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BAUER B14 - RESTAURATION - NEUAUFBAU


Empfohlene Beiträge

Geschrieben (bearbeitet)
vor 21 Minuten schrieb Film-Mechaniker:

Wenn du Zeit, Energie und Lust hast, kannst du das alles auseinandernehmen, reinigen und wieder in Betrieb nehmen. Erste Priorität hat es nicht, oder?

Ich werde das auf alle Fälle aufschrauben und die Schmierung kontrollieren. Das Magnettongerät ist ja mit dem Antrieb des Werkes fest verbunden. Da ist es mir schon wichtig, dass alle Lager leichtgängig sind. Bei Handprobe lässt sich die Transportrolle des Magnettongerätes zwar gut drehen, aber so richtig leichtgängig, wie frisch geölt ist es nicht. Ich weiß zwar immer noch nicht recht, was die Restauration des Magnettongerätes, außer das es einen Blick auf vergangene Projektionstechnik gestattet bringt aber wer weiß vielleicht ergibt sich mit der Zeit eine Anwendungsmôglichkeit.

Und deine letzte Frage: Priorität das Magnettongerät jetzt auf den Punkt fertigzustellen hat es nicht. Das Werk jetzt anständig zu lackieren hat Vorrang.

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
Am 22.6.2026 um 20:44 schrieb Jensg:

Zum Schleifenbildner. Oben ist der Rundlauf zweitrangig, unten unbedingt notwendig. Leinderr kenne ich einige Schleifenbildner, die unrund laufen und dann leiert der Ton leider immer ein wenig.

Ist mir noch etwas eingefallen..👌

Am Werk der B14 ist doch vor das (EUROPA ) Lichttongerät ein Rücklaufgetriebe mit eigener angetriebener Transportrolle geschaltet.

Selbst wenn der Schlaufenbildner nicht exakt rund laufen würde, gäbe es keinen leiernden Ton. Die Transportrolle würde das alles abfangen. Und bei Einsatz des eigentlich für die B14 vorgesehenen Lichttongerätes BT 14 ist es ähnlich.

Da gibt es in der Filmführung im Eingangsbereich auch eine Transportrolle. Die ist zwar nicht angetrieben, also passiv, aber die nimmt auch Ungleichmäßigkeiten im Filmlauf komplett weg. Das originale Europa Lichttongerät hat ja im Eingangsbereich eine Bremsrolle. Da kann ich mir schon vorstellen, dass ungleichmäßiger Filmlauf bis zur Tonzelle gelangt und dann ein Leiern zu hören ist. Stelle ich mir sehr nervig vor.

Geschrieben (bearbeitet)

Und noch die letzten Schrauben, Achsen und Befestigungsringe abgebaut, mit Schleiffließ die Konturen feingeschlieffen, Abgeklebt und Grundiert.

Fotos: Vorarbeit zum Lackieren.. Schleifen..

IMG_20260624_153504_HDR.thumb.jpg.a12a9d42a6300534b5a0311799fe79e8.jpg

Abkleben..

IMG_20260624_194643_HDR.thumb.jpg.4aa15eed863eb6e22f07ac0790112692.jpg

Grundieren.

IMG_20260624_200932.thumb.jpg.ed4d0d8fd2cf5f6e32a58b27af1d9d97.jpg

...👍🏻

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 4
Geschrieben (bearbeitet)

Muss man auch mal Rückschläge eingestehen.

Die Lackierung ist aufgrund der hohen Temperaturen verunglückt. Nach dem Abbinden des Lackes war die Oberfläche geschrumpft und eingerissen. Der Trocknungsvorgang an der Lackoberfläche war einfach zu schnell. Sieht jetzt aus wie das ausgetrocknete Flussbett in der Wüste.

Das ist insgesamt nicht so schlimm.

Es ist die erste Lackschicht, die sowieso nicht zu 100 Prozent beim ersten mal deckt und nach einem Zwischenschliff mit dem Endlack überlackiert wird.

Das werde ich allerdings erst ausführen wenn die Temperaturen unter 25 Grad gefallen sind. Sonst wird's wieder nichts.

Jetzt geht's übergangsweise an anderer Stelle weiter.. Fortsetzung folgt..🙂

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Eigentlich als Randarbeit gedacht, hat sich das Aufarbeiten der Anbauteile als echte Herausforderung dargestellt.

Die Achsen, Hülsen, Halteringe, im Grunde alles was ich abgeschraubt habe, ist ziemlich runtergekommen und bedarf besonderer Pflege.

Neuteile gibt's ja nicht, also muss man schauen, was man rausholen kann.

Mit ein paar Tricks kriegt man selbst tiefe Kratzer, Riefen, Dellen, Materialverdrängung oder auch Abplatzer in den Griff.

Foto unten: Bereits aufgearbeitet. 

IMG_20260626_180637_HDR.thumb.jpg.612338ae75569b5a02c78094c55c42d1.jpg

..auch hier, den Zahn der Zeit schon beseitigt.

IMG_20260626_185740_HDR.thumb.jpg.b98d7dbd52f0e8d6f6e4944a0ea8605d.jpg

Foto unten: Das wartet noch auf mich. Ölig, verkratzt und dreimal drüberlackiert.

IMG_20260626_185820_HDR.thumb.jpg.5fabd65c8bf6d9268fdfbeaad7a212d0.jpg

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Trotz Hitze - ein WE voller (schweißtreibender) Polier- und Entrostungsarbeit ist vorbei.

Noch ein paar Stunden gilt es zu investieren, dann ist auch diese Aufgabe abgeschlossen.

Nach den Lackierarbeiten geht's an den Zusammenbau. Dann wird's erst richtig spannend. Passt alles zusammen..? Fehlt noch etwas..? Ist der gewünschte Effekt durch die Lackierung und Aufarbeitung der metallischen Oberflächen erreicht..?   Und die Filmbahn - die muss wieder neu eingerichtet werden. Wird das so ohne weiteres funktionieren..?

Kann ich mich nur wiederholen:

Es bleibt spannend..🙂

Foto: Polierarbeit an diesen Teilen des Werkes abgeschlossen.

IMG_20260628_185457_HDR.thumb.jpg.21866a036873f21614f8095a2c98109b.jpg

 

 

 

 

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
  • Like 1
  • Thumsbup 1
  • 2 Wochen später...
Geschrieben

So, nach rund zwei Wochen bin ich beim Wiederzusammenbau des Werkes angekommen. Zwischenzeitlich habe ich die zweite Lackierung (die mir farblich nicht zusagte) durch eine dritte ersetzt.

Jetzt passt's.. wen's interessiert, ich war mit einem Musterstück mit der original Hammerschlaglackierung der B14 im Farbenhandel und hatte angefragt, ob es einen wenigstens ähnlichen Lack gäbe.

Es standen zwei Verkäufer um das Muster und hatten größte Schwierigkeiten zuzuordnen, ob der Farbton der Originallackierung ins grünliche oder ins bläuliche geht.

Das erklärte mir natürlich warum ich selbst nicht sofort dahinter kam, um was für einen Farbton es sich wirklich handelt.

Die Auflösung der Frage ist - grauer Grundton - mit Blaustich. Ich habe mir dann Hammerschlag-Farbe eines namhaften Herstellers besorgt und mir den Farbton selbst (obwohl der Hersteller davon abrät, wegen unterschiedlicher Silikonölanteile)  zusammengemischt. 

Der Retro-Look ist zum Glück erhalten geblieben. Es sieht nicht "steril" oder "gekünstelt" aus. Das war mir sehr wichtig.!

Foto: Werk, teilmontiert.

IMG_20260712_141009_HDR.thumb.jpg.621d81aa8a8cdfa068731340a5e168bd.jpg

  • Thumsbup 1
Geschrieben

Der obige Bildausschnitt zeigt die Filmbühne die ich versuchte möglichst im rechten Winkel zur Oberkante bzw. parallel zur rechten Vorderkante zu montieren.

Einfach die vier Zylinderkopfschrauben

der Halterung festzuziehen und fertig, funktioniert nicht.

Es ist Spiel im System und eine maßliche Abweichung von der optischen Achse ist sehr gut möglich.

Ich habe versucht mit einem Winkel mit Maßeinteilung, von der Filmbühne aus den Abstand zur rechten Kante des Werkes, wo später die Objektivhalterung montiert wird, das gleiche Abstandsmaß oben wie unten herzustellen. Ziel dieser Maßnahme war die Parallelität der Filmbühne zur rechten Außenkante des Werkes herzustellen. 

Foto: Einmessen der Filmbühne obenIMG_20260712_133303_HDR.thumb.jpg.d06c39bee6f84a3ccdf8327402e33d33.jpg

..und unten.

IMG_20260712_133342_HDR.thumb.jpg.5814670003c39f9e99618606a801660b.jpg

 

  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Weitere Fotos.. hier zu sehen ist z.B. das handgefertigte Ersatztypenschild.. nicht hundertprozentig - aber besser als komplett ohne.

IMG_20260712_141033_HDR.thumb.jpg.383fed4b8f7d3aa0b7f4027b6da18299.jpg

Foto unten: Original und Duplikat.

IMG_20260710_205845_HDR.thumb.jpg.12c847823ed2b7668e1fbd0d97ba5399.jpg

Bearbeitet von Eremitage (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Foto: Vorwickelrolle mit Andruckbügel (oben). Wie hoch ist wohl die Federvorspannung..? 

IMG_20260712_141041_HDR.thumb.jpg.b1d65cd13c8a99cb11e88858cfc2f547.jpg

..Filmbahn noch ohne Samtband.

Geschrieben

Samt braucht man eigentlich heutzutage nicht mehr. Das wurde auf einem separaten Träger eingehängt und nur bei neuen Kopien (azetat) zu Anfang genutzt. 

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