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Geschrieben

Die Wirksamkeit der Blende wäre am größten, wenn sie unmittelbar am Film vorbeistreichen könnte. Aus verschiedenen Gründen scheint das aber nicht durchführbar. Je weiter nun die Blende von der Filmebene weg steht, um so größer ist der Lichtkegel, den sie abdecken muß, woraus folgt, daß die Winkel der Blendenflügel größer und die Öffnungen kleiner werden.

 

Wenn ich Lichtkegel sage, ist eine Beleuchtungsoptik mit Hohlspiegel und vergrößerter Lichtquelle im Spiel, vergrößert abgebildet als so genannte Sonne auf dem Film. Hätten wir ein Büschel aus parallelen Lichtstrahlen, könnte die Blende beinahe beliebig weit vom Bildfenster abgerückt sein, die Wirksamkeit bliebe gleich.

Geschrieben

Aus der Praxis, eine Bauer ab B8B mit Kegelblende ist heller und hat kein Scopeblendenziehen wie die A Version. Der Umbau der B8B auf Dreiflügelkegelblende erlaubt mir, mit einem 2kW Kolben im großen 340mm Spiegel problemlos Stummfilme zu zeigen auf 6x4,50m Leinwand. Der Abstand zum Film ist durch die Blendenform sehr gering. Die Konstruktion hat auch den Vorteil, das immer nur ein Blendenflügel im Lichtstrahl sich befindet. Bei der Trommelblende sind es immer zwei, und die Zweiflügelscheibenblende der Bauer A Versionen sind für 1.37 Filme mit Spiegelbrennweiten ab 825mm gebaut. Selbst bei der Meo4 ist der Offenbereich sehr gering, geht jedoch besser wie bei der Bauer.

Jens 

Geschrieben (bearbeitet)

Vielen Dank für diese Informationen! Ich werde mal die effektiven Abstände zwischen Blendenflügel und Filmebene bei zwei konkreten Geräten vergleichend nachmessen: a) Bauer Selecton IIW (Planblende) sowie b) Leitz G1 (Kegelblende). Mal sehen, wie sich die Maße unterscheiden...

 

Martin

Bearbeitet von Spohnaudio (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
Am 3.10.2026 um 21:15 schrieb Spohnaudio:

Die Bauarten der Umlaufblende sind bekanntlich unterschiedlich realisiert. Wo aber ist der technische Vorteil bei der Kegelblende zu suchen??

 

Martin

 

Ein paar schöne Zeichnungnen zum Thema habe ich gerade aus dem BAUER KINOTECHNISCHES TAGEBUCH von 1955 gescannt. Sie verdeutlichen sehr genau

die Vor- und Nachteile der Blendenvariationen.

 

Die Scheibenblende hat den größten Abstand zum Bildfenster. Die Blende wird folglich sehr unscharf abgebildet und kann das Bild nicht schnell abdunkel, sondern

es entsteht eher ein Auf-und Abblend Effekt. Das hat einen hohen Lichtverlust zur Folge. Es war die einfachste Konstruktion und fand daher vor allem bei preiswerteren

Modellen Verwendung.

Blende0jpg.jpg.bf000f293f9be96b62e362e073c1fc88.jpg

     Bei der Trommelblende war zwar gelungen mit dem aktiven Teil der Umlaufblende sehr nah an die Bildebene zu kommen. Aber der gegenüberliegende Teil der 

      Trommel durchläuft den breiteren Bereich des Lichtkegels und beginnt deshalb schon vor dem aktiven Blendenteil das Licht abzudecken und bringt etwas

     Lichtverlust.

     Blenden_1Kopie.jpg.f52f4053eb3cf32356bf370d35d15f2b.jpg

 

Der Trick bei der Kegelblende ist, dass der inaktive Teil abgewinkelt ist und nicht mehr den Lichtkegel durchläuft. Daher kein Lichtverlust durch diesen

Teil der Blende, also der beste Wirkungsgrad.

 

Blenden_1.jpg.d197fda4c4d2272551a05ad427c96f41.jpg

 

 

         Hinzuzufügen wäre noch die einflügelige Kegelblende, die dann mit doppelter Geschwindigkeit pro Bild laufen muß, um auch die zweite Abdeckphase zur

         Lichtfrequenzerhöhung auf 48 Hertz zu erzeugen. Das System hat den besten Wirkungsgrad. Durch die doppelte Geschwindigkeit der Blende

          entsteht die beste Nutzung des Lichtes, da das Öffnung und Schließen des "belichtenden" Blendenflügels doppelt zu schnell gelingt. Also die längste Belichtungszeit                liefert. Meines Wissens ist diese Ausführung bei der DP70 verbaut.

 

 

Geschrieben

Bei Philips war es eine schräg angeordnete Scheibenblende, die hat dann auch noch Kinoton übernommen. Bei der FP-Serie war es eine Einflügelblende mit etwas über 180° öffnungswinkel und Ventilatoraufsatz.

Geschrieben

Es gab für die FP20- und FP30-Bauweise auch eine Kegelblende, zwei Flügel, alufarben, einfache Umlaufgeschwindigkeit. Verbaut in einer Cinerama-FP20. Fragt mich nicht, warum die das so gewählt haben.

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