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cinerama

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  1. War bei mir bei Android und Chrome genauso - aber seit heute morgen alles in Ordnung.
  2. Nach London, Wien und Karlsruhe in diesem Jahr nochmals DUNE, 137 min, Dolby A-Tonformat. 12.12.19, Kino Arsenal (Bln).
  3. Gartenbaukino (Wien): zusätzlich 21.12.19 um 21:45 JOKER (Termin war auf 70mm.com nicht zu finden wie auch obige Veranstaltung).
  4. Selber auch Darwinist und Materialist, faszinieren mich Bibelfilme seit jeher, bin in Kirchen aufgewachsen. Interessante Hauptthemen im religiösen Film sind Sozialgeschichte und Architekturgeschichte (zweiteres ist meines Erachtens der fotografisch überzeugende Hauptgewinn des obigen Dokumentarfilms, dessen unreflektiertem Positivismus ich andererseits nicht folgen möchte.) Im American way of life nach dem Wiederaufbau nach 1945 diente dessen Verbreitung der Grundstock jüdischer + christlicher Religion. Diese neue mélange im Dienste nun imperialer Ziele fand auch Kritiker. Für die Filmtechnik war der ideologische oder religiöse Systemwettbewerb mit zwei unterschiedlichen ideologischen Lagern die mächtigste Triebkraft zur Herausbildung neuer Verfahren und Systeme wie Breitwand und Raumton. ("The Robe", "Ben Hur" versus "Die Befreiung" und "Goya".) Davon leben z. B. noch heute ambitionierte Widescreen- und 70mm-Festivals. Im sogenannten linksozialistischen Berliner Kino Arsenal laufen seit Jahrzehnten als Repertoire die religiösen Filme des Russen Andrej Tarkowskij und andererseits des Marxisten Pasolini (mit ueberwiegend bescheidenem filmtechnischen Aufwand hergestellt). Über die Dokumentation filmtechnischer Mittel und ihres Einflusses auf die Filmsprache (und Zuschaueraffizierung) könnte es sehr wohl Debatten geben. film-tech.com - das amerikanische Pendant zum deutschen Filmvorführerforum - hat für Filmbesprechungen eine weitere Rubrik geschaffen, und ich habe sie hier nun bereits mehrmals ernsthaft vorgeschlagen: ohne Erfolg leider. (Um dafür einige Dopplungen redundanter Rubriken zusammenzuführen wie "Tipps und Tricks" und andererseits "Filmtechnik" in eine einzige Rubrik. Auch die Frage geschlossener Rubriken im Falle und als Folge zu harter Auseinandersetzungen ist leicht klärbar.) Hier, bei diesem Thema, hat es überhaupt keine aggressiven Beleidigungen gegeben, auch wenn die Vermutung nahelegt, dass solche Themen Sprengsatz enthalten. Ich finde dieses Thema wirklich weiterführender als das dumpfe Publizieren öffentlicher Charts/Wochenendzahlen im Thread "Neustarts", die angeblich nur einem verfügbar sind, der anderen die Gnade gewährt, ihre Montags-Disposition noch rechtzeitig zu ändern. (Die daran Beteiligten sollten eigentlich einen Ablass zahlen, diesen an gemeinnützige Zwecke weiterreichen.) Anstatt das Besucher-/Nutzerspektrum für das Forum zu erweitern, soll eine vermeintliche Elite mit ihren mehr und mehr langweiligen und exklusiven Themen und privilegierten Tätigkeiten unter sich bleiben? Ist es nicht schon so langweilig genug?
  5. Dafür ist dieser Link hochaktuell und nicht minder beängstigend, so dass man ihn bitte auch nicht verschweigen sollte. Demnach liegt Netflix in unseren Genen und fördert in positiver Weise das Bindungsverhalten.
  6. Es hat sich aber auch bei den moderneren Optiken der Ultra MC-Reihe (ab 1977), eben ab 100 mm oder auch entsprechend bei Schneider ab 100 mm , der Wert verzwanzigfacht. Auch die Ultrastar HD-Anamorphoten, bisweilen Bluestar wie ihr blauer Nachfolger genannt, werden seltener. Der Bokeh- Effekt lässt sich jedoch durch zahllose andere Linsen erreichen - warum man ausgerechnet 50er Jahre Petzval Projektions-Objektive als 4 Linser und mit nur einfacher Vergütung dafür einsetzt, kann nur als verrückt bezeichnet werden.
  7. Gefährdet: ADMIRAL in Wien. https://www.meinbezirk.at/neubau/c-lokales/steht-das-admiral-kino-vor-dem-aus_a3768090
  8. Verfolge täglich die Objektiv-Angebote auf ebay, und etliche Anbieter sollten sich schämen, das noch in blümelanten Worten und Bildern anzupreisen: vom gelbstichigen Schneider Super Cinelux bis hin zum fast unvergüteten Petzval. Jeder noch so schäbige Video Projektor und selbst der billigste LCD oder HD ready Fernseher hat da die Nase vorn. Besonders lustig sogenannte Schneider 8 Perf Objektive für 70mm für dreieinhalbtausend EURO in einer Brennweite von 47mm, für die es nirgendwo Spielstätten gibt. Wahrscheinlich auch gelbstichig. Läuft jetzt schon seit vier Jahren zur morgendlichen Begrüßung, Preis bis heute unverändert. Ebay sollte Umsatzbeteiligungen nehmen und die Beträge sozialen Einrichtungen spenden.
  9. Sollte seit Voltaire auf Akzeptanz stossen. Den würde ich gern noch mit anheften: Kirchenkritik Voltaire war einer der bedeutendsten Kirchenkritiker des 18. Jahrhunderts. Dies brachte ihm früh die Missbilligung der katholischen Kirche ein, die ihn als Atheisten brandmarkte und seine Schriften verbot. Der Erbauer einer Kapelle in Ferney mit der Inschrift Deo erexit Voltaire, 1761 („Für Gott erbaut von Voltaire“) wehrte sich jedoch stets gegen den Vorwurf des Atheismus. Bei aller Distanz zu den überkommenen Religionen vertrat er eine Haltung, die der deistischen Position verwandt war, das heißt einen toleranten und undogmatischen und von archaischen Vorstellungen befreiten Monotheismus. So folgerte er aus der Gesetzmäßigkeit des Kosmos die Existenz einer höchsten Intelligenz (Traité de métaphysique, 1735) und betonte die moralische Nützlichkeit des Glaubens an Gott: „Wenn Gott nicht existierte, müsste man ihn erfinden“ (in Épitre à l’auteur du livre des trois imposteurs, 1770). Ohne jeden dogmatischen Anspruch bejahte Voltaire auch die Unsterblichkeit der Seele und die Freiheit des Willens. http://www.aufklaerung21.de/aufklaerung/aufklaerung-im-18-jahrhundert/in-frankreich/voltaire-1694-1778/ Der Film rückt bereits Erleuchtete in den Vordergrund: es bedarf aber für den Nicht-Erleuchteten weitere erheblicher Argumente, ohne weiteres in eine bestimmte, hier die katholische Gemeinschaft, einzutreten. Wohl müßten auch Argumente und Skeptiker zu Worte kommen, die Gründe hätten, die menschliche Sozietät nicht über ein personifiziertes oder abstraktes Gottesbild zu einem gerechten Miteinander zu führen, weil sie erhebliche Zweifel daran haben, dass eine Jenseits-Vertröstung (oder eben auch Verdammnis) das probate Mittel ist, bestehende Konflikte in den Griff zu bekommen. Mit gefallen daher die (diesmal poltiisch zugespitzten) Aussagen des aktuellen Pabstes deutlich besser als der zu sehr auf der persönlichen Ebene emotionalisierende Film. Religion ohne Sozialbewegung dürfte scheitern. Man sollte sich heute bspw. u.a. mit Attack etc. und den konkreten Forderungen des Pabstes zusammentun, um das derzeit Schlimmste zu verhindern. Die Beschwörung einer eher heimatlichen Enklave oder Idylle und vornehmlich karitativer Projekte wäre dagegen zu konservativ. Insofern könnte der Film ein weiteres Feld aufmachen und einer romantisierenden Sicht, der ich gerne selber anhänge, eine radikale soziale Botschaft und konkret tagespolitische Anprangerung ("Abschaffung aller Atomwaffen", wie gestern von Franziskus über die Medien postuliert) dringend hinzusetzen.
  10. Sind doch viele Filmvorführer an Digitalanlagen (ich leider auch) unterwegs und verstehen sich immer noch als solche. Lass es doch einfach offen... Es heisst ja nachwievor volkstümlich "der Film wird vorgeführt..." Schade wegen der Filmbesprechungsrubrik. Hier funktioniert es blendend http://www.film-tech.com/ubb/f4.html Mich nerven auch zu naive "Heimkinoanwenderpostings", trotzdem erscheinen dort die Restaurierungen und werden erörtert, meist mit fehlender Analogperspektive. Die verständliche Vermeidung der Heimkinobedarfe hat halt auch zum Abbruch der Debatte geführt. Über Lösungen muss sich Gedanken machen.
  11. In erster Linie ein Forum der passionierten Filmvorführer (dazu können auch Betreiber oder Techniker gehören): der Titel sagt nichts Anderes aus. Filmvorführerforum könnte wie film-tech.com auch eine Filmbesprechungsrubrik mit aufnehmen. Dafür "Tips und Tricks" und "Technik" zusammenlegen zu einer Rubrik. Evt. auch "Allgemeines" und "Small Talk" zusammenlegen. Weitere Rubrik mit "Postproduction - analog + digital" Zu @Chiara: Kritische Distanz durch Infragestellung und durch Vielstimmigkeit, wäre ein Gedanke. Welche Leistungen, aber auch Verwerfungen gingen mit Religions- und Glaubensfragen einher? Sind über die Religionsauübung hinausreichend auch andere sozialpolitische Konstrukte vonnöten? Welche Widersprüche in der Religionsgemeinschaft, welche neuartigen Ideen und (unter welchen Bedingungen) realisierbaren Visionen?
  12. Na: in erster Linie der passionierten Filmvorführer!
  13. Habe nichts gegen den eingangs angeprangerten "atheistischen K.", aber auch nichts gegen kulturelle Vielfalt in der Religionseinuebung. Warum am Ende die russische Staatsflagge eingeblendet wird wie bei einem amerikanischen Monumentalfilm, verstehe ich nicht. Aber konkret zum Filmischen. Es beduerfte folgender Erwägungen: Trotz eigenen Engagements unbedingt eine distanzierte Position signalisieren. Es fehlt im Titel eine provokante These: allein die Heimat herauszustellen bedeutet alles oder gar nichts. Heimat ist heute überall auf der Welt. Die Doku beginnt mit ganz erlesenen Kamerapositionen in wohlkalkulierten statischen Einstellungen. Aber an der Montagetechnik hapert es erheblich, sie ist nicht vielfältig oder sozusagen nicht "diskursiv". Falsch geschnitten ist der erste Auftritt der Schwester, sie sollte einen take davor montiert werden. Es könnten thematisch aus verschiedenen politischen oder religiösen Lagern die jeweiligen Befürworter oder Widersacher aufeinandertreffen, um der Schwarz-Weiß-Malerei zu entgehen. Mehr historische Ausschnitte. Gutes Gelingen!
  14. Zum GARTENBAU überaus spannend und detailreich vor 15 Jahren in unserem Forum zusammengetragen: (...von dem honk am Ende einmal abgesehen.) * Michael Toetebergs Buch zum SAVOY:
  15. Und die Trommelblende flimmert ja auch stärker. Schema von Kurbelschleifengetriebe.
  16. Arsenal (Berlin) THE UNTOUCHABLES., 22./27.11, 20 Uhr.
  17. Zum Beispiel, und der Titel wurde ja innerhalb eines Todd-AO-Festivals als primärer Titel herausgestellt. Wenn Sie nun die Erörterung mit Ihrem langjährigen Fachautor magentacine weiterführen könnten, hielte ich dies für klärend. Auch mit Ihrem Kollegen aus Kopenhagen, welcher die Bewerbung eines heutigen 70mm-Festivals mit den Begriff Todd-AO ebenfalls befürwortet. Für mich fungiert dieser als Schlüsselbegriff, als symbolisch gewordenes Schlagwort aehnlich CinemaScope oder Technicolor mit grundlegender marketingtechnischer Bedeutung - im Laufe der Zeit stark verändert , variiert und abgewandelt, was sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen lässt und Anlass für Bestätigung und Widerspruch liefert. (Debatten über die Publikation "Widescreen Movies" könnten gerne nach Klärung der oben aufgeworfenen Todd-AO-Frage und dann als nächstes Thema vorgestellt werden, also bitte der Reihe nach abgehandelt anstatt kreuz und quer.) Vielen Dank.
  18. Aber eine Zeitlang funktionierte das bei Abschlüssen mit den Filmverleihern mit den Schachtelkinos sehr gut, deswegen wurden sie errichtet. Bald gerieten sie auch in Verrufenheit. Heute gibt es im CinemaxX Potsdamer Platz 10 Studiokinos, die diesem Modell gleichen. Damit ist die Auslastung eines Films in der Prolongation noch immer ein Thema. Selber besuche ich solche Saele nicht öfter als einmal in meinem Leben, haben mit Kultur nicht das Geringste zu tun. Es gab auch im Berliner Kudamm Eck das Schachtelkino Oscar bzw Camera, die abwechselnd über Jahre hinweg 007 Filme parallel zu noch großen traditionellen Filmpalaesten in den Bezirken spielten. Aber stets fabrikneue Kopien erhielten, während die Bezirkspaläste mit zerranzten Stühlen und Filmkopien vorlieb nehmen mussten und alsbald im großen Kinosterben Ende der 70er Jahre von der Bildfläche verschwanden.
  19. Nur dies, leider! Mit Dolby-Hinweis finde ich einfach nichts mehr. Komisch. Aber fast passend zum real erwarteten BLADE RUNNER-Geschehen (20. November 2019) dessen Annonce. ?
  20. Mir als Rätsel wäre dies zu schwierig: zunehmend mit der Zeit zu viele Varianten und Widersprüche, Überschneidungen, Erinnerungen. Die Nachlassverwalter von Technicolor London könnte ja ggf. über alte Listen verfügen. Vielleicht hätte man Herrn Reimann in Wien dazu befragen müssen. Man kann nur hoffen, dass ein Zeitzeuge nichts verwechselt und weitere Hinweise beisteuert, in welche man einhaken könnte. M.W. liest er im Forum manchmal mit - hoffentlich eines Tages eine Rückmeldung! (Er blieb hart dabei: es wurde im Gartenbau die Kaschierung hochgefahren [oder hochgesetzt]). So nehme ich zumindest an, dass dies bereits schon einmal vor HATEFUL 8 mit einem anderen Film passiert ist. In dieser Zeit sind ja auch noch gelegentlich CinemaScope-Kopien mit 4-Kanal Magnetton ausgeliefert worden: im Seitenverhältnis 2.55 : 1. Oder sie hätten wie von Dir erinnert auf die vorhandene, ohnehin überbreite Cinerama-Bildwand geworfen werden können: dafür aber bedürfte es keiner Sonderkaschierung für die Bildhöhe, welche zu Cinerama-Zeiten ohnehin etwas niedriger gewesen sein müßte als heute in der wieder ursprünglichen Todd-AO-Herrichtung für SPARTACUS. FALL OF THE ROMAN EMPIRE ist anders als CIRCUS WORLD m. W. nie "in Cinerama" angekündigt worden, sollte aber als Eröffnungsfilm für das im Frühjahr 1965 brandneue sog. "70mm Cinerama"-Haus Royal Palast im Europacenter in Berlin gezeigt werden. Und wanderte wegen zeitlicher Verzögerung in den benachbarten Zoo Palast. Dort war 5 Jahre zuvor der Bildwandrahmen gegen einen grösseren Bildwandrahmen von 19.8 x 10 m ausgetauscht worden, nur minimal gekrümmt (aber bereits für Todd-AO zugelassen, wo man von den Auflagen von Curved Screen etc. bereits abgekehrt war). In Erinnerung der Zeitzeugen blieb die Zeremonie des Hauses während der (superkurzen) Ouvertüre mit inszenierten Scheinwerfern, Wolkenstore und den bei der zweiten Fanfare symmetrisch das Haus verlassenden Platzanweiserinnen. Was dann folgte, war eine unsagbar schöne Filmkopie, wie wir sie nie wieder sehen werden (heute gefadet. Korrekte Nachkopierung nicht mehr zu erwarten). Der damalige Normalzuschauer war verblüfft, als hätte man die Bühne des Zoo Palast betreten wollen, um dann auf dem Forum Romanum zu stehen. Aus damaliger Sicht könnte es wie "3D ohne Brillen" gewirkt haben. Dennoch war - wie wohl ausnahmslos weltweit - eine flache, seitlich um 25% beschnittene 70mm-Fassung im Einsatz, der weder der Ultra Panavision-Dreh noch die anschliessende Bildbeschneidung anzumerken war. (Selber habe ich ihn erst 1972 gesehen: neben LAWRENCE VON ARABIEN oder BEN HUR evtl. mein erster Film in diesem Format.) (Wikipedia vermerkte auf https://en.wikipedia.org/wiki/The_Fall_of_the_Roman_Empire_(film)#Filming , er sei in Super Technirama 70 gedreht worden - das habe ich gerade versucht zu korrigieren, meine erste Korrektur auf Wikipedia )
  21. Und doch war 1988 bereits der Repertoire-Stock gegenüber 1978 deutlich zurückgegangen, erinnere ich mich gut. In der Programmkinoszene begannen Kettenbildungen und ein Abrücken von freakigen Nacht- und Doppel Programmen. Durch den Fokus auf Erstaufführungen mit längeren Laufzeiten sollte auch das bürgerliche Publikum in den sich kommerzialisierenden Programmkinos zurückgewonnen werden, und höhere Margen ermöglichten Renovierungen. Ehemalige Programmkinobetreiber fanden Gefallen am Neubau oder am Einstieg in das Multiplexgeschäft. Das Repertoire fiel den privaten Fernsehkanälen anheim. Seither haben es Wiederfführungen schwer wegen des verlorengegangenen Marktwertes. Durch HD-Medien wurden dann die Beschaffungen nach Reduzierung der Filmlager wieder etwas vielfältiger/günstiger. Insgesamt waren die 80er Jahre sehr fade und von billigen Serien und Blockbusters bestickt. Die Blockbusters wurden in den 90er Jahren teurer durch vorteilhaften Multiplex-Absatz, aber die Programmonotonie setzte sich durch. Nacht-Vorstellungen und Doppelprogramme waren nicht mehr sozialisiert, leider. 1988 direkt ist meines Erachtens kein typisches Jahr für das Kinosterben, jedenfalls auf Deutschland bezogen.
  22. Ja, ist tragisch. An eine positive Lösung glaube ich nicht mehr.
  23. @magentacine: Du schreibst doch die Fachartikel für Herrn Sturges bzw. Schauburg Karlsruhe? Da gelten plötzlich nun andere Gesetze, naemlich "Insider"-Gesetze: hingedreht, wie es dir in den Kram passt. Dem halte ich entgegen, daß das Karlsruher Festival eine ausgesprochene Insider- und Spezialistensache ist, bei der man als Veranstalter davon ausgehen kann, daß die Mehrzahl der Besucher weiß, was gemeint ist. Schade, habt ihr es die letzten 15 Jahre nicht als angemessen empfunden, zur Erörterung zu unterbreiten, dass dies überwiegend keine "echten" Todd AO-Filme sind - und alles womoeglich ein "Rückschritt"? Diese Veranstaltung würde ich nicht als Rückschritt bezeichnen, obwohl ich in vielen Dingen anderer Meinung bin. Das zeigt ein klares Ausmaß an Scheinheiligkeit. Tatsächlich war es oft Usus, die betreffenden Filme im Vorführformat Todd-AO anzukündigen, wie dir @filmempire in Erinnerung rufen musste. Todd AO-Theater wurde ebenfalls zum Begriff. Selbst Blow-ups wurden bisweilen als Todd-AO angekündigt, zuletzt bei "Der letzte Kaiser" bemerkt. Die umgangssprachliche Redewendung "Todd AO-Vorfuehrung" habe ich oben selbst eingeschränkt - wer lesen kann, ist im Vorteil. Es ist ein Strukturierungsvorschlag, der ähnlich wie bei CinemaScope den eingebürgerten Begriff bewusst aufnimmt, um die daraus abgeleiteten Verfahren in ihrer Ähnlichkeit wie auch in ihrer Unteelrschiedlichkeit zu erklären. Es ist doch unverkennbar, dass abgeleitet wurde und die Annahme falsch wäre, dass das eine mit dem anderen nichts zu tun hätte. Mit verschiedenen Diagrammen werde ich das später auch darstellen. Selber habe ich (bis auf den provokanten Hinweis auf AERONAUTS) Festivals oder Veranstaltungen bisher niemals in "Todd AO" oder "Cinerama" angekündigt. Dass man jetzt in einer internen Debatte unter hier Wenigen die Quellen für die Widersprüche benennt, was am ehesten eine Diskussion beflügelt, die bisher unter den Teppich gekehrt wurde, wird von dir als sinnlos abgecancelt, erweckt in dir mehr Empörung als die eigentlichen Verursacher, Quellen und Werbegurus. Sag doch mal danke schön dafür, dass ich die Verleih-Kataloge durchwühlt habe! Anstatt die weitgehende Sinnlosigkeit - oder besser gesagt: Fehlentwicklung - der heutigen Breitfilmproduktion und erst recht der Filmkopierwerke (die du noch verteidigtest) anzugehen, verbeisst du dich in eine vergleichsweise nebensächliche Begriffstreitigkeit und verlierst den Blick für die tatsächliche Herausforderung, also aktiv Einfluss zu nehmen, bspw. in Facebook-Gruppen mit Produktions-Verantwortlichen, um visuelle Fehlentwicklungen deutlich zu machen, die im völligen Widerspruch zum Potential der jeweiligen Verfahren stehen. Was du für einen Schritt rückwärts hältst, beeindruckt mich oder amdereseits auch die Kollegen, die Zeitzeugen des Geschehens sind, in keiner Weise. Für einige Dinge bist du zu jung, für mich gilt das auch. In der Vorstellungswelt von Millionen waren die Begriffe CinemaScope, Cinerama oder Todd AO verankert, sie müssen in der Stärke dieses Ausdrucks erinnert werden. Von 70mm oder x-perf findet sich in der Bewerbung der Filme über viele Jahre und in der Hochzeit ihres Massenbesuchs fast nichts oder eher selten. Somit stehen recht bekannte Genrebegriffe wie CinemaScope oder Todd AO, die auf der unteren Ebene eine generelle Unterscheidung zwischen Normal Film und Breitfilm symbolisieren neben den später notwendig werdenden Klassifizierungen. Vor mir liegen noch Filmprogramme aus Düsseldorf und Karlsruhe aus den 1990 er Jahren, in denen im Kopfbanner des Monatsprogramms das jeweilige Haus als Todd-AO-Theater primaer beworben wird. Der 1955 von Todd AO gebaute Projektor-Prototyp ist ja noch heute im Einsatz und gibt sämtliche Filme der damals neuen Schnittbreite wieder, gilt noch immer als der bekannteste und beliebteste Projektor dieses Formats. American Optical steht auf der Projektortür. Alle nachfolgenden Änderungen und Widersprüche müssen stets aufs Neue erklärt werden, eben auch die Verwerfungen. @magentacine schreibt: Ein einziges liederlich recherchiertes und schlampig korrekturgelesenes Buch wie das von Carr/Hayes hat über Jahre Fehler multipliziert und in wissenschaftlichen Texten wie auch im Internet am Leben erhalten. Heute habe ich mir das Buch wieder herangezogen. Es ist einfach, auf der Basis späterer, ganz ausgezeichneter Korrekturen von Daniel Sherlock alles herabzusetzen, was R. M. Hayes begonnen hatte, ohne dessen Gedankenanstöße und Verweise als wertvoll und teils einzigartig herauszustellen. Es finden sich darin Querverweise zur Produktionspraxis, die nirgendwo sonst in der Literatur zur Sprache kommen, interne Praktiken und Besonderheiten, die durch externe Autor niemals aufgearbeitet werden könnten. Sie finden sich weder in Fachzeitschriften noch auf den heutigen Websites, die teils in Gruppenarbeit entstanden sind und sehr viel Bildmaterial zusammentrugen, jedoch nicht annähernd so interessant sind. Der Recherche-Aufwand hierfür war gewaltig, erst recht in einem Zeitalter, in denen online nichts verfügbar war. Anstatt nun eine Empfehlung für diese Publikation auszusprechen, verbunden mit dem Hinweis auf die Pflicht-Anlage von Daniel Sherlock, wird dieses Buch arrogant nur als Negativbeispiel ausgerufen. Mit der von dir eingeforderten Wissenschaft hat das nicht im Geringsten zu tun, denn diese kaeme nicht umhin, immer und immer wieder auf diese Publikation für verschiedenste Forschungsansätze zurueckzugreifen. WSMC20 (1).pdf
  24. Der vorherige Betreiber war sympathischer. So scheiden sich die Geister!
  25. https://u1amo01.de/blog/archives/2342-Open-Air-Kino-und-Todd-AO-Festival.html https://www.in70mm.com/schauburg/festival/2019/index.htm
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