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50 Jahre "Kino International" - schwache Vorstellung


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[...] lass es so richtig in Berlin krachen mit 'nem 70mm Specialsonderjubiläumsprogramm. Warum sollen das denn immer die Anderen machen ... Du kannst das besser!

 

Das ist mit "Krachen lassen" ist ja die Sprache der Zuhälter.

Für solche Leute mache ich nichts.

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Ob nun UP 700 oder DP 70 mit oder ohne Teller ist doch hier nicht das Entscheidende - geht nun noch 70mm-Filmprojektion oder nicht ? Kann nicht einfach mal ein Berliner Kollege dort anklopfen und nach

Aber bitte seinen Kopf schütteln! ;-)     SCNR und Gruß   Salvatore

Klaro. Das Kino International ist ein musterhaftes Beispiel dafür, wie man eine Freifläche dem Filmgeschäft widmet. Unter vorgeblich antikapitalistischen Voraussetzungen zwar, aber das kann uns aus h

"Spur der Steine" und "Solo Sunny" sind 2013 wirklich keine Entdeckungen.

So viel Borniertheit fordert Widerspruch.

 

 

SOLO SUNNY ist immer wieder eine Sichtung wert, erst recht auf einer großen Kinobildwand. Viele junge Zuschauer werden den Film auch gar nicht kennen und ihn vielleicht zum ersten Mal sehen.

 

Wenige wissen vielleicht, dass SOLO SUNNY auch seinerzeit in der BRD sehr erfolgreich in den Kinos war und von einem großen amerikanischen Filmverleih (heute sagt man "Major" dazu) vor DDR-Start erworben wurde und mit großem Marketingaufwand und Kopienanzahl in der BRD herauskam.

 

Wir hatten den Film und den Autor Wolfgang Kohlhaase 2006 bei uns zu Gast und "Solo Sunny" funktionierte immer noch großartig. Kohlhaase vor Publikum zu erleben ist einmalig, der Mann war damals 75 Jahre alt, hatte den fast vollen Saal im Griff und über 1 Stunde lang ein lebendiges Bild von der damaligen Arbeit bei der DEFA, seinen Regie-Partnern und den Stoffen, die er für wichtig hielt und hält erzählt. Sehr humorvoll, menschlich und offen.

 

Hier ein SOLO SUNNY Clip ... auch wenn wir die Geschichte des Filmes und die Figuren nicht kennen, nach dem 3-minütigen Ausschnitt wissen wir Bescheid wo wir sind und wie es der Hauptfigur geht und wie sie fühlt. Großartig!!

 

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Das ist mit "Krachen lassen" ist ja die Sprache der Zuhälter.

Für solche Leute mache ich nichts.

Oh, ich bin ein auch Zuhälter... wußt ich gar nicht. Wie oft ich schon hab "etwas krachen" lassen. Schon mal auf die Idee gekommen dass das Umgangsprache ist? Also bei dir kann man echt nur den Kopf schütteln...

 

Aber bitte seinen Kopf schütteln! ;-)

 

 

SCNR und Gruß

 

Salvatore

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SOLO SUNNY lief international und auch auf der West-Berlinale, fegte in Vorschauen durch alle Fernsehsender.

Kohlhaas ist oft auf Kinoveranstaltungen und kommentiert sein Lebenswerk.

Ist aber SOLO SUNNY der beste Konrad Wolf-Film? Hier könnten Debatten entstehen, die spannender sind als nur Beweihräucherung.

SPUR DER STEINE ist Inbegriff der Aufmüpfigkeit, ein Symbolfilm (selber eine fast neuwertige Archivkopie hier zu liegen als Zeichen der Wertschätzung).

 

***

Es ist fatal, wenn meine Kritik an dem Jubiläumsprogramm von Leuten, die ihre Fehde hier führen, umgemünzt wird als Kritik an den bekannten Meisterwerken SOLO SUNNY oder SPUR DER STEINE - oder gar Ressentiments unter den hier Schreibenden schürt, deren "Lieblingsfilme" von mir "beleidigt" wurden.

Diese Breitseite befeuert genüsslich Herr @sturges mit sehr, sehr frommen Zeilen (kommt immer gut an), wobei seine Stammkunden, die auf diesen Zug aufspringen (oder denen ich mal privat absagte), sich einreihen. Geht seit Jahren so hier im Forum und führte zu keiner Annäherung. Auch @womenzel wird kaum eine der Jubiläumsvorstellungen besuchen wegen zu fernem karsruher Wohnsitz - macht sich aber zum Wortführer der "zu unrecht Angegriffenen". Dem folgt @Salvatore u.a. quasi automatisch.

 

Anderentags wird die "Ferndiagnose" gebrandmarkt, aber nunplötzlich fühlt sich jeder berufen, was dazu zu sagen.

 

Die Ausgangsfrage war aber die nach einem repräsentativeren Programm, und dabei auch nach den Multiformat-Möglichkeiten oder auch anderen Erfolgen der Spielstätte (auch SU- und US-Filme, 70mm oder Magnetton usw.), die dort monatelang liefen, wenn ich das richtig verstehe.

 

Ansonsten zweifle ich daran, dass einer unter den gerne ihr Recht wahrnehmenden Befürwortern hier, die das jetzige Programm so super finden (wie Herr sturges) tatsächlich auch hingehen.

 

Andere finden's nicht so super einfallsreich, wenn, bildlich gesprochen, quasi "nach dem DDR-Lexikon" mal schnell die Jahreszahlen aufzuschlagen und sich ein paar Titel "von der Stange" zu bestellen.

 

Besser als gar keine Jubiläumsfilme - und man muss ja auch sofort "dankbar" für jede Kinovorführung dieses Landes sein - aber interessant wird`s erst dann, wenn man die Programmgeschichte des Hauses seit 1963 Revue passieren lässt und evtl. bedeutendere Premiereneinsätze dort entdeckt.

 

Machen wir einen Thread auf zur Programmgeschichte des Hauses und versuchen eine Rekonstruktion?

Wer macht mit?

@Salvatore, @TomCat. @preston stuges. @womenzel?

Ein ernsthafter Vorschlag!

Wer macht den Anfang?

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Ich möchte hier mal auf die Frage von showmanship am Anfang zurückkommen: Kann denn das "International" noch 70mm mit Magnetton spielen ??? Was nützen die gutgemeinten Programmvorschläge (wobei "Solo Sunny" nicht in 70mm war ! ), wenn die beiden UP 700 nicht mehr drin sind :cry: !!!

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Da wurden doch zur Berlinale DP70 eingebaut.

 

Das hätte mit den UP 700 Projektoren und Überblendbetrieb doch bestimmt noch mehr Spass am Vorführen gemacht!

Vermutlich gab es keine Kohlebogenstäbe mehr oder waren diese UP 700 Projektoren schon auf Xenonbetrieb umgerüstet?

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Ob nun UP 700 oder DP 70 mit oder ohne Teller ist doch hier nicht das Entscheidende - geht nun noch 70mm-Filmprojektion oder nicht ? Kann nicht einfach mal ein Berliner Kollege dort anklopfen und nachschauen und wir wären alle schlauer - Danke :razz: !!!

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Es wurde seinerzeit sehr engagiert um diese Frage diskutiert - und in Anbetracht des desolaten Zustandes des (auch mir aus der Arbeitspraxis im Royal/City bekannten) DP-70-Equipments wurde schnell klar, dass die mit der Reihe befassten West-Techniker der Berlinale zunächst mit Pyrcon UP700 nicht klar kamen und schliesslich selbst das "Westprodukt" DP-70 nicht in den Griff bekamen.

 

Auf http://www.filmvorfu...d/page__st__320 Thread #337 oder #338

Auf 10 Seiten redeten sich einige die Köpfe heiss. Auf hohem Niveau allerdings, das im Gegensatz zum Unvermögen der Veranstalter steht. Folgen hatte es keine. Die Pyrcon UP700-"Stammprojektoren" wurden m.E. denkmalsunwürdig und technisch unsubstantiiert in Rente geschickt. Von preston sturges leider bejubelt.

 

So viel zu Demokratie, Pluralismus, poltical correctness und Kreativität in der beleuchteten Szene.

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Aber für mich klingt dieser Artikel nach einem reinen PR-Ding.

... aber nicht beim TAGESSPIEGEL ... ;-)

Ansonsten gäbe es übrigens noch viele nette Geschichten über das INTERNATIONAL: Walter Ulbrichts wutschnaubender Abgang bei der 70mm-Uraufführung der "Optimistischen Tragödie" beispielsweise oder die Wahrheit darüber, warum die Sitzreihe 8 (der Parteiführung vorbehalten) einen erweiterten Sitzreihenabstand aufwies ... erfährt man alles bei den Denkmaltagen ...

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Übrigens will die BERLINER ZEITUNG das UP700-Pärchen erneut im BWR gesichtet haben (siehe Kasten im verlinkten Beitrag). Ausgangspunkt einer neuen Legendenbildung - oder doch real? Wer dieser Tage das INTERNATIONAL besucht, sollte mal die letzte Saalreihe aufsuchen - von dort hat man einen wunderbaren Einblick in den BWR.

 

"In den 80er-Jahren wurde das Kino als eines der wenigen der DDR mit einer Dolby-Stereo-Anlage ausgestattet. Im Vorführraum stehen heute noch Filmprojektoren aus DDR-Produktion, mit denen man 70-mm-Kopien abspielen kann, ein Filmformat, das nur noch wenige Kinos in Deutschland bedienen können."

 

 

http://mobil.berliner-zeitung.de/berlin/50-jahre-kino-international-mit-einem-filmriss-fing-alles-an,23785272,25023718.html

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Ausgangspunkt einer neuen Legendenbildung - oder doch real?
Es ist eine dritte Möglichkeit: Da hat ein Journalist ungenau zitiert und der Rest schreibt ohne eigene Recherche ab. Ob es zur Legendenbildung reicht, weiß ich nicht. Aber schon interessant, zu sehen, wie die Presse "vernetzt" ist
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... aber nicht beim TAGESSPIEGEL ... ;-)

Ansonsten gäbe es übrigens noch viele nette Geschichten über das INTERNATIONAL: Walter Ulbrichts wutschnaubender Abgang bei der 70mm-Uraufführung der "Optimistischen Tragödie" beispielsweise oder die Wahrheit darüber, warum die Sitzreihe 8 (der Parteiführung vorbehalten) einen erweiterten Sitzreihenabstand aufwies ... erfährt man alles bei den Denkmaltagen ...

Kannst du mir trotzdem das mit dem Sitzplatzabstand verraten? Ich denk mal aus Sicherheitsgründen?

Zu den Denkmaltagen würd ich schon mal gern nach Berlin kommen. Könnte interessant sein... Aber der Weg nach Berlin ist weit aus dem Wilden Süden!

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Pyrcon UP700 seit Ende Januar 2009 entfernt. Ersatzweise DP70 vom geschlossenen CITY IM EUROPACENTER (Bi-Kino zum ROYAL PALAST).

Der Artikel hat aus den greifbaren Informationen das Beste gemacht, wenngleich natürlich Kritik bei Jubiläen verpönt ist.

Die Geschichte zum Eröffnungsfilm 1963 stimmt. Dass aber aufgrund von unsachgemässer Lagerung der Film ständig riss, schliesse ich aus. Die Gründe für eine andere Ursache: Besonders akkurat muss die Schlaufe nach der Schaltrolle stimmen. Denn wenn auf einer 70mm-Kopie längere Folien für die dort jahrzehntelang gepflegt Überblendung geklebt wurden und die Schleifengrösse inakkurat war, riss der Film.

Jedoch waren die zuletzt eingebauten UP700 nicht die UP700, mit denen 1963 eröffnet wurde.

1 oder 2-mal im Jahr wurde auch das Malteserkreuzgetriebe getauscht.

Die Relaistechnik war anfällig.

Alles aber keine Gründe, authentische Bildwerfer der Eröffnungen gegen dann miserabel in Betrieb genommene DP70-Typen zu ersetzen, womit sämtliche Berlinale-Vorführungen von 2009 auf ein Hinterhof-Niveau abrutschten.

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Die Geschichte zum Eröffnungsfilm 1963 stimmt. Dass aber aufgrund von unsachgemässer Lagerung der Film ständig riss, schliesse ich aus.

Zumal ja zwischen "Generalprobe" und Premiere nicht viel Zeit vergangen gewesen sein kann; so schnell schrumpft Azetat-Material nun mal nicht. Aber vermutlich war allein entscheidend, dass die Staatssicherheit eine Erklärung hatte, die sie zu den Akten nehmen konnte - ohne dass die neuentwickelte UP700 dabei Schaden nahm. - Entfernte Assoziation zum 2010-Desaster im ZOO-PALAST: Im einen Fall war die Kopie angeblich zu warm, im anderen Fall angeblich zu kühl gelagert. Beide Erklärungsmuster widersprechen freilich anerkannten Grundregeln der Physik ... ;)

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Noch ein Pressebericht: Diesmal mit aktuellem Bild aus dem BWR (DP70) und mit weniger aktueller Behauptung im Artikeltext ("Hier stehen zwei der letzten Filmprojektoren aus DDR-Produktion, nach wie vor voll funktionszüchtig")

 

http://www.morgenpos...Idealkurve.html

 

PS: Habe korrekt zitiert, in dem Artikel steht wirklich "funktionszüchtig" -- die Wortschöpfung gefällt mir :smile:

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