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Kopien immer unschärfer?


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Hallo!

 

Vielleicht ist das nur eine selektive Wahrnehmung, aber mir kommt es vor, daß die Kopien (Prints, nennt man die so?) eine zunehmend allgemeine schlechtere Unschärfe haben, und das bei neuen Filmen.

Das Objektiv ist zwar schon scharf eingestellt und meine Sehstärke hat sich auch nicht in den letzten vielen Jahren verändert, aber die optische Qualität der von mir zuletzt gesehenen Filmen in diesem xx-Kino fand' ich i.A. schlecht. Bei Schrifteinblendungen (z.B. Abspann) sieht man das sehr deutlich. Der vorletzte Film war Luther und nun jetzt auch bei Troja.

Bei Troja saß ich auch nicht so weit hinten und da fiel mir das besonders auf.

An Matrix Reloaded kann ich mich nicht mehr so genau erinnern, außer daß mir jeder bezahlte Euro wehtat, aber afair war auch hier das Bild mau.

 

Und der Ton bei Troja: Nun ja, das Titanic-Gedudel von Horner ist musikalisch nicht jedermanns Sache und eine laute Vorführung hört sich auch nicht gleich besser an, aber im Vergleich bei mir zu hause (B&W Boxen) klang alles eher verwaschen, wie halt auch das Bild :cry:

 

Nun und für 9 Euro (7 Grundpreis + 1 Euro Überlänge + 1 Euro Loge) und hier afaik der Verleih >= 50% davon bekommt, sollte man doch schon ordentliche Kopien erwarten können.

Und gerade das Bild ist doch noch für mich das Hauptargument für Kino :wink:

 

Da hier ja Berufsfilmvorführer :P lesen und schreiben, würde mich Eure Meinung interessieren. Vielleicht habe ich da nur Pech gehabt.

 

Danke und Grüße

Adrian

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Hallo,

 

wenn du dich durchs Forum liest, findest du eine Menge Posts, welche die lausige Qualität der Showprints thematisieren. :roll:

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:oops: :oops: 1999: "32. August auf Erden", original französisch mit Untertiteln in CS-Format. Stellte man nach Untertiteln scharf, war es scheußlich unscharf, nach dem reinen Bild dasselbe. Blieb nur, einen Kompromiss zwischen beiden, der Mittelweg also. Ebenso grausig ! Während der 2 Wochen Spielzeit, war es in jeder Vorstellung dasselbe: Beschwerden an der Kasse, per Haustelefon Anruf im BW. Um die Menge davon zu überzeugen, dass das keine Willkür/Nachlässigkeit der Vorführer war, wurde demonstrativ so zirka 3 Minuten am Schärferegler rumgefummelt :P . Was war-um nur ein Beispiel zu nennen - ich froh, als dieser "Schinken" abgesetzt wurde !

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Fragt sich manchmal nur warum die Kopierwerke nicht an die Zukunft denken? Immer schlechterwerdende Kopien führen geradewegs in die Qualitätslüge Digitalprojektion.

Und was kopieren sie dann ?? :twisted:

Gruß

Guido

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das problem der untertitelten cs-filme ist bekannt, da die beiden schärfeebenen eben nicht in einer eben liegen, gibts da nur einen kompromiss. es hilft aber, den lampenstrom zu reduzieren. dadurch steigt die schärfe, weils eben weniger auffällig zur beugung am spalt kommt (der untertitel ist ja quasi ein spalt in der filmemulsion).

durch die 2k abtastung und die daraus resultierende geringere auflösung des films kommt es in den letzten jahren immer mehr zu diesen unscharfen filmen. manchmal hab ich die vermutung, das im kopierwerk bewusst leicht unscharf gestellt wird, um damit die pixel zu verschleiern.

jens

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...manchmal hab ich die vermutung, das im kopierwerk bewusst leicht unscharf gestellt wird, um damit die pixel zu verschleiern.

 

Der Befürchtung schließe ich mich an. :twisted:

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Also bei uns ist Troja größtenteils scharf. Unscharf ist der Film da, wo aufwendige Animationen eingesetzt werden. Die sind so schlecht, dass man sie unscharf machen MUSS. Auch der Abspann ist bei uns schön scharf. Die Namen sämtlicher Kabelträger, Kaffeeholer und sonstiger Produktionskostenverteuerer sind wunderbar zu lesen. Wir projizieren allerdings auch nicht so steil wie ein xx. Wenn ich so überlege, dann hab ich beim roten Riesen überhaupt noch nie eine Vorstellung gesehen, die ich als richtig scharf bezeichnen würde

Ganz nebenbei würde ich mir keine 9 Teuros fürs Kino abnehmen lassen. Den Film gibts nicht, der das wert ist. Zumindest keinen aktuellen.

 

Gruß,

coyote

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...manchmal hab ich die vermutung, das im kopierwerk bewusst leicht unscharf gestellt wird, um damit die pixel zu verschleiern.

 

Der Befürchtung schließe ich mich an. :twisted:

 

 

[...] <---hier kann man sichs jetz denken, was da stehen soll

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Ich und meine Kollegen haben aber schon des öfteren die Beobachtung gemacht, daß die OV-Kopie (nicht OV-DTS-CD!!!) bei einer Preview knackig scharf war und eine Woche später kam die deutsche Kopie mit einem doch etwas flauen Bild. Deutsche Filme haben dagegen recht oft ein sehr gutes Bild, ist ja auch OV.

 

Grüße

e10 :?

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TROJA gestern gesehen - nach erbetener Schärfenkorrektur bei Hauptfilmbeginn - zeigte sich das, was ich mal als "Blockbuster-Syndrom" bezeichnen möchte:

 

1. Wirklich scharf sind ausschließlich Groß- und Halbnahaufnahmen. Das meine ich nicht etwa subjektiv, weil die "letzte Schärfe" in Großaufnahmen sowieso nicht vermißt wird, sondern wirklich technisch.

 

2. Alle Totalen sind leicht unscharf und haben null Details (siehe den aus dem TROJA-Trailer bekannten "Schiffkonvoi" oder die HERR-DER-RINGE-artigen Massenszenen, es sieht eben alles nach großem Videospiel aus, auch wenn die Lichtstimmungen und Bildkomposition oft ganz hübsch sind.

Natürlich, die Kamera bewegt sich heute frei, anders als bei früheren Tricktechniken, aber mal ehrlich, sind die CGI-Schiffe bei Herrn Petersen irgend einen Deut glaubwürdiger als die Modellflotte, die Matte Paintings oder der Brand von Alexandria in CLEOPATRA? (Da gab's übrigens eine unglaubliche Massenszene, in der gefallene Soldaten verbrannt werden, zumindestens der Anfang ist sehenswert, selbst nur auf DVD/TV!)

 

Damit sage ich nicht, daß früher alles besser war, aber wirklich glaubwürdige Bilder sieht man beim CGI-Einsatz sehr, sehr selten, kostet wahrscheinlich zu viel Geld, es so perfekt zu machen wie bei T-REX in IMAX 3D!

 

 

3. Die Schärfe ist flach, nicht mal zwei eng beieinandersitzende Schauspieler liegen im Schärfenbereich, stattdessen wird die Schärfe drastisch hin- und hergezogen, damit man ja nicht vergißt, daß es ein Film ist. :) Hat auch keinen fotografischen Grund, selbst im riesigen 65/70mm-Format und mit damals 50-ASA-Negativ hat man es geschafft, alles scharf zu kriegen.

Als Schutzbehauptung hört man immer wieder, die Bilder würden so "dichter". Ja, aber nur auf dem TV-Schirm, für den die meisten Filme heute gemacht sind. Im Kino wirkt das flächig und billig, eben wie Fernsehen.

Daß es anders geht, sieht man dann in dem Schlußkampf (Hector/Achilles) von TROJA, da werden die Figuren im Raum inszeniert und nicht nur als sprechende Köpfe.

 

4. Der Bildkontrast ist oft ziemlich merkwürdig, was an der Originalaufnahme, aber auch am beliebten "digital grading" und/oder vermurkster Dup-Kopierung liegen kann. Und dann natürlich husch-husch ein paar tausend Kopien heraushauen, wobei dann Bildstand und Schärfe den Gnadenstoß kriegen.

 

Auf die Weise wird das Kinoerlebnis allmählich eingeebnet, man muß sich ja schon fast entschuldigen, wenn man auf die teilweise unerträgliche Kopierqualität hinweist. Am liebsten habe ich das Argument: "Außer Ihnen hat sich noch keiner beschwert." :lol:

 

Keine Branche hat je so konsequent die Abschaffung ihres kerngeschäfts betrieben wie die Filmproduktions/Distributionsseite - dagegen sind alle Probleme im alltäglichen Kinobetrieb eine Lappalie... :(

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Hallo!

 

Vielleicht ist das nur eine selektive Wahrnehmung, aber mir kommt es vor, daß die Kopien (Prints, nennt man die so?) eine zunehmend allgemeine schlechtere Unschärfe haben, und das bei neuen Filmen.

 

Das ist tatsächlich so - sieht man auch an der "Körnung" (oder zumindest so ähnlichem Geriesel), welche sogar mit miesen Objektiven sichtbar wird...

 

Cheers

Raff

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Auf die Weise wird das Kinoerlebnis allmählich eingeebnet, man muß sich ja schon fast entschuldigen, wenn man auf die teilweise unerträgliche Kopierqualität hinweist. Keine Branche hat je so konsequent die Abschaffung ihres kerngeschäfts betrieben wie die Filmproduktions/Distributionsseite - dagegen sind alle Probleme im alltäglichen Kinobetrieb eine Lappalie... :(

 

Ja, ich befürchte schon die ersten Argumente der Befürworter des "Digitalen Kinos", von wegen die Qualität sei ja nicht schlechter als bei 35mm...;)

 

Cheers

Raff

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Keine Branche hat je so konsequent die Abschaffung ihres kerngeschäfts betrieben wie die Filmproduktions/Distributionsseite - dagegen sind alle Probleme im alltäglichen Kinobetrieb eine Lappalie...... ...und zwar mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln! Eine bittere aber leidewr sehr wahre Erkentniss.

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Ja, ich befürchte schon die ersten Argumente der Befürworter des "Digitalen Kinos", von wegen die Qualität sei ja nicht schlechter als bei 35mm...;)

 

Das kennen wir doch schon von den CDs:

Seit Ende der 90er wird die Musik immer mehr komprimiert und die Pegel somit bis in den Clippingbereich angehoben. Das hört sich dann auf einem billigen Ghettoblaster oder bei Werbung im Fernsehen (dort nutzt man den gleichen miesen Trick) auch gleich ganz gut an. Denn durch die fehlende Dynamik bedarf es keiner guten Anlage oder guten Boxen. Radiosender komprimieren wohl auch, um den Konkurrenzsender schlechter "klingen" zu lassen.

Hört man sich diesen zu Tode gemasterten Schrott daheim auf einer guten Anlage an, wird sofort der platte verzerrte Einheitssound hörbar.

Wer das nicht glaubt oder sich noch nicht bewußt ist: Man lege eine CD aus den 80-er bis Anfang der 90-er in den Player und pegele im Durchschnitt auf "normale" Lautstärke. Dann eine aktuelle CD rein und man erschrickt durch die gnadenlose laute Musik und muß gewaltig herunterpegeln.

 

Um den Bogen zu finden und wieder ontopic zu werden. Wenn der Trend tatsächlich zu einer immer mieseren Bild im Kino geht, dann beraubt sich das Kino um ein Hauptelement, was nie ein Fernseher/Beamer per DVD bieten kann.

Nur wird dann durch eine digitale Projektion im Kino der schleichende Qualitätsverlust auch nicht mehr auffallen, die Kunden sind es nicht mehr besser gewohnt. Weil zugleich aber die Heimbeamer immer besser und billiger werden (der Ton ist bei mir zuhause jedenfalls schon besser als in so manchem Kino), wer geht dann noch ins Kino und zahlt dann einem WE 8-9 Euro? Da wohl die Verleihgebühren (prozentual) auch immer höher werden und dann in neue Technik investiert wird/werden muß, werden die 10 Euro Grenze auch schnell geknackt.

 

Das Ergebnis: Die Filmindustrie wird noch mehr jammern, analog wie es die Musikindustrie schon lange tut und die Raubkopierer sind an allem Schuld und der zahlende Kunde wird noch mehr kriminalisiert: Es gibt nur noch Un-CDs zu kaufen und einige Kinos (wie andersweitig im Netz gelesen) verbieten bei manchen Filmen schon (bei Sneaks oder Previews?) die Mitnahme von Taschen und Jacken in die Kinos und/oder man muß sich abtasten und durchsuchen lassen.

 

Was die inhaltliche Qualität der heutigen Filmen betrifft und in der Musikindustrie geboten wird ist ein weiterer gewichtiger Aspekt. Wer will sich schon für 18 Euro eine neue CD kaufen, auf der neben vielleicht einer einzigen Ausnahme rein musikalisch nur Schrott drauf ist?

Analog der Film. Troja fand' ich persönlich schlicht langweilig und schlecht, wie so vieles zuvor, was die FI uns anbot. Die unscharfen Massenszenen mit dem Booten auf dem Meer und die Soldaten auf dem Land wirken wie billige Computeranimationen. Da waren die alten Mantel- und Degenfilme deutlich gewaltiger in der Optik. Aber hier mußte man sich die Mühe machen, viele einzelne Einstellungen abzudrehen und geschickt zu schneiden, was dann z.B. wie bei (RAN?) zu eindrucksvollen und imposanten Bildern führte. Bei Troja (überspitzt): Eine Landschaftsaufnahme und darin per Copy&Paste die Männle reinkopiert.

 

Kein Wunder daß das das Saugen per Flat von Filmen aus dem Netz noch interessanter macht, für Konsumschrott, den man schnell vergißt, will man nicht viel Geld ausgeben.

Damit hier keine Mißverständnisse entstehen. Ich bin nicht für "Raubkopien", noch habe ich jemals mir eine heruntergeladen und angesehen und diejenigen die sowas erstellen und ins Netz stellen gehören bestraft, aber es muß auch gesagt werden, daß die Musik- und Filmindustrie ja geradezu das illegale Verbreiten provozieren.

 

Wenn die Zukunft im Kino dann eben voll digital sein wird und die optischen Unterschiede (wie auch der Ton, man denke an Ausfall von DD) im Vergleich zu Heimkino auch noch verschwinden, dann braucht man auch nicht mehr in das Kino zu gehen. :cry:

 

Adrian

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Die PANAVISION Bildqualität in Filmen vor 1980 hatte eine Schärfentiefe die ich in keinem der teueren Hollywoodfilme von heute erkennen kann.

Ich habe erst in den letzten Tagen 3 uralt Filme gespielt: "VIVA MARIA", "THE WAY WEST" und "SOLDIER BLUE". Toll wie das aussah, mit Ausnahme der Farben, die bei den ersten beiden Titel natürlich rotstichig waren. Der Bildeindruck war aber 70 mm ähnlich, das nicht nur wegen tollen Einstellungen, sondern auch mit viel Licht aufgenommene Gesichter der Darsteller in Innen- wie Außenaufnahmen. Es ist echt schade, daß die heutigen Werke keine Tiefenwirkung mehr haben. Alles ist flach und in der Totele unscharf. Dazu dann donnernde Pferdehufe einer Reiterhorde mit extremen Bass. Die Stimmen der Reiter dann aber nur aus der Mitte in MONO, tolle Sache.

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Die PANAVISION Bildqualität in Filmen vor 1980 hatte eine Schärfentiefe die ich in keinem der teueren Hollywoodfilme von heute erkennen kann.

Ich habe erst in den letzten Tagen 3 uralt Filme gespielt: "VIVA MARIA", "THE WAY WEST" und "SOLDIER BLUE". Toll wie das aussah, mit Ausnahme der Farben, die bei den ersten beiden Titel natürlich rotstichig waren. Der Bildeindruck war aber 70 mm ähnlich, das nicht nur wegen tollen Einstellungen, sondern auch mit viel Licht aufgenommene Gesichter der Darsteller in Innen- wie Außenaufnahmen. Es ist echt schade, daß die heutigen Werke keine Tiefenwirkung mehr haben. Alles ist flach und in der Totele unscharf. Dazu dann donnernde Pferdehufe einer Reiterhorde mit extremen Bass. Die Stimmen der Reiter dann aber nur aus der Mitte in MONO, tolle Sache.

 

Kann ich bestätigen. Die derzeitigen Bildqualität ist wirklich kein Ruhmesblatt. Jeder der meint "alles wurde besser" irrt IMHO. Die Tonqualität hat sich mit Sicherheit generell stark verbessert und Magnettonvorführungen waren früher eher die Ausnahme und nur in den Premierenkinos zu bestaunen.

 

Aber die Bildqualität ist eher im Keller obwohl eigentlich gerade hier noch der Vorteil des Kinos ggü. des Heimkinos zu liegen scheint, während auch die Qualität der Filme selbst gegen null geht.

 

Ich meine damit, daß im Moment pro Jahr vielleicht 5 wirklich gute Streifen im Kino zu sehen sind und die Ausbeute an erstklassigen Filmen sich gegenüber 1980 mindestens gefünftelt hat. Gegenüber 1965 ist es aus meiner Sicht sogar 20 mal schlechter geworden.

 

Wenn es früher nur Filme wie "Day after tomorrow", "Troja", "Dare Devil", "Harry Potter", usw. gegeben hätte, wäre ich nie im Leben Film- bzw. Kinofreak geworden. Einzig rühmliche Ausnahme die mir im Moment einfällt ist sicher HDR. Das läßt für die Zukunft hoffen auch wenn die tatsächliche Erwartung wohl eher düster aussieht.

 

Was passiert eigentlich, wenn die HDTV DVD (egal wie die dann heissen wird) auf den Markt kommt und gleichzeitig die HDTV-Projektorpreise auf 2000 Euro Niveau sinken? Wird man dann im Kino mit der tollen neuen Digitalprojektion und gleicher Auflösung wie im Heimkino wie bereits der Boss der Amerikanischen Filmbranche angekündigt hat versuchen durch Datumsgleiche Net-Premieren und Hollywood gleichzeitig mit niveaulosen wie seichten Produktionen paroli zu bieten?!

 

Kann doch wohl nicht wirklich Wahr sein was man der Kinobranche und den Kinobetreibern NOCH so alles zumuten will! :evil:

 

mfG

Christian Mueller

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Aber die Bildqualität ist eher im Keller obwohl eigentlich gerade hier noch der Vorteil des Kinos ggü. des Heimkinos zu liegen scheint, während auch die Qualität der Filme selbst gegen null geht.

Hallo,

 

dem kann ich mich nur anschließen.

 

Vielleicht sollten wir uns überlegen, was wir dagegen unternehmen können.

 

Ich überlege, ob ich die Verleiher nicht mit Cineropa Kopienprotokollen zufaxe. :evil:

 

Ob's hilft, ist jedoch zu bezweifeln. :twisted:

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Aber die Bildqualität ist eher im Keller obwohl eigentlich gerade hier noch der Vorteil des Kinos ggü. des Heimkinos zu liegen scheint, während auch die Qualität der Filme selbst gegen null geht.

 

Ich fürchte, der einzige Bildvorteil, der uns in Zukunft vom Heimkino unterscheiden wird, ist die Größe. Die Beamer bringen dann zwar gute Qualität, aber wer hat schon 50 oder gar 100 m2 zum Anstrahlen zuhause?

 

Allerdings bleibe ich dabei: unsere Kopie ist einigermaßen scharf. Gut, das Bild ist wenig plastisch und der Bildstand katastrophal, aber wie gesagt, an der Schärfe fehlts nicht.

 

Gruß,

coyote

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Ich fürchte, der einzige Bildvorteil, der uns in Zukunft vom Heimkino unterscheiden wird, ist die Größe. Die Beamer bringen dann zwar gute Qualität, aber wer hat schon 50 oder gar 100 m2 zum Anstrahlen zuhause?

 

Hallo!

 

Naja. Es gibt noch zahlreiche andere Vorteile des Kinos ggü. eines Heimkinos.

 

Aber wer achtet heutzutage schon darauf.

 

Für mich war Kino immer ein (möglichst fremder) Ort an dem man Abenteuer und Geschichten erleben kann, wo man als Zeuge bzw. Publikum anwesend war und dem gezeigten dargewohnt hat.

 

Da war man plötzlich an fremden Orten und hat früher nach dem Kinobesuch immer noch stundenlang über das Gesehene nachgedacht und sich an den dargestellten Ort gewünscht.

 

Vergleiche ich die heutige Situation, so hat sich das Ganze eher in Richtung seelenlose und genormte Abspielstätten in Verbindung mit plumpen Abspulfilmen entwickelt.

 

Wenn man in jedem Land und jeder Stadt dieselbe Kinoarchitektur antrifft, die dann eher im Stil von McDonalds ein desinteressiertes Massenpublikum anspricht, so ist schon lange nichts mehr vom alten Kinoflair übrig.

 

Es gibt nur noch Einheitsbrei. Bei Filmen und bei Kinos. Sorry, daß es mir so vorkommt, aber so empfinde ich es nunmal und diese Empfindung wird von Monat zu Monat stärker. Generell keine wirklich neuen Filmstoffe, obwohl die Belletristik eigentlich voll davon ist. Statt dessen immer nur Remakes und Sequels und denn teilweise sogar Prequels. Ich meine wo bleibt alleine der französische Film mit seinen früheren Stars wie Gabin, Belmondo, Delon, Burvil, De Funes, Fernandel, Pierre Richard usw. usw.?

 

Was wurde aus dem großen britischen Kino mit seinen erstklassigen UA/MGM Streifen?

 

Oder wo bleiben die alten Großfilme aus den USA? Heute kommt es mir immer mehr so vor, als ob man nur noch Massenfilme mit ordentlichen Computereffekten für die Trailer zu inszenieren im Stande ist.

 

Wenn ich alleine an die alten Endzeitfilme denke wird mir beim Anblick eines Streifens wie "Day after tomorrow" fast schlecht was inzwischen aus Hollywood geworden ist.

 

Wo sind bitte die wirklich guten Schauspieler hingekommen, die als Abwechslung vielleicht auch mal weniger kassieren und dafür wieder darstellen und nicht nur sich selbst präsentieren?!

 

Stattdessen fährt man die Print-Qualität immer mehr runter und führt nur noch für ein paar wenige Bonzen gute Kopiervorgänge durch, nachdem man die großen, gut gehenden Filmpaläste und Vorstadtkinos durch die Einheitskinos ruiniert hat.

 

Aber wie heißt es doch so schön. Erst wenn es nur noch McDonalds gibt, wird einem guten Restaurant bzw. einem Gasthaus nachgetrauert.

 

In diesem Sinne. :evil:

 

mfG

Christian Mueller

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Vergleiche ich die heutige Situation, so hat sich das Ganze eher in Richtung seelenlose und genormte Abspielstätten entwickelt.

 

Da muss ich dir absolut Recht geben. Man hat in den Plexxen oft den Eindruck, dass man nur an der Kasse gern gesehen ist. Nach der Kasse wird man nur noch so durchgeschleust :arrow: Popkorn kaufen :arrow: rein in den Saal :arrow: raus aus dem Saal :arrow: und tschüß :!:

Aber die Jugend steht hat auf die High Tech Tempel. Die kriegst du nicht in eines der alten Kinos, wenn sie die Wahl haben. Und dummerweise sitzt bei denen der Euro noch am lockersten.

Und es ist auch diese Jugend, die nach diesen sinnentlehrten Blockbustern lechzt. Oder warum glaubt ihr funktionieren Filme wie Van Helsing? Mit wenigen Ausnahmen hat alles, was nicht "krass" oder "fät" ist eh schon verloren.

 

So, und jetzt dürft ihr mich einen elenden Pessimisten schimpfen.

 

Gruß,

coyote

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Vergleiche ich die heutige Situation, so hat sich das Ganze eher in Richtung seelenlose und genormte Abspielstätten entwickelt.

 

Da muss ich dir absolut Recht geben. Man hat in den Plexxen oft den Eindruck, dass man nur an der Kasse gern gesehen ist. Nach der Kasse wird man nur noch so durchgeschleust :arrow: Popkorn kaufen :arrow: rein in den Saal :arrow: raus aus dem Saal :arrow: und tschüß :!:

Aber die Jugend steht hat auf die High Tech Tempel. Die kriegst du nicht in eines der alten Kinos, wenn sie die Wahl haben. Und dummerweise sitzt bei denen der Euro noch am lockersten.

Und es ist auch diese Jugend, die nach diesen sinnentlehrten Blockbustern lechzt. Oder warum glaubt ihr funktionieren Filme wie Van Helsing? Mit wenigen Ausnahmen hat alles, was nicht "krass" oder "fät" ist eh schon verloren.

 

Da hast Du sicher Recht. Aber für die Jugendlichen ist Kino längst kein Ereignis mehr. Ich meine sieh sie Dir an die während der Vorstellung telefonierenden Teenies, die der Film garnicht oder kaum zu interessieren scheint. Wielange kannst Du diese Schicht im Mulitplex halten? Maximal solange bis sie eine eigene Wohnung haben. Viele sitzen doch nur im Kino, daß sie nicht Zuhause mit den Eltern Zoff haben oder als Zwischending zwischen Schule bzw. Job und Disco bzw. Nachtclub. Wer sagt denn von denen ich gehe jetzt ins Kino, weil mich der Film interessiert? Und das garnichtmal so zu Unrecht bei dieser Häufung von Massenware und "alles schon 1000mal dagewesen" Streifen.

 

Ich kann nur sagen, daß man in Hollywood mal mit den Jugendlichen reden sollte, was die gerne für Filme sehen. Da würde man sich dort nämlich schön wundern. Da wird von den ersten beiden Alien Filmen gesprochen als ob es sich um eine Art Religion handelt. Oder von den alten Star Wars Teilen. Ich kann nur sagen, daß man sich von seiten der jenen jungen Leuten mit denen ich bisher über Kino und Filme gesprochen habe vieleher Filme wie die alten Indiana Jones oder Action-Streifen der 80er Jahre wünscht als komplett vermurkste 0815 Streifen.

 

Da wird öfter über die ersten beiden Terminator Filme und über die Stirb langsam Reihe gesprochen wie über was anderes.

 

Der Falsche Weg ist jetzt einen weiteren Teil dieser oder jenen Filmserie abzudrehen, da die Gefahr der Entwertung aus meiner Sicht viel zu groß ist.

 

Vor allem dann, wenn nur Unsinn wie bei den Alien Filmen dabei rauskommt. So darf und soll man die Dinge auf keinen Fall angehen, denn mit solchen Ausrutscher-Serien schafft man Stellvertreter für die derzeitige Filmsituation bzw. den direkten Vergleich zur alten Filmgröße und mit Sicherheit keine neuen Filmfreunde.

 

mfG

Christian Mueller

 

P.S. Gottseidank gibt es die HDR Filme. Aus ihnen soll und muß Hollywood unbedingt lernen. Das läßt nochmal hoffen... :)

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Vergleiche ich die heutige Situation, so hat sich das Ganze eher in Richtung seelenlose und genormte Abspielstätten in Verbindung mit plumpen Abspulfilmen entwickelt.

 

Moin,

 

genau diesen Eindruck habe ich manchmal auch :!:

 

Bei uns in Castrop hat früher der "Onkel Engelbert" noch ein Sofa und ein paar Klappstühle bereitgestellt, wenn die Vorstellung voll war.

Da war noch richtig Herzblut dabei :).

 

Nach seinem Tode haben das einige Zeit ein paar Bengels :wink: gemacht, bis das Kino von einem anderen Betreiber übernommen wurde.

 

Nun ist es leider im Moment zu.

 

Die Zukunft sieht sicherlich nicht gerade rosig aus, wenn man daran denkt, dass auf die Kinos sehr wahrscheinlich wieder größere Investitionen zukommen werden.

Ich denke da auch an die Digitalprojektion.

Welches kleinere Kino kann den mal eben die Investitionskosten aufbringen?

 

Ich selbst habe auch ein "Heimkino" mit Projektion zu Hause.

IMO kann es aber das richtige Kinogefühl nicht ersetzen.

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Ich selbst habe auch ein "Heimkino" mit Projektion zu Hause.

IMO kann es aber das richtige Kinogefühl nicht ersetzen.

 

Hi Michael!

 

Wie auch? Das Abenteuer kann man nur wo anders als Zuhause, eben an einem fremden, wenig vertrauten Ort erleben. Das Entführen in eine andere Welt funktioniert auf eigenen Apparaten die man jederzeit völlig unter Kontrolle hat IMHO nicht sogut.

 

Daher kann das Heimkino noch so gut sein, das echte Kino kann es aus meiner Sicht nicht ersetzen, aber wen kümmert das sonst noch?

 

Auf der anderen Seite ist auch das bei immer weniger guten Filmen pro Jahr unwichtig und wenn man sich mit den Abspielstätten nicht identifizieren kann und trotz bestem Willen keine Atmosphäre aufkommen will, dann besitzt auch das echte Kino keinen Vorteil mehr.

 

mfG

Christian Mueller

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