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Geschrieben

Hallo in die Runde,

 

was nutzt ihr, um eure Filme zu reinigen und zu pflegen? Ich habe vorwiegend Schwarz-Weiße Filme, die zum Teil schon etwas wellig sind. Gibt es Tricks, das Material wieder aufzufrischen?

 

Das vielgeprießene "Filmguard" ist meines Wissens ja nicht mher verfügbar, da Importe aus den USA aus chemischen Gründen nicht mehr erlaubt sind (?).

Isopropanol & Waschbenzin (1:1) kann man zum Reinigen noch bekommen. Aber was zur Pflege? Wer hat Tips?

 

Beste Grüße in die Runde

Geschrieben

FilmRenew von Urbanski war mega gut.

Aber ne Chemie Scheuder. Gibt es leider hier nicht mehr.

 

Da wo es das gibt, scheint es manche Leute zu geben, die es anderweitig nutzen...so meine mein Verständnis von manchen Handlungen dort.

Geschrieben

Man kann so ziemlich alle in D(oofland) nicht mehr erlaubte Chemikalien (und Filmreiniger) in PL, CZ, IT etc. besorgen. Die einzigen, die REACH und ähnliche Hirnfurze streng umsetzen sind D und A. 

 

Im Profibereich hat man immer Perchloretylen benutzt, aber das ist wirklich nichts für zu Hause.

 

Reinigen geht mit reinem Isopropanol auch gut, nur die Einwirkzeit sollte nicht zu lange sein.

Geschrieben

99 % aller Kleberückstände auf Film lassen sich leicht, mühelos und sehr effektiv mit reinem Wundbenzin (in Apotheken erhältlich) entfernen. Wundbenzin ist frei von Aromaten wie Benzol etc. und deshalb ungiftig, dennoch sollte man gelegentliches Lüften nicht vergessen, um Benommenheit zu vermeiden.

Für besonders hartnäckige Rückstände empfehle ich Azeton (auch aus der Apotheke), aber – Achtung! – nur bei Polyestermaterial anwendbar, keinesfalls bei Acetat, das würde duch Azeton zerstört. Und Azeton nicht zu lange einatmen und gut lüften! (Früher war das ein Bestandteil in Nagellackentfernern.)

Isopropanol halte ich für wenig geeignet.

Mir und meiner Leber hat trotz häufiger Anwendung über die Jahrzehnte weder Benzin noch Azeton geschadet.

Hätten Generationen von unausgebildeten oder nachlässigen Filmvorführern die Filme nicht rücksichtslos mit allem Möglichen beklebt oder wenigstens die Klebestreifen, Kontaktfolien etc. lege artis vorm Rückversand wieder entfernt, gäbe es diese Probleme nicht.

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben (bearbeitet)

Isopropanol wurde im Kopierwerk eingesetzt, Azeton hingegen überhaupt nicht, das greift langfristig die Trägerschicht auf dem Polyestermaterial an. 

 

Aus Azeton macht man unter hinzugabe von Azetat-Blankfilmschnipseln Filmkitt selbst.

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Alles klar, also zum Reinigen findet man etwas.

Wie sieht es aber mit Pflege aus? Wellige Filme wieder gerade machen und im Besten Fall Schrammen unsichtbar auffüllen?

Geschrieben

Wenn die Wellung Knicke von mechanischer Einwirkung einschließt, ist nicht mehr viel zu machen. Wenn der Wickel mehreckig geworden ist, dann kann man, auch in Hinsicht auf Schrammenkur, Filme in Wasser waschen. Das muß jedoch jemand ausführen, die/der sich mit Filmbearbeitung auskennt. Nach dem Waschen muß das Material wie nach der Entwicklung rückstandfrei trocknen können. Ich habe das gemacht, der Erfolg war gut. Es kostet eine Stange Geld.

 

Der nächste Schritt zur Erhaltung von Filmbildern ist Herstellung eines Duplikats. Je nach Filmformat leichter oder schwerer zu haben

 

Filme abtasten ist die entmaterialisierende Option.

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