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Norisound 512


Ernst Wiegand
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Hallo Ernst,

 

der kleine Noris aus Japan ist ein zuverlässiger Dauerläufer. Er ist sehr handlich, bietet gutes Licht, einwandfreien Bildstand und eine schonende Filmführung. Die Bedienung ist äußerst komfortabel: Beim Einführen des Filmanfangs schaltet er selbsttätig ein und erledigt das Einfädeln absolut zuverlässig. Bei einem Schlaufenverlust während der Projektion wird der Schlaufenformer automatisch (!) betätigt, am Filmende schaltet das Laufwerk automatisch ab.

 

Der Tonteil ist mit Duoplay-Technik ebenfalls gut ausgestattet, kann aber in Sachen Tonqualität mit einem “echten“ Noris oder Bauer nicht mithalten: Der Frequenzgang ist im Vergleich hörbar eingeschränkt. Außerdem neigt er zu statischen Entladungen, die hin und wieder als Knackser hörbar werden. Lichtton beherrscht der Noris entgegen der Angabe auf Super8Data nicht, dieses Feature bietet aber der fast baugleiche FujicaScope SD Auto.

 

Insgesamt ist der Noris 512 ein alltagstaugliches Gerät mit guter Ausstattung, das in keiner Sammlung fehlen sollte. Kaufempfehlung!

 

Jörg

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Ich kann Jörg nur zustimmen. Dieser Projektor arbeitet bei mir seit Jahren zuverlässig und er ist klein und handlich, ideal auch zum Mitnehmen. Was ihn besonders empfehlenswert macht: Er stammt aus den letzten Super-8-Jahren (um 1980) und ist somit ein spät gebautes Gerät, das dadurch in der Regel auch erst später zu Defekten neigt. Die eingebaute Elektronik ist auf einem einmaligen Entwicklungsstand, denn die automatischen Ein- und Ausschaltungen suchen ihresgleichen. Der in Japan von Yamawa gebaute Projektor wurde in verschiedenen Versionen auch unter dem Namen Fujicascope und Norisound 510/512 verkauft. Die Unterschiede liegen vor allem in der Ein- und Zweispurtechnik. Es gibt auch eine Version mit Licht- und Magnetton, das ist der Fujicascope SD Auto. Für mich sind diese Modelle die besten Allrounder im mittelpreisigen Bereich, die je gebaut wurden.

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Guten morgen in die Runde -danke für die ausführlichen Infos; ich bin schon gespannt, ob alles läuft -auch der Ton.

Ein Nachbar erwarb jenes Gerät, um alte Filme vorzuführen -jene sind jedoch Doppelacht.

Ich überlasse ihm einen neuwertigen Zweiformatprojektor Revue Lux 30 a, bekomme dafür jenes Teil.

Viel Spaß beim perforierten Hobby wünscht Ernst.

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Habe den Projektor eben übernommen -optisch und elektrisch makellos, auch der Ton läuft ok -wirklich eindrucksvoll, das Maschinchen -überraschend auch der automatische Motoranlauf beim Einschieben des Films in den Kanal und das automatische Stoppen am Ende. Toll ist auch das extrem leise Laufgeräusch -hoffentlich hält die Elektronik noch lange durch !

Meine Empfehlung -vielleicht sogar Alternative zu Elmo St 1200 (nur fasst jener auch größere Spulen als 180 m)

Ernst

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Auch mein Favorit seit Jahren, ohne Duoplay als Yamawa oder Yelco ES 720

http://www.super8data.com/database/projectors_list/projectors_yelco/yelco_es720.htm

oder auch als Porst 115

http://www.super8data.com/database/projectors_list/projectors_porst/porst_sound_115.htm

Habe mir mit der Zeit auch ein paar Reservegeräte hingestellt. Wenn der Projektor defekt geht dann ist es die Geschwindigkeitsteuerung, dies ist aber nur ein Leitungs-Transistor (oder Regler, ich erinnere mich nicht genau) der getauscht werden kann.

 

Habe auch einen Umbau um das Teil noch heller zu bekommen. Der hier:

post-79228-0-94145500-1430464079.gif

hat das Objektiv meiner defekten Canon 310XL und besitzt damit etwa doppelte Helligkeit und doppelten Zoombereich. Jetzt wartet er schon seit ein paar Jahren auf die Vollendung des Umbaus von 12V 100W auf 24V 200W (http://www.wittner-kinotechnik.de/katalog/05_licht/a_lampen.php#4214). Der zusätzliche 12V Trafo hierfür muss noch außerhalb des Gehäuses irgendwie vernünftig angebracht und zukünftig selbständig eingeschaltet werden.

Lutz

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Hehe, wie hast du das fette Objektiv da rein bekommen? Zu dem Umbau würden mich mal ein paar Details interessieren. Auch, ob der 200W Spiegel mit dem 100W wirklich kompatibel ist.

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Für den Umbau des Objektivs konnte ich meinen Vater gewinnen, so dass ich hier nur mit Fotos aushelfen kann. Nun ist es ja, trotz seiner Lichtstärke, durch den nur dreifachen Zoombereiches noch relativ klein. Zu bedienen ist es am Projektor jetzt genau umgekehrt, also scharfstellen vorn am Objektiv und der Zoom an der Seite.

post-79228-0-37290800-1430516702_thumb.gif

Beim 200W Umbau wollte ich möglichst den internen Trafo beibehalten. Da die Stromstärke unverändert bleibt, brauche dann nur einen zusätzlichen 12V Trafo in Reihe geschaltet. Bei interner 12V Wechselspannung bin ich bei der externen auch bei einem rein induktiven (klassisch gewickeltem) Trafo geblieben.

Auch ich wollte den bisherigen 100W Betrieb nicht für immer aufgeben. Man kann es auf dem Foto erkennen, ich habe für die 200W Lampe eine weitere Fassung eingebaut und einfach den externen Trafo und die anliegenden 12V aus der ursprünglichen Fassung in Reihe geschaltet. (Dabei muss ich dann immer schauen, das die Phasen beider Trafos synchron sind und gegebenenfalls den Netzstecker umdrehen.)

Vermutlich ist ein elektronisches Netzteil mit 24V sogar leichter als meine derzeitigen zusätzlichen 12V. Dann wäre es vermutlich am einfachsten gleich auf die Friedemannsche Schaltung umzubauen.

Damit der Projektor nicht zu heiß wird, habe ich den Lautsprecher ausgebaut und durch einen zusätzlichen Lüfter ersetzt.

post-79228-0-45628900-1430517127.gif

Den 200W Betrieb hatte ich aber bislang nur im Test für jeweils einige Minuten in Betrieb, während das 310XL Objektiv mit den ursprünglichen 100 Watt schon längere Zeit lief.

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Und wie war der Eindruck des Lichtgewinns durch die Leistungverdopplung? Ich habe vor kurzem nochmal die 150W (EFR) durch die 100W (EFP) getauscht - hatte es vorher schonmal gemacht, mißtraute inzwischen aber der Erinnerung an das Ergebnis - wieder ohne den geringsten Unterschied zu erkennen. Vorher hatte ich auch schon mal direkt die beiden nebeneinander auf dieselbe Leinwand projiziert. Daher bin ich bei diesen Leistungserhöhungen immer skeptisch.

 

Danke für den Bericht! Wäre durchaus einen eigenen Thread wert. Also der Objektivumbau scheint doch eher was für Fortgeschrittene zu sein.

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Ja wir sind vom Thema abgekommen... Für mich ist er auch (allein schon durch die einfache Bedienung wie bei einem Tape-Deck) Der Projektor. Ergänzen kann ich noch, dass er eine elektronische Geschwindigkeitsreglung besitzt. Über zwei Potis unter dem Gehäusedeckel kann die Geschwindigkeit für 18 und 24 Bilder/s separat einstellen/korrigieren werden.

 

Zum Helligkeitsunterschied 100W/200W kann ich nicht soviel sagen, da ich die Geräte durch die unterschiedlichen Objektive nicht vergleichen kann. Der Unterschied von Blende 1.3 zu 1.0 war schon auffällig. Wenn ich den Trafo Anbau mal zu Ende gebracht habe, kann ich ja vielleicht mit einem Belichtungsmesser die Helligkeiten vergleichen.

Meiner Erfahrung nach bringt allein schon eine neue Lampe einen deutlichen Helligkeitsgewinn. (Muss dann also auch die 100W Lampe am Vergleichsgerät austauschen.)

 

Grüße, Lutz

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Die Lichtleistung müsste im Quadrat sich verdoppeln, also 100% mehr Licht (1 Blende) von 100 Watt auf 400 Watt. Ein lichtstarkes Objektiv sollte also wesentlich mehr Auswirkung auf die Helligkeit besitzen.

 

Von 100W auf 200W = 1/4 Blende Lichtgewinn...sieht kein Mensch.

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Jetzt komm' ich mal mit gefährlichem Glühlampen-Halbwissen:

 

Den Unterschied von 60 W zu 100 W AGL finde ich schon ziemlich auffällig. Der Unterschied im Lichtstrom beträgt glaube ich knapp das Doppelte (710 lm --> ~1300 lm).

Jetzt kommt Viertelwissen: Bei doppeltem Lichtstrom und ansonsten gleichen Bedingungen (Optik, etc), müsste der Unterschied nicht eine Blende sein?

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Ich habe mal gegoogelt....

 

Verdopplung der Wattzahl = Verdopplung der meßbaren Lumen (sehr grob vereinfacht) - nicht gleich der Verdopplung des Helligkeitsempfinden im Auge, das Auge reagiert wie das Ohr logarithmisch... mehr konnte ich nicht finden.

 

https://www.tuhh.de/et3/students/Skripte_ss/V791.pdf

Edited by ruessel (see edit history)
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Wenn du das Projektionsbild auf der Leinwand doppelt so breit haben willst, wird es zwangsläufig auch doppelt so hoch - dafür brauchst du die vierfache Lichtmenge bei gleichem Helligkeitseindruck.

Wenn du das Blendenloch eines Objektivs im Durchmesser verdoppelst, vervierfacht sich die Lochfläche, ergo es kommt viermal so viel Licht durch.

Bezüglich der "Reichweite" von Blitzgeräten gilt auch: für die doppelte Reichweite (in welcher sich der Strahl in beide Dimensionen [breit/hoch] ausweitet) wird die vierfache Leistung benötigt.

Für Scheinwerfer gilt dasselbe. Für doppelte "Reichweite" = vierfache Menge nötig. (hängt wieder mit der ausgeleuchteten Fläche zusammen, die in doppelter Entfernung vier mal so groß ist).

 

Eine Blendenstufe ist allerdings immer eine Verdopplung / Halbierung der Lichtmenge.

Ein 1,0 Objektiv lässt doppelt so viel Licht durch wie das um 1 Blende schwächere 1,4

Somit sieht - rein theoretisch - eine 200 W hinter einem 1,4 aus, wie eine 100 W hinter einem 1,0.

An obigem Beispiel fehlt allerdings, dass die Lichtstärkenangaben sehr oft sehr stark gerundet bzw. "geschönt" sind (was heißt dass ein 1,0 in den seltensten Fällen wirklich wie ein perfektes 1,0 funktioniert) und außerdem liefert eine 200 W nicht haargenau und exakt doppelt so viel Licht wie 100 W.

Edited by Regular8 (see edit history)
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Da hatte ich mittlerweile bei Osram nachgeforscht. Der Spiegel bündelt auf 35mm, das ist entspricht den Serienlampen.

Davon gibt es übrigens auch eine 250W Version. Das wird wohl mein nächstes Experiment.

Edited by Spock (see edit history)
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