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A.E.Kinotyp

Polyester

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Es wäre von interesse für mich zu wissen, wann Polyester in deutschland bei Filmkopien zum Einsatz kam.

 

Wann wurden nur noch Filme auf dieses Material kopiert?

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Die Beantwortung dieser Frage übersteigt meine Lust zu guugeln. Anfrage bei etablierten Filmverleihern, vielleicht kennst du ja jemanden etwas näher, liefert wohl mehr Angaben. Eastman-Kodak hatte in den 1990ern die Umstellung auf PETP vorangetrieben, entsprechend war ja die Übergangszeit, bis vor etwa sechs Jahren Triacetat fast verschwunden ist. Um 2002 war der Markt etwa halb-halb, aber das ist eine subjektive Schätzung.

 

Zur Ergänzung: Die ersten Polyesterfilme waren schwarzweiß und kamen von DuPont, 16 mm, 1950. 1955 stieg Eastman-Kodak mit einer Lizenz auf Cronar ein, nannte es Estar, beschichtete es für Grafik- und Druckvorlagenmaterial. In den 1960ern wurden die ersten Farbmaterialien auf Polyester fabriziert, auch in 16 mm und in einigen Fotografie-Formaten. Ich habe eine 16-mm-Estar-Farbkopie mit Lichtton aus den frühen 1970ern. Es wurde auch recht dünnes Polyester verwendet, bis 0,038 mm hinab, für Luftaufklärungsfilme. Daneben dickes Polyester für Planfilme.

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35mm Polyester-Kopien gab es in D schon zu AVIS-Zeiten ( Koschella) Anfang der 80er,

"Chinesen" und Hardcore, besonders bei kleineren Verleihern.

Viele Kopien kamen vom Arri-Contrast

Kopierwerk in Berlin.

 

Aber das Material war türkisch, da ja irgendwie "unkaputtbar".

Wenn sich da etwas im Projektor "aufstaute", hatte das

eine echte "Sprengkraft".

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Die älteste 35mm Polyesterkopie die ich bisher angetroffen habe war eine Kopie von LA BOUM 2 von 1982. Deutsche Synchronfassung.

Gruß, Florian

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Wann wurden nur noch Filme auf dieses Material kopiert?

 

Das ist keine einfache Frage.

Etliche Filme von der UIP waren in den Neunziger Jahren noch auf Triacetat Basis kopiert worden.

The Lost World Jurassic Park, Mäusejagd und noch einige andere Filme auch.

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Wenn ich mich so an meine kinotechnischen Lehr- und Wanderjahre erinnere, waren die ersten Polyesterkopien bei uns in Österreich die Beate Uhse Produktionen. "Virginia, willig und geil", bei dem hatte ich sogar eine Panne: die untere Spule wickelte nicht auf, beim Öffnen der Trommel, um nachzusehen, woher das komische Geräusch kommt, schwappte ein Dreiviertelakt heraus. Normalerweise: leere Spule rein, abreissen, Rest auwickeln und Filmhaufen langsam aufdröseln. Hier aber: Mist, reisst nicht! "Max, die Schere!!!". Freund Max: "hä, wozu brauchst a Scher?" - "POLYESTER!!!"

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Wann wurden nur noch Filme auf dieses Material kopiert?

 

Irgendwann Mitte der 2010er-Jahre gab es von allen drei Filmherstellern farbiges Print-Material nur noch auf Polyester-Basis. Schwarz-weißes Print-Material wird bis heute von Kodak auch auf Azetat-Basis angeboten.

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"Aber das Material war türkisch, da ja irgendwie "unkaputtbar".

 

SORRY, es muß natürlich tückisch heißen !

 

Auch wenn Herr Erdogan zur Zeit öffentlich behauptet,

nicht Kolumbus habe Amerika entdeckt, sondern

schon viel früher die Muslime :shock1: ,

so sind die Türken nicht für

jedes Malheur zuständig...... ;-)

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So ab 1994 gabs die vermehrt im Verleih, soweit meine Erinnerung aus den Anfängen meiner Open-Air Kinotechnik, Da hatte ich immer wieder Einstellerei an der Tonoptik wegen der verschiedenen Schichtdicke des Trägers Aceta zu Polyester.

Jens

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Wenn ich mich recht erinnere, wurde uns in der DDR "Die Kaktusblüte" 1974 als erster Film auf Polyester angeliefert ( Filmstart BRD war bereits 1969). Das geschah ohne "Vorwarnung" - uns viel lediglich auf, das die Filmwickel seitlich durchscheinend waren, währenddessen Acetat seitlich schwarz und lichtundurchlässig ist. Der Kufendruck an der "Dresden" mußte etwas erhöht werden (Samt-Holz) und das Laufgeräusch war wesentlich ruhiger - man hörte fast nur noch das rauschen der Kühlluft. Skipper

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