Zum Inhalt springen

Patrick Müller

Mitglieder
  • Gesamte Inhalte

    1.564
  • Benutzer seit

  • Letzter Besuch

  • Tagessiege

    51

Alle erstellten Inhalte von Patrick Müller

  1. Hallo, die S8-Ausführung der Logmar war ein faszinierendes, aber auch lehrreiches Projekt. Die Kamera produzierte einen erstklassigen Bildstand in der Projektion, besser als DS8 und war mindestens, wenn nicht sogar schärfer als DS8. Dazu kam die Möglichkeit, Wechselobjektive zu nutzen, was einem große gestalterische Möglichkeiten einräumte. Die Kameras waren aber eben auch Prototypen, und damit komme ich zu dem, was nicht so funktioniert hat, wie versprochen. 1. Wegen eines nicht behebbaren Hardwarefehlers mit einhergehenden Spannungsproblemen, wofür die Erfinder nicht einmal direkt etwas konnten, brechen Tonaufzeichnungen nach ein paar Sekunden ab oder gehen gar nicht erst los. Das hat zu Folge, dass das Hauptverkaufsargument, die Tonaufzeichnung, letztlich, nicht nutzbar ist. Für eine Reparatur sind einfach zu wenige Kameras im Umlauf, dass sich die Fertigung neuer Teile wirtschaftlich rechnen würde. Man muss also weiterhin extern aufzeichnen. Das ist aber auch nicht so schlimm, da die Kamera ohnehin fast so laut wie eine Krasnogorsk ist und man einige Meter mit dem Richtmikrophon weggehen musste, damit kein Kamerageräusch drauf ist. 2. So richtig reibungslos funktionieren nur 24 Bilder pro Sekunde. Das liegt an der problematisch konstruierten Kodak-Kassette, die einfach nicht gemacht ist, dass man dort Filmschlaufen rauszieht. Findet der Film nicht nach der Belichtung sofort problemlos wieder in die Kassette, kommt es zum Flimmern, weil einige Bilder eben länger belichtet werden. Das kann bei 18 aber auch bei den sehr hohen Gängen auftreten. Logmar konnte dies leider nie ganz beheben. Ich vermute hier einen Konstruktionsfehler. Ich kenne zahlreiche andere Tester, die ähnliche Probleme hatten. 3. Es ist zu wenig Platz zum Reinigen des Filmgates. Obwohl das mit etwas Geschick natürlich problemlos mit Pinsel möglich ist, trieb mich ein winzig kleiner, unerkannt gebliebener Filmschnipsel, der sich zwischen Andruckplatte und Bildfenster geklemmt hatte, fast in den Wahnsinn. Die Andruckplatte lag in der Folge nicht plan und der Film wurde unscharf belichtet. Das Problem der Kassette hätte man gut mit dem angekündigten externen Magazin lösen können, was einen problemlosen Filmlauf ermöglicht hätte. Leider ist dies mangels Nachfrage nie realisiert worden. Auf meine Frage nach einem etwaigen, günstigeren 3D-Druck des bereits funktionierenden Protoyps wurde nie geantwortet. Fazit: ich filme noch immer gerne mit der Logmar: gerade für Kamerafahrten aus der Hand ist der Griff und das ausklappbare Display wunderbar geeignet. Hat man allerings eine Montagskassette und man hört, dass der Motor unrund läuft, sollte man den Kameradeckel nur in der Dunkelkammer öffnen, da der gesamte Innenraum mit Filmsalat voll sein kann, der nicht mehr in die Kassette gefunden hat. Das ist mir bislang schon viermal passiert. Für Selbstentwickler ist das aber kein Problem. Die Super-8-Logmar-Beta war dennoch sinnvoll, denn ohne sie gäbe es keine neue Kodak-Kamera. Das freundliche Entwicklerteam hat wirklich Unmögliches vorgehabt und ein passables Produkt hervorgebracht. Man sieht aber auch, dass es alles andere als einfach ist, heute noch Filmkameras zu bauen, weil das umfängliche Wissen unserer Altvorderen einfach fehlt. Dass es trotzdem versucht wurde, verdient meinen Respekt. Hoffen wir, dass Kodak demnächst die bessere Logmar bringt, denn der Markt wird sicher nicht soviel Geduld mit Fehlern haben, wie die vielen netten Leute, die ich in der Beta-Community getroffen habe. No risk, not fun!
  2. Das erinnert mich stark an die LomoKino. Allerdings scheint diese hier viel stabilere Bilder zu produzieren und es gibt die Möglichkeit, richtige Objektive anzuschrauben. Das ist verlockend.
  3. Hallo Klaus, Fusseln sind das nicht. Sondern Rückstände von Remjet auf dem zehn Jahre alten Material. Nach dem Entwickeln hat man rein gar nichts gesehen. Es sah völlig sauber aus. Oftmals merkt man das erst nach dem Scannen. Aus diesem Grund lasse ich negativ Material von wichtigen Projekten in letzter Zeit gleich bei Andec entwickeln. Hier reicht es mir aber so völlig, als Retro-Look würde ich das auch nicht bezeichnen. Dagie würde das vermutlich als Wabisabi bezeichnen: Unvollkommenheiten bei der Entwicklung willkommen zu heißen und ins Herz zu schließen. Hier fand ich es nicht als störend.
  4. Martin und ich haben auf der diesjährigen Filmbörse ein paar Aufnahmen gemacht, die ich zu einem Kurzfilm zusammengeschnitten habe. Er mit der Bolex H16, ich mit der Siemens CII. Deren eingebauter Entfernungsmesser ist wunderbar. Für die Aufnahmen mit dem Superweitwinkel Century 3,5mm habe ich die Siemens FII für Wechselobjektive verwendet. Viel Spaß dabei. Zur nächsten Börse wird es auch eine projizierbare Positivkopie geben.
  5. Wow, kann ich nur sagen! Ich finde, dass das die beste Cine 8–16-Augsabe seit langem ist. So viele Informationen, Film- und Bastelberichte, dass man das Gefühl hat, das Heft würde aus allen Nähten platzen. Bravo und weiter so. Sicher ein gutes Musterheft, um neue Abonnenten zu gewinnen. Danke!
  6. Die Quarz sollte immer ganz aufgezogen werden, bevor man filmt. Filme dann einfach, wieviel du willst. Sie hat die schöne Funktion, dass man das Federwerk ablaufen lassen kann, ohne dass der Film transportiert wird. Sehr praktisch, wie ich finde.
  7. Ja, ich habe diese Ausgabe auch. Der Jobo-Tank soll völlig problemlos entwickeln und nur sehr wenig Flüssigkeit benötigen. Eine feiner Sache! Allerdings geht der nur für Super 8. Da ist man mit dem Lomo-Tank wesentlich breiter aufgestellt. Ich finde es sehr gut, dass da Bewegung in den Selbstentwicklermarkt kommt. Die Zeitschrift ist ohnehin ein Muss für Analogfilmfans, ich habe sie seit der ersten Ausgabe. Durchweg spannend, fundiert und unterhaltsam geschrieben, mit sehr hochwertig gedruckten Abbildungen/Fotos. Besonders schön finde ich, dass der Grundtenor ein sehr positiver ist: man spürt in jedem Artikel den Enthusiasmus der Autoren und wenn man dem Redakteur Glauben schenken darf, steigen die Abozahlen ständig. Mir gefallen derzeit vor allem die sehr hilfreichen Beiträge zu Aspekten der Herstellung Papierabzügen, die ich gut umsetzen kann.
  8. Das mache ich schon immer so und funktioniert. Danach wird es einfach beim Schadstoffmobil abgegeben.
  9. Danke! Das englischsprachige Lomography Magazine hat dazu auch einen schönen Artikel verfasst. https://www.lomography.com/magazine/326923-this-is-what-you-shall-do-a-short-lomokino-film-by-patrick-mueller
  10. Vor ein paar Wochen gabs die mal auf E-Bay, die sind aber schnell weggegangen. Ich hatte auch jahrelang nach welchen erfolglos gesucht und mir dann einfach einen komplett neuen gekauft. Aber man weiß ja nie, vielleicht hast du Glück.
  11. Ich habe ihn bereits und kann sagen, dass er eine erhebliche Arbeitserleichterung darstellt. Man kann wunderbar von der großen auf die kleine Rolle umrollen. Sehr schön gefertigt und dokumentiert. Bravo!
  12. Wie gesagt, einen Kratzer kann ich paradoxerweise nicht erkennen. Ich schicke ihn dir gerne zu, falls du ihn analysieren möchtest.
  13. Sehr schöne Fotos!
  14. Interessant, danke! Was bewirkt denn die Vernickelung in den Tropen bzw. was ist der Vorteil gegenüber den normalen Teilen aus Chrom und Messing?
  15. Helge, die paar Fusseln bei einer Entwicklung meist unvermeidlich. Man kann deshalb Telecinevorbereitung dazubuchen. Das habe ich in dem Fall aber nicht gemacht, weil es mich bei einem Vereinsprojekt, das so günstig wie möglich sein soll, nicht unbedingt stört. Bei einem wichtigen Kurzfilmprojekt habe ich Telecinevorbereitung hingegen mitgekauft und da war alles perfekt.
  16. Zurück zum Thema: das Rohmaterial ist heute angekommen und ich kann zwar einen farbigen Strich, aber keinerlei Kratzer auf dem Film erkennen. Sehr seltsam. Wer sich den Film mal ansehen möchte und Kenntnis von der Materie hat, dem schicke ich ihn gerne für einen tiefergehenden Test zu. Ich musste das Video übrigens löschen und neu hochladen, da ich mich bei der Jahreszahl verschrieben hatte. Bitte behaltet im Hinterkopf, dass Youtube Schwierigkeiten mit Filmkorn hat. In der Projektion mit einer Wetgate-Positivkopie sieht das viel besser aus.
  17. Eine Siemens B in Tropenausführung. Worin besteht da eigentlich der Unterschied (außer in der Tasche)? Was ist Tropenausführung? Sie sieht nämlich wie eine normale Siemens B aus.
  18. Das ist noch nicht angekommen. Ich hatte es ausnahmsweise vorab per FTP erhalten. Werde ich mal prüfen, sobald es angekommen ist.
  19. Nein, der Abtaster sagt, dass es das Labor war. Egal, so etwas kann eben passieren. Schade ist es trotzdem
  20. Da will man mal alles richtig machen: Kodak-Vision3-Kassette gekauft, mit der Nizo Professional für den Verein verdreht, zum Entwickeln nach Andec geschickt und dann ungesehen zu Screenshot geschickt. Auf dem Ergebnis: fette Kratzer in der Mitte, dass mir fast die Kaffeetasse runtergefallen wäre! Ich habe die Kamera gecheckt: nichts Auffälliges. Die Kassette kann ich nicht prüfen, die blieb bei Andec. Kann es sein, dass ein Grad an der Kassette war? Egal, am Jahresende wird es wiederholt.
  21. Geht mir auch immer so. ;-) Aber keine Bange: das Resultat zählt, und da musst du dich nicht verstecken!
  22. Nach drei Jahren wieder ein neuer Lomokinofilm. Diesmal zu einem Text von Whitman. Für deutsche Untertitel bitte den CC-Knopf in der Wiedergabeleiste drücken. Es ist tatsächlich das erste Material, dass ich jemals mit der kleinen Plastikkamera im Sommer 2013 gedreht habe. Ich hatte damals munter ganze sechs Fotofilme à 144 Einzelbilder verkurbelt. Aus verschiedenen Gründen hat es aber drei Jahre gedauert, bis das Filmchen fertig war. Vor allem hatte ich mich schwer getan, die unzähligen Einzelbilder des Nikon Coolscan farbzukorrigieren. Vor einem Jahr bin ich dann auf Lightroom gestoßen, die das ganze unglaublich vereinfacht (und für mich bedienbar gemacht) hat. Die schwierigsten zwei Minuten meinen bisherigen Filmerlebens.
  23. Nicht einfach, konkrete Zahlen dazu zu finden. Medien-Museum.de schreibt: „Die Kamera ist ein wirkliches Meisterwerk von Design und Technik, kostet aber 1958 auch um die 1000.- DM was mehr als einem damaligem Monatsgehalt entsprach.“
  24. Ich finde das auch sehr faszinierend. Auf DS8 umgebaut hat diese Kameras übrigens F.W. Planert, der Sohn des Chefkonstrukteurs der Pentaflex. Dazu gab es auch ein Merkblatt. Dr. Jo hatte dazu vor einiger Zeit schon etwas geschrieben.
  25. Ich schaffe es diesmal nur zur 21 Uhr Wettbewerbsveranstaltung am Samstag. Ich denke mal, dass schon ab 20 Uhr da bin und bin gespannt!
×
×
  • Neu erstellen...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Datenschutzerklärung, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.