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Holger Drosdeck

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  1. Hallo in die Runde, ich habe mal folgende historiebezogene Frage, vielleicht weiß hier jemand von den Forenten eine Antwort dazu: Bis wann (ungefähr) war denn die Vorführung/Sendung direkt vom 16- oder 35-mm-Film im Fernsehen üblich, sprich dass Film-Sendekopien direkt in solchen Filmabtastern abgespielt und gesendet wurden und NICHT eine MAZ der Filmkopie gesendet wurde? Gab es das bis in die 80er Jahre und wenn ja, eher bis Anfang/Mitte/Ende des Jahrzehnts? Oder gar bis in die 90er? Ich hatte dieses Verfahren immer - ohne es zu Wissen, rein bauchgefühlsmäßig - eher so in die 1960er und bis in die 70er Jahre hinein vorortet und war davon ausgegangen, dass Filme, die ab den 80ern gesendet wurden, immer erst von Film auf damals übliche und dem Profibereich zuzuordnende, analoge Magnetsendebänder überspielt und dann von diesen gesendet worden seien, z.B. 1/2-Zoll-Band (Betacam) oder irgendwie so was in der Richtung. Nun ist mir aber aufgefallen, dass auf YouTube einige alte, sicher auf VHS gemachte Heimmitschnitte des TV-Programms aus den 80er Jahren stehen, z.B. Werbemitschnitte der ZDF-Werbeblöcke aus den Jahren 1982, 1983 und so die Drehe rum, und die Filme darauf irre zerkratzt sind. (Ich meine damit also ausdrücklich nicht die typische Videoqualität der damaligen Heimmitschnitte der damaligen Zeit, sondern wirklich Laufstreifen und noch "schwarzen Schnee" auf dem gesendeten Filmmaterial.) Auch von anderen, typischen 80er-Jahre-TV-Sendungen als von Werbeblöcken, z.B. von "Ein Heim für Tiere" u.a., stehen auf YT da solche Heimmitschnitte, die von total zerschrotetem Filmmaterial gesendet sein müssen. Da kam mir der Gedanke: Wenn das Filmmaterial nur auf dem Schneidetisch und dann nochmals zum MAZen sorgsam verwendet worden wäre, könnte es ja eigentlich nicht diese typischen Verschleißerscheinungen von extrem vielfach gelaufenen Filmkopien haben. Woher aber soll TV-Filmmaterial diese Vielfach-Vorführungen erlebt haben, wenn die vielen Wiederholungen im TV, insbesondere die von Werbefilmen, immer nur vom MAZ gesendet worden wären? Daher die Frage: Wurde in den 80ern noch gar nicht so viel geMAZt? Wurden da Werbeblöcke und TV-Serien noch viel direkt vom 16- oder 35-mm-Film gesendet? Wenn ich also als Bub z.B. 1985 wie gespannt "Ein Colt für alle Fälle" im TV geguckt habe, nur dass wir Kinder uns nach der Sendung beim Colt-Spielen wieder stritten, wer der Colt sein darf und wer den Howy machen muss ? , lief da im Sendestudio also "live" ein Film durch einen Abtaster oder lief da tendenziell eher eine MAZ durch einen professionellen Videorecorder? Wäre toll, wenn dazu jemand was weiß. ? Vielen Dank, VG Holger
  2. Cool. Aber in Super 8 war es dann sicher ein Stummfilm, oder? Es gab doch keine Super 8-Tonfilme in der DDR. Der Hinweis auf die Spondo-DVD mit dem Film von Gizmo hat sofort gefruchtet. Den gibts wirklich auf DVD (zusammen mit weiteren tollen Kindheits-Erinnerungsfilmen auf einer Disc) und ist bestellt, Danke nochmals. Ich habe aber gerade auch nochmals mein Googlen von Anfang dieses Jahres wiederholt, warum ich da selber zu blöd war, diesen Film im Netz zu finden: Wenn man bei Google "Weihnachtsgans Auguste DEFA" eingibt, kommen wirklich nur Hinweise auf einen anderen DEFA-Film mit demselben Titel, ein Realfilm von 1988. Zu dem Puppentrickfilm findet man (zumindest auf die Schnelle) bei o.g. Suchbegriff in der Tat nichts. Unabhängig davon gilt natürlich: Trotzdem hätte ich den Film auch gern in der Sammlung in Super 8 oder 16 mm. Wenn ihn jemand übrig hat, please let me know. ? Am liebsten natürlich 16 mm, wegen Ton. Super-8-Stummfilme gefallen mir irgendwie immer nur, wenn ich sie selber gedreht habe. Bei den Kauffilmen kann ich immer so richtig jeweils nur was damit anfangen, wenn sie mit Ton sind.
  3. Danke für den Hinweis! Ich hatte Anfang des Jahres mehrfach nach "Weihnachtsgans Auguste DEFA" gegooglet und war da auf kein Ergebnis gekommen. Danke!
  4. Ja, dieser Film aus dem Jahre 1985 ist wirklich absolut schön und liebenswert gemacht! Den kannte ich bis letztes Jahr auch noch nicht, doch dann hatte ich ihn mir für unsere jährlichen, privaten Weihnachts-Filmvorführungen zu Weihnachten 2018 als 16-mm-Kopie ausgeliehen - von einer offiziellen Kreismedienstelle, bei der man seit einigen Jahren jetzt wieder neben DVDs usw. ganz offiziell und regulär auch wieder 16-mm-Filme ausleihen kann, die vorher 1990 bis zirka 2015 rund ein Vierteljahrhundert lang nur im Archiv schlummerten. Leider war diese Kopie schon ziemlich geschreddert - ohne Vorspann und in der Mitte mit etlichen Klebestellen. Falls diesen Film jemand hat/doppelt/übrig hat und mir diese Kopie verkaufen würde, ich hätte starkes Interesse. Dann bitte PN. Meine beiden Jungs - derzeit 8 und 6 Jahre alt - sind absolute Kinefilmfans, sind wohl in ihrer Klasse so ziemlich die einzigen, die mit Begriffen wie "Filmprojektor" oder "Super 8" und "16 mm" was anfangen können und diesen Film "Weihnachtsgans Auguste" von der DEFA haben sie seit letztes Weihnachten besondes ins Herz geschlossen und nun muss ich mir immer anhören, wann wir den mal wieder angucken könnten. Ich glaube, den gibts auch nicht irgendwo digital oder so. Wenn ihn jemand in 16 mm für mich hat: Bitte melden. ;-) VG HD
  5. Also zumindest laut etlicher Quellen im Netz gilt: Oooooooh doch, ist eben sehr wohl ein Witz! Und eine Legende. Das Wort "Jahresendflügelfigur" oder auch "geflügelte Jahresendfigur" hat es laut verschiedenster Beiträge im Netz niemals staatlicherseits in der DDR als "sozialismustaugliches" Synonym für den Terminus "Engel" gegeben. Das ist eine Mär, die sich dann in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre schnell als Legende verbreitet hat. Vielmehr soll der Begriff um 1985 durch einen Redakteur der DDR-Satirezeitschrift "Eulenspiegel" erfunden worden sein - als Anspielung und Satire auf andere Wortungetüme, die die DDR-Führung/SED und ihre Unterorganisationen tatsächlich eingeführt hatten. Z.B. "Winkelemente" für Papierfähnchen usw. Dazu muss man wissen, dass der "Eulenspiegel" schon zu DDR-Zeiten die DDR mit ihren Eigenheiten manchmal tierischst aufs Korn genommen hat und die dortige Redaktion sich lieber so manchen Ärger mit Funktionären eingeholt hat als sich zu stark zensieren zu lassen. Quelle hierfür: U.a. https://de.wikipedia.org/wiki/Jahresendfl%C3%BCgelfigur jedoch wenn man nach den Begriffen "Jahresendflügelfigur" oder auch "geflügelte Jahresendfigur" googlet, kommen etliche weitere Artikel im Netz, die im Wesentlichen alle die o.g. Aussagen widergeben, u.a. auch Artikel aus der "Welt" oder der "Zeit". VG Holger
  6. Hallo in die Runde, ich hätte ein paar Fragen zur Nizo 6080 und habe im Forum zumindest jetzt auf die Schnelle keinen bestehenden Thread speziell zu diesem Thema gefunden, deshalb dieser hier. Vielleicht kann und mag mir jemand helfen. Folgendes: Ursprünglich rein zu Sammlerzwecken - damit ich auch mal so 'ne Liveton-Kamera von Nizo in meinem Bestand habe - habe ich mir vor drei, vier Jahren eine - erst mal rein äußerlich - gut erhaltene Nizo 6080 auf Ebay gekauft. Nun bin ich auf die Idee gekommen, das Teil auch mal auszuprobieren, wodurch sich ein paar Fragen ergeben, da ich keine Bedienungsanleitung dazu habe. Bzw. manche der Fragen man wohl auch nicht in selber beantwortet finden würde. Diese Fragen wären: 1. Zur Betriebsspannung: Es ist da ja - zumindest in meinem Exemplar - kein spezieller Akku (weiß ich ja nicht, ob's so was für die Nizo 6080 gab) im Batteriefach, sondern eine Akkubox, wo man 6 Stück R6/AA-Akkus rein tun muss und die man dann auch gleich mittels dieser Akkubox laden könnte, ohne die einzelnen R6-Akkus jedes Mal erst aus der Akkubox rausnehmen zu müssen. Die Frage dazu wäre nun: Darf man in dieser Akkubox auch nichtwiederaufladebare, normale R6/AA-Batterien mit je 1,5 Volt Nennspannung verwenden, was bei 6 Stück in der Summe 9 Volt ergibt? Denn die 6 Einzelakkus ergeben mit ihren je 1,2 V ja in der Summe 7,2 V. Dies ist zu 9 V ja schon ein deutlicher Unterschied. Wie hoch ist die Betriebsspannung der Nizo 6080? 7,2 V oder 9 V? Oder verträgt sie quasi Beides und regelt es intern irgendwie zurecht? Das wäre gut zu wissen. Auf der Akkubox ist nur die Ladespannung der Akkus von 7,5 V zu lesen, was soweit klar ist, da die Ladespannung von Akkus ja in der Regel, so weit mir bekannt ist, immer etwas größer ist als deren Nennspannung (hier eben 7,5 V Ladespannung bei 7,2 V Nennspannung), dies ist klar. Jedoch ob man die Nizo 6080 auch mit normalen, nichtwiederaufladbaren 1,5 V-Batterien betreiben darf bei summiert 9 V, das wäre die Frage, die ich hiermit hätte. 2. Wenn ich meine Nizo 6080 mit Akkus, also mit 7,2 V und ohne Film mal probiere, schnurrt sie sehr gut. Sie ist aber dabei extrem leise - ich habe noch niemals eine derart leise Super 8-Kamera gehört. Der Kassettenantrieb im Filmfach dreht sich aber normal. Ist ja eigentlich sehr positiv. Aber selbst meine anderen Liveton-Kameras von Canon, die ich zwischzeitlich auch ergattert hatte und die ich allesamt schon ausprobiert habe, erzeugen viel höhere Laufgeräusche als die Nizo 6080. Von daher die Frage: Ist das sozusagen planmäßig so? Ist die Nizo 6080 deutlich leiser als das Gros der anderen Schmalfilmkameras für Super 8, auch verglichen mit anderen Liveton-Kameras von anderen Herstellern? Kann die Erfahrung jemand teilen? Will nur sicher gehen, dass kein diesbezüglicher Defekt an dem Gerät vorliegt. 3. Diese Frage nur zur Sicherheit: Im Thread zum neuen Ektachrome schrieb bereits jemand, dass die neuen Filme sehr gut durch seine Nizo 6080 liefen. In diesem Zusammenhang die Frage: Erkennt die Nizo 6080 die ISO 100-Filme also automatisch und fehlerfrei? Den Tageslichtfilter muss man aber trotzdem manuell ausschwenken, oder? 4. Und in diesem Zusammenhang auch noch die Frage: Hat schon jemand erste EIGENE Resultate mit dem neuen Ektachrome 7294 bezüglich dessen real existierender Filmempfindlichkeit? Kann man bei diesem Neuguss zu 100 % darauf vertrauen, dass er seine Nennempfindlichkeit von ISO 100 auch tatsächlich minutiös genau so hat? Diese Frage deshalb, weil: Den alten Ektachrome 7285 habe ich 2010 - 2016 immer reichlich belichtet, auf etwa ISO 80, und habe immer damit die genau richtige Belichtung erzielt. Und offiziell war ja auch dieser Film frisch gekaufte Neuware und kein Altmaterial. Doch bei ISO 100 wurde er immer 'nen Tick zu dunkel, auf ISO 80 belichten war da - zumindest bei meinen Kameras - hier das Maß der Dinge. Daher die Frage in Bezug auf den neuen Ektachrome 7294, ob ich den dann in der Nizo 6080 vsl. immer ohne jedwede manuelle Belichtungskorrektur, sondern bezüglich der Belichtung "blind" verwenden könne (vorausgesetzt die Kamera ist vollständig intakt, dies sei hier jetzt mal bitte als gegeben anzunehmen). Also, falls mir jemand helfen kann, tausend Dank. Und falls das hier Geschriebene teilweise schon in anderen Threads erläutert worden sein sollte, bitte ich um Nachsicht, dass ich lieber meine Fragen so nochmals gestellt habe, als allzu akribisch in älteren Forenbeiträgen zu "googlen". Auf die Schnelle hatte ich wie gesagt nichts dazu gefunden. Vielen Dank, schönen Sonntag! VG Holger
  7. Was übrigens auch richtig selten ist, das ist der Agfa Moviechrome 40 SOUND in der letzten Verpackungsdesign-Variante von Anfang der 1990er, sprich dieses Verpackungsdesgin wie hier abgebildet, nur eben als Soundfilm in der großen Kassette. Als Stummfilm wurde dieser ja bis 1996 produziert. Ob es ihn auch als Soundfilm bis 1996 gab oder nur bis einige Jahre davor, weiß ich nicht. Jedenfalls gab es den Soundfilm in dieser Verpackung generell noch. Erschienen war diese Verpackungs- bzw. Filmgeneration glaube 1990 oder 1991. Als Stummfilm kriegt man diese Kassetten ja immer mal bei Ebay (auch dies gegenüber vor paar Jahren mit tendenziell steigenden Priesen), aber als Soundfilm hatte ich mich da Jahre lang danach "totgesucht". Ein einziges Exemplar als Soundfilm habe ich in all den Jahren dann mal ergattern können. Vorher hatte ich die Info Jahre lang nur auf der Webseite von Frank Bruinsma gesehen, DASS es diesen Film/Generation noch als Soundfilm gegeben hatte. Sonst hätte ich das gar nicht gewusst. Wer weiß, wie mini die Produktionszahl dieses Soundfilms dann Anfang der 90er nur noch gewesen sein mögen. Heute ist er jedenfalls extrem selten. Falls jemand welche übrig haben sollte, ich hätte Interesse. ?
  8. Jein - also ich habe nicht mehr den Agfachrome 40 PLUS, der ja so Mitte/Ende der 1970er war, sondern dessen Nachfolger Moviechrome 40 PLUS von Anfang der 1980er. Also sprich der hier abgebildete (wobei das hier nicht meine Exemplare sind, die hätte ich aus dem Archiv holen und fotografieren müssen). Ich denke auch mal, dass das hier die letzte/"neueste" Variante des Moviechrome PLUS ist mit der Tonspur in der Stummfilmkassette. Von den späteren Gernerationen dieses Films - drei verschiedene Packungs-Designs kamen ja zwischen Mitte der 1980er und Anfang der 1990er Jahre ja danach dann noch - hab ich noch niemals irgendwo eine PLUS-Variante gesehen. Ich denke mal, das wird sich kaum bewährt/verkauft haben, so dass man dies sicherlich mit dem Auslaufen der hier abgebildeten Film-/Verpackungs-Generation eingestellt hat. Ist aber trotzdem nur 'ne Vermutung, weil ich halt wie gesagt von den neueren Moviechrome-Generationen noch niemals eine PLUS-Variante gesehen habe, weder in echt noch im Netz irgendwo.
  9. Krasse Maschine, so was hab ich ja noch nie gesehen. ?
  10. Also ob es ab Werk vorbespurte normale Super 8-Kassetten (sprich Nicht-Sound-Kassetten, aber trotzdem mit Tonspur) auch von Kodak gab (also jetzt wirklich bei der Herstellung vorbespurte - keine, die erst im Labor nach der Entwicklung eine Tonspur bekamen), weiß ich nicht. Von Agfa gab es diese aber definitiv. Ich habe einige wenige solche in meiner Sammlung von Agfa. Es ist die normale "kleine" Super 8-Kassette, nur eben mit Tonspur ab Werk.
  11. Soundkassetten mit dem neuen E 100 D sind zwar utopisch, aber toll wäre das. Meine beiden 5 und 7 Jahre alten Söhne lieben Super 8, fragen mich aber immer bei unseren selbstverständlich echten (und nicht abgetasteten/nicht gebeamten) Filmvorführungen, die wir so ein, zwei Mal im Jahr im Kreise der Familie machen, warum das Selbergefilmte immer ohne Ton ist. (Da wir halt auch Kauffilme mit Tonspur angucken.) ;-)
  12. Diese Geschäftsidee finde ich aus Kundensicht richtig gut. Da hab ich dann endlich mal eine SICHERE Adresse, wo ich meinen Bauer-Tonfilmprojektor korrekt warten lassen kann, ich mit meiner "User-Mentalität" und als Nicht-Bastler. Freue mich sehr. Dann komm ich nicht mehr zumeist zwei Mal im Jahr nur wegen 35-mm- und manchmal 70-mm-Filmvorführungen in Kinos nach Berlin (denn auch daran mangelt es hier bei uns in der Provinz), sondern kann gleich meine anstehenden Super-8-Themen wie Reparaturen usw. mit erledigen lassen. Das nenne ich doch mal genial. Großer Strauß Vorschuss-Lorbeeren! VG Holger
  13. Das ist auch gut. Für mich als Chemnitzer ist es allerdings trotzdem praktisch, wenn es auch hier in der Gegend so ne Truppe gibt. Doch wenn ich das nächste Mal wieder mal auf der A8 von München Ri. Salzburg im Stau stehe, dann mache ich mal nen Zwischenstopp bei Euch. ;-)
  14. Übrigens, ich glaube das war in diesem Forum bisher noch an keiner Stelle erwähnt: In der Kleinstadt Frankenberg, das ist ein kleines, aber ganz hübsches Nest in Sachsen, gelegen zwischen Chemnitz und Dresden, deutlich näher dran an Chemnitz, gibt es einen Kinoverein, die seit Sommer 2016 das Kino "Welttheater Frankenberg" als so genanntes Liebhaberkino betreiben, sprich ehrenamtlich und aus idealistischen Motiven heraus. Dort werden auch regelmäßig 35-mm-Filme gespielt, zumeist 1x im Monat, manchmal offenbar auch nur im Zweimonatsrhythmus. Es sind immer alte Filme, im November habe ich mir dort "Die Frau meiner Träume" von 1944 angeschaut - der dritte deutsche abendfüllende Spielfilm in Farbe überhaupt (Ufa). Die Kopie kam von der Murnau-Stiftung und ist laut Aussage des Frankenberger Kinos eine von weltweit nur noch drei vorhandenen, spielbaren 35-mm-Kopien dieses Films (es war eine Neukopierung aus den 1990er Jahren). Als nächstes kommt dort am 1. April 2017 der Kultfilm "Die Legende von Paul und Paula" (DEFA 1973). In dem Kino finden nicht nur Filmvorführungen statt, sondern auch Auftritte von Tanzgruppen, Lesungen und andere Veranstaltungsarten. Eigentlicher Kinotag ist wie gesagt i.d.R. 1x im Monat und da kommt dann immer "Der besondere Film". Das Besondere an dem Kino ist u.a. auch, dass der BWR komplett unter Denkmalschutz steht inkl. Projektorenanlage. Diese besteht aus einer Doppelanlage zweier Ernemann 7b. Sie stammen zwar nicht aus diesem Kino, sondern aus dem vor ein paar Jahren digitalisierten Kino Limbach-Oberfrohna (auch das ist ein Nest vor den Toren Chemnitz'), aber es ist durch alte Fotos dieses BWRs belegt, dass das Frankenberger Kino bei seiner Eröffnung 1937 auch mit zwei solchen Ernemann 7b ausgerüstet war. Gegen Ende seiner regulären Nutzung Anfang/Mitte der 1990er Jahre war das Welttheater Frankenberg dann zwar mit zwei Maschinen des Typs Dresden D1 (oder jedenfalls Dresden D irgendwas, falls es da Unterschiede gibt) ausgerüstet und mit ner Telleranlage, aber für die 2016 stattgefundene Wiedereröffnung als Liebhaberkino wurde wieder der ursprüngliche Zustand des BWR mit den Ernemann 7b und ohne Telleranlage hergestellt. Zudem gibt es einen altertümlichen Kino-Diaprojektor ebenfalls aus den 1930er Jahren. Noch ne Besonderheit ist, dass die Filmvorführungen dort keinen Eintritt kosten, sondern man kann dafür spenden. Das tun die Leute wohl sogar auch ziemlich dankbar, wie ich bei meinem bisher einzigen Filmbesuch dort erlebt habe, die Freiwilligkeit scheint zu funktionieren. Im Netz ist das Kino zu finden unter http://www.welttheater-frankenberg.de bzw. das Programm unter http://www.welttheater-frankenberg.de/Programme/2017/programm_april2017.html. Die Leute dort sind zugänglich und nett und man kann sich natürlich auch einbringen in die Vereinsarbeit. Ich finds ja toll, dass sich Leute da so engagieren. In dem Moment, wo die regulären Kinos alle digitalisiert wurden, ist nun mal eine neue (alte) Technik-Sparte entstanden, die es aus Gründen des Traditionsbewusstseins und aus technik-kulturellen Aspekten heraus zu erhalten gilt - eben die echte, filmbasierte Kinematografie. Und in dem Moment, wo sich kommerzielle Anbieter, egal ob nun die regulären Kinos oder die Verleiher, dem nicht verpflichtet fühlen und es auch keine staatlichen Stellen existieren, die quasi "von Amts wegen" die 35-mm-Filmtechnik als solche pflegen, ist es umso wichtiger, dass sich da Enthusiasten darum kümmern, die die Wichtigkeit dieses Themas anerkennen und dem gerecht werden. VG Holger
  15. Am Sonntag bin ich mal extra paar 100 km nach Berlin gefahren, um am letzten Tag der Berlinale den von mir schon zigfach im TV oder auf DVD angeschauten und geliebten Film "Close Encounters..." von Steven Spielberg erstmals auf großer Leinwand und das auch noch in 35 mm anzusehen. Hat auch mit Ach und Krach geklappt, noch einigermaßen pünktlich zu sein und gerade so noch freie Plätze zu bekommen. Gespielt wurde in Überblendprojektion. Was ich interessant fand, waren folgende Tatsachen: 1. Der durchaus große Saal (Saal 8 im Cinemaxx am Potsdamer Platz) war gerammelt voll, es waren nur noch einige wenige Restplätze frei. Weiß jemand: Ist das zumeist so bei der Berlinale, dass da auch im Rahmen der Retrospektive bei alten Filmen so große Nachfrage herrscht? Bei uns hier in der "Provinz" in Sachsen sind solche Sonder-Filmvorführungen, was nicht die aktuellen Blockbuster sind/kein Regelbetrieb ist, eher immer mäßig besucht, weshalb so was hier auch eher selten stattfindet. 2. Natürlich wanderte mein Blick auch mehrfach Richtung BWR, um zu gucken, was für Maschinen die da haben usw. Welche Projektorentypen es waren, konnte ich zwar nicht wirklich erkennen, da das Projektionslicht zu stark blendete, aber es könnte Kinoton gewesen, geurteilt am groben Umriss, was man trotz des Gegenlichts so erkennen konnte aus der "Ferne" (ich saß dritte Reihe von vorn). Was ich aber sah, ist, dass da definitiv kein Digitalprojektor stand und die beiden 35-mm-Maschinen die Breite des BWR-Fensters auch voll brauchten und auch kein weiteres Fenster vorhanden war. Heutzutage ein BWR komplett ohne Digitalanalage? Gibts doch nicht, war mein Gedanke. 3. Nach der Vorstellung wollte ich nochmals kurz schauen in Richtung BWR, was aber kaum ging, da die Angestellten wegen der Berlinale alle total busy und aufgeregt und nervös waren. Doch was ich kurz sah, war: Schon eine Minute nach Filmschluss stand auf einmal gar kein Projektor mehr hinter dem BWR-Fenster. Davon verdutzt, gelang es mir dann doch noch, gaaanz kurz vom Personal jemanden darauf anzusprechen, was das denn sei. Und da sagte sie mir, alle Projektoren dort stünden auf fahrbahren Chasis und es würde dann immer nur der/die Projektor(en) vor das BWR-Fenster gefahren, die gerade gebraucht würden. Auf diese Art und Weise beantwortete sich natürlich auch die Frage nach dem Digitalprojektor von selbst - der war nur weggeschoben. Meine Frage dazu wäre aber nun noch: Ich war schon in etlichen BWRen, aber dass die Projektoren dort "fahrbar gelagert" werden, hab ich noch nie erlebt. Es war immer alles fest installiert, außer hier jetzt. Die Frage wäre also: Ist das üblich oder ein absoluter Ausnahmefall, dass die Projektoren in einem BWR fahrbar sind? Muss das Zeuch nicht jedes Mal wieder ordentlich neu feinjustiert werden, wenn man irgendwas örtlich verändert? 4. Und dann noch die folgende Frage eines Halb-Laien und Halb-Auskenners: Das Bild wirkte auf der Leinwand irgendwie recht silbrig-glänzend. Ich saß wie gesagt 3. Reihe von vorn, weiter hinten waren alle Plätze belegt. Aber durch diese Nähe zur Leinwand sah man diesen "Silber-Effekt" besonders deutlich. Ich empfand das jetzt zwar nicht als sonst wie störend, allerdings etwas fremdartig wirkte es schon. Die Frage hierzu: Hängt das mit dem in diesem Forum schon mehrfach irgendwo zu lesenden Aspekt zusammen, dass man keine Filmprojektion auf eine für Digitalprojektion bzw. 3D-Projektion hergestellte Leinwand werfen sollte, weil sich das irgendwie nicht miteinander verträgt? Oder kann man das so pauschal nicht sagen? Was mir des Weiteren noch auffiel, war, dass draußen im Foyer auf den Displays/Bildschirmen mit keinerlei Wörtchen oder Silbe daraufhin gewiesen wurde, dass der Film in 35 mm vorgeführt wird. Ich meine, das ist ja schon heutzutage was Besonderes und nicht mehr die Regel, so dass man das doch als USP irgendwo erwähnen sollte, oder? War es aber vor Ort nicht, obwohl es auf der Berlinale-Webseite ja stand. Hat mich etwas verwundert. Selbst bei Interstellar 2014 im Zoopalast, wo ich "flimmernderweise" auch war (das Flimmern war echt extrem dort bei meiner Vorstellung!), stand aber im Foyer an den Displays, dass es 70 mm war dort. Wäre nett, wenn mir jemand auf meine Fragen antworten möchte. VG Holger
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