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Film-Mechaniker

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  1. Ich noch nie, aber jemand Bekanntes, sie hatte viel zu erzählen von einer Weltreise. Indische Jungen, die sie mit Waren verfolgten, nannte sie linke Maden. In Basel habe ich mich mal in eine Inderin verguckt. Das war wie ein Virus im Blut haben. Lange her. Aber zurück zur cinémathèque française.
  2. Es kann manches krumm sein an einem Projektor. Schrauben oder Muttern so anziehen, daß nichts anderes verstellt wird, ist Mechanikerhandwerk. Ich verrate: immer nur ganz sachte andrehen, abspüren, wie fest das hält, dann weiter anziehen, wieder nachdrücken oder -schieben und zuletzt Spannung auf die Gewinde geben. Bei richtiger Konstruktion sind Schrauben und Muttern Verbrauchsteile, deren Gewinde beim Anziehen leicht verdorben werden. Ja, es ist so. Die edelste Verschraubung besteht nämlich aus durchgesteckter Schraube und Mutter(n im Falle von Stiftschraube). Den Greifer muß man in allen drei Richtungen ausgerichtet befestigen. Mittenstellung aufsuchen, Greiferrahmen festklemmen, im Y (parallel zum Bildstrich) ausrichten. Danach im X (parallel zu den Filmkanten) ausrichten und erst dann im Z (Einstich) justieren. Wenn der Greifer(rahmen) durch einen Nutenstein bewegt wird, würde ich diesen alleine in der Nut mit ein wenig Fett geschmiert abfahren und das Spiel abspüren. Man kann das auch an den gereinigten trockenen Teilen nachmessen. Ein wenig Luft schadet nicht, wir sprechen von Haaresbreite. Der Kurvenkörper muß unverletzt sein, will sagen: darf keinen Riß, keinen Ausbruch aufweisen. Wenn das der Fall ist, muß ersetzt werden. Meistens Kunststoff, Hauptproblem. Deshalb gebe ich mich nicht mit Super-8 ab. Viel zu viel Plastik, immer wieder Ausfälle, Pannen, Klemmer. Super-8-Film klebe ich der schmalen Löcher wegen nur naß. Klebestreifen nur, wenn sie die Perforation gänzlich frei lassen.
  3. Man braucht nur ein Mal ein Kino in Indien besuchen und man hat Flöhe.
  4. Was viele nicht wissen: Jour de fête wurde doppelt gedreht, als Farbfilm und als schwarzweißer. Das angewandte Farbenverfahren war Thomsoncolor. Ich empfehle Jacques Tati. Sein Leben und seine Kunst von David Bellos. Zuerst erschienen 1999 bei Harvill Press, London. Deutsche Erstausgabe durch den mitteldeutschen Verlag, Halle, 2024. 544 Seiten
  5. Ich sorge mich um die Zukunft, wie im Digital, durch das die Menschheit wandert, noch klarer Geist aufleben kann. Sehe, wie die Kleinen heute alle an den Pixeln kleben. Die werden enttäuscht sein im Technikmuseum: So etwas Langweiliges haben die früher erfunden??? Zum Glück weiß ich, daß diese Haltung sich ändert, sobald ein Mensch das Zeug anfassen kann.
  6. Physik ginge ja noch, es sind ganz alltägliche Dinge, bei denen sich mir die Haare sträuben: falsch eingelegter Film, rotierende Objektive, rotierende Lampenhausdeckel. Offenbar habe ich nicht mitbekommen, daß neue Generationen mit dem Technikerbe sich nicht produktiv auseinandersetzen, sondern spielerisch-zerstörerisch. Ja, es braucht immer wieder die Befragung des Überlieferten, überall und jederzeit, doch vermisse ich Personen, Charaktere. Das hier ist anonym, gerechnet, automatisch, aus Rechnern herausgeschubst, die selbst von namenlosen Gruppen erstellte Programme laufen haben. Wer übernimmt noch Verantwortung für sein Tun und Lassen?
  7. https://www.youtube.com/shorts/oNVaes5wb10 Grässlich. Ich bin ja ein durchaus positiver Mensch und habe noch nie Lust verspürt, jemand anderem eine Freude zu verderben, doch dieser Schund entspringt doch einer Rücksichtslosigkeit, die schadet. Wie geht ihr damit um?
  8. Es ist nicht meine Klasse und an sich gar keine. Es gab fünf G-Modelle (und Varianten): G 16 G 916 G 816 G 8 G 3 (alle drei Schmalformate) Ein 25 mm ist Normalprojektionsobjektiv für 8-mm-Film. Zum Paillard-Bolex S 321 gehören andere, bessere Linsen. Das 25-1.8 ist ein Petzval-Typ mit guter Schärfe in Bildmitte. Gegen die Bildecken läßt die Abbildungsqualität nach. 1936 reichte es aus.
  9. Interessant, von der Eumig-Mini und der Bolex 350 müssen diese Zahlen abgefallen sein.
  10. Das gehört zu den alten G-Projektoren.
  11. Endlich weiß ich, woher der Ausdruck kommt, sich in ein Hobby zu stürzen!
  12. Ein guter Neigekopf ist schon was wert.
  13. Kein Nachteil, aber wie du mit der Frage hinweist, mehr direkt vom Greifer zu bewältigende träge Masse. Wenn Schleifen mit einiger Spannung im Film vorhanden sind, wird der Zug auf die Vorratsspule gefedert und damit in weniger harten Schritten ausgeübt.
  14. Den schwarzen Konverter behalte mal. Das Vario-Hexanon ist in der Anlage ein um ein Hinterglied erweitertes Triplett, bestehend aus vier Achromaten. Die hinteren Gruppen des Tripletts werden zur Brennweitenänderung verschoben. Das zusätzliche Duplett bleibt an Ort. Mit der Frontgruppe wird scharfgestellt. Es kann nicht parfokal sein, deshalb wurden kürzere Brennweiten als 12 mm weggelassen. Dennoch gab es einen Weitwinkelkonverter, der jedoch nicht aus der Triplettanlage heraus, sondern vor dem Objektiv wirkt, was das Problem entschärft. Welche Bildqualität herauskommt, bleibt herauszufinden. Mattscheibe! Rätschengreifer mit Normabsatz, aktive Filmseitenführung, Elektroantrieb an vier Stabzellen, Nadel des Drehspulinstruments im Reflexsucher, das übertrifft schon bald die Leicina 8 S. Das Besondere ist das ins Gehäuse hereingezogene Zoomobjektiv auf Kosten ausgeprägter Filmschleifen. Die Leicina (und andere) besitzt einen Fotowiderstand zur Lichtmessung, was einen viel größeren Umfang an Filmempfindlichkeiten zuläßt, hier haben wir eine Selenzelle, mit der es dank einer elektrischen Übersetzung von 10 bis 160 ASA geht. Verschlußöffnung 165 oder 170 Grad, die Belichtungszeitangaben in den Anleitungen sind wieder ein Mal ungenau. Dafür bietet diese Konica Fuß- und Bilderzähler. Ein Bilderzähler fiel bei Leitz weg. https://www.pacificrimcamera.com/rl/02951/02951.pdf
  15. Clemens, dein Deutsch ist nicht besser.
  16. Die Nekrophilie ist mir fremd. Kauf’ dir ein gesundes Exemplar, diese Kameras sind für 20 Mäuse zu haben (plus Versand). An einer Leiche messen wir doch auch keinen Blutdruck.
  17. Dann war es hier beim Prototypen geblieben?
  18. Das hat sich kein Japaner ausgedacht. Die Revere-Eight 50 und 55 folgten schon diesem Konzept Anfang der 1950er Jahre.
  19. Ist kein Wunder, das Okular fehlt.
  20. https://www.pacificrimcamera.com/rl/00452/00452.pdf
  21. Oh, hallo, C.! Schön, dass du hier auftauchst.
  22. Das finde ich nun eine gute Anschaffung! Stativ ist Stativ. Schnellwechselplatte ist auch praktisch. Aus dir kann noch was werden! Wenn es so weitergeht, treffen wir dich womöglich auf einem Berg, ein zünftiges Holzstativ geschultert (angehängt), Fluidkopf, solide Kamera und Objektivkasten. Was für ein Berg, fragst du. Der Olymp!
  23. Jetzt beginnst du zu leben. Üben ist doch kein Müssen als vielmehr ein Hinaufsteigen auf einen Hügel oder einen Berg. Was hast du davon? Du wirst wissend auf andere herabschauen können, die im Digital herumkriechen wie Würmer oder den Kopf nicht aus dem Nebel bekommen, in dem sie leben.
  24. Es hat sich gelohnt, den Auftrag anzunehmen, denn der Bruch hat mich angespornt, dem Thema nachzugehen. Den Anfang machte Pierre Lévêque, der die erste Filmkamera mit Blendenautomatik vorstellte. Monate später kam Bell & Howell mit einer 8-mm-Kamera und Blendenautomatik. Das war 1957. Anfang 1959 brachte Elgeet, Rochester, das Synchronex heraus, ein Fixfokus-Normalobjektiv für D-Mount-Kameras mit Selenzelle. 1961 gab es den Servo-Cinor von der SOM Berthiot. Auch Kern brauchte keine Lizenz mehr einzuholen, denn das US-Patent des Erfinders Martin war am 14. Mai 1958 abgelaufen. Dennoch glaube ich, daß der Plunder in den Hinterteilen dieser Vario-Switar eingekauft ist. Das Drehspulinstrument sieht schwer nach Gossen aus. So gieße ich kaum nützliches Wissen über euch aus.
  25. Im Versuch, dem Kunden zu helfen, wollte ich die Batteriehülse herausnehmen. In deren Grund sah ich den losen Kontakt, den ich mit einer Nadel in die Mitte zurückholen konnte, doch er war lose. Vom Gewindestift, der die Hülse im Gehäuse festhält, ist eine Hälfte neben dem Schlitz weggebrochen, folglich mußte ich den Kunden fragen, ob er damit einverstanden sei, daß ich öffne, weil das eine halbe Stunde Mehraufwand bedeutet. Dann mit Blick auf den ausgebrochenen Boden: bröseliges Material. Die Aarauer Firma hat nicht eine solide Büchse aus Metall gedreht (falls der Plunder auch in der Schweiz gefertigt wurde), sondern eben eine Hülse mit einem Boden aus Hartpapier versehen. Der Kontakt weist keinerlei Federung auf. Zu lange Zelle hinein und Kappe aufgeschraubt. Nun habe ich den Boden eingeklebt, so gut es geht. Es soll nicht viel kosten. Kunde hat noch so ein Objektiv, sagt er. Es soll einfach wieder funktionieren. Ein Stück weit verstehe ich ihn. Das ist alte Ware, was will man da viel investieren? Andererseits könnte man den Fehler mit einer neu gedrehten, lackierten Büchse beheben. Darin eine Blatt- oder eine Drahtwendelfeder, damit die Länge der Zelle(n) keine Rolle mehr spielt. Nicht alle haben meinen Verbesserungsdrang.
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