm Länge genügt, habe ich einen für Dich.

     

    Gruß

    Klaus

  11. Es freut mich besonders, dass die Serie bei den Aficionados im Forum so gut ankommt. In aller Bescheidenheit weise ich darauf hin, dass meine Tochter Natalie die initiatorische Koproduzentin für die SR/ARD/ARTE Filmreihe ist. Siehe Endkredits. Nun ratet mal, wer sie zu dem Projekt beeinflusst hat.
  12. Hans war ja auch ein passionierter Filmmusikfreak. So war es im 1982 gelungen für AFN Stuttgart gemeinsam mit seiner leider schon sehr früh verstorbenen Lebensgefährtin Yvonne Mason ein Interviewtermin mit Miklos Rozsa in Rom zu bekommen. Spannend dabei die Frage, wie Rozsa zur Zusammenarbeit mit John Wayne für GREEN BERETS kam.
  13. Im ZIMMERAMA in Zazenhausen ist die Last Picture Show gelaufen. Unser lieber und hochgeschätzter Hans hat sich wahrscheinlich auf seiner U2 eine letzte 70mm Rolle eingelegt und ist mit diesem Streufen auf seiner 7,5m curved screen als Reiseführer auf die letzte Reise gegeangen. Sollte es wirklich das Paradies geben, ist er bestimmt dort aufgenommen worden. Lieber Hans, vielen Dank für die tollen Kinostunden und die immer anregenden Gespräche. Du fehlst mir. KLaus
  14. Hallo Manfred, wie schon mal gesagt, einem so engagierten Retter unserer Ikone helfe ich immer wieder gerne. Ein original BAUER Filmrißschalter ist auf dem Wege zu Dir. Übrigens in der BAUER Bedienungsanleitung von 1957 ist der Schalter als Standardausrüstung beschrieben. Besten Gruß Klaus
  15. Neuer sehenswerter Trailer könnte das Blatt wenden :
  16. Hallo Pascal,

     

    ich habe noch ein MGM -SCOPE Logo mit Auf- und Abblende, aber leider in Metrocolor Rot.

     

    Hast Du Interesse? Dann bitte nur Deine Adresse.

     

    Prosit Neujahr

    Klaus

  17. Hier ein Ausschnitt aus der Original BAUER Ersatzteilliste zum BLX9 : BLX9 Ersatzteiliste.pdf
  18. Wer einen solchen Fleiß und Geduld an den Tag legt, den kann man nicht kurz vor der Ziellinie im Stich lassen. Melde Dich bitte per PM, ein Hilfsspiegel wartet auf Dich. Besten Neujahrsgruß. Klaus
  19. Gebe kostenlos gegen € 5,00 Porto diesen Macro-Ringen-Satz ab. Bitte PM Frohes Fest Klaus
  20. Klaus Peter Weber

    R.I.P.

    Dreimal hatte ich das Vergnügen, mit ihm arbeiten zu dürfen. Er war ein wunderbarer Profi, immer bei guter Laune und voller Empathie. Ein Erinnerungsfoto an unsere Dreharbeiten zu ROTWANG MUß WEG 1994 :
  21. Das Einzige, was mir an der Entscheidung nicht gefällt ist, dass man sie erst posthum gefällt hat .
  22. Papst macht sich Sorgen um Zukunft der Kinos https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/gesellschaft/id_101002654/papst-leo-xiv-erhaelt-im-vatikan-nba-trikot-von-spike-lee.html
  23. Meine Erfahrung dazu : Ich betreibe seit 20 Jahren einen 900W Brenner in dem BL9 X mit 50A ohne Gebläse und habe keine Probleme erlebt.
  24. Zur Feststellung der gleichen Bildhelligkeit muss ich ergänzend hinzufügen, dass die 35 mm Formate dank einer horizontalen und vertikalen, motorischen Kaschierung in ihrer "ehrlichen" Größe projiziert wurden. Sie wurden nicht fälschlicherweise "aufgeblasen" auf die TODD AO Bildwand, wie z.B. im Royal Berlin und anderen Ortes.
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