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Glaspilz Anamorphot Hilfe


olli3902
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Hallo zusammen,

 

ich habe ein kleines Problem mit einem Sankor 16D Anamorphoten.

Habe diesen kürzlich privat erstanden (für einen guten Preis), nun ist mir aber aufgefallen das sich auf der RÜckseite in der Mitte

ein kleiner Fleck (weiss) gebildet hat.

Ich war schon beim Fotoladen um die Ecke da hat der Meister versucht das Glas hinten abzunehmen aber er meinte das geht nicht weil die Linsen alle geklebt sind

zumal er nicht wusste was ein Anamorphot ist.

Tja nun bin ich weiterhin so schlau wie vorher und versuche nun so die letzten Tipps vllt. von euch zu bekommen die sich mit den Optiken auskennen,

ich setze das nicht für Projektionsgeschichten ein sondern filme damit, daher hab ich auch weitere in meiner Sammlung und ich fand das Angebot interessant.

 

Umtausch geht leider nicht, dafür hab ich ein wenig "Schmerzensgeld" bekommen.

 

Habt ihr irgendwelche Tipps vllt. auch wie man das Auseinander nehmen kann? Ich denke es befindet sich hinten auf dem 2. Glas. anbei ein Foto.

 

sb364shr.jpg

 

Vielen Dank im Voraus

Olli

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"Projektionsgeschichten" Wenn ich das schon höre....

Die Dinger gehören aber vor einen Projektor und nicht vor irgendein trendiges Digipixelteil oder sonstwas.

Zehntausend Anas horten und die Preise ins Astronomische treiben, nur weils eben mal "in" ist, sowas vor ne Plastikkiste zu schrauben und sich übers "bokeh" zu erfreuen? Muss das denn sein?

 

Leute, manchmal... nein, ich breche hier ab, sonst werd ich nur sauer.

Ansonsten siehe den Beitrag von Vogel: Versuch macht klug.

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"Projektionsgeschichten" Wenn ich das schon höre....

Die Dinger gehören aber vor einen Projektor und nicht vor irgendein trendiges Digipixelteil oder sonstwas.

Zehntausend Anas horten und die Preise ins Astronomische treiben, nur weils eben mal "in" ist, sowas vor ne Plastikkiste zu schrauben und sich übers "bokeh" zu erfreuen? Muss das denn sein?

 

Leute, manchmal... nein, ich breche hier ab, sonst werd ich nur sauer.

 

du verwechselst da ein bisschen was.. es ist keine alternative im sinne des analog-digitalen; es ist eine alternative in bezug auf die teuren richtigen anamorphoten.. falls dir z.b. "HAWK" etwas sagt..

 

meckern kann man über die filme, die damit gemacht werden; aber nicht über das vorhaben an sich - schon gar nicht, wenn man vom filmemachen keine ahnung hat..

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Alternative zu den "teuren" ist das sicher nicht.

Sankor 16D (der kleinste) ist ein Projektions 2 Linser, der für Schmalfilmprojektion und Kleinfilmprojektion vor 40 Jahren ausreichte. Zur Aufnahme nicht gut genug. Daran hat sich nichts geändert. Heute werden die Dinger fürn Zwanni oder Fuffziger gehandelt, daher kann man gern damit experimentieren. Und das Ding auseinanderbauen, denn viel verlieren, geht nicht.

 

St.

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Schick mir mal bitte einen Link, wo ich den Sankor 16D für einen "Zwanni" bekomme.. danke im Voraus!

 

.. Und ich will ja nicht frech erscheinen, aber vielleicht solltest du dich erst einmal ein wenig informieren, bevor du "Begriffe" in den Raum wirfst: http://de.wikipedia....iki/Alternative

 

Eine Möglichkeit: Ich nehme einen Kredit bei der Bank auf um mir einen 50K-Anamorphoten zu leisten.

 

Andere Möglichkeit, die sog. "Alternative": Ich gebe mich mit den Fehlern und Macken eines "eBay-Anamorphoten" zufrieden und vergesse den Gedanken, einen Kredit aufzunehmen.

 

(und ja, mir ist klar, dass die teuren Anamorphoten nicht an DSLRs passen)

 

 

 

... oder wolltest du sagen: "eine gute Alternative zu den 'teuren' ist das sicher nicht." ?

 

wobei ich dann immer noch argumentieren würde, dass es die einzige Alternative ist.. ;)

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Man kann natürlich darüber klagen, daß man sich das nicht leisten kann, was man braucht, das ändert aber nichts an der Physik (Unterabteilung Optik). Diese bleibt komplett unbeeindruckt davon, daß man sich einredet, etwas technisch Ungeeignetes sei eine prima Lösung, weil es bezahlbar ist.Will ich Tempo 200 fahren, ist das Fahrrad mit Hilfsmotor auch keine Lösung, nur weil ich es mir leisten kann, sondern ich brauche eben ein etwas leistungsstärkeres Fortbewegungsmittel.

 

Du hast hier ein paar konkrete Typen und Marken genannt bekommen, die für den von Dir anvisierten Zweck geeignet sind. Wenn es ums fröhliche Herumspielen geht, also ein technisch akzeptables Ergebnis nicht erwünscht ist, kannst Du ja gern mit alten Iscos, Bausch&Lombs, Rectimascops, ElmoScopes, Bell&Howell, Eiki, Dyaliscopes, De Oude Delfts, Möller/Wedel-Linsen und so weiter experimentieren. Die gibt es auf eBay für Taschengeld, und ungeeignet sind sie alle. Farbsäume, Vignettierungen, und anamorphe Unschärfen sind praktisch garantiert.

 

Bei Glaspilz würde ich keinen Cent in Wartung investieren, es sei denn bei einem wirklich seltenen oder Spezialobjektiv, zu dem es keine Alternative gibt. Anamorphoten sind nicht ohne, man kann sie aber problemlos zerlegen, wieder zusammensetzen und hat danach immer noch einen prima Briefbeschwerer! :)

 

Es gibt außer den Iscoramas (die übrigens wegen des milderen Faktors 1,5 gar nicht so stark die heißbegehrten Artefakte produzieren), dem Kowa 8Z, dem Bell&Howell Filmorama und einigen wenigen "Vintage"-Vorsätzen der 1950er (Cinépanoramic, Dyliascope-Konverter für Aufnahme, B & L CinemaScope Camera Attachment sowie russischen Kombianamorphoten) nichts, was ein hochwertiges Ergebnis bringt. Ende der Ausbaustrecke, wenn man so ein Ding will, bedeutet das entweder mehr Geld in die Hand nehmen, die Links dazu hast Du oben erhalten. Oder man bequemt sich dazu, eine konzentrierte Suche in in- und ausländischen eBays anzustrengen, wo man nach ein paar Monaten vielleicht für wenig Geld fündig wird.

 

Falls Du Dich fragst, woher diese "Materialknappheit" kommt: Anamorphotische Filmaufnahme war in Europa ab den 1970ern immer seltener, weshalb ältere Objektivvorsätze und Blockoptiken aus Europa gern nach Indien oder Fernost wanderten. (Mein UltraScope für Arriflex und die beiden originalen CinemaScope-Vorsätze kamen allesamt aus den USA, wo Lowbudget-Produzenten sie in den 1960/70ern verwendet hatten. Ein Studioequipment-Händler aus Wiesbaden erzählte mir Ende der 1980er, daß er selbst um 1973 mehrere Objektivsätze (UltraScope, DyaliScope, TotalScope) nach Indien verkauft hat, wo man sich darum riß, während sie in Europa keiner wollte, weil das Fernseh-Schonformat 1,66 regierte und Scope ohnehin den meisten Autorenfilmern ideologieverdächtig vorkam.

 

Wenn der Verkäufer Dir einen Anamorphoten mit Glaspilz verkauft hat und diesen Mangel nicht angegeben hat, sollte er vielleicht nicht den Preis mindern, sondern das nutzlose Stück Altglas zurücknehmen, es sei denn, Du brauchst eben doch einen Briefbeschwerer.

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Anamorphoten sind nicht ohne, man kann sie aber problemlos zerlegen, wieder zusammensetzen und hat danach immer noch einen prima Briefbeschwerer! :)

ot:

so nen aa (alten anamorphoten) kann man auch mittels eines xenon-spiegels zu einer prima obstschale verwandeln.

die bohrung des sp passt gut aufs gewinde des aa. bißchen kleber + fertig.

die große frontlinse gibt prima standfestigkeit.

ot off

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du verwechselst da ein bisschen was.. es ist keine alternative im sinne des analog-digitalen; es ist eine alternative in bezug auf die teuren richtigen anamorphoten.. falls dir z.b. "HAWK" etwas sagt..

 

meckern kann man über die filme, die damit gemacht werden; aber nicht über das vorhaben an sich - schon gar nicht, wenn man vom filmemachen keine ahnung hat..

 

Ich denke mal, ich habe vom professionellen Filmemachen mehr Ahnung als so mancher selbst ernannte Filmer, sonst würde ich mich auch nicht so aufregen.

Ja, die Hawk Anamorphoten sagen mir was, hab selbst damit Schon auf 35mm gearbeitet, 2x auf Arricam ST und einmal an einer 435.

Im ubrigen werden Anas bei professionellen Produktionen nicht wegen des bokeh genutzt, sondern aus anderen photographischen Gesichtspunkten.

 

Ich darf auch ein paar alte Arriscope mein eigen nennen, leider fehlt mir das 50mm...

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Ich denke mal, ich habe vom professionellen Filmemachen mehr Ahnung als so mancher selbst ernannte Filmer, sonst würde ich mich auch nicht so aufregen.

Ja, die Hawk Anamorphoten sagen mir was, hab selbst damit Schon auf 35mm gearbeitet, 2x auf Arricam ST und einmal an einer 435.

Im ubrigen werden Anas bei professionellen Produktionen nicht wegen des bokeh genutzt, sondern aus anderen photographischen Gesichtspunkten.

 

Ich darf auch ein paar alte Arriscope mein eigen nennen, leider fehlt mir das 50mm...

 

Ok, das wusste ich nicht, sorry. Jetzt möchte ich diese Meinungsverschiedenheit aber auch wirklich klären, wo ich schon einem (anscheinend doch) erfahrenen(eren) Nutzer gegenüberstehe. Sogar auf 35mm? Dann noch mit Anamorphoten? Jetzt würde mich mal interessieren, wo du damit gearbeitet hast, weil das kann sich ja kein normaler Mensch leisten. :)

 

Zum ästhetischen Gesichtspunkt: Ich weiß, dass richtige Anamorphoten eine schärfere Abbildungsleistung neben dem Cinemascope (der für Film relevant ist) liefert.

 

Aber das kann doch nicht der einzige Grund sein. Die Cinematographer bei Spielfilmen stellen das asphärische Bokeh doch explizit dar. Und wenn mir der Look schon als Kind gefallen hat, dann kann ich doch nicht der einzige sein, dem dieses Bokeh gefällt - damit meine ich die professionellen Kameramänner. Wenn die damit schon so spielen, gehe ich auch davon aus, dass die den ebenfalls hübsch finden.

Also ehrlich gesagt kann ich mir nicht vorstellen, dass die nur wegen der besseren Abbildungsleistung und dem Cinemascope verwendet werden (auch wenn hauptsächlich).

 

Wie findest du denn das eierförmige Bokeh?

 

 

 

Oder kritisierst du ganz andere Leute? Meinst du diejenigen, die ihre Ergebnisse ins Internet stellen? Dann könnte ich dich wenigstens nachvollziehen. Denn die Videos hier im Netz sind einfach schrecklick ausgeleuchtet.

 

Für mein nächstes Filmprojekt möchte ich eine Szene schön ausleuchten und wenn es mir gelingt, würde der "anamorphe Look" die Ausleuchtung einfach toll unterstützen; es geht um den Film Noir-Effekt.. nur in Farbe und mit sehr warmen Farbtönen. Dafür werde ich mir einen 4KW-HMI-Scheinwerfer mieten.

Wenn ich mir nun eine Einstellung vorstelle, in der die Schatten der Jalousie an die Wand geworfen werden und dieser Teil vom Bild in anamorpher Unschärfe liegt, dann stelle ich mir das einfach edler vor als den ganz normalen Unschärfe-Look. Ich meine; wenn man etwas richtig schick ausleuchtet, dann darf man sich auch die Anamorphoten gönnen.

 

Ich möchte es mir nicht hier im Forum verscherzen; daher würde ich dich darum bitten, deine ehrliche Meinung zu meinen Auffassungen zu sagen. Nur so können Missverständnisse aus dem Weg geräumt werden und ich kann eigene Fehler einsehen. Bitte kommuniziere ehrlich mit mir. Mich würde der Eindruck interessieren, den ich hier mache. Ich bin auch bereit, einsichtig zu sein! :)

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35mm an den Arris mit Hawk - das war beruflich.

Das meiste ist heute ja leider Super35 3-perf, nun ja, wers mag. Ich bin immernoch für 35mm CS, auch in der Aufnahme, aber diese Zeiten neigen sich leider dem Ende zu.

 

Dieses Hochgelobte "Kreiseiern" sprich das Bokeh ist nicht wirklich künstlerisch gewollt, es ist der nachteil der Anamorphotischen Aufnahme. Wenn dann Großaufnahmen gemacht werden, vermutlich noch mit einer diffizilen Schärfeverlagerung (Person im Vordergrund spricht mit Person im Hintergrund) dann hat man eben die prinzipiellen "schwächen" im Bild. Diese in "Szene zu Setzen" ist eigentlich nur Einbildung der Betrachter. Ein Dop macht eben das Beste aus dem, was er Hat.

 

Was ich dazu finde? Nun ja, ich sag dann immer "Endlich ein in CS aufgenommener Film" ansonsten sind mir die Eierlichter vollkommen Wurst - wichtiger ist es, die geforderten Bildeindrücke des Regisseurs so umzusetzen, dass dieser zufrieden ist.

Die meisten drehen auf Cinemascope, weil sie mit S-35 auf dem Kriegsfuß stehen, S35-> CS ist immer eine beschneidung der Negativfläche, im vergleich zu Aufnahmen mit Nativem Cinemascope.

 

Ich kritisiere, und jetzt bin ich ehrlich: Die Spinner, die meinen, weil sie sich eine Filmfähige Knipse gekauft haben (oder finanzieren ließen) sie seien jetzt gaaaaanz Große Filmemacher, und weil es gerade Trend ist, kauft man für ein Schweinegeld irgendwelche Projektionsanamorphoten zusammen, die für die Aufnahme eigentlich gar nicht taugen. Dann Spielt man ein wenig mit der Schärfeverlagerung und betet diese Eier an... WARUM?

Um ein guter Filmemacher zu sein kommt es nicht auf die Penisprotese, äh Technik an, sondern auf das Fertige Produkt.

Gute Filme kann man auch mit einer VHS-Kamera machen, ganz ohne Anamorphot vorne dran.

 

Und ähm... Ausleuchtung ist das eine, BILDGESTALTUNG das andere. Und "Film Noir" äh, das war 1:1,66 Breitwand. Nie CS... diese jalousiensache geht besser mit normaler Unschärfe, oder du machts gleich mit Hawks, kosten auch nicht mehr als die , äh 4KW (ich glaube, du musst, was Lichtsetzung anbelangt, noch einiges Lernen) HMI´s

 

So, das war jetzt die ehrliche Meinung von jemandem, der sowas gelernt hat und auch immernoch tut. Das Filmvorführen ist nicht (mehr) meine Primäre Haupteinnahmequelle.

 

29667_119154938103575_4897980_n.jpg

 

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übrigens, ich drehe (Privat) meist auf Normalbild, denn auf die Bildgestaltung kommt es an, nicht nur auf die Optik.

An meinen 35er Arris hatte ich auch schon die CS-Linsen dran, weil da wird geklotzt, wenn 35mm, dann auch bitte das Maximum, das geht, aber das heißt dann 1:2,55, mit Synchronlaufendem Ton von der Perfomaschine. Aber das ist oft jenseits der Möglichkeiten der normale Filmer so hat.

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Achtung, Achtung! Hier spricht die Formatpolizei! Sie sind umstellt!

Ergeben Sie sich und kommen Sie mit erhobenen Breitwandmasken aus dem Bildwerferraum.

 

Und "Film Noir" äh, das war 1:1,66 Breitwand.

 

Ein richtiger Film Noir hat selbstverständlich Academy-Format 1:1,37 - und ich sach noch: Keine Liköreier zu Ostern! ;)

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Jetzt möchte ich mal ehrlich sein: Wie ich es auch mache, immer begleitet mich das Gefühl, es falsch zu machen. Früher war alles viel einfacher als Filmemacher wie Robert Rodriguez in seinem Buch "Rebel Without a Crew" zeigt. Damals musste man sich nicht dermaßen mit Licht, Kameratechnik etc. beschäftigen, weil es einfach noch nicht diese Möglichkeiten wie heute gab. Aber nun gibt es diese Möglichkeiten und welcher Jungfilmer (mit großen Plänen wie bei mir) sollte diese ignorieren? Die Anforderungen steigen. Aber wer experimentiert wird unter Fachleuten ebenfalls kritisiert. Ja, ich weiß, dass 4KW HMI eine RIESEN-Menge Licht ist. Aber warum darf ich nicht ruhigen Gewissens damit experimentieren? Es gibt die Möglichkeit, sich nahezu jedes Equipment zu mieten und warum sollte ich diese Chance nicht ergreifen? Das gleiche gilt für Optiken. Soll ich sagen, mir ist das Licht egal, ich drehe mit Available Light und versuche das beste daraus zu machen, an die Miete von Scheinwerfern ist für mich nicht zu denken und was man alles mit verschiedenen Optiken erreichen kann ist mir auch Banane?

 

Mir ist es nicht Banane! Und wenn ich mir wünsche, mit einer "Sonnen-Simulation" zu drehen und damit zu experimentieren und ich auch noch das Geld dafür habe, was sollte ich sonst machen? Mein hart erarbeitetes Geld für Computerspiele, Alkohol und Freizeitaktivitäten ausgeben wie "normale" Jugendliche in meinem Alter? Versucht euch mal in meine Lage zu versetzen. Ich würde auch lieber mit richtigen Filmkameras (sei es Super 8 und Ausspielung auf VHS) drehen. Aber wenn ich umgeben von unendlich viel Möglichkeiten bin, kann ich denen nicht widerstehen, ohne sie einmal angerührt zu haben. Zudem der Standard gestiegen ist und man viel mehr Aufwand betreiben muss, um mit seinen Filmen unterhalten zu können. Damals war man noch von einem Klassenkameraden fasziniert, der überhaupt etwas Projizierbares hervorbrachte. Heutzutage würde man über so jemanden lachen, wäre eine solche Produktion in der Gegenwart entstanden.

 

Und damit wir uns nicht falsch verstehen: Ich mag DSLRs auch nicht gerne. Aber ich habe nun mal jetzt eine, die ich auch zum Fotografieren verwende, und möchte die digitale Verarbeitung nutzen, um mich mit Lichtsetzung besser vertraut zu machen, bis ich auf Film drehe. Den Sinneswandel, dass ich eine tiefe Abneigung gegen Digital habe, durchlebte ich übrigens auch erst diesen Monat.

 

Apropos: Kennt ihr Workshops in Hamburg, bei denen man den Umgang mit richtigen Filmkameras lernt? Es müssen nicht gleich 16mm sein. Ich würde gerne mit 8mm anfangen und dabei die Filmtechnik kennen lernen. Danach würde ich für 16mm sparen und arbeiten, wofür ich mich auch in der Lichtgestaltung üben möchte. Oder habt ihr andere Ideen, damit ich damit vertraut werde? Es ist doch schade; man gibt "Film-Workshop", "Auf Film drehen" oder selbst "35mm-Workshop" ein und man erhält nur digitale Workshops, wobei selbst die "35mm-Workshops" nur 35mm-Sensoren meinen..

 

Oder einfach eine Super 8-Kamera bei eBay ersteigern? Wieviel kostet ungefähr 8mm-Film?

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Du verschwendest nur Zeit & Elektrizität, seitenlanges Posten in Foren bringt dich nicht weiter. Losgehen, Film drehen - wie TK-Chris gesagt hat, egal worauf. Das Licht ist die halbe Miete, die Bildkomposition ein weiteres Viertel. Gute Story & gute Schauspieler sind fast der ganze Rest, über technische Feinheiten mach dir beim zweiten Film Sorgen.

 

Weniger nachplappern, was andere schreiben, die nicht davon leben, aber auch gerne irgendwie würden, wenn man sie liesse. Die machen dir keinen Winter & keinen Sommer. Jahrelang labern sie von Looks, vorgestern Spielberg, gestern Fincher, heute JJ Abrams, morgen wasweißich - nur produziert wird nüscht, weil man gaaanz viel über lauter Zauberworte diskutieren muß. Hätte ich nur das richtige Werkzeug, wär ich der neue Peter Jackson. Aber klar doch!

 

Ah ja, noch eine Warnung: Wenn Du einmal zuviel Worte wie LOOK und BOKEH verwendest, trifft dich der Blitz auf dem Klo. Hundertprozentig, und dann heißt es:

 

"Nur die Schuhe sieht man rauchen/Der Rest ist nicht mehr zu gebrauchen."

 

Grüße, Jeff

der es gut mit dir meint ;)

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Filme drehe ich ja so schon. Aber in Foren habe ich bisher auch einiges gelernt und außerdem helfen diese mir bei der Selbstreflexion. Es ist nicht besonders leicht im digitalen Zeitalter als Filmemacher aufzuwachsen.. wirklich nicht.

 

Und ich kann euch versichern, dass ich nicht so wie die anderen Filmer bin.. auch wenn ich hier vielleicht diesen Eindruck gemacht habe.

 

Du schreibst "über technische Feinheiten mach dir beim zweiten Film Sorgen": Mit Filmemachen beschäftige ich mich täglich seit über 3 Jahren. Gedreht haben dürfte ich auch genug, um mir über die Technik Gedanken zu machen. Und die Story zählt für mich ebenfalls. Momentan möchte ich die ganze Theorie aus dem Internet in der Praxis erproben und daher schreibe ich ein Drehbuch, bei dem ich gleichzeitig alle visuellen und auditiven Elemente einfliessen lasse. Der Film läuft in meinem Kopf ab; da kann ich gar nicht anders, als mir Gedanken über das Licht, den Ton, die Sounds, die Musik und die Kameraeinstellungen zu machen. Das gehört einfach dazu. Ein Regisseur muss den Film im Kopf haben.

 

Ich habe mir schon Gedanken gemacht, ob meine Anforderungen an mich selbst vielleicht noch etwas zu groß sind, aber warum nicht einfach testen? Das Internet ist unheimlich praktisch um Fehlkäufen aus dem Weg zu gehen. Bei eBay habe ich Hilfe von einem Mann bekommen, der sich seit 2 Jahren mit Anamorphoten beschäftigt und schon einige Fehlkäufe hatte. Diese Erfahrung muss ich ja nicht unbedingt machen (im kleinerem Maßstab habe ich sie schon gemacht..).

 

Und wenn ich mich auf Film drehen möchte, werde ich mich wohl vorher auch erst einmal im Internet informieren. Denn wie geschrieben, Workshops konnte ich noch keine finden.

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Und ich sage es noch einmal: Projektionsanamorphoten kannste zur Aufnahme vergessen. Schreib dir diesen Satz bitte auf und lerne ihn Auswendig, ansonsten seh ich da schwarz.

Du erinnerst mich ein bisschen an einen anderen Forenten, der immer durch Seitenlanges, aber eigentlich Inhaltsleeres Posten auffällt. Er ist auch eigenwillig Beratungsresistent.

 

Nimm dir doch bitte einmal unsere Worte zu herzen.

Im übrigen kommt mir der Eindruck auf, dass Geld für Dich wohl keine Rolle zu spielen scheint.... 4KW mieten, mal eben so... wenn nicht, dann kauf ich hier, kauf ich da...

Na dann. Tu es, und merke. dass eine menge Geld gerade flöten gegangen ist, aber das Ergebnis immernoch verbesserungswürdig ist.

 

Wenn du so ein ambitionierter "Filmemacher" bist, dann bewirb dich bei einem Regionalen Fernsehsender, die suchen eigentlich immer Leute, dort lernst Du verdammt viel und kannst auch die Praxis erproben und vertiefen. Das bringt dich jedenfalls viel weiter als ellenlange Postings zu schreiben, die in einem Forum für Kinomacher eigentlich am falschen Platz sind.

 

Oder mach ein Praktikum bei einem Filmgeräteverleiher. Das ist eigentlich die beste Möglichkeit, sich mit Technik auseinanderzusetzen, vor allem, man bekommt auch noch Geld dafür - wenn du dich richtig anstellst, dann besteht auch die Chance, dass du dir mal die Technik ausleihen kannst. Vielleicht haste Glück und du kannst mit echten Aufnahmeanas und ner RED (oder anderem Digitalen glump) drehen, was für dich schon mal ein riesen Schritt zur Praxisvertiefung wäre.

 

Und nun, ran ans Telefon und frage nach; verschwende nicht deine kostbare Zeit um über ungeeignete Anamorphoten zu Diskutieren, denn anscheinend haben deine Bekannten davon alle keine Ahnung, denn sonst wüsten sie, dass Projekton und Aufnahme verschiedene Charakteristika haben und eben die Objektive, zumindest die Anamorphoten anders konstruiert und konzipiert sind :)

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ok ich merk schon, aus dieser schublade komm ich hier nicht mehr raus.. erklärungen lasse ich daher mal sein.

 

wie unterschiedlich man im internet gegenüber im echten leben rüberkommt ist auch erstaunlich. mit dir habe ich es mir wohl verscherzt..naja, kann mir egal sein, für dich bin ich ja nur der "amateurfilmer" :)

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Bei eBay habe ich Hilfe von einem Mann bekommen, der sich seit 2 Jahren mit Anamorphoten beschäftigt und schon einige Fehlkäufe hatte. Diese Erfahrung muss ich ja nicht unbedingt machen (im kleinerem Maßstab habe ich sie schon gemacht..).

 

Ja Wahn--sinn, seit zwei Jahren schon? Dass es sowas gibt! Großartige Hilfe, von einem, der vermutlich ebenso wenig darüber weiß wie du aber schon ordentlich Geld beim Ankauf ungeeigneter Linsen verbrannt hat. Du bekommst hier seitenweise gute Tips von Leuten, die praktisch/beruflich mit anamorphotischer Aufnahme zu tun hatten, und dir eben nicht 50.000€-Ideen vorschlagen, dafür aber realistische Lösungen, die ein ansehbares Ergebnis bringen.

 

Geh raus und mach was, anstatt herumzujammern, dass du in eine Schublade gesteckt würdest! Hier geht's um Film- und Kinotechnik, nicht um Selbsterfahrung. Antwort auf alle weiteren Fragen ("Wo finde ich einen tollen Anamorphoten für xx €?" - "Wie montiere ich den Vorsatz?" usw.) findest du hier.

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ok ich merk schon, aus dieser schublade komm ich hier nicht mehr raus.. erklärungen lasse ich daher mal sein.

 

wie unterschiedlich man im internet gegenüber im echten leben rüberkommt ist auch erstaunlich. mit dir habe ich es mir wohl verscherzt..naja, kann mir egal sein, für dich bin ich ja nur der "amateurfilmer" :)

 

Nein, du hast es Dir mit mir nicht verscherzt, im Gegenteil.

Ich bin durch das alles, was du ansprichst Schon durch, habe insgesamt mehrere 1000 Euro falsch "investiert" und will dich davon abhalten, den gleichen Fehler zu machen. Das ist alles. Deshalb auch meine etwas direkte Art.

Übrigens ist für mich jeder ein "amateurfilmer" der das nicht professionell gegen Entgelt macht :)

 

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wenn das so ist.. :)

 

ich will auch ehrlich sein: du bist mir wirklich sympathisch und wenn du das so argumentierst, will ich auch die erklärungen geben.

 

zum geld: ich habe 3-5 jobs (wechselhaft; zum teil auch nur wochen-aufträge) durch die ich mir mein geld verdiene.. somit komme ich auf ca. 150 euro im monat - kann aber auch mal mehr oder weniger sein. das heißt, dass ich die ausgaben für solche teuren scheinwerfer in 2 monaten wieder drinne hätte. vielleicht habt ihr recht, dass 4kw hmi zu viel ist, aber in diesem fall mag man mich vllt. zu recht als unbelehrbar bezeichnen.. ich möchte es einfach selber austesten. übrigens möchte ich den auch draußen einsetzen, wo ich bei nacht ein etwas größeres gelände ausleuchten will.

 

zum anamorphoten: ich will ehrlich sein - auch da bin ich unbelehrbar, bis ich es selber herausgefunden habe... aber so war das damals bei mir auch mit der geringen schärfentiefe einer dslr, die ich als 14-jähriger so angegöttert habe, bis mir nach einem jahr damit klar wurde, was für ein schwachsinn dieser hype ist.

 

zur praxis: die kommt nicht zu kurz. ich bin gerade zurück von einem kurzfilm-dreh mit freunden. war zwar in diesem fall nicht mein projekt, aber das kommt auch noch. war auf jeden fall erfrischend und inspirierend wieder mal raus zu gehen um zu filmen. wir haben dabei auch eine kleine halle mit regalen als location und sogar motorräder, die wir benutzen dürfen, angeboten bekommen. in der nähe sind viele lagerhallen und auch ganze gelände, wo wir nur noch die genehmigungen brauchen. das katasteramt hat noch keine antwort gegeben, das grundbuchamt darf nichts sagen und die auf dem gelände aufgeführten unternehmen haben ebenfalls keine ahnung, wen man da fragen kann...

 

 

ich möchte so langsam auch nicht mehr digital drehen. leider wurde mein anderer thread - von wem und aus welchen gründen auch immer - gelöscht. meine frage war dabei, ob es in hamburg kurse für den umgang mit filmkameras gibt oder ob ich mir einfach eine super-8-kamera kaufen sollte und es mir selber beibringen. im internet habe ich nur digitale workshops gefunden, deswegen..

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wie kann man sich eigentlich "filmemacher" nennen, ohne jemals einen FILM gemacht zu haben? ich bin noch echt neu in diesem gebiet, daher komme ich etwas mit den begrifflichkeiten durcheinander... im englischen wird immerhin zwischen "movie" und "film" unterschieden.. was sagt man aber z.b. im deutschen für filmemachen auf film? "analoges filmemachen"? was ist da so gängig? ich möchte mich ja auch klar verständigen können. wäre peinlich, wenn ich bei profis anfange zu stottern.. ;)

 

 

ich würde folgendermaßen vorgehen...

 

- so eine kamera kaufen: http://www.ebay.de/i...=item51a73632ab

- kodak für weitere informationen kontaktieren. wenn ich jetzt schon auf die "richtige schiene" gerate (das ist meine meinung), möchte ich auf digitale hilfsmittel wie internet-foren verzichten.. reale gespräche sind eh angenehmer :)

 

 

dann bin ich auch nicht mehr so abgelenkt von der ganzen technik, sondern kann mich noch besser auf erzähltechniken und optische techniken (wie zahlreich bei spielbergs 35mm-erstwerk "Amblin'" zu sehen) konzentrieren. es wird sicher ein ganz anderes gefühl beim filmemachen und viel anspruchsvoller für mich.

 

 

 

p.s.: praktikum habe ich auch schon; bei einer international renommierten werbefirma. ein freund von mir kennt den chef, da hatte ich glück gehabt. ansonsten nehmen die nämlich keine schüler mehr. der chef hat da sehr schlechte erfahrungen mit uninteressierten gemacht. in den sommerferien darf ich sogar einfach so vorbeikommen und im oktober geht dann das betriebspraktikum los.

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Deine Ambitionen sind groß, aber das Budget ist klein. Für 150 Euro im Monat kommst du aber nicht sehr weit.

Das Budget das wir eingeplant hatten, überstieg das 10fache deiner Mittel und selbst da war sparen angesagt.

 

Nur mal zur Vetdeutlichung, 3 Minuten Super8 Kosten ohne Entwicklung knapp 45 Euro. Da ist noch kein verschnitt eingerechnet.

Bei 30 Minuten kommst Du schnell auf 345 Euro, ohne Ton, ohne Laborkosten, die in etwa 1:1 gerichtet sind.

 

Unser Kurzfilm (durch ein paar mitforenten verwirklicht) kostet bis jetzt an die 15.000 Euro, und das war bisher nur der Dreh, das Material und die Entwicklung. Kein Ton, keine Effekte, nichts...

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