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Klaus Peter Weber

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Alle erstellten Inhalte von Klaus Peter Weber

  1. Zu den Erstaufführungsformaten in Deutschland : Ich war selbst noch Vorführer bei der Erstaufführung von WSS. Wir hatten zwei Kopien im Einsatz : Eine 70mm und eine 35mm TC/Magnetton und spielten beide wechselweise von Vorstellung zu Vorstellung. Der Grund war, daß es in 70mm nur Originalfassungen mit UT gab und die 35er mit synchronisierten Dialogen und Songs im Original mit UT. Da in dieser Zeit, noch mehr als heute, Originalfassungen mit UT einen Einspielrisiko waren, wählten wir dieses Doppelangebot. In vielen Städten kam WSS deshalb aber als Erstaufführung nur als 35mm/mag zum Einsatz. Klaus
  2. Die wahre Historie der EAST SIDE STORY (!) in Kürze. Im Frühjahr 1947 wurde JEROME ROBBINS als Choreograph an einer Schauspielschule von einem Studenten gefragt, was er von der Idee hielte, Romeo und Julia in die Moderne zu adaptieren. Er war sofort fasziniert von der Idee und wurde so der Vater der WEST SIDE STORY. Ganze 3 Jahre brauchte er, um Lenny Bernstein mit ins Boot zu bekommen. Eine erste Version nimmte Gestalt an : Julia wird Jüdin und Romeo soll römisch-katholisch werden, aus dem religiös intoleranten Greenwich Village. So kam es zu dem Urtitel EAST SIDE STORY ! Erst 1955, unter dem Eindruck der sozialen Brennpunkte während ihrer umfangreichen Recherchen in NY, bekam die Sache ihre zündende Wendung. Julia wurde jetzt zur Puerto-Ricanerin Maria, Romeo zum Anglo-Polen Tony aus der West Side. Juli 1957 beginnen die Bühnenproben zu WEST SIDE STORY. Am 20. August ist Premiere im WINTER GARDEN N.Y.. Es folgen 772 Vorstellungen. WALTER MIRISH sieht die Show Anfang 1959 und gewinnt ROBERT WISE als Producer/Director. Beiden ist sofort klar, dass auf die Power von JEROME ROBBINS nicht verzichtet werden kann.Dieser willigt ein, unter der Bedingung, auch Co-Regie führen zu dürfen. Art Director BORIS LEVEN trägt die entscheidende Idee bei, und setzt sie auch durch, die Umsetzung der Bühnendecos in Reallocations zu wagen. Dies bedeutete eine Revolution des Filmmusicals und war mit einem enormen künstlerischem und vor allem finanziellem Risiko behaftet. 10.05.1960 Drehbeginn nach einem Jahr Vorbereitung in N.Y. 18.10.1960 Premiere im RIVOLI N.Y. und läuft dort 77 Wochen Innerhalb eines Jahres kommen 470 Kopien in 18 Ländern zum Einsatz. Jedoch der absolute Erstaufführunsrekord war in Paris : 218 Woche im GEORGE V und direkt anschließend 42 im ARLEQUIN, Also 5 Jahre ! o9.o4.1962 WWS gewinnt 10 Oscars. So geht einer auch hochverdient an DOP DANIEL L. FAPP Kleine Fußnote zum Schluß : Durch den Umstand von 2 Directors, ROBBINS und WISE kam es zu sehr kritischen Drehverzögerungen, die dazu führten, DANIEL L FAPP fast zu spät zu den Dreharbeiten von EINS ZWEI DREI nach Berlin kam. Klaus
  3. Hallo Woody, albertk hat Recht, Du bist der Gewinner, obwohl immer noch ein Fehler bleibt : Carné ist richtig aber 4.Reihe Nr.5 ist nicht Arthur Penn, ........sondern....... Stanley Donen ! Also, woody bitte per pn deine Versandadresse. Nochmals guten Rutsch an alle Freunde des, wie auch immer, gewegten Bildes in dunklen Kammern! Klaus
  4. Hallo Woody, eigentlich bist Du sooo nah dran. Damit die Sache nicht ins stocken gerät : alles richtig bis auf Pollak und de Mille. Auch Premminger war richtig. Schade, wenn jetzt jemand deine Vorlage aufspringen würde.... Klaus
  5. Ich freue mich über die rege Beteiligung. Nur soviel zu Sache : woody liegt extrem nahe und cinerama hat Recht mit seinen Einwänden. Das bedeutet aber nicht, da sich die beiden Positionen decken. Bin gespannt Klaus
  6. Die besten Wünsche an alle Forumsnostalgiker zum Fest. Für diejenigen, die sich während dieser Tage nach einem neuen thread sehnen, hier eine Fotomontage zum rätseln. Einige Gesichter sind sehr bekannt, andere waren etwas kamerascheuer. Es handelt sich um ein 80cmx80cm Poster, das ich mir zur Zierde meines Kinofoyers kompiliert habe. Es sind alles Regie-Insassen meines Filmlagers. Derjenige, der zuerst alle benennen kann, bekommt von mir ein Poster zu Neujahr zugeschickt. Viel Spass und gutes Neues Jahr Klaus
  7. Ich kann ja nicht wiederstehen bei soviel Bemühen alle Klarheiten zu verkomplizieren,noch mal eine meiner Folien für meine Vorlesungen einzustellen. Quasi ein reset auf die Anfänge ! Gruß Klaus
  8. Hallo T-G, In den 50ern wurde noch fleissig Sprosse kopiert. Speziell 20th century fox ließ Lichttonkopien ihrer Cinemascope/4-kanal-Mags in Sprosse auf TC kopieren.
  9. Hallo Schrotti, habe noch jede Menge 16mm shortends und auch komplette Rollen, die endlich beleichtet werden sollten. Sie sind nicht mehr ganz neu, aber Kühlschrank gelagert und garantiert o.k. Da ich als Kameramann in den Ruhestand getreten bin, gebe ich alles zum Transportkostenpreis ab. Bitte p.n. Klaus
  10. Nochmal kurz zu MACKENNA. Er war auf jeden Fall komplett in 65mm gedreht, Ich besitze übrigens eine "mint" TC Kopie, mit für Druckkopien extremer Schärfe und fantastischem 4-Kanal-Magsound...... Klaus
  11. Hallo Stefan, danke für deine sehr fundierte Einlassung zur Sache. Ich frage mich nur was dich reitet, so nebenbei Forumskollegen so diskriminierend zu verunglimpfen. Die "Billigheimern" legen ein bewundernswertes Engagemant über viele Monate an den Tag. Sie bemühen sich um bestmögliche technische und auch atmosphärische Präsentation, sicherlich auch unter Mißachtung von Wirtschaftlichkeit. Nun gut, das Frühstück ohne Champus und Kaviar kommt schon etwas billig daher. Und die hochkompetenten Kollegen Operateure, die in geradezu selbstausbeuterische Arbeit und mit viel Kreativpower Vorführungen zum Ereignis werden lassen, hier als "fahrlässig" darzustellen, verschlägt mir den Atem. Maxime in allen Ehren, aber drei Breitfilmprojektoren als Bedingung zur professionellen Vorführung gibt's nur auf dem Planeten Stefan. Kino ist ein Hort der Sinnlichkeit und keine Bühne für Fundamentalisten. Ich fordere das Bundesverdienstmalteserkreuz für Vincent und seine Mitstreiter
  12. ...nochmal, kann jemand was zum Inhalt des Schreibens sagen, betreff der Nichtkompatibelität des Spots mit der Schiwago Kopie ?? Klaus
  13. Bin's schon wieder.... eigentlich habe den thread gestartet um etwas über den Hintergrund der Verleihanweisung zu erfahren :roll: Klaus
  14. Maximum, du Hast das Einsetzen der anamorphotischen Optik in den Lichtschacht des Projektors vergessen ! Er machte aus der runden "Sonne" der Lichtquelle eine ovale, dem 70mm Seitenverhältnis angepasste Sonne. Gruß Klaus
  15. ....wahrscheinlich hat Sam Recht. Ich muss gestehen, dass ich dem Umstand, das meine Kopie in einem MOSAIK Plastikbeutel verpackt ist, keine Bedeutung beigemessen habe. Klaus
  16. Hallo Martin, na ja, bei Tellerbetrieb wäre eine U2 4 Wochen auf 70mm geblieben :rolleyes: Die U2 hatte z.B. keine Kombizahnrollen wie die DP70.
  17. Hallo Sam, das mit dem "Berliner Kopierwerk" war mit Sicherheit eine Floskel, die bei den Herren Vorführern einen erhöhten Eindruck von Kompetenz erwirken sollte. Oder die Sekretärin des Verleihers "WERBEWEISCHER-Hannover" hat beim Schreiben der Anweisung den Produzenten HELLO WEBER GMBH &CO, KG mit Sitz in Berlin mit einem Kopierwerk verwechselt. Der projection leader ist in englisch getextet. Wahrscheinlich war METROCOLOR LONDON das Kopierwerk. Klaus
  18. Beim Einsatz des ersten-und meines Wissens einzigen - 70mm Werbespots in der Adventszeit 1968 war der abgebildete technische Hinweis beigelegt. Bin sehr gespannt auf die sicherlich eingehenden Expertisen ! Übrigens hatte ich damals das Pech, dass der Spot 4 Wochen lief mit einem 35mm Hauptfilm. Die U2 für 1Minute und 32 Sekunden umzubauen erforderte im Überblenbetrieb schon eine große Liebe zum Metier. Klaus
  19. Hallo ihr ewig Gestrigen, beim Vorbereiten einer Vorführung des Magnettonschätzchens DER EINSAME ADLER (Delmer Daves 1954) dachte ich mir, du mußt den Deckel des 1.Aktes ins Forum stellen. Er ist ein Zeitzeuge und graphisches Kunstwerk aus einer der spannensten Zeiten des perforierten Wesens. Eigentlich wäre er als Poster eine Zierde für jeden Projektionsraum. Wer das genau so empfindet, der maile ich von Herzen gerne eine höher aufgelöstes jpeg. Klaus
  20. @ Preston hat mal wieder den Durchblick. Die Behauptung das Loch habe etwas mit der Kennzeichnung von Safety-stock zu tun ist aus den Fingern gesogen ! Natürlich war bei den 35mm Massenkopierungen von TC, und nur da gab es das Loch, nicht die Zeit um jedesmal beim Einlegen in den Printer das Loch zu "synchronisieren". War auch garnicht nötig, den selbst wenn es auf dem Framecenter lag, war es trotzdem eine sichere Orientierung zum schneiden. Ich habe es damals sehr geschätzt. Klaus
  21. Hallo cine-event,

    mir geht es ebenso und finde auch dieNachrichtenseite nicht.

    Bin beruhigt, dachte schon bin zu blöd dazu.

    Klaus

  22. Hallo lieber Martin, deine Bedenken sind unnötig. Ein solches Format, nämlich 1:1,85 in der Breite von CS-Magnetton, also quasi ein super 35 Vorläufer, hat es nie gegeben. Die Garutso Idee war kein neues Format, sondern die Tiefenschärfe. Oder besser das Tiefenschärfenmissverständnis! Durch den Zwang zur Tiefenschärfe, denn so wurde es von Regisseuren und Kameraleuten empfunden, gingen essentielle Gestaltungsmittel verloren. Deshalb war die Sache auch schnell wieder verschwunden. Alle Magnettonkopien von nicht anamorphotischen Produktionen waren im klassischen Lichtonformat mit seinen üblichen Breitwandkaschierungen fotografiert und auch kopiert worden. Die Produktionen waren alle zur Massenauswertung für Lichtton konzipiert und nur in geringer Anzahl für Erstaufführungen mit Magnetton versehen, anfangs Foxholes, später auch Normalperfo. Klaus
  23. Die Wände waren viel zu hell ! Die ohnehin schon kontrastgeminderte gewölbte Cineramawand musste zusätzlich noch Streulicht (Aufhellung) aus dem Saal erhalten haben. Auch in diesem Punkt ist das angenehme aktuelle Rot vorteilhafter. Klaus
  24. Nur am Rande : eignetlich ist es nicht das "Vista Vision-F". sondern allgemein das Wide screen F. Es wurde auch für normale 35mm (vertikale) Produktionen von Paramount einkopiert, da für die "intended !:!,66" Photographie mit 1:1,85 safe action aerea meistens BNCR Kameras mit "academic" gates eingesetzt wurden. Z.B. " Die Brücken von Toko Ri" 1954 Klaus
  25. Es gab Ende der Sechziger ein sowietisches Verfahren unter dem Oberbegriffen VARIOSKOP / P0LISCOPIC. Eine der Weiterentwicklungen, VARIO-35A, arbeitete mit variablen anamorphotische Effekten, so auch mit doppelter Höhenausdehnung. Das es davon heute noch Filme und Vorführungen geben soll macht mich allerdings unsicher ob dieses Verfahren gemeint ist. Klaus
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