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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben

Hallo Jens,

bei diesem Thema kann ich leider nicht mithalten. Du berichtest aus langjähriger beruflicher Erfahrung und Praxis mit den unterschiedlichsten Projektoren. 

Ich dagegen habe mich als Privatperson (und natürlich entsprechenden Kontakten in professionelle Richtung), ein wenig selbst in die Materie hineingearbeitet.

Ich habe zwar schon vor über 30 Jahren eine B8B besessen, das war allerdings nur für kurze Zeit. Bei dieser Maschine war nichtmal ein Hilfsspiegel montiert und das Bild auf der Leinwand war für einen vertikalen 900 Watt Xenonkolben wunderbar. Vielleicht sind die einfachen optischen Systemkombination am besten. Lichtquelle, Spiegel, einfach aufgebautes Objektiv. Je mehr Modifikationen hinzukommen umso komplizierter wird die Einstellung.

(und die Suche nach dem Fehler wenn's nicht klappt).

Da muss man kein großer Fachmann sein um das zu verstehen.

Deswegen kriege ich doch schon etwas Bauchschmerzen wenn ich daran denke, dass auch bei meinen beiden Maschinen durch den Neuaufbau bald, wenn ich soweit bin, "alles" neu eingestellt werden muss.

Geschrieben

Das ist weit weniger arg, als du befürchtest. Eine Grundeinstellung muß zuerst durchgeführt werden, alles andere richtet sich dann danach.

 

Sofern du nicht beabsichtigst, Vollbildstummfilme zu spielen, geht es darum, die Beleuchtungsoptik und die abbildende Optik auf die Mitte des Lichttonbildes* zu stellen. Diese Achse soll nach Norm 18,75 mm von der Anlage für den Film (auf der rechten Seite) entfernt sein. Ein Stück Polyesterfilm, auf dem du mit Lineal und Reißnadel in diesem Abstand von der Kante eine Marke angebracht hast, spannst du in den Filmkanal ein (ohne Berührung mit der Schaltrolle).

 

Die Grundeinstellung ist allerdings Parallelität zwischen Film und Bildwand. Wenn die nicht in wenigstens einer Richtung gegeben ist, hast du windschiefe Projektion, das heißt nie ein ganzflächig scharfes Bild. Um das zu sichern, müßtest du auf Objektive f/2  . . .  f/3 zurückgreifen. Gerade CinemaScope zeigt, wie heikel die Geometrie werden kann.

________________________________________________________

 

*Das Bild auf CinemaScope-COMMAG-Kopien mit Perforationstyp AC soll 17,97 mm von der (rechten) Bezugskante entfernt sein.

Geschrieben

Ist nicht so tragisch, die vertikalen Blöcke von Bauer passen eigentlich ganz gut. Wichtig ist die 'plane' Einstellung des Objektivhalters. Beim Schwenkhalter ist die Anschlagschraube von unten gesichert, und meist auf den Lack eingestellt gewesen. Den schlägt es mit der Zeit weg, und dann steht das Objektiv leicht schief. Also so vorgehen.

Bildtüre aushängen, Filmbahn im Halter lassen. Schwenkhalter zu, Objektivtubus bis zur Filmbahn schieben, jetzt müsssen beide Seiten des Tubus auf der Filmbahn aufliegen. Meist ist zum Projektorkopf hin ein kleiner Spalt. Anschlagschraube leicht herausdrehen, bis der Spalt weg ist, klemmen, fertig ist die Parallelität Film zum Objektiv.

Jens

  • Like 1
Geschrieben

Da das Lampenhaus normalerweise nach dem Ojektivhalter ausgerichtet wird, ist es sehr wichtig, den Objektivhalter sehr genau einzustellen! Für diese Einstellarbeiten gab es von Bauer ein entsprechendes Werkzeug um den Halter parallel zur Filmbahn auszurichten. Unbedingt auch in diesem Arbeitsgang die Neigung der Filmbahn einstellen. Dazu die 4 Imbusschrauben um die Schaltrolle lösen, ausrichten und wieder festziehen.

Betreffend des seitlichen Versatzes des Films zum Objektiv gab es von Bauer verschiedene Objektiv-Schnellwechselhalter, welche unterschiedlich an der Aufnahme eingefräßt waren.

Geschrieben
vor 5 Stunden schrieb Film-Mechaniker:

Das ist weit weniger arg, als du befürchtest. Eine Grundeinstellung muß zuerst durchgeführt werden, alles andere richtet sich dann danach.

Danke für die ausführliche Erklärung.

Wie immer absolut profund.

Um nicht in größere Schwierigkeiten zu geraten, habe ich schön die Finger von Filmbühne und Objektivhalter gelassen.

Diese Baugruppen habe ich bis auf die dort befestigten Kleinteile, direkt an der Maschine restauriert. 

Das heißt ich habe wie schon im Projekt:

"BAUER STUDIOKLASSE PROJEKTOREN - modifizieren " gezeigt, umliegende Bereiche des Arbeitsfeldes am Werk mit Malerband großzügig abgeklebt um bei eventuellen "Ausrutschern" den Lack bzw. umliegende Teile nicht zu beschädigen.

Dadurch blieb die komplette Demontage der Filmführung erspart, sodaß ich hier wenigstens eine Orientierungsbasis für die Einstellung der am System anhänigen Teile (Lampe, Spiegel) habe.

 

Geschrieben (bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb flimmerman:

Da das Lampenhaus normalerweise nach dem Ojektivhalter ausgerichtet wird, ist es sehr wichtig, den Objektivhalter sehr genau einzustellen! Für diese Einstellarbeiten gab es von Bauer ein entsprechendes Werkzeug um den Halter parallel zur Filmbahn auszurichten.

Hallo Heiko, danke für den Hinweis..

.. jetzt müsste man nur noch wissen wie das Dingens bezeichnet wurde und wie es genau angewandt wurde.

(Die fast 200 Seiten unfassende Reparaturanleitung habe ich, falls da etwas vermerkt sein sollte, noch nicht komplett gelesen)

Ich vermute das ich wenn ich so soweit bin, dass ich das Lampenhaus in Betrieb nehmen kann, mir nichts anderes übrig bleibt, als durch lôsen der Befestigungsschrauben und vorsichtiges hin- und herrücken herauszufinden, was die optimale Einstellung ist. 

Dabei stellt sich die Frage:

Was ist die optimale Einstellung..?

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Nochmals ein schon angesprochenes Problem wieder aufgegriffen.

Es geht um den internen elektrischen Anschluss des Projektors. Also z.B. Verkabelung von Antriebsmotor, Spulenarmen, Tongerät, Blendenraumbeleuchtung, Filmrißschalter u.s.w.

Das eigentliche Problem ist die fragwürdige Kennzeichnung der Verkabelung im Verdrahtungsplan.

Was nutzt es im Verdrahtungsplan des Befienfeldes Anschlussnummern anzugeben, wenn diese an der rückseitigen Anschlussbuchse nicht abzulesen sind..? Mit, wir raten mal.. kommt man da nicht weit und wenn man was kaputt macht, sprich, falsch verkabelt, wird's erst richtig kompliziert und spannend.

Schön ist schonmal das die meisten Anschlussbereiche wie Motor, Werk, Spulenarme, Klemmleisten  Nummernangaben haben. Nur, wie gesagt, ohne exakte Nummerierung an der Anschlussbuchse des Befienfeldes nutzt das garnichts.

Ich vermute dass BAUER da ein durchgängiges Anschluss-System hatte, worauf die Techniker geschult waren.

Die Bedienfelder sind zumindest bei der B14 so aufgebaut, dass eine rückseitige Anschlussbuchse für die Funktionen der Maschine selbst, die andere zweite Anschlussbuchse für die Saalfunktionen und Fernbedienung einer weiteren Maschine vorgesehen waren.

Ich habe jetzt eine 30polige Messer- bzw.

Federleiste bestellt um nach ausfindig machen der Anschlusspositionen eine eigene Verkabelung vorzunehmen.

Die Frage ist ob jemand die Verdrahtungspositionen und am besten deren Nummern kennt oder ob ich das messtechnisch ermitteln muss.

Foto: Rückseite des Befienfeldes.

Eine Seite als "Stecker" (für die Saalfunktionen) ausgeführt. Die andere Seite als "Buchse" (für die Projektoreigenen Funktionen) um Verwechselung vorzubeugen.IMG_20260518_195903_HDR.thumb.jpg.4513b1ae82712a2c459374e2f5e63621.jpg

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Foto unten:

Feder bzw. Messerleiste 30polig um ein geeignetes Anschlusskabel selbst herzustellen. Die Skizze zeigt die Belegung des vorhandenen Kabels, was jedoch nicht bedeutet dass die Anschlusspositionen mit denen der Buchse des Befienfeldes übereinstimmen. Das muss erst ermittelt werden.

IMG_20260518_195647_HDR.thumb.jpg.ea34183a603da0ada0bb0084e88cb142.jpg

 

Geschrieben

Foto unten: Anschlussleiste mit Verkabelung für die Saalfunktionen und Fernbedienung einer weiteren Maschine.

Wurde fälschlicherweise als Anschlussleiste für die interne Verkabelung des Projektors mitgegeben.

Die komplette Anschlussproblematik rührt daher, dass bei der einen Maschine das falsche Kabel mitgegeben wurde, bei der anderen Maschine das richtige Kabel zwar vorhanden ist aber beim Abbau der Maschine die Kabel nicht gekennzeichnet wurden.

IMG_20260518_195827_HDR.thumb.jpg.006380c14b10533c31c7d3960ae9497b.jpg

 

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