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Film-Mechaniker

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  1. Es riecht nach ungenau geteiltem Material, worauf dein Projektor empfindlich reagiert. Hast du selber entwickelt und gespalten? Beim Aufeinanderlegen des Films von jeweils einer Hälfte einer Doppel-8-Portion sind Abweichungen leicht zu erkennen. Womöglich ist die Filmseitenführung im Wechselfenster nicht (mehr) gut. Bei engerer unterer Film- schleife funktioniert sie offenbar, bei größerer nicht. Ohne Seitenführung kein guter Bildstand
  2. Nachtrag FILM FERRANIA Società a responsabilità limitata (G. m. b. H.), gegründet 2013 Viale della libertà, 57 17014 Cairo Montenotte, Savona, Italia ww.filmferrania.it Nicola Baldini, Filmer; Marco Pagni, Leiter des Filmlabors Movie and Sound Firenze, über welches Chemikalien für FF beschaftt wurden/werden; Corrado Balestra, Emulsionär; Ivano del Prato, Chemiker; Luisa Tavella, Emulsionärin; Giuseppe Valle, Mechaniker; Ezio Perrone, Gießer; Dave Bias, Marketingleiter; Anne Bowerman, Marketingspezialistin Erster Versuchsguß von P 30 Alpha, eine Neuauflage von Ferrania Pancromatico 30 Scheiner, in 30 Metern Länge, im Dezember 2016. Streifenschneider von 1917. Nächster Test erste Januarwoche 2017. Weiterer Guß von 30 Metern Länge am 2. Februar 2017. Bell-&-Howell-Perforierapparate aus den 1930er Jahren. Aktiv mit dem Verkauf von P 30 Alpha seit dem 15. März 2017 mit Auslieferung noch im selben Monat, eine Portion im Format 135-36 € 8.50 Geplant ist die Herstellung des Films auch in den Formaten 120, 127, 4" × 5", 16 mm und Super-8; bis gegen Ende 2017 ein E-6-verarbeitbarer Farbenfilm gleicher Konfektion.
  3. New York, 1. Mai 1965, die Eastman-Kodak-Gesellschaft stellt ihr Super-8-Filmformat vor. MEANWHILE IN MILANO bereitet man sich bei der Firma Bencini auf den Bau einer neuen Doppel-8-Kamera vor. Von der Technik von Laufbildgeräten hat man keinen blassen Dunst, also kauft man bei der EKC eine Lizenz. Letztlich kommen auch viele Kodak-Geräte vom Engineering Laboratory an der North Rockwell Street, Chicago. Dort sind ein Haufen Erfahrung und vor allem der Überblick über das Vorhandene beisammen. 1966 beginnt Bencini mit dem Verkauf einer der letzten Doppel-8-Kameras, der Comet 8. Sehen wir sie uns an. Mechanik Der Geschwindigkeitsregler und das Schaltwerk sind mit dem Verschluß vereint. Während das Zusammenführen mehrerer Funktionen auf ein Bauteil Vereinfachung und Vergünstigung des Ganzen mit sich bringen kann, ist hier der Fehler begangen worden, einen ziemlich langsam laufenden Geschwindigkeitsregler zu verwirklichen. Die zwei Fliehkörper, bewegliche Arme des weißen Kunststoffstückes, reiben auf der Innenfläche des schwarzen Kunststoffringes. Wehe, wenn sich da etwas verzieht! Der schwarze Bremsring der Regeleinrichtung ist weich elastisch. Es ist eine knapp brauchbare Gestaltung. Die Comet 8 besitzt wie einige andere Surrsurr eine Umlagerungsfeder. Die meines Exemplares hat die Maße 21⅞‘ auf ½“ auf 0.007“ (6650 × 12,7 × 0,178 mm), in jeder Hinsicht zöllig, und zieht 616 Bilder durch, 38½ Sekunden Laufzeit. Ich messe 32 Sekunden, woraus ich schließe, daß das Tempo anfänglich über 20 B./s ist. Der Lauf ist mehr schlecht als recht, kein Vergleich selbst mit der billigsten französischen Mühle. Brächte die Feder gleichbleibende Kraft, würde diese Anlage konstantes Tempo leisten. Eine Umlagerungsfeder muß aber von noch besserer Güte sein als eine gewöhnliche Spiralfeder, sonst passiert das, was man nicht brauchen kann, das Federwerk wird gegen Ende langsamer. Es ist nicht das Alter. Mit einer besseren Feder würde der Komet nicht abstürzen. Am inneren Ende ist sie mit zwei rechteckigen Öffnungen versehen, die augenscheinlich keinen Zweck haben. Die Feder ist mit dem Haspelkern nicht verbunden. Der schiere Drall, den man ihr auf den letzten vier Zentimetern gegeben hat, bewirkt, daß sie sich von selbst einrollt. Einer der Flansche der Plastikhaspel ist innen kegelig ausgebildet. Die Haspel ist am Kern immer noch etwas breiter als die Feder. Die Kanten des gespaltenen Stahls sind roh, nicht überschliffen. Wie das zusammenspielt, begreife ich nicht. Auf der Feder gleitet die Nase eines angefederten Arms aus Stahlblech, an dem ein Stück oranges Plastik angenietet ist. Es schiebt sich gegen Ende des Federablaufs von unten ins Sucherblickfeld. Für eine federschonende Rolle hat es offenbar nicht gereicht. Der Verschluß hat eine Öffnung entsprechend 130 Grad, ihr seht das aufgenietete Blech. Wie bei der SEM Véronic kürzere Belichtungszeit für eine Strand-Schnee-Sonne-Kamera. Gegenüber 170 Grad macht dies eine halbe Blende weniger Licht auf dem Film aus. Der Rätschengreifer setzt +1 ab. Er ist zwischen drei Kugeln gelagert und mit einem Stahlblatt angefedert, das ist ganz gerissen gemacht. Das Getriebe besteht aus zwei Zahnrädern. Wenn man die Handgriffhalterung wegschraubt, steht das mit dem vorderen Federdorn auf einer Achse laufende 120-Zähne-Rad frei. Wenn das keine Einladung für den Einsatz eines Zusatzmotors ist! Ein Achtzähneritzel müßte 960 Umdrehungen pro Minute machen für 16 Bilder in der Sekunde. Oder eine für ein Einzelbild. Diese Funktion gibt es nicht. Handkurbelbetrieb wäre mit wenig Aufwand einzurichten. Auf Grund des minderwertigen Getriebes lohnt es nicht, die Feder zu verbessern. Die Zahnform ist auch nicht die beste. Bei einem Winkelgetriebe mit axialem Eingriff eines Rads sollten dessen Zähne Keil- oder Ballenform haben. Sie sind gerade. Das treibende Rad wird mit einer Blattfeder gegen das getriebene Ritzel gedrückt. Grausam. Auf dem Film gleitet ein verchromter gewölbter Fühlhebel, der mit der Mechanik der Meter-Fuß-Anzeige verbunden ist. Der Filmkanal ist starr, es gibt keine aktive seitliche Führung. Lichte Weite ist 16,06 mm. Weshalb auch die verchromte Andrückplatte ein Bildfenster aufweist, verstehe ich nicht. Im Gegensatz zur Eumig C 3 geht es optisch nach hinten nicht weiter, da stehen Blattfeder und Stützbolzen der Andrückeinheit. Man kann sich bloß denken, daß nichts reflektieren kann, wo nichts ist. Die Öffnung ist dimensioniert 3,51 auf 5,16 mm beim genormten Projektorbildfenster von 3,40 auf 4,55 mm. Geht. Die Spulenanordnung und damit die Gehäuseform sind wie bei Leicina, Canonet 8 und beim Filmmagazin von Jules Carpentier aus dem Jahre 1909. Niedriges Profil, große Bodenfläche, gute Stativauflage, schlanke Erscheinung Optik Das Objektiv ist ein vergüteter Vierlinser von 12,5 mm Brennweite. BLUESTAR. Was heißt schon BLUESTAR? Das Spezielle daran ist, daß es aus zwei unverkitteten Achromaten besteht, ein dialytisches System wie die Goerz-Celor und -Artar der Belle Epoque, oder das Animar f/1,9 von Bausch & Lomb, ein aufgelöster Aplanat. Die beiden negativen Linsen sind plankonkav geschliffen, die ebenen Flächen stehen zueinander, ein Abstandring dazwischen. Es handelt sich um nichts anderes als den Normal-Cine-Raptar von Wollensak. Seine Bronzehülse ist außen mit dem metrischen ISO-Feingewinde III M13 versehen und mit einem quer angestellten Gewindestift in der Druckgußfront gesichert. Davor ist eine Schutzscheibe aus Glas angebracht. Die optische Achse liegt 1¼ Zoll, 31,75 mm, über dem Gehäuseboden. Tuning Damit sind wir beim interessantesten Teil angekommen. Ein derart solides Gehäuse hat kaum eine andere Herstellerin verwendet. Dieser Komet stürzt unbeschädigt ab. Die aufgeklebte Verbundabdeckung auf der rechten Seite konnte ich nicht ohne ihren Totalverlust wegnehmen. Sie muß weg, damit man an eine der vier Schrauben herankommt, die beide Gehäuseschalen zusammenhalten, hier ein Mal wohltuend richtig Messingschrauben. Man bekommt frische Zierdecken aber leicht wieder hin. Warum das Gehäuse nicht neu lackieren, blau wie eine Vespa 180 Grimstead Hurricane mit orangen Gegenakzenten? Weil da ein Gewinde im Frontteil ist, bietet sich eine simple Modernisierung und Aufwertung an. Durch Weglassen der vor dem Objektiv wirkenden Katzenaugenblende erhält man die Möglichkeit, einen Adapterring einzusetzen. Dieser kann ein D- oder auch ein C-Gewinde tragen. Eventuell fräst man noch den Umfassungswulst weg, um Wechselobjektive besser bedienen zu können. Der Abstand Film-Gewindewulst ist ¾“ (19,05 mm). Der Innendurchmesser im Frontteil ist 27 mm. Sofern man nicht eine neue Front mit kürzerer Auflage herstellt, geht es folglich um längere Brennweiten. Zurückgehen zur originalen Ausstattung bleibt jederzeit möglich, die Kunststoffteile sind einfach miteinander verschraubt, die Katzenaugenblende gesteckt. Das vordere Frontteil ist mit dem hinteren verstiftet, mit Spiel. Hinter dem Stativgewinde hängen noch Späne in der Bohrung von der Fertigung. Die meisten Kunststoffteile tragen Gräte oder aufstehende Abrisse der Anspritzstellen. Die Sucherparallaxe beträgt waagrecht 11/16“ oder gerundet 27 mm und senkrecht 13/16“ oder 30,16 mm. Man braucht sich also bloß noch einen Untersatz bauen, der die Kamera um diese Wege verlagert, und schon kann man den Bildausschnitt genau einhalten, bis zum Berühren der Objektivfrontlinse. Im zukunftlosen Massenmarkt Beim Zerlegen hatte ich plötzlich ein Déjà-vu. Die Schrauben gleichen jenen in der Kiew Alpha 16. Immer mehr vervollständigt sich bei mir die Vorstellung, wie der Technik-Transfer im Westen jeweils ablief, nämlich ohne Pläne, sondern mit Material, und zwar bis zu den Schrauben. Was anderes als montierbare Ware brauchen Lizenznehmer denn? Vermutlich gab es jeweils Vormodelle, unvollständige, um den Vertragspartner bei der Stange zu halten. Nach erfolgter Zahlung wurden sofort Gehäuse verschickt, alle Teile einschließlich der Zierbleche, die einander in der grafischen Gestaltung grundsätzlich stark ähneln. Das wäre auch ein Mal eine Betrachtung wert. Bencini war mit den Fotoapparaten ab 1963, wie andere Hersteller auch, am Kodapak-System nicht vorbeigekommen. Eine Verbindung mit der amerikanischen Fotogeräte-industrie hat daher schon bestanden. So ergriff man die Flucht nach vorne mit einer weiteren Billigfilmkamera, als ob es die Kodak Brownie 8 und die japanischen Doppelachter nicht gäbe! Die Comet 8 kostete damals 18‘000 Lire, heutige € 174,86. Die Lizenz war bestimmt günstig zu haben. Der Kodak Brownie 8 mit Aufzugkurbel, aufgerechneter Preis $202.75, wurde von 1960 bis 1962 fabriziert. Die Kunststoffteile müßten alle entfettet werden. Bencini hat die Dinger so richtig fürs schnelle Geld rausgehauen, man hieß die Arbeiterinnen für unbestimmte Zeit Fett hineinpinseln und alles wurde mit Phenolharzkleber verschlossen. Das eklig stinkende Zeug hält tierisch gut. Seriennummern gibt es nicht. Man findet die Comet 8 meist auf italienischen Internetplätzen und Flohmärkten für wenig Geld. Meine ist von Rimini. Das Gefühl, eine moderne Filmkamera di fabbricazione italiana spazieren zu führen, wäre super, wenn sie nicht so lumpig liefe. Die Bedienungsanleitung: Angabe der Jahrzahl: Donato Consonni Convertitore storico lira-euro https://www.facebook.com/groups/111177045591022/ https://www.leblogvespa.com/vespa/modeles/vespa-180-super-sport-1965/
  4. Geschriebenes ist also kein Medium. Was bezahlt ihr mir, damit ich ein gutes Video mache? Wie gesagt, ich habe Interessanteres zu tun.
  5. Ich hab’s mir schon überlegt, aber finde es jedes Mal lächerlich. Braucht die Menschheit heute YouTube-Anleitungen zum Schuhebinden? Einem YouTube-Video allerdings möchte ich mal eines gegenüberstellen, da versucht jemand zu zeigen, wie man eine Paillard-Bolex H putzt. Das ist nun fertiger Mumpiz. Auch die vielen Demonstrationen von Leuten, die einen Projektor in Betrieb nehmen, elend. ich investiere meine Energie lieber in anderes. Wenn man mit meiner Beschreibung nichts anfangen kann, dann bitte sagen.
  6. Die vielen Video, mit denen gezeigt wird, wie man es nicht machen soll . . . Man behalte die volle Spule in der Hand, hindere mit einem Finger den Film daran, sich abzurollen, ziehe mit der anderen Hand ein Stück Film ab, stecke den Anfang in den Kernschlitz der Aufnahmespule, drehe ein, zwei Windungen darauf und stecke dann beide Spulen gleichzeitig auf die Dorne, mit den Zeigefingern die beiden Schleifen machend. Man macht sich nur das Leben schwer, wenn man die volle Spule gleich einlegt. Das hieß einst Drop-in loading. Die volle Spule hat das Dreiersternloch unten, die leere das Vierer. Bei Kameras mit Zahnrollen geht es darum, den Film zuerst unter den Vorwickler zu bringen, auch bei den Paillard-Bolex H. Wenn man also den Anfang so weit im Mechanismus hat, kann man die volle Spule aufstecken, den Film immer leicht angespannt, und vorwärts laufen lassen. Nach einigen Umdrehungen ist die Drahtpeese zum oberen Spulendorn angespannt, die Spule kann sich nicht mehr drehen. Jetzt läßt man fertig einfädeln, öffnet die Schleifenformer und befestigt den Film an der Leerspule. Auch bei der Arriflex 16 macht man das am besten so.
  7. Bernhard hat alles Recht, das durchzuziehen, er stünde damit nur in der Tradition der Amateurfilmbewegung. In den 1920er Jahren wurde schon sehr viel zu Hause gemacht. Zu Bedenken möchte ich noch geben, daß wegen der Kompatibilität von Doppel-8 mit 16 mm jenes Format Vereinfachungen und Vergünstigungen mit sich bringt. Das fängt beim Entwickeln an und geht über Synchronroller bis zur Projektion. DS-8 kann auch wie 16 mm gebadet werden. Dem Mutigen gehört die Welt.
  8. Du betrittst das Reich des Berufsfilms mit Amateur-Material. Muster sind sehr nützlich, also nach dem Entwickeln das unzerschnittene Negativ zum Kopierwerk bringen ist schlauer. Diese ersten Positive kannst du immer wieder projizieren und durch den Betrachter ziehen und markieren. Du erstellst daraus deine Arbeits- und Schnittkopie. Dann schneidest du das Original nach der Vorlage. Zuletzt läßt du vom fertig montierten Negativ Kopien ohne Spleiß ziehen. Die können problemlos mit Magnetpiste versehen werden.
  9. Es soll der Nachkinowelt nicht besser gehen als uns, die wir uns jahrzehntelang über bekloppte Untertitel in Kopien ärgerten. Die kann man auch nicht ausschalten, sind nämlich einkopiert, heiß eingeprägt, geätzt oder gelasert. Kopie verdorben In der Schweiz wurden Sexfilmkopien sogar dreisprachig betitelt, da war die untere Bildhälfte einfach im Arsch.
  10. 600-Meter- oder 2000-Fuß-Spulen haben einen Durchmesser um 15 Zoll oder 38 cm. Mit einem Maßstab ist der größtmögliche Radius, das ist die Strecke von der MItte des Spulendorns bis zum Projektorgehäuse, leicht ermittelt. Der Radius ist der halbe Durchmesser. Hier gebe ich Chris Recht, etwas Eigeninitiative darf schon sein.
  11. Es gibt Rodinal und Rodinal. Welches hast du, Bernhard?
  12. Ich würde nicht Rodinal verwenden, was ein Entwickler mit Kanteneffekt und einer ganz eigenen Charakteristik ist. Die reduzierende Substanz, das Para-amino-phenol, verursacht ganz anderen Silberwuchs als Hydrochinon. Dieses ist die eigentliche Entwicklungssubstanz vieler so genannter Normalentwickler, die eine mehr im Raum verteilte, wie soll ich sagen, eben die klassische Silberwolle, bilden. Dichte und Kontrast eigentlich gut belichteter Aufnahmen können durch unterschiedliche Reduzierer erheblich auseinander gehen. Rodinal ist eher der Standentwickler, d. h. das Material bleibt im Bad stehen, Hydrochinon-Metol- (klassisch) oder Hydrochinon-Phenidon-Entwickler sind Bewegungsentwickler. Sie wirken am besten, wenn sie das Material ununterbrochen umströmen. Mit Rodinal hat man einen feineren Silberniederschlag, mehr an der Filmoberfläche liegend. Die Niederschlagsgeschwindigkeit spielt eine wichtige Rolle in dem Theater. Um es in Erinnerung zu rufen: Bei üblichen Dichten und Kontrasten erfolgt etwa eine 100millionenfache Verstärkung des Keimsilbers! Die spielt sich besonders am Anfang rasend schnell ab, zuerst in gewitterartiger Entladung der Ionen von der Oberfläche her nach innen, dann mit der Reaktionsgeschwindigkeit, wie sie unter Molekülen herrscht, und gegen Ende der wenigen Minuten Badzeit etwas langsamer, weil die Gelatine schon aufgequollen ist. Behält die 80 ISO bei, aber entwickelt mit konstanter Agitation nach einem klassischen Rezept, wie ID-11/D-76, 25 Prozent kürzer. Dann kommt’s gut.
  13. Ja, klar, vorgestern bin ich zu einem Geschäft geradelt, um eine Spezialität zu kaufen. Im Laden ist sie teurer, als wenn man übers Netz kauft. Der Hinweis lautet mit Bedienung und Beratung. Da war eine junge, attraktive Einzelhandelkauffrau, wie ich erfuhr. Es hat sich herausgestellt, daß sie den selben Namen hat wie ich. Bei den vier Fotohändlern hier sieht es ein wenig schlechter aus. Das ist jetzt englischer Humor.
  14. Das gefällt mir, noch 4 Milliarden 294 Millionen 965 Tausend und 292 Liter Reichweite! Schöne neue Welt!!!
  15. Martin, du nimmst es hoffentlich leicht, aber das ist so eine mythische Geschichte der lumiéristes. Louis L. erzählte gerne, daß er in einer schlaflosen Nacht die Inspiration für einen Apparat von der Nähmaschine bekommen habe. Die schlaflose Nacht nimmt man ihm ja ab, doch den Prototypen des Domitor baute der Chefmechaniker der Fabrik in Lyon, Charles Moisson. Wer nun den Einfall hatte, wird wohl nie festgestellt werden können, auf jeden Fall war der Prototyp tatsächlich ein Einstechapparat. Beschichtetes Papier wurde im Lauf perforiert. Nach dem Entwickeln konnte man das Papier einölen, um es durscheinend zu machen. Für die Projektion ist Papier nicht brauchbar. Die Brüder mußten einsehen, daß sie genug zu tun haben werden, Celluloid zu beschaffen, so daß sie die weitere Konstruktion des Apparates einem Ingenieuren übergaben, dem damals schon berühmten Jules Carpentier. Von der New York Celluloid Company konnten sie Celluloidband importieren, das sie auf ihren Plattenbeschichtungsanlagen mit der Emulsion „Etiquette bleue“ versahen. Es war jedoch zu stark, zu dick. Der Chemiker Victor Planchon vom Ärmelkanal brachte im Herbst 1895 die Rettung mit dünnerem und weicherem Celluloid. So sah er aus:
  16. Also ich bin ja einer von den Alten und bei mir funktioniert die stille Werbung am besten. Ein gut gestaltetes Plakat, ein Emaille-Schild, sorgfältig gemachte Drucksachen mit verbindlichen Angaben, das Produkt selbst als Warenmuster und ansprechende Auslage von Händlern, die sich auskennen. Die Vermittlung erzählt vom Verkauf: Wenn es keine gibt, dann weiß ich, da will bloß jemand schnell etwas umsetzen wie die Strandläufer mit ihren Lederwaren aus Marokko. Hinter einem Plakat steht ein beträchlicher Aufwand, das kann man nicht eben so mit dem Farbroller malen. Firmenschilder, schon der Firmenname, sind mir einfach sympathisch oder nicht. Die Agfa-Raute verfehlt ihre Wirkung bei mir nicht, man hat dann noch den Kontrast zwischen Preussischblau und Orange eingesetzt, das weckt auf. Fuji hat ein aggressives Grün gewählt, beim gelben (ehemaligen) Riesen gab es eine beste Zeit der Corporate Identity, und zwar von 1935 bis 1970 mit der serifenbetonten Schrift allein. Der von der Super-8-Kassette abgeleitete Keil trat in Konkurrenz mit dem Wort Kodak, was kontraproduktiv ist. Ferrania ließ einen Grafiker so ein spazierendes Männchen aus dem F machen, das sah kindisch aus. Warenmuster sind zu Gunsten einer Bilderflut aus der Mode gekommen, wirklich schade. Klar kann man sich bei IKEA selber den besten Eindruck von der Ware machen, indem man durchs Labyrinth schlendert, aber daneben werden Kataloge gedruckt und übers Internet Bildchen über Bildchen geschaltet. Ich finde, bei Verbrauchsgütern, wie es Foto- und Kinefilme auch sind, muß entweder ein packendes Logo her oder dann die Ware selbst. Wer anders als die Fotohändler, deren Geschäfte man besuchen kann, trägt die Rolle des Vermittlers besser? Die legen mir die Packung auf den Ladentisch, die Versuchung kann wirken. Pixelbildchen, schlecht oder falsch geschriebene Angaben auf Internetseiten, das stößt mich ab. Ich habe kürzlich als Ausnahme ein Paar Schuhe per Internet gekauft, da war ein sehr günstiges Angebot, ich mache das nicht mehr. Etwa ein Dutzend E-Mails von der Firma und von der Post, vierzehn Tage Warten auf eine Bestätigung, nachdem es erst hieß, der Artikel wäre nicht aufzufinden, das Chaos. Ich werde wieder zu Al Bundy gehen. Wie ich schon ein Mal geschrieben habe, könnte und sollte Film Ferrania ihre Produkte sachgerecht bewerben, das heißt in Projektion, dort wo noch Film projiziert wird. Es gibt immer noch Kinos, wo Filmkopien gespielt und Dias gezeigt werden. Da gehören sie hin. Mit Filmprojektion kann auch ein Fotohändler auffallen. Im Spätherbst in Rückprojektion am Schaufenster, Karussel-Diaprojektor im Endloslauf, 8-mm- oder 16-mm-Projektor mit Endlosschleife, Projektion im Schaufenster von der Seite gezeigt, es geht nur darum, daß man den Vorgang sieht. Kinder kennen ihn nicht, die werden wie magnetisch angezogen. Mir erzählt so eine Aktion, daß da nicht eine Wurst am Drücker ist, sondern jemand Aktives, jemand Lebendiges. Film Ferrania hätte schon längst 35-mm-Werbespots auf P30 drehen können. Wird so einer am Filmfestival von Locarno laufen?
  17. Meine so, vor 17 Jahren:
  18. Aber natürlich, ich wollte nur den Englischgeilen erklären, auf wessen Pferd sie sitzen. Man spricht deutsh
  19. Nicht ganz, grading (U K) und timing (USA) sind die Jahrzehnte alten Ausdrücke beim Film. Color correction ist Teil der Lichterbestimmung, eben des grading oder timing. Farblicht(er)bestimmunf auf Deutsch, genau das ist es auch, man legt die Kopierlichter fest, Zahlenwerte zwischen 0 und 50 je für die Kopierlichtfarben Rot, Grün und Blau. Eine Zahlenstufe bedeutet den Dichteunterschied von log 0,025 des entwickelten Materials. 50 × log 0,025 = log 1,25 oder Kontrast 1:10,3 oder etwas weniger als 3⅓ Blendenstufen. Subtraktiv wirkende Farbenfilter sind in log-0,025-Abstufung erhältlich. Da die subtraktive Farbenmischung das ältere System ist, wurde die selbe Stufung für die jüngere additive Mischung übernommen. Die Fernseh- und Videowelt hat einfach die Filmausdrücke übernommen.
  20. Lichtton ist zu teuer für Amateure. Klar, als Spinner und wenn man das nötige Geld dafür hat, darf man professionelle Technik in Anspruch nehmen, warum nicht? Der Ablauf, Entschuldigung, der work flow ist: Aufnahme auf Magnettonband, vorzugsweise mit quarzgeregeltem Gerät; Klappe Aufnahme oder Umspielung auf Magnetfilm (wie der Bildfilm perforiertes robustes Magnetband) Sychronlegen und Schneiden parallel zum Bild mit passenden Geräten (Synchronroller mit Magnetköpfen, Moviola, Steenbeck, Atlas, etc.) Mischung der drei Magnetfilmbänder Dialog, Geräusche, Musik zum Meisterband, Entschuldigung: master Tonnegativ davon und letztlich Bildtonkopie Man kann es natürlich ganz ursprünglich machen, das Wort archaisch wollte ich vermeiden: Aufnahme mit Tonkamera auf Tonaufnahmefilm, von Vorteil mit Synchronmotoren im selben Netzstromkreis, Entwicklung Tonkopie samt Entwicklung Synchron- und Schnittarbeiten mit passendem Gerät Mischung wie oben beschrieben, aber wieder auf Tonaufnahmefilm Bildtonkopie ab Bild- und Tonnegativ Das Wissen ist nicht verloren gegangen. Man entferne sich vom Computer und lese Bücher, vielleicht in der Bücherei eines Filmarchives. Filmarchive haben irre viel tolle Literatur. Einige gute Bücher, fast wahllos: Milton Lustig: Music Editing for Motion Pictures. New York, 1980 Ernest Walter: The Technique of the Film Cutting Room. London, 1969 L. Bernard Happé: Basic Motion Picture Technology. London, 1971 Ingo Petzke: Das Experimentalfilm-Handbuch. Frankfurt am Main, 1989 Joachim Polzer (Hg.): Zur Geschichte des Filmkopierwerks. Potsdam, 2006 Kodak-Publikation H-1 DE (deutsch), Kodak Motion Picture Film. CAT 155 2280 Wir haben in Basel noch einige Tonstudios. Eines hält eine Batterie Albrecht-Mf.-Läufer bereit für 35, Split und 16. Man kann da aufnehmen und mischen. „Mischen possible“
  21. Man ist kein Spinner, wenn man Doppelacht filmt. Diese verächtliche Spitze, die immer von Super-8ern kommt, disqualifiziert nur sie selbst. Man ist auch kein Spinner, wenn man 9,5 mm pflegt. Es gibt Schlallplattenliebhaber, Fans von Kassettenrekordern, sogar Automobil-Oldtimer-Anhänger. Habt Ihr es mitbekommen, in mehreren Ländern will man vom Verbrennungsmotor wegkommen. Du hast Recht, es wird sehr wenig Achtmillimeter gefilmt. Es wird aber auch ganz seltsam Werbung dafür gemacht, zumeist nämlich keine. Bei Kodak ist die Hauptaussage der Widerspruch. Man will Filme verkaufen, redet von einer Renaissance des Films, läßt Interessenten dann jedoch auflaufen. Super-8-Filmer, denen man eine neue Kamera schmackhaft machen will, sollen Farbnegativ verbrauchen und kein Projektionspositiv erhalten können. Sie sollen Daten vom Einlesen ihrer Filme übers Internet laden, das ist volle Selbstbelügung unter der Überschrift Film. Wann die Kamera erhältlich sein wird und wann ein neuer Ektachrome dazu, weiß bei Kodak augenscheinlich niemand. Ist das die geistige Verfassung, die man heute haben muß? Es gibt von keinem Filmformat mehr technisch gute Geräte, dreckbillig, als von Doppelacht. Mit geschickter Werbung wäre da einiges zu machen, da bin ich mir sicher. Lebt Film Ferrania denn von den Kleinbildportionen P30, die sie gegenwärtig verkaufen? Sie portionieren und verpacken ja nicht selber, haben das abgegeben. Da ist doch kaum Gewinn drin. P30, ich mache die Rechnung gerne vor, macht beim Verkaufspreis von, sagen wir, € 8 das Doppelachtspülchen 1000 Verkäufe. Ergibt € 8000 für rund 1170 Quadratmeter Film. Bei Gestehungskosten von € 10 pro Quadratmeter € 3700 Verlust. Behalten wir den VP bei, müssen wir den Absatz für Gleichstand von Aufwand und Ertrag auf 1463 Einheiten steigern. Warum soll das nicht möglich sein? Die Konkurrenz, weltweit, besteht gerade aus Foma Bohemia mit dem Fomapan R, der in den USA $14.99 kostet, aus Resten an Kodak PXR und TXR, als Cine-X und ähnlich da und dort noch viel zu teuer im Handel, aus dem Angebot von Kahl und fertig. Adox CMS 20 II ist nicht in 2 × 8 erhältlich. Um mich noch deutlicher auszudrücken: Die Werbung und die Angebote bei 16 mm sehen gleich traurig aus. Einzelne Filmhersteller sind nicht in der Lage, alle Filmportionen gleich lang abzuschneiden. Foma Bohemia und FilmoTec geben kaum mehr Länge als die nominelle ab. 406½ Fuß bei den Dunkelkammerpackungen von Foma sind zu wenig. Von FilmoTec will man wenigstens 108 Fuß auf Tageslichtspule, was nicht garantiert wird. Von Kodak gibt es nur noch TXR 7266 in 16 mm und nur einseitig perforiert. Auf der Broschüre mit den allgemeinen technischen Angaben ist eine Frau abgebildet mit einem Ciné-Kodak K-100 in Händen. Für ältere oder anspruchsvollere Geräte bekommt man kein Material, ich meine zum Beispiel die Mitchell 16. Film Ferrania schweigt auffällig zu irgendeinem Film im 16-mm-Format. Es fehlt einfach brutal an der Verbindung Filmfabrik-Markt. Der fand früher über die örtlichen Fotohändler und die Labore statt. Beide sind fast ausgestorben. Kauft Ihr Kaugummi übers Internet? Das wäre doch Quatsch und so ist es beim Schmalfilm. Das Händlernetz muß wiederbelebt werden. Hier in Basel gibt es vier Fotofachgeschäfte. Wenn ich dort nach Schmalfilm frage, falle ich in die Rolle dessen, der sich auskennt. Der Zustand ist unerträglich.
  22. Das kann gehen, wenn sie genau die Lücke schließen, die Foma Bohemia, FilmoTec, Kodak, Ilford, Adox, Fuji, Lucky und wer auch immer noch nicht wahrnehmen: ein panchromatisches Universal-Schwarzweißmaterial mittlerer bis niedriger Empfindlichkeit mit farbloser Triacetatunterlage. Wenn es viel Silber enthält, kann man es mit Erfolg umkehrentwickeln, es ergibt Negative mit großem Belichtungsspielraum. Wenn es dann noch ultrakurzzeitempfindlich ist, kann man es auch für Tonspuren benutzen. P(ancromatico) 30 für 30 Scheiner-Grade ( = 20 DIN, ASA-ISO 80) kommt dem recht nahe, was ich so gesehen und gelesen habe. FilmoTec ist dem Ziel eigentlich am nächsten mit ihrem orthochromatischen TF 12, der einen Unterguß als Lichthofschutz besitzt, der beim Entwickeln entfärbt wird. So ein Film, man könnte ihn Europan taufen, muß richtig wohlfeil auf den Markt getragen werden mit knackiger Werbung und — billig! Als 16-mm-Film günstiger als Fomapan R, unbedingt; als Doppel-8-Ware zu einem einstelligen Preis das Spülchen (ohne Entwicklung). Er muß auch in größeren Portionen erhältlich sein, 400 Fuß für den üblichen Magazinbetrieb, aber auch zum Beispiel 1200 Fuß, damit man eine Auricon Super 1200 hervornehmen kann. Bei Kinefilm macht man das Geld mit Menge, da müssen die Kilometer laufen. Unten heraus bei den 1,6-Meter-Abschnitten als 135er macht man das Geld mit Überteuerung, aber das weiß ja jeder.
  23. Tonfilmtempo ist im Kino weltweit 24 Bilder in der Sekunde, am Fernsehen in Europa traditionell 25. Es gibt Kinoprojektoren, die mit 25 B./s laufen, sie sind jedoch in der Minderzahl.
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