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Hilfe Nitrofilm!


Alex35
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Hallo!

 

Habe heute einen alten Kurzfilm bekommen.

"Pyrex Feuerlöscher werbung"

 

Zulassungskarte von 1955 DDR.

 

Er ist nicht als Sicherheitsfilm gekennzeichnet!

 

Ich hab mal ein kleines Stück abgerollt und abgeschnitten.

Es entzündet sich blitzschnell und lässt sich nur mit seehr sehr viel kraft wieder auspusten. Die flamme ist grell gelb/orange bis rot !

 

Was soll ich jetzt machen?! Nitrofilm kommt mir nicht ins Haus!!!!!!

 

 

Edit: ew steht AGFA 341 UND 401 drauf

 

Gruß

Alex

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Hier 2 Fotos.

post-82010-0-58825000-1364229277_thumb.jpg

 

post-82010-0-49036900-1364229294.jpg

 

 

Ich frag mal im Bundesarchiv an und verlang vom Verkäufer mein Geld zurück!

 

Es seidenn jemand von Euch hat Interesse daran? aber wohl eher nicht.

 

 

Einfach abfackeln wär auch schade drum, wiel hald schöne Aufnahmen von der alten Feuerwehr mit den alten Fahrzeugen drauf sind....

 

 

 

Gruß

alex

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Hier noch ein kleines Video. Sorry für die Schlechte Quali, musste es erst konvertieren...

 

 

Nitrofilm.wmv

 

 

 

Hab jetzt beim Filmarchiv angefragt.

 

Wo soll ich ihn bis dahin lagern?

Ich hab ihn jetzt in eine Tüte und dann in die Blechdose gepackt, welche ich jetzt mit Kreppband verschlossen hab!

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Bin mir zu 99,890243% sicher, dass es Nitrofilm ist.

Bei Acetat würde ja auch ein Hinweis auf Sicherheitsfilm vermerkt sein und es würde nicht so blitzschnell verbrennen.

Auspusten konnte ich das kleine Stückchen erst biem 3ten mal, es hat sich immer wieder selber entzündet.

 

Polyester würde erst nach einer Zeit anfangen zu "schmoren" und dann zu brennen, bei Acetat dauert es auch eine weile.

Aber hier gings ratzfatz und bei dem Obigen Foto kam ich garnicht mehr dazu es zu versuchen zu löschen.

 

 

Wenn du glaubst es ist kein Nitro, kannst du Ihn gerne haben!

 

 

Gruß

Alex

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Bin mir zu 99,890243% sicher, dass es Nitrofilm ist.

Hi Alex,

 

da kannst Du gerne auf 100 aufrunden. Ist Nitrofilm, am Brennen erkennbar.

 

Entzündliche Grüße

 

Detlev

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Das Thema Identifizierung hatten wir doch gerade erst. Ich würde mal den im drittletzten Absatz beschriebenen Versuch unternehmen. Braucht die 35mm lange Probe mehr als 15 Sekunden, um abzubrennen? Obacht, ein Beweis ist das nicht, weder in die eine noch in die andere Richtung. Aber mal ein Anhaltspunkt.

 

http://www.filmvorfu..._40#entry185124

 

Was die Lagerung betrifft: keine Besorgnis, von allein entzündet sich die Rolle nicht, jedenfalls nicht bei Temperaturen unter 20°. Aber, natürlich, alles fernhalten, was Wärme entwickelt oder entwickeln könnte.

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  • 1 month later...

hallo noch mal braunbear ... Genau so brennt wie im viedo Nitro film.. Ich weiss nur nicht warum man jetzt son Cirkus macht meinen in meine Fall sagten viele hier wie kann er denn so was kaufen und nicht testen sondern auch noch projeziern ??? Also dann wird gekauft auf Teufel komm raus . Zumal es in dem Angebot hies das es Nirto Film ist aber man muss es haben und dann meckern . KOmisch aber so ist es hier im FOrum nun wenn Zwei das selbe tun.......braunbaer ,,,, Wie sagt man so schön ..Gebranntes Kind scheut keinFeuer viel spass mit DR .NITRO

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Hallo Braunbär!

 

Es hieß im Angebot, dass es sich wohl um Sicherheitsfilm handelt! Erst in seinem 2.Angebot, wo ich ihm ihm wieder zurückgeschickt hab hat er geschrieben, dass es Nitro ist.

 

2. Denkst du ich hol mir aus Jucks und Tollerei Nitro Film ins Haus?? ->NEIN

 

 

3. DIESES THEMA IST BEENDET

-> Thread darf gelöscht werden!

Danke

 

 

Gruß

Der Feuerlöscher

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Filmmaterial auf Nitratbasis fällt unter das Sprengstoffgesetzt!

Lt. meiner Informationen ist die Aufbewahrung in verschlossenen Behältnissen unbedingt zu vermeiden!

Gut verpackt in einem engen Behältnis entwickelt Nitrofilm eine verherende Explosionswirkung. Die Sprengkraft ist größer als mit Schwarzpulver.

Eine Selbstentzündung des Materials ist bereits ab 38° C möglich.

Aus diesem Grund sollte Nitrofilm um 8° - 12° C (Kühlschranktemperatur) und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 40% bis 45% gelagert werden. Hier ist die Gefahr der Selbstentzündung wohl am geringsten.

 

An dieser Stelle beschreibe ich eine Methode, wie sicher festgestellt werden kann, ob es sich um Nitrofilm handelt:

Um sicher festzustellen, ob es sich um Nitrat-, Acetat- oder Polyesterfilme handelt, muss nichts angezündet werden.

In ein "Reagenzglas" für 100 ccm Flüssigkeit oder in ein entsprechend hohes Glasgefäß wird ca. 250 ml Trichlorethylen gefüllt. Trichlorethylen ist in der Apotheke erhältlich.

Anschließend wird ein (ganz kleines!) Stück vom Film abgeschnitten (ca. 2 - 3 mm²) und in das mit Trichlorethylen gefüllte Gefäß fallen gelassen.

Sinkt es zu Boden, handelt es sich sicher(!) um Nitratfilm. Acetat- und Polyesterfilme schwimmen an der Oberfläche.

 

Wichtig! Bei jedeweden Arbeiten mit Trichlorethylen sind entsprechende Unfallverhütungsvorschriften einzuhalten. Da Trichlorethylen wasserschädigend ist, sollte genutztes Material zwecks Entsorgung der Apotheke übergeben werden. Hautkontakt ist in jedem Fall zu vermeiden.

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Ich glaube, TriChlorEthylen ist viel gefährlicher als das testweise Anzünden eines Filmstücks ;-)

 

Die Flamme ist recht eindeutig und es verbrennt in überschaubarer Zeit, da 'verpufft' auch erstmal nix spontan, wie man es von Sprengstoffen vermuten würde, es reicht also auch ein winziger Abschnitt. Dass man dabei die Rolle Restmaterial nicht direkt daneben liegen lässt, ist die Erwähnung jetzt albern?

 

 

Und vielleicht ist es auch einfach unabhängig von der Frage 'Nitro oder nicht' interessanter zu wissen, ob das Material selbstverlöschend ist oder ob es weiterbrennt. Dagegen ist die Erkenntnis, ob es in TriChlorEthylen untergeht oder nicht ja eher akademisch. Naja, im Zweifelsfall macht man beides. Je nach Eindeutigkeit. Es gibt ja immer wieder Überraschungen. Vielleicht ist der Film merkwürdig beschichtet oder anderweitig bearbeitet, was beide Tests verfälschen könnte.

 

- Carsten

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Was Trichlorethylen betrifft, ist das Zeugs so gemeingefährlich, dass sich die Hersteller in der Europäischen Union freiwillig darauf verpflichtet haben, dieses nur an gewerblicher Abnehmer und nur unter der Voraussetzung abzugeben, dass ein geschlossener Verarbeitungskreislauf nachgewiesen wird. Insoweit mag ich auch nicht wirklich glauben, dass man T. noch in der Apotheke erhält (der Text von Klaus Kramer, auf den sich @mibere vermutlich bezieht, stammt vom Mai 2009 und ich hätte meine Zweifel, ob er insoweit noch aktuell ist. Aber das ließe sich ja ab Dienstag - bei normalen Apothekenöffnungszeiten - im Feldversuch testen ... ;)

 

Unabhängig davon halte ich die Betrachtungsweise insgesamt für akademisch. Weder hat man Vorführern früherer Zeiten Brandversuche nahegelegt (im Gegenteil: die alten Handbücher für Filmvorführer wiesen immer wieder darauf hin, dass derartige Experimente strikt zu unterlassen seien), noch erwartete man, dass sie im Bildwerferraum mit Chemikalien zur Bestimmung der Sinkgeschwindigkeit hantierten (Filmstücken auf Diazetatbasis bleiben übrigens, anders als Triazetatfilme, nicht an der Oberfläche, sondern sinken etwa bis auf die Mitte der Glasmensur). Es gab vielmehr - festgelegt durch das Sicherheitsfilmgesetz vom 11. Juni 1957 (für die Bundesrepublik Deutschland) bzw. durch die zugehörige Verordnung vom 17. Dezember 1958 - eindeutige Kennzeichnungspflichten für Laufbildfilme auf Sicherheitsmaterial. Fehlt die Kennzeichnung, ist das Material als leichtentzündliches Nitromaterial zu behandeln. Einfacher geht es nicht - und diese Regel sollte man zu seinem eigenen Sicherheitsbedürfnis auch heute noch unverändert so anwenden ...

 

(Der T-Test ist im Grunde nur für Archive interessant, die über Planfilm-Sammlungen verfügen. Denn Planfilme fielen nicht unter die Kennzeichnungsverpflichtung nach dem Sicherheitsfilmgesetz, so dass man in der Tat in diesem Falle um einen Test nicht herumkommt.)

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Wir machen bei uns recht oft Führungen und erläutern z.B. die Feuerschutzklappen. Zu Demonstrationszwecken hatte ich mir schon oft gewünscht, das Verbrennen eines kleinen Stückchens Zelluloid/Nitro unter Wasser demonstrieren zu können (z.B. im Einmachglas o.ä.).

 

Vor geraumer Zeit hatte ich mir schonmal von einem Tischtennisclub etliche kaputte Tischtennisbälle besorgt, denn angeblich werden gute Bälle immer noch aus Zelluloid hergestellt, wegen der speziellen elastischen Eigenschaften. Nun, die brennen zwar, aber leider nicht unter Wasser, respektive, sie entzünden sich auch nicht wieder, wenn man sie aus dem Wasser holt.

 

Das gleiche musste ich jetzt 'leider' auch mit echtem Nitrofilm feststellen, ein Stückchen von einem Audiotestfilm von einem Forumkollegen brennt zwar Nitro-typisch, aber verlöscht unter Wasser sofort. Ich vermute, es bräuchte zu einer 'handfesten' Demonstration solcher Eigenschaften einfach mehr Material, vermutlich auch auf Rolle gewickelt. Vor Publikum in geschlossenen Räumen ist mehr als 1-2cm2 natürlich nicht angesagt.

 

Spielt der Silbergehalt da vielleicht auch eine Rolle? Der Audiotestfilm ist natürlich 'voll dicht'.

 

 

- Carsten

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