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50 Jahre "Kino International" - schwache Vorstellung


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N'Abend,

 

die Berliner werden's schon alle mitbekommen haben: Das International feiert demnächst Geburtstag. Die Yorck-Gruppe hat sich ein phänomenales Programm überlegt, nachzulesen auf der Yorck-Seite:

 

http://www.yorck.de/yorckplus/veranstaltungen/show/1075

 

http://www.yorck.de/yorckplus/veranstaltungen/show/1072

 

Peinlich genug, dass man es zum "goldenen Jubiläum" nicht einmal schafft, IRGENDETWAS in 70mm zu zeigen. Ich unterstelle einmal, dass man sich hier nichtmal bemüht hat. Schließlich gäbe es in Berlin lagernd mehr als 1 Breitfilmkopie. Oder sollte ich irren?

 

Oder sollte das International etwa garnicht mehr in der Lage sein, jederzeit 70mm zu zeigen...?

 

Fragen über Fragen!

 

Wartet auf den ersten Stein:

 

Sascha

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Ob nun UP 700 oder DP 70 mit oder ohne Teller ist doch hier nicht das Entscheidende - geht nun noch 70mm-Filmprojektion oder nicht ? Kann nicht einfach mal ein Berliner Kollege dort anklopfen und nach

Aber bitte seinen Kopf schütteln! ;-)     SCNR und Gruß   Salvatore

Klaro. Das Kino International ist ein musterhaftes Beispiel dafür, wie man eine Freifläche dem Filmgeschäft widmet. Unter vorgeblich antikapitalistischen Voraussetzungen zwar, aber das kann uns aus h

Oder sollte das International etwa garnicht mehr in der Lage sein, jederzeit 70mm zu zeigen...?

 

Seit sich das INTERNATIONAL nicht mehr am jährlichen Denkmaltag im September beteiligt (einschließlich obligatorischer BWR-Besichtigung), kann man sich nicht mal mehr davon überzeugen, wie es vor Ort aussieht ... :(

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So wurde auch das DELPHI durch Jubiläumsvorstellungen im Ansehen geschwächt.

Seit 30 Jahren gibt es darüber einen Dissens mit der Zentrale der Yorck.Gruppe, die ihre Deutungshoheit in der Programmierung missbraucht.

 

Und der Moderator Elstermann erinnert mich an einen Büttenredner.

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N'Abend,

 

die Berliner werden's schon alle mitbekommen haben: Das International feiert demnächst Geburtstag. Die Yorck-Gruppe hat sich ein phänomenales Programm überlegt, nachzulesen auf der Yorck-Seite:

 

http://www.yorck.de/...ungen/show/1075

 

Also ich finde das Programm sehr interessant und zur Geschichte des Hauses und des Standortes passend. Wolfgang Kohlhaase (SOLO SUNNY und SOMMER VORM BALKON) kann man IMHO nicht oft genug als einen der besten Drehbuchautoren des deutschen Kinos "feiern".
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Das sei gar nicht in Frage gestellt. Trotzdem bleibt - nur bei mir? - ein wenig das schale Gefühl, als sei zumindest ein Teil der Vergangenheit ausgeblendet. Was übrigens nicht nur 70mm betrifft.

 

Aus der Selbstdarstellung des INTERNATIONAL: "Hier besuchten Ulbricht und Honecker Filmpremieren, sang der "Oktoberklub" politische Lieder, wurde Solidarität mit Nicaragua demonstriert und der Tag der Republik pompös gefeiert." - Als (ehemaliger) West-Berliner könnte ich damit ganz locker umgehen. Nur: wo sind die Bezüge der Gala-Veranstaltung ... ?

 

http://www.yorck.de/yorckplus/veranstaltungen/show/1072

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Also da sind einige Filme dabei die ich gerne mal wieder im Kino gesehen hätte. Insbesondere "Solo Sunny" und "Coming Out". Ich hätte auch nix dagegen mal "Drei Hasselnüsse..." im Kino zu sehen. Allerdings stimmt es schon das ruhig ein 70mm-Film dazugehört hätte.

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70mm ist im Kino International ein eher zweifelhafter Genuss.

Darüber hinaus machen sie zwischen Werbung und Hauptfilm nicht mal mehr den Vorhang zu.

Woran das wohl liegt? Ist das TMS überfordert? Ein Schelm wer, böses dabei denkt.

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Die Kaschierung war bereits während der sogenannten Retrospektive "Bigger than Life" nicht mehr auf Höhenpositon von 2,2 : 1, so wie ich noch in 1990 dort Veranstaltungen machte.

Alles lief auf etwa 2.39 : 1, sozusagen 4-Perf-70mm-Projektion (d.h:: der Bildinhalt, der sich über das 5 Schaltloch erstreckt, wird unterschlagen)

 

Sogenannte Verantwortungsträger, IFB / SDK einbezogen, haben in Berlin solche Zustände immer heruntergespielt. Personelle Konsequenzen hatte das nie.

 

Leute, die was Anderes machen wurden, wurden stattdessen diskriminiert.

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70mm ist im Kino International ein eher zweifelhafter Genuss.

 

In jedem gerade gebauten Kinosaal wirkt eine 70mm Filmprojektion nicht wie ein Panoramabild.

Dieser Saal wurde von Grund auf für das 70mm Bildformat geplant.

Selbst CinemaScope wirkt hier besser.

 

PS Der schwarze Bereich an der Bildwand ist das 70mm Bild.

 

2cdaba1.jpg

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Hmm. Nur mal so in den Raum gestellt: Eigentlich hatte der Thread mit einer einfachen Frage begonnen. Sind wir jetzt bei einem allgemeinen INTERNATIONAL-bashing angekommen? War irgendwie nicht die Absicht ...

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Klaro.

Das Kino International ist ein musterhaftes Beispiel dafür, wie man eine Freifläche dem Filmgeschäft widmet. Unter vorgeblich antikapitalistischen Voraussetzungen zwar, aber das kann uns aus heutiger Sicht nur von Nutzen sein.;) Eine Geschichte des Kino International kann aber nicht allein von dem eigentlichen Ort handeln, sondern sollte die architektonische Intention der Stadtplanung in der Hauptstadt der DDR thematisieren, vulgo: "Und was ist mit dem Kosmos?"

Sonst ein großer Wurf, zweifelsohne.

LG

Dieter

 

P.S.: Interpunktion ist meine Sache nicht.

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Ein Bashing weniger des Kinos an sich und engagierter Mitarbeiter ist zielführend, sondern Schelte uninspirierter Entscheidungsträger in den Büros und Verwaltungen der genannten "Veranstalter".

Die "Prügel" endet auch sogleich, wie Massnahmen zur Wiederherstellung historischer Aufführungen getroffen werden, aber auch Dokumentationen zum Jubiläum herausgebracht werden, die eine seriöse Recherche vorbedingen (Interviews mit Zeitzeugen und früheren Mitarbeitern, Archivrecherchen und Fotodokumentationen, Anstrengungen bei Filmarchiven und Filmwissenschaftlern), um ein der Intention und Geschichte des Hauses angemessenes Programm zu realisieren.

Dabei kann gerne Hilfe geleistet werden, wenn überhaupt ein Verständnis dafür vorliegt, dass derartige Ansprüche zur Herausschälung der Corporate Identity überhaupt als "notwendig" erkannt sind.

 

***

 

Ja, die Synopse zum KOSMOS ist sehr interessant. Eben so auf Westberliner Seite die Gegenüberstellung ROYAL PALAST und ZOO PALAST.0

Und auch ein Ausflug nach Dresden zum Prager Platz, an dessen noch unverbautem Zustand sich das RUNDKINO / KINO AN DER PRAGER STRASSE einst wie ein gelandetes Ufo positionierte und somit den Anspruch repräsentativer anstelle merkantilistischer Grund- und Boden-Gestaltung demonstrierte, verspricht Spannung.

 

Das KINO INTERNATIONAL hatte zwar ein reichhaltiges 70mm- und auch Reprisenangebot bis zum Fall der deutsch-deutschen Grenze. Baulich, akustisch und wahrnehmungsphysiologisch stösst es aber an Grenzen.

Wunderbar passend wäre MY FAIR LADY dort vorstellbar (galt dort als eindrucksvoller als bei seiner zumindest technisch überragenden, nahezu vollkommenen Präsentation zur Premierenzeit im Westberliner DELPHI FILMPALAST AM ZOO). Jedoch würde ich Epen wie KHARTOUM, BOUNTY, 2001, DIE BEFREIUNG, ODYSSEE IM WELTRAUM, KRIEG UND FRIEDEN, GRAND PRIX, EL CID, UNTERGANG DES RÖMISCHEN REICHES oder BLADE RUNNER, INDIANA JONES oder ALIEN 3 lieber im KOSMOS oder im ROYAL PALAST dauerhaft aufgehoben wissen - wenn es diese Theater denn noch gäbe.

 

Eine leichte Neigung zum Kitsch ist dem KINO INTERNATIONAL nicht völlig abzusprechen. Die Nachahmung der sowjetschen Vorbilder wie etwa des ROSSYA wirft Fragen zu einer konsequenteren Architektur auf, die mithin denkbar gewesen wäre.

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@Cinerama: Das "International" war ein Kino für und in der DDR. Allein von daher verbieten sich alle Synopsen oder sonstwas mit Westberlin. Und schon völlig mit einigen von dir genannten Filmen. Die heutigen Betreiber werden sicherlich auch ohne deine, an Bedingungen geknüpfte, Unterstützung leben können. Wie gesagt, ein 70mm-DEFA Film oder ein entsprechender Film aus der SU Produktion hätten die Eigentümer ruhing reinnehmen können. Ansonsten finde ich das Jubiläumsprogramm der Geschichte des Hauses angemessen.

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@Cinerama: Das "International" war ein Kino für und in der DDR. Allein von daher verbieten sich alle Synopsen oder sonstwas mit Westberlin. Und schon völlig mit einigen von dir genannten Filmen. Die heutigen Betreiber werden sicherlich auch ohne deine, an Bedingungen geknüpfte, Unterstützung leben können. Wie gesagt, ein 70mm-DEFA Film oder ein entsprechender Film aus der SU Produktion hätten die Eigentümer ruhing reinnehmen können. Ansonsten finde ich das Jubiläumsprogramm der Geschichte des Hauses angemessen.

Warum die Verbote?

Vergleiche tabu?

 

Dabei ist das alles mehr als spannend, als dass man es vergessen sollte:

Höchststände der Ingenieurskunst, VEB Kinotechnik ab 1953/VEB Filmtheaterchnik ab 1964, Technik-Abteilung bei Progress-Filmverleih und die DEFA-Zentralstelle für Filmtechnik so wie die Fachzeitschrift "Bild und Ton" nebst den Ausbildungsstätten u.a. in Langenau könnte man vergleichen mit den westdt. Firmen FTT, KInoton, den Fachzeitschriften Filmtechnik / resp. Film- und Kinotechnik, dem DIN-Institut nebst den Ausbildungsstätten u.a. in der Landesbildstelle.

 

Eine Handvoll von mir genannter Filmtitel aus Westberliner Einsätzen (konkret INDIANA JONES, 2001, BLADE RUNNER, BEN-HUR) ziehe ich aber zurück: sie sind schlechte Beispiele .

 

Das KINO INTERNATIONAL aber, wie oben gefordert, allein auf DEFA- und SU-Einsätze zu beschränken, ist eben so falsch.

Mit dem damaligen Chefvorführer Herr L. seit Eröffnung hatte ich die Gelegenheit des Kennenlernens und war so weit gut befreundet, als dass sämtliche Einsatztermine etwa auch von 70mm-Filmen Aufschluss über das vielseitige Spektrum eröffneten, inkl der Laufzeiten. Ab da an fing man an zu vergleichen.

Sprach man mit der Ikone der KInotechnik. Kurt E., etwa über die Einsatzpraxis von Spezialformaten seit Anfang der 1960er Jahre, fielen auch kritische Worte - hier weniger über die Güte der Kinotechnik als die der DEFA-70-Produktion. Man kann dies auch bei Ralf S. von der DEFA an Einzelbeispielen erfahren.

Demgegenüber sollte gesagt werden, dass das Wartungsprogramm und die Einhaltung der Standards bis zuletzt in der DDR, Materialknappheit nicht unerwähnt lassend, m.E. konsequent durchgeführt wurde, während in des Westzonen sich Willkür breitmachte.

Ausserdem finde ich die Bildgestaltung sowjetischer Breitwandfilme weitaus überlegter und fortgeschrittener als die der westlichen Breitwand- oder Panorama-Produktionen, die teil in der Ästhetik von 1930 ("The Big Trail") verharren.

 

 

Wenn das jetzige Festprogramm "angemessen" sein soll (wie obenstehend bescheinigt), können wir ja den Thread schliessen und stattdessen BILD-Zeitungsreportagen verbreiten? ;-)

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Wie man in der Mobilversion des Forums auf einen bestimmten Beitrag antwortet, muss mir gelegentlich nochmal jemand zeigen. - Anyway, Dank an @TomCat für die Richtigstellung; wobei ich jetzt grübele, ob ich einfach zu früh ins diesjährige Programm des Denkmaltages geschaut habe oder altersbedingten Wahrnehmungsschwierigkeiten unterliege ... ;)

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Hallo.

Also als 70mm-Show würden meiner Meinung nach passen:

Goya

Eolomea

Der schweigende Stern

Hauptmann Florian von der Mühle

Die rote Kapelle ;)

Das DEFA 70-Showreel

Signale - Ein Weltraumabenteuer

Du bist min

Die Kopien dürften über Progress/Bundesarchiv auch verfügbar sein.

MfG

Dieter

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Zwischenzeitlich nicht mehr Progress, sondern SDK via DEFA.Stiftung mit Ausleihbeschränkung seitens BArch.

***

Was Russisches:

allen vorn der Eröfnungsfilm! Nämlich "Optimistsche Tragödie".

Ferner auch: "Sterne verlöschen nie", "Tscherkassen-Rache", "Unser Marsch", "Sujet für eine Kurzgeschichte", "Der weisse Vogel mit dem schwarzen Fleck", "Tschaikowski", "Verzauberte Desna", "Der Schneesturm", "Der heisseste Monat", "Schwanensee", "Junge Leute", ""Katerina Ismaiova", "Höflichkeitshalber und...", "Kopfgeld für den Aufrührer", "Am Himmel nur Mädchen", "Der falsche Schwur", "Bela - Tragik einer Liebe", "König der Berge und andere", "Lenin", " "Blockade", "Blaues Eis", "Sie kämpften für die Heimat", "Soldaten des Volkes", "Soldaten der Freiheit", "Der Direktor", "Dersu Uzala", "Der geheimnisvolle Mönch", "Parade der Artisten", "Newa", "Das Zigeunerlager zieht in den Himmel", "Sterne verlöschen nie", "Dornröschen", "Die Befreiung 1 - 5", "Krieg und Frieden 1- 4", "Der Reiter ohne Kopf", "Entscheidung am Felsental", "Stereo 70".

 

Grosse Erfolge - allesamt in 70mm.

 

So könnten Jubiläums-Festivals mehr zeigen als das, was man schon aus dem Fernsehen kennt.

Unterstellung; "Spur der Steine" und "Solo Sunny" sind 2013 wirklich keine Entdeckungen.

Aber das ist auch nicht Absicht einer solchen auf den Weichspüleffekt zielenden Veranstaltung.

 

Nur nicht anecken und bloss nichts riskieren, kann man dem Spielplan entenehmen.

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Schöne Aufstellung ... Würde ich auch gerne sehen, einige der genannten Titel haben wir schon gezeigt, aber auch noch viel Unentdecktes dabei.

 

Kleiner Hinweis: Die "International" Feier ist ja schon eingetütet, veröffentlicht und da biste einfach zu spät mit Deinen Weisheiten und Ratschlägen. Aber da ja bekanntlich nicht aller Tage Abend ist, spuck' doch mal in die Hände und lass es so richtig in Berlin krachen mit 'nem 70mm Specialsonderjubiläumsprogramm. Warum sollen das denn immer die Anderen machen ... Du kannst das besser!

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Wenn das jetzige Festprogramm "angemessen" sein soll (wie obenstehend bescheinigt), können wir ja den Thread schliessen und stattdessen BILD-Zeitungsreportagen verbreiten? ;-)

Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, mein Geschmack wurde getroffen. Und wenn ich in Berlin wäre, würde ich mir sicherlich den Einen oder Anderen Film antun.Und ich denke vielen in der DDR aufgewachsenen wird das Programm auch gefallen. Und das ist das wichtige.
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