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IngoR

TK35 Tonoptik auch mit Fotodioden nutzen?

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Hallo,liebes Forum,

mein Name ist Ingo Rosenblath und ich habe mich hier angemeldet weil ich zu einer TK35- Anlage gekommen bin, die jetzt wieder hergerichtet werden soll. Mit 16mm-Technik habe ich bereits einige Erfahrungen.

Eigentlich habe ich ja zwei Anlagen gekauft, weil in unserem Verein, dem Thüringer Elektromuseum Erfurt e.V., zwar schon diverse 35mm-Projektoren vorhanden sind, aber eben meist nur ein Projektor pro Typ und die TK35 hat halt ganz gefehlt hat. Außerdem war der Preis für das Gesamtpaket auch recht fair. Die Geräte sind wahrscheinlich im Juni 1990 das letzte Mal gelaufen (auf alle Fälle seit 1993 nicht mehr), der Zustand ist gut, aber halt etwas Patina.... Der Plan ist jetzt, zwei Projektoren spielfähig zu machen (so, dass man auch Kopien mit Stereoton und Cyan-Tonspur brauchbar wiedergeben kann) und die anderen beiden Geräte als museuale Geräte wieder möglichst nah an den Originalzustand zu bringen (einer davon hat auch noch die Pressler-Zelle drin).

Inzwischen habe ich dank diverser Beiträge hier einen Projektor wieder voll funktionstüchtig und gewartet. Er ist mit einer Fotodiode ausgerüstet und auf 36V/400W Halogenlampen umgerüstet. Nachdem alles geschmiert, geölt und gewartet ist, sind auch schon einige Trailer durch den Projektor gelaufen und ich bin soweit zufrieden. Ich habe nix geschreddert und der Bildstand ist okay.

Ich habe mir auch die Beiträge zum Umbau auf Stereoton angesehen, aber bekomme ein mulmiges Gefühl, wenn die Fotodioden fast am Film schleifen müssen und man da noch justieren soll.

Jetzt meine eigentliche Frage: Warum nicht die Tonoptik nutzen? Damit kann man den Spalt/die Tonspur schön nach oben projezieren, die Fotodioden oberhalb der Tonrolle platzieren, gut justieren und mit der Optik auch sehr gut scharf stellen. In dieser Lage sollte auch das Abschirmen des Projektionslichtes kein Problem sein. Denke ich hier zu naiv, oder warum nutzt niemand die Tonoptik weiter?

Wer kann mir einen Rat geben?

Gibt es jemanden im Raum Erfurt/Thüringen, der uns vielleicht noch ein paar Tipps geben kann?

Ich freue mich auf die Antworten.

Viele Grüße aus Thüringen

Ingo

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Moin,

schön, dass du die TK wieder zum laufen gebracht hast. 

Zuerst würde ich mir überlegen, ob es denn wirklich unbedingt Stereoton sein muss. Letztendlich geht es bei der TK um mobile Einsätze. Stereo-Umbauten sind nur dann sinnvoll, wenn man anschließend auch einen Dolby-Prozessor, sowie ein entsprechendes Lautsprecher-Setup hat. Und ein 5.1-System hat man unterwegs eben nicht unbedingt dabei. 

Bei mobilen Einsätzen klingt ein zentral angebrachter guter Mono-Lautsprecher idR besser als zwei Stereo-Speaker. 

Wir haben hier gerade eine Veranstaltung mit einem frisch überholten TV20-Verstärker und dem Original-Lautsprecher durchgeführt. Der Ton war so gut, dass hinterher die Leute gefragt haben, ob das wirklich 60 Jahre alte Technik ist. 

Wenn es wirklich Stereo sein muss, wirst du die beste Kanaltrennung nur dann hinbekommen, wenn die Zelle direkt hinter dem Film ist. Möglicherweise kann man hier auch Zellenhalter von anderen Tongeräten adaptieren, so dass man die Zellenlage präzise einstellen kann. Die Stereozellen von der Ernemann 9/10 oder vom Klangfilm Europa müsste man eigentlich passend bekommen. Ansonsten hatte MichaelB hier mal eine Zusammenstellung zu verschiedenen Umbauten gespostet. 

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Hallo Thomas,

erst einmal danke für deine Antwort. Nein, es muss natürlich kein Stereo sein. Zu den TKs waren keine originalen Lautsprecher vorhanden und nur ein PRÄCITRONIC-Transistor-Verstärker dabei. Den habe ich gleich ins Depot vom Museumsverein gebracht. Ich habe jetzt schon mehrfach erfolgreich für Veranstaltungen im kleinen und mittleren Rahmen die Kombination aus einem kleinen Verstärker SV210 (2x 10Watt) und einem Vermona-Gehäuse mit 2 Stück  L 3401 (12,5W) genutzt. Das macht mehr als genug Krach und klingt dabei erstaunlich gut.

Genau dieses Problem mit der Zelle direkt hinter dem Film möchte ich mit der Tonoptik ja umgehen. Wichtig ist mir dabei auch Cyan-Tonspuren mit brauchbarer Qualität wiederzugeben. Nutzt ihr als Lichtquelle rote LEDs oder die originalen Tonlampen?

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Sowohl als auch... eine Zeit lang gab es die TKs ja quasi hinterher geworfen. Somit habe ich eine Garnitur mit originalen Tonlampen und Presslerzelle und eine Garnitur mit 3W-Luxeon-LED. 

Für die Cyan-Tonspuren brauchst du LED oder Laser, unabhängig von der Zelle. @Jensg hat auch mal mit IR-Sperrfiltern experimentiert. Kinoton hatte mal eine ähnliche Lösung im Angebot. 

Meinst du mit "Tonoptik" eigentlich das Tonobjektiv am Projektor oder das kleine Objektiv zwischen Filmbahn und Fotozelle?

Mit dem 4301 liegst du gar nicht schlecht. Die kamen zusammen mit einem L3060PB in den neueren Boxen ab ca. 1975 zum Einsatz. Der Präciton10 ist der dazu passende Verstärker, der für damalige Verhältnisse schon recht brauchbar klingt. 

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Die Tonoptik wird doch selbstverständlich weiterbenutzt. Sie dient doch dazu den Lichtspalt auf die Tonspur zu projezieren, nicht umgekehrt. Die Zellen/Dioden müßen schon wegen der Kanaltrennung sehr na an der Tonspur sitzen. Und wenn die Schwungmasse nicht eiert kommt der Film auch damit nie in Berührung. Ich habe sogar schon ein Stück Plaste als Blende zwischen den Dioden gesehen, bis ein paar Zehntel vor der Tonspur, wegen der Kanaltrennung.

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Mit der Optik meine ich das kleine Objektiv, dass zwischen der Filmbahn und der Fotozelle sitzt. Bei den Umbauten auf Fotodioden, die ich bisher gesehen habe, wurde dies immer entfernt und an deren Stelle die Halterung für die Fotodioden gebaut. Ich habe die Optik aber mal an die Halterung geschraubt und sie projeziert ein wunderschönes Abbild der Tonspur in etwa 2cm Entfernung. Dort würde ich die Fotodiode/Fotodioden anbringen wollen. Ich verspreche mir damit über das Objektiv optimale Justagemöglichkeiten, zumal man dann das Abbild der Tonspur auf der Zelle optimal scharf stellen kann.

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Hallo Ingo,

Ich kann Dir eine Möglichkeit des Umbaus bieten, mit er Du sowohl alte, silberhaltige, als auch neuere Cyantonspuren ohne irgendwelche zwischenzeitliche Umbauarbeiten mit sehr guter Monoqualität wiedergeben kannst. Die originale Tonlampe incl. Optik bleibt dabei erhalten - nix mit Rotlicht, Pegel Vor-vorverstärker und andere Provisorien.

Bei Interesse bitte PN

 

Grüße aus Freital

Uwe

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