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Eine neue Hoffnung? IOSONO


cosmo
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gerade dolby hat mit seiner verpfuschung des einst hochwertigen magnetraumton-prinzips doch erst zu dieser entwicklung beigetragen! durch die abschaffung von zwei bühnenkanälen zugunsten zweier rummelplatztonspuren die kein mensch braucht hat man damals alles kaputt gemacht. ortsbezogene sprachführung funktioniert nur mit 5 bühnenkanälen und war schon beim magnetischen stereoton bei 35mm so nicht machbar und durchführbar.

 

Mit 5 Kanälen funktionieren Panoramabewegungen in der Bildwandebene besser als mit 3, darin widerspreche ich nicht. Dass Dolby 2 "BabyBoom"-Kanäle aus HL und HR gemacht hat, war eine Reaktion darauf, dass die zwei Kanäle zu dem Zeitpunkt (1976) kaum noch genutzt wurden. Warum Dolby die Schuld dafür geben, dass die Filmindustrie/die Kinobesitzer/das Publikum das ursprüngliche 70mm-Tonformat nicht angenommen hat?

 

im kino ging und geht es um eine glaubwürdige und realistische wie monumentale schallwiedergabe und ganz sicher nicht um effekthascherei im endstadium!!

 

Für eine "Monumantale Schallwiedergabe" sind genau diese BabyBoom-Kanäle - heute der Subwoofer-Kanal - hilfreich. Im Kino geht es mit Sicherheit mehr um dramaturgiegestützte Tongestaltung und mitunter auch um Effekthascherei als um realistische Wiedergabe. Das Zuschlagen einer Tür, das Anhalten eines Autos (quietscht im Film immer, auch auf Sand...), Detonationen... sind in Hollywood nicht gerade dokumentierender O-Ton sondern Ergebnis eines aufwändigen Sounddesigns.

 

 

nur eine magnetische schallquelle kann in verbindung mit der entsprechend eingestellten und hochwertig konstruiert wie eingebaut und justierten schallanlage zu hochwertigen und zufriedenstellenden ergebnissen führen.

 

Kannst Du diese Aussage mal ein bisschen wissenschaftlicher belegen?! Was ist eine "magnetische Schallquelle"?

 

 

...auch interessant zu sehen dass das neue automatisch und ohne zu zögern als masstab hergenommen eine alte und weit besser auskonstruierte tonphilosophie jedoch zeitgleich in abrede gestellt wird.

 

Es geht bei einem zur Anwendung kommenden Verfahren nicht um eine "Tonphilosophie" sondern lediglich um ein Werkzeug, das die Ideen der Regie und des Sounddesigns transportieren soll. Schaut man sich die Tongestaltung in heutigen und damaligen Filmen der Magnettonära an, stellt man fest, dass sie sich gar nicht so sehr unterscheiden. Natürlich ist Tongestaltung generell vom Zeitgeist beeinflusst, aber grundsätzliche Merkmale wie Flybys von den Bildwand- auf die Effektkanäle oder Raumanteile der Musik auf den Effektkanälen sind seit CINERAMA in den 50er Jahren prägend für Mehrkanalton. Welches Medium Träger einer Tonmischung ist, ist fast gleichgültig, sofern bestimmte technische Parameter gegeben sind - und die kann man sicherlich auch den heutigen digitalen Tonverfahren nicht absprechen

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Mit 5 Kanälen funktionieren Panoramabewegungen in der Bildwandebene besser als mit 3, darin widerspreche ich nicht. Dass Dolby 2 "BabyBoom"-Kanäle aus HL und HR gemacht hat, war eine Reaktion darauf, dass die zwei Kanäle zu dem Zeitpunkt (1976) kaum noch genutzt wurden. Warum Dolby die Schuld dafür geben, dass die Filmindustrie/die Kinobesitzer/das Publikum das ursprüngliche 70mm-Tonformat nicht angenommen hat?

 

das lese ich hier zum ersten mal dass das publikum oder die kinobesitzer den alten magnetton "nicht angenommen" haben. woher haben sie das? tatsache ist dass das ursprüngliche magnettonformat über 20 jahre ausgezeichnet funktioniert hatte beste ergebnisse brachte und man es einfach aufgrund von effekthascherei (und bei 35mm einem minderwertigen lichtton) geopfert hat. die zwei kanäle bei 70mm lies man doch nur deshalb weg um es einfacher zu haben und um gleich mehrere schritte zurück zu machen.

 

auch wollte man einen konkurrenten zu diesem unsäglichen sensurround verfahren in der tasche haben. die nachwirkungen dieser fehlentwicklungen sind heute noch zu sehen!

 

Für eine "Monumantale Schallwiedergabe" sind genau diese BabyBoom-Kanäle - heute der Subwoofer-Kanal - hilfreich. Im Kino geht es mit Sicherheit mehr um dramaturgiegestützte Tongestaltung und mitunter auch um Effekthascherei als um realistische Wiedergabe. Das Zuschlagen einer Tür, das Anhalten eines Autos (quietscht im Film immer, auch auf Sand...), Detonationen... sind in Hollywood nicht gerade dokumentierender O-Ton sondern Ergebnis eines aufwändigen Sounddesigns.

 

die besten vertonungen waren immer jene die auf realismus basierten. ein analog wie hochwertig aufgenommenes orchester. real existente geräusche auf magnetband überspielt oder von einem hochwertigen geräuschband genommen. alles klanglich einwandfrei auf magnetband übertragen und ohne billige digitalmaskierung und zerlegungsgitter. heute werden geräusche einfach im computer hergestellt oder dermassen verfremdet dass einem beim abhören fast schlecht wird. musik wird heutzutage entweder gleich im computer erzeugt oder oft einfach auf minderwertigen digitalspielarten aufgezeichnet. dementsprechend "klingt" das ganze dann ja auch.

 

und von "sounddesign" kann heutzutage doch auch schon lange keine rede mehr sein. wozu braucht man denn diese bumm bumm tonspuren? bei früheren filmen wo es auf tiefbass ankam gab sich das 70mm verfahren doch ohnehin nie eine blösse. filme wie "eisstation zebra" "agenten sterben einsam" "airport" oder "grand prix" stehen für diese aussage gerade.

 

"eisstation zebra" hatte nebenbei bemerkt einen weitaus besseren klang als "the abyss" mit "moderner" vertonung und dem angeblich so guten dolby sr rauschverfahren. alleine die atmosphäre im u-boot war bei "eisstation zebra" absolut realistisch und bahnbrechend aufgenommen worden. "the abyss" hingegen ein polterton der nur krawall macht und zu keiner zeit auf eine schöne raumführung eingeht. in digital würde dieser "abyss" aber sicher noch schlechter klingen. hier stimme ich überein.

 

Kannst Du diese Aussage mal ein bisschen wissenschaftlicher belegen?! Was ist eine "magnetische Schallquelle"?

 

von der ursprünglichen aufnahme bis zur schallanlage im kino alles in analoger reinstform ohne dolby kompression und ohne den geringsten klangverlust. magnettonfilme vor 1970 waren praktisch alle so zu hören.

 

Es geht bei einem zur Anwendung kommenden Verfahren nicht um eine "Tonphilosophie" sondern lediglich um ein Werkzeug, das die Ideen der Regie und des Sounddesigns transportieren soll. Schaut man sich die Tongestaltung in heutigen und damaligen Filmen der Magnettonära an, stellt man fest, dass sie sich gar nicht so sehr unterscheiden. Natürlich ist Tongestaltung generell vom Zeitgeist beeinflusst, aber grundsätzliche Merkmale wie Flybys von den Bildwand- auf die Effektkanäle oder Raumanteile der Musik auf den Effektkanälen sind seit CINERAMA in den 50er Jahren prägend für Mehrkanalton. Welches Medium Träger einer Tonmischung ist, ist fast gleichgültig, sofern bestimmte technische Parameter gegeben sind - und die kann man sicherlich auch den heutigen digitalen Tonverfahren nicht absprechen

 

doch. kann und muss man sogar da digitaler scheinton nichts mit hochweriger qualität zu tun hat. würde man hier einmal einen vergleich ziehen so wären die anwesenden mit sicherheit verblüfft wie schlecht digitaler scheinton doch in wirklichkeit ist. der verfall geschah wie beim bild in raten. zunächst war man mit der klangqualität aufgrund von messwerten nicht mehr zufrieden. immerhin kam irgendwann in den 70er jahren das gerücht auf dass der magnetton ein rauschproblem hätte. ich kann mich nicht daran erinnern jemals etwas davon mitbekommen zu haben.

 

dann kam plötzlich dolby für den magnetton und ab dann konnte von klanggüte doch wohl keine rede mehr sein. beworben wurde es aber nicht schlecht wenn ich mich so zurück erinnere. das ist beim d-cinema heute auch nicht anders. es genügt wohl auch genug werbung für etwas "neues" zu machen selbst wenn es der grösste kram ist und qualitativ einfach nur mangelhaft ist.

 

wir brauchen weder dolby noch digital in welcher form auch immer sondern eine rückkehr zu den hochwertigsten techniken welche die kinowelt je gesehen und gehört hat. technik wie sie beispielsweise bei "spartacus" zum einsatz gebracht wurde!

 

Expert Grouper

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Hallo,

 

es scheint für einige hier sehr schwer zu sein, beim Thema zu bleiben. Das ist bedauerlich. Wer aber noch am Thema Iosono interessiert ist, findet bei Heise einen kleinen Artikel darüber:

http://www.heise.de/newsticker/meldung/62397

 

Das bereits ein Iosono Studio in den USA eingerichtet wurde, scheint für die Ernsthaftigkeit und das finanzielle Potential des Erfinders Karlheiz Brandenburg zu sprechen. Nicht übel finde ich das.

Im Heise Forum gibt es zu diesem Thema neben den üblichen Trollbeiträgen (Gott sei Dank gibt es die hier angeblich nicht) auch ein paar Ohrenzeugen, die wie Ciniwa das Iosono System auf der Cebit gehört haben.

 

Stator

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tatsache ist dass das ursprüngliche magnettonformat über 20 jahre ausgezeichnet funktioniert hatte beste ergebnisse brachte und man es einfach aufgrund von effekthascherei (und bei 35mm einem minderwertigen lichtton) geopfert hat.

 

Expert Grouper

 

 

A. Wilkening veröffentlichte 1966 in der Zeitschrit BILD UND TON den Artikel "Erfahrungen mit dem Mehrkanalton", in dem er schrieb

"Es gibt aus den sog. Einspielerlösen keinerlei Hinweise, dass Breitwandfilme in Kinotheatern mit Mehrkanalton-Wiedergabe mehr Erfolg hätten ... als die gleichen Filme in Kinotheatern mit nur Einkanalton-Wiedergabe."

Wäre zu diesem Zeitpunkt beim Publikum die Euphorie über das mehrkanalige Tonverahren noch ungebrochen gewesen, hätte es ein Kino aufgesucht, das dieses Verfahren anbietet. Wodurch wiederum bestätigt wird, dass langfristig nicht ein Tonverfahren, sondern die Qualität eines Films das Publikum veranlasst, sich eine Kinokarte zu kaufen. Nicht zuletzt deshalb zweifle ich daran, dass IOSONO sich als gewinnbringend für normalen Feature-Film erweisen wird.

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tatsache ist dass das ursprüngliche magnettonformat über 20 jahre ausgezeichnet funktioniert hatte beste ergebnisse brachte und man es einfach aufgrund von effekthascherei (und bei 35mm einem minderwertigen lichtton) geopfert hat.

 

Expert Grouper

 

 

A. Wilkening veröffentlichte 1966 in der Zeitschrit BILD UND TON den Artikel "Erfahrungen mit dem Mehrkanalton", in dem er schrieb

"Es gibt aus den sog. Einspielerlösen keinerlei Hinweise, dass Breitwandfilme in Kinotheatern mit Mehrkanalton-Wiedergabe mehr Erfolg hätten ... als die gleichen Filme in Kinotheatern mit nur Einkanalton-Wiedergabe."

Wäre zu diesem Zeitpunkt beim Publikum die Euphorie über das mehrkanalige Tonverahren noch ungebrochen gewesen, hätte es ein Kino aufgesucht, das dieses Verfahren anbietet. Wodurch wiederum bestätigt wird, dass langfristig nicht ein Tonverfahren, sondern die Qualität eines Films das Publikum veranlasst, sich eine Kinokarte zu kaufen. Nicht zuletzt deshalb zweifle ich daran, dass IOSONO sich als gewinnbringend für normalen Feature-Film erweisen wird.

 

Das ist schon ein starkes Stück, was ein derart anerkannter Filmfachmann wie Wilkening da zum Besten gegeben haben soll (ich schaue mir den Artikel morgen selbst einmal an).

Zumindest widerspricht es der Doktrin der DDR-Führungsspitze seiner Zeit und des Regisseur-Ehepaars Thorndike nebst dem Kameramann Werner Bergmann, in jeder grösseren DDR-Stadt einen 70mm-Zwecktheaterbau zu erreichten und die gesamte Produktionskette in der DEFA-Produktion, im DEFA-Kopierwerk und bei DEFA-Synchron für eine vollständige Fabrikation von Mehrkanal-Magnettonfilmen auf 35mm und 70mm einzurichen. Eine enorme zivilisatorische Leistung, zumal somit die DDR gleich nach den USA, der UdSSR, Frankfreich und der BRD das fünfte Land war, das auf die 70mm-Technik setzte und etliche Erfolge produzierte: in 4-Kanal-MT auf 35mm berühmt ist "Der fliegende Holländer", auf 6-Kanal-MT die Eigenproduktionen "Goya", "Signale - ein Weltraumabenteuer", aber auch die UdSSSR-Importe "Krieg und Frieden", "Die Befreiung" und vor allem die US/BRD-Importe "EL Cid", "Grand Prix", "Meterei auf der Bounty", "Porgy and Bess", "Spartacus", "My Fair Lady" u.a.m.

Spreche ich heute darüber mit ehemaligen DDR-Bürgern, so werden mir mit leuchtenden Augen die Erinnerungen an einschlägige Roadshow-Vorführungen in dafür geeigneten Theatern geschildert: diese Filme hatte mehr Erfolg als alles andere an Filmangebot in Ostdeutschland nach 1945. Traurig, daß dies in diesem Forum so niedergemacht und marginalisiert wird. Waren denn alle Forums-User in dieser Zeit auch Zeugen der Vorgänge?

 

Momentan gibt es für den Laien aber keinen erkennbaren Grund mehr, warum eine Kinoanlage einen Film besser abspielen sollte als seine Heimkinoanlage. Wohlgemerkt, ich rede nur von der technischen Seite, so, wie sie sich für fast alle Laien darstellt. (...)

Die große Leinwand ist alles, was vom einstigen Vorsprung des Kinos geblieben ist. Eine Leinwand ist aber nicht gerade beeindruckende High-Tech. Wenn man den Laien im Kino etwas um die Ohren hauen könnte, das sie in ihrem Wohnzimmer nicht oder auf absehbare Zeit nicht bekommen könnten, wäre das eine sehr gute Sache. Wer würde sich schon 30 Lautsprecher ins Wohnzimmer stellen? (...)

 

Ich sehe auch nicht, wie der 35mm Film solche Entwicklungen verwirklichen könnte. Per Timecode auf der Kopie und dann von irgendeinem DVD-Nachfolger vielleicht. Aber wer sollte in diese Dinge investieren, wenn bereits jetzt schon langsam angefangen wird, auf digitale Bildprojektion umzustellen.

Falls also solche Entwicklungen wie das Iosono-System jemals verwirklicht werden, dann vom Digital-Kino.

 

 

Widerspruch: IOSONO, so las ich einmal, eigne sich für jede Art von Filmtechnik, angeblich auch für ältere Filme. Und optimierte 35mm-Technik ist nachwievor das Maß aller Dinge, nicht das auf dem Fleck klebende 2 k-Digital Cinema, das auflösungsbegrenzt ist und bleibt und momentan doch nur Dolby Digital reproduziert.

 

Ich verstehe das nicht. Die momentane finanzielle Situation der Kinos ist ganz normal im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung. Es gab in der Vergangenheit WESENTLICH schlechtere Zeiten. Dies betrifft fast den ganzen Zeitraum von den 60ern bis Anfang der 90er. Der Boom der 90er kann kein Maßstab sein, denn das ist ein Boom nie. Das war damals einfach ein Geschenk, das mittlerweile Staub angesetzt hat. (...)

Das glaube ich leider auch. Ich wüßte aber nicht, warum das Kino untrennbar mit dem Filmvorführer verbunden sein sollte. Das Publikum weiß es sicherlich auch nicht.

 

Ich merke, ich bin vom Ausgangsthema abgekommen. Daher gute Nacht für heute.

 

Stator

 

In anbetracht des künstlich durch die MP-Ketten herbeigeführten Overscreenings geht es dem Kinomarkt allerdings schlechter als im Zeitraum der 60er bis 90er Jahre.

 

Zum "Kino ohne Vorführer" gebe ich lieber keine Kommentare ab...

 

Dass Dolby 2 "BabyBoom"-Kanäle aus HL und HR gemacht hat, war eine Reaktion darauf, dass die zwei Kanäle zu dem Zeitpunkt (1976) kaum noch genutzt wurden. Warum Dolby die Schuld dafür geben, dass die Filmindustrie/die Kinobesitzer/das Publikum das ursprüngliche 70mm-Tonformat nicht angenommen hat? (...)

 

Für eine "Monumantale Schallwiedergabe" sind genau diese BabyBoom-Kanäle - heute der Subwoofer-Kanal - hilfreich. Im Kino geht es mit Sicherheit mehr um dramaturgiegestützte Tongestaltung und mitunter auch um Effekthascherei als um realistische Wiedergabe. Das Zuschlagen einer Tür, das Anhalten eines Autos (quietscht im Film immer, auch auf Sand...), Detonationen... sind in Hollywood nicht gerade dokumentierender O-Ton sondern Ergebnis eines aufwändigen Sounddesigns. (...)

Es geht bei einem zur Anwendung kommenden Verfahren nicht um eine "Tonphilosophie" sondern lediglich um ein Werkzeug, das die Ideen der Regie und des Sounddesigns transportieren soll. Schaut man sich die Tongestaltung in heutigen und damaligen Filmen der Magnettonära an, stellt man fest, dass sie sich gar nicht so sehr unterscheiden. Natürlich ist Tongestaltung generell vom Zeitgeist beeinflusst, aber grundsätzliche Merkmale wie Flybys von den Bildwand- auf die Effektkanäle oder Raumanteile der Musik auf den Effektkanälen sind seit CINERAMA in den 50er Jahren prägend für Mehrkanalton. Welches Medium Träger einer Tonmischung ist, ist fast gleichgültig, sofern bestimmte technische Parameter gegeben sind - und die kann man sicherlich auch den heutigen digitalen Tonverfahren nicht absprechen

 

Die "baby boom"-Kanäle werden wohl eher Dolbys Reaktion auf das SENSURROUND-Verfahren gewesen sein. Dolby war ja immer stolz auf seine "Formatkompatibilitäten", die aber selbst an diesem Punkt - der SENSURROUND-Imitation - klägliche Ergebnisse liefert.

 

Im übrigen hört sich heutiger Ton völlig anders an als CINERAMA-Ton von 1952, wobei ich an diesem Punkt noch keine Wertung abgebe oder pauschalisiere.

 

Ob es im Kino mehr um "dramaturgiegestützte" Tongestaltung oder um einen "realistischen" Ton geht, stellt sich für mich als Frage nicht. Das eine schließt das andere nicht aus. Sofern "Sounddesign" aber zur modisch-fetischisierten Krücke eines mehr und mehr stümperhaften Action- (oder auch Non-Action)-Kinos wird, diskreditieren sich diese Dramaturgie-Ideen leider von selbst. So ist es bedauerlich, daß der von meinem Vorredner als "realistischer" oder "monumentaler" Raumton erinnerte Klang der füheren Magnettonfilm leider keinen Eingang mehr in heutiges "Sounddesign" oder heutige "Tonverfahren" gefunden hat. Hier ist sowohl der technische (verfahrensbedingt) wie auch dramaturgische (mischungsbedingt) Moment unverwechselbar und konnte bis dato auf keinem anderen Materialträger (digital anstelle Magnetton) und auf keiner neueren Anlage (JBL und Dolby anstelle Altec/Klangfilm und geeignete Röhrenverstärker) adäquat repliziert werden.

 

Das aber erwarte ich von ISONO.

 

Sollten dabei ältere Filme einen Nachteil erleiden (oder Magnettonfilme durch einen digitalen Remix verwässert werden), so ist IOSONO für mich kein universell nutzbares Verfahren.

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Im übrigen hört sich heutiger Ton völlig anders an als CINERAMA-Ton von 1952, wobei ich an diesem Punkt noch keine Wertung abgebe oder pauschalisiere.

 

Ich habe nicht behauptet, dass Mehrkanalton damals und heute gleich klingt, sondern dass die Gestaltung der Kanäle sich ähnelt. Klassisches Mittel sind eben Fly-Bys, die z.B. in THOSE MAGNIFICENT MEN IN THEIR FLYING MACHINES 1964 in Form überquerender Flugzeuge zur Anwendung kamen. In der CYPRESS GARDENS-Szene aus THIS IS CINERAMA gehen die Schnellbootevon den Surroundkanälen auf die Bildwandkanäle über. Perspektivische Bild-Ton-Korrelationen und der Umgang mit Musik sind weitere Beispiele.

 

Ob es im Kino mehr um "dramaturgiegestützte" Tongestaltung oder um einen "realistischen" Ton geht, stellt sich für mich als Frage nicht. Das eine schließt das andere nicht aus. Sofern "Sounddesign" aber zur modisch-fetischisierten Krücke eines mehr und mehr stümperhaften Action- (oder auch Non-Action)-Kinos wird, diskreditieren sich diese Dramaturgie-Ideen leider von selbst.

 

Auch ein realistischer Ton sollte dramaturgisch motiviert sein. Ob Tonelemente in irgendeiner Weise stilisiert, überhöht, minimalisiert oder realistisch gezeichnet werden, ist eine Entscheidung, die während des Sounddesigns gemeinsam mit dem Regisseur zu treffen ist. Dass es auch Beipiele für weniger gelungene Tongestaltungen gibt, steht ausser Frage.

 

 

So ist es bedauerlich, daß der von meinem Vorredner als "realistischer" oder "monumentaler" Raumton erinnerte Klang der füheren Magnettonfilm leider keinen Eingang mehr in heutiges "Sounddesign" oder heutige "Tonverfahren" gefunden hat. Hier ist sowohl der technische (verfahrensbedingt) wie auch dramaturgische (mischungsbedingt) Moment unverwechselbar und konnte bis dato auf keinem anderen Materialträger (digital anstelle Magnetton) und auf keiner neueren Anlage (JBL und Dolby anstelle Altec/Klangfilm und geeignete Röhrenverstärker) adäquat repliziert werden.

 

Da IOSONO sich digitaler Aufzeichnungstechnik bedient, wird es wohl auf keinen Fall Bestand vor Euren Ohren haben. Auch die IOSONO-Lautsprechertechnik wird sich Entwicklungen des 21. bzw. ausgehenden 20. Jhdts. bedienen und somit Euren Ansprüchen nicht genügen.

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[Zumindest widerspricht es der Doktrin der DDR-Führungsspitze seiner Zeit und des Regisseur-Ehepaars Thorndike nebst dem Kameramann Werner Bergmann, in jeder grösseren DDR-Stadt einen 70mm-Zwecktheaterbau zu erreichten und die gesamte Produktionskette in der DEFA-Produktion, im DEFA-Kopierwerk und bei DEFA-Synchron für eine vollständige Fabrikation von Mehrkanal-Magnettonfilmen auf 35mm und 70mm einzurichen. Eine enorme zivilisatorische Leistung, zumal somit die DDR gleich nach den USA, der UdSSR, Frankfreich und der BRD das fünfte Land war, das auf die 70mm-Technik setzte und etliche Erfolge produzierte: in 4-Kanal-MT auf 35mm berühmt ist "Der fliegende Holländer", auf 6-Kanal-MT die Eigenproduktionen "Goya", "Signale - ein Weltraumabenteuer", aber auch die UdSSSR-Importe "Krieg und Frieden", "Die Befreiung" und vor allem die US/BRD-Importe "EL Cid", "Grand Prix", "Meterei auf der Bounty", "Porgy and Bess", "Spartacus", "My Fair Lady" u.a.m.

Spreche ich heute darüber mit ehemaligen DDR-Bürgern, so werden mir mit leuchtenden Augen die Erinnerungen an einschlägige Roadshow-Vorführungen in dafür geeigneten Theatern geschildert: diese Filme hatte mehr Erfolg als alles andere an Filmangebot in Ostdeutschland nach 1945. Traurig, daß dies in diesem Forum so niedergemacht und marginalisiert wird. Waren denn alle Forums-User in dieser Zeit auch Zeugen der Vorgänge?

 

 

nun darf man aber auch nicht vergessen, dass die DDR eigenen Bemühungen um Cinemascope, Magnetraumton und eigene 70mm produktionen eine politisch gewollte und angeordnete entscheidung war, die vor dem hintergrund des kalten krieges gefällt wurde, zumal auch in den 50iger jahren in berlin das ostberliner publikum zum großen teil die westberliner kinos besuchte und in den ostberliner kinos immer öfter gähnende leere herrschte.

 

eine der wenigen entscheidungen des kalten krieges, die etwas vernünftiges in bewegung brachte und uns einige unvergessliche meisterwerke, die du ja zum größten teil schon nanntest, hinterließ.

 

Der von Dir erwähnte FLIEGENDE HOLLÄNDER von Joachim Herz ist übrigens am 11. und 14.09. in der recht seltenen schwarz-weiß Totalvision, 4-Kanal-Magnettonkopie bei uns zu sehen.

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So ist es bedauerlich, daß der von meinem Vorredner als "realistischer" oder "monumentaler" Raumton erinnerte Klang der füheren Magnettonfilm leider keinen Eingang mehr in heutiges "Sounddesign" oder heutige "Tonverfahren" gefunden hat. Hier ist sowohl der technische (verfahrensbedingt) wie auch dramaturgische (mischungsbedingt) Moment unverwechselbar und konnte bis dato auf keinem anderen Materialträger (digital anstelle Magnetton) und auf keiner neueren Anlage (JBL und Dolby anstelle Altec/Klangfilm und geeignete Röhrenverstärker) adäquat repliziert werden.

 

 

fast jeder hier weiß ja, wo mein herz hängt, trotzdem möchte ich empfehlen, RHYTHM IS IT! und TOUCH THE SOUND auf einer gut eingestellten, sauberen anlage in digitalton zu hören ... man sollte bei aller liebe zum magnetton auch differenzieren und nicht alles verdammen, was keinen braune randspur hat.

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Habe nicht dagegen argumentiert, sondern versucht, die Verschiedenheiten zu erinnern. Weder ist etwas generell schlecht, noch ist etwas generell mit etwas anderem gleichzusetzen.

Interessant wird es dann, wenn man bewerten möchte, auch Entscheidungen trifft, welche Technologie oder Dramaturgie man für die historisch bedeutsamere oder historisch fortschrittlichere hält.

 

RYTHM IS IT ist bekannt für wirkungsvollen Ton, der sich jedoch per se (musikalisch-inhaltlich!) gut anhört, sodaß noch immer kein Vergleich analog ./. digital hergestellt ist. Da es sich hierbei um "realistisch" aufzunehmende, durch "Sounddesign" (im Gegensatz zum Film) weitaus weniger manipulierte Orchestermusik handelt, empfehle ich gerade hier dringendst den analogen Tonträger und schließe mich der Auffassung von @expert grouper parteinehmend an. Direkt hier übrigens wäre zu fragen, ob hier IOSONO bei diesem Filmitel einen Informationszuwachs bringt? Entweder, wäre zu fragen, ergibt sich eine noch "diffenenziertere" Ortbarkeit und Transparenz der Instrumentalisten und des Orchesterapparats, andererseits wäre in Zweifel zu ziehen, ob der Mensch mehr als zwei Ohren und mehr als einen Sitzplatz im Konzertsaal sein eigen nennt.

 

Wer unter den Sound-Kennern beantwortet diese Fragen schlüssig?

 

nun darf man aber auch nicht vergessen, dass die DDR eigenen Bemühungen um Cinemascope, Magnetraumton und eigene 70mm produktionen eine politisch gewollte und angeordnete entscheidung war, die vor dem hintergrund des kalten krieges gefällt wurde, zumal auch in den 50iger jahren in berlin das ostberliner publikum zum großen teil die westberliner kinos besuchte und in den ostberliner kinos immer öfter gähnende leere herrschte.

 

Kalter Krieg natürlich auch, nicht nur, denn ...

einige sowjetische Entwicklungen kamen sogar noch vor westlichen Pendants auf, einige andere wiederum, die ein "Gegensystem" zu den westlichen entwickelten, waren diesen sogar technologisch überlegen (siehe Goldowsky und Wysotzky, die entweder Neues erfanden oder weltweit verbreitete Forschungspublikationen herausbrachten, währenddessen sich die meisten westlichen Technologieerfinder in einer beinahe totalitären Geheimniskrämerei ihrer Patente vergruben).

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Mal stark vereinfacht:

IOSONO ist ein Verfahren, welches die akustischen Verhältnisse (Ereignisse) eines Raumes naturgetreu abbildet. Dabei geschieht diese Wiedergabe unabhängig vom Standort des Hörers.

Man kann sich das ähnlich wie ein akustisches Hologramm vorstellen.

Wenn sich also jemand die Mühe macht, eine originale magnetische Raumtonanlage mit EF 40 im Eingang und hart aufgehängten Schallwandlern in der Holzplatte aufzubauen, so kann dieses Hörerlebnis in andere Räume transportiert werden.

Das ist damit gemeint, wenn gesagt wird, IOSONO seifür alle Filmtonverfahren geeignet. In einem IOSONO- Kino kann eine 8 Kanal SDDS- Anlage aber auch schönstes DOLBY A mono simuliert werden. Oder aber auch ein Konzertsaal bzw. eine Waldwiese.

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Wenn sich also jemand die Mühe macht, eine originale magnetische Raumtonanlage mit EF 40 im Eingang und hart aufgehängten Schallwandlern in der Holzplatte aufzubauen, so kann dieses Hörerlebnis in andere Räume transportiert werden.

Das ist damit gemeint, wenn gesagt wird, IOSONO seifür alle Filmtonverfahren geeignet. In einem IOSONO- Kino kann eine 8 Kanal SDDS- Anlage aber auch schönstes DOLBY A mono simuliert werden. Oder aber auch ein Konzertsaal bzw. eine Waldwiese.

 

völlig unmöglich was sie hier vollmundig ankündigen!

 

wenn die schallquelle schon von haus aus minderwertig ist wie will man dann eine höherwertigere wiedergabekette "nachstellen"? das ist in etwa so wie wenn man versucht mit einem mittelwelle radio einen ultrakurzwellenempfänger zu simulieren. auch wenn man noch soviele lautsprecher mehr als vorher platziert wird einem das wohl kaum gelingen können.

 

tatsache ist und bleibt dass sämtliche klangschwächen nach wie vor bestehen bleiben werden ganz egal wieviele schallwandler man hier auch zum einsatz bringt.

 

und von der lautsprechergüte selbst spricht heutzutage ja auch längst kein mensch mehr wo es längst nur noch um effekte zu gehen scheint. früher war das immer wieder ein thema wo die besten anlagen noch klangfilm oder altec geheissen hatten und die ergebnisse dementsprechend hochwertig waren. nachdem inzwischen aber lautsprecherproduzenten herrschen die ihre konzepte aus wohnzimmerboxenserien für ihre "profiprodukte" übernommen haben scheint man das unliebsame qualitätsthema ohnehin um jeden preis totschweigen zu wollen. hier wie dort!

 

Expert Grouper

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tatsache ist dass das ursprüngliche magnettonformat über 20 jahre ausgezeichnet funktioniert hatte beste ergebnisse brachte und man es einfach aufgrund von effekthascherei (und bei 35mm einem minderwertigen lichtton) geopfert hat.

 

Expert Grouper

 

 

A. Wilkening veröffentlichte 1966 in der Zeitschrit BILD UND TON den Artikel "Erfahrungen mit dem Mehrkanalton", in dem er schrieb

"Es gibt aus den sog. Einspielerlösen keinerlei Hinweise, dass Breitwandfilme in Kinotheatern mit Mehrkanalton-Wiedergabe mehr Erfolg hätten ... als die gleichen Filme in Kinotheatern mit nur Einkanalton-Wiedergabe."

Wäre zu diesem Zeitpunkt beim Publikum die Euphorie über das mehrkanalige Tonverahren noch ungebrochen gewesen, hätte es ein Kino aufgesucht, das dieses Verfahren anbietet. Wodurch wiederum bestätigt wird, dass langfristig nicht ein Tonverfahren, sondern die Qualität eines Films das Publikum veranlasst, sich eine Kinokarte zu kaufen.

 

dieses "argument" gab es auch schon vor 50 jahren zu hören. und im laufe der jahre hört man es wieder und immer wieder. bemerkenswert ist es dass solche scheinargumente immer von kritikern pleitegeiern verkäufern oder amateuren niemals aber von profis oder kennern der szene kommen.

 

wenn sie einen kinogast fragen ob er den ton lieber aus einem lautsprecher hört als aus 20 so wird er ihnen mit sicherheit "aus 20" zur antwort geben. wenn sie einen zuseher fragen ob er sich lieber ein scharfes oder ein unscharfes filmbild ansieht so wird er ihnen mit sicherheit das scharfe wählen.

 

kino kann entweder die vorzüge voll ausspielen oder ständig darauf hinweisen wie minderwertig die technik inzwischen geworden ist. der kinogast merkt sich alles. da können sie sicher sein.

 

weder sie noch sonstwer wird die logischen grundzüge die das filmgeschäft ausmachen aus den angeln heben können. da können statistiker kritiker oder sonstige amateure noch soviel unsinn sagen. die meisten von denen können ohnehin nicht viel mehr.

 

womit wollen sie den zuseher denn ins kino locken wenn nicht mit überlegener technik? wenn kein oder kaum ein qualitätsabstand zu diesen heimkinos mehr gegeben ist kann das kino einpacken. und zwar endgültig.

 

Nicht zuletzt deshalb zweifle ich daran, dass IOSONO sich als gewinnbringend für normalen Feature-Film erweisen wird.

 

da bin ich genau ihrer meinung. man braucht keine effekthascherei sondern wieder qualität in bild und ton und auch die filme müssen dringenst besser werden. ich weiss genau dass wenn die filme und die qualität wieder besser wird der zahlende gast mit sicherheit wieder gerne ins kino kommt. so allerdings müssen wir sehen wie wir über die runden kommen.

 

Expert Grouper

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womit wollen sie den zuseher denn ins kino locken wenn nicht mit überlegener technik?

 

Mit guten Filmen!

Denn nur für die Technik kommte kein Besucher ins Kino.

 

 

Gruß

HAPAHE

So einfach kann man mittlerweile nicht mehr argumentieren: einfach nur das eine oder das andere zu fordern, das genügt nicht. Weder haben es "gute Filme" (etwa die französichen Liebeskomödien von Eric Rohmer, schon aufgrund ihres 16mm-Formates und spartanischer Visualisierung) geschafft, Kino eine Exklusivität zurückzuerobern, noch vermag die IMAX-Corp. trotz grandioser Technik-Einfälle ihre Sinnkrise zu überwinden, da sie zu spät auf die Spielfilmauswertung umschwenkte, und das nur halbherzig um mit zeitlicher Verschiebung zum Massenstart zugkräftiger Spielfilme praktiziert.

 

Technik und Inhalt sind und bleiben untrennbar! Das betrifft die Filmproduktion und die Distribution. Gerade die grassierenden Unkenrufe, Filmkonsum zu Hause (DVD) sei schöner als im Kino, verweisen auch auf die technischen Mängel der Kinofilm-Wiedergabe aufgrund schlechter Kopien, unscharfer Aufnahmen, liebloser Vorführungen, minderwertiger Soundkomponenten und mangelhafter Optikelemente für die Bildwiedergabe. Und natürlich auf Defizite in der Produktpalette, sprich Diversifizierung von Angeboten, die indertat das neue Medium DVD liefert (Hintergrundinformationen).

 

Zum Grundansatz von IOSONO würde ich vermuten, daß die Idee und Umsetzung, wieder eine dreidimensionale Klangsphäre mit besserer Ortbarkeit und differenzierterer Tiefenstaffelung zu schaffen, ein richtiger Ansatz ist. Natürlich aber dürfte es schwierig werden, einprogrammierte "Klang-Charaktere" (etwa einen typischen Klangfilm-Sound aus der westdeutschen Produktion der 60er Jahre oder den Stereomagnetton auf bestimmten Anlagen mit spezifierten Vorverstärkerröhren und Kugelwellentrichterlautsprechern auf spezifierten Schallwänden) hundertprozentig repliziren zu können. Denn immerhin arbeitet doch IOSONO mit digitalen Zwischenwandlern. Jedoch den Versuch zu unternehmen, solches zu replizieren, würde ich ISONO keineswegs verübeln wollen, ich würde aber letzlich doch auf die originalen Übertragungssysteme zurückgreifen, um dem Anspruch an historische Treue einigermassen gerecht zu werden.

 

Richtig erkannt ist sicherlich, daß auch ISONO (und seine merkwürdigen Lautsprecher) die Weltprobleme minderwertiger Ausgangsmaterialien nicht wird lösen können, sondern u.U. nur verschleiert.

 

Wie so oft also in der neuzeitlichen Elektronikindustrie sucht man nach billigeren Ersatzlösungen, die angeblich alles können und Kompatibilität in alle Richtungen versprechen, obwohl doch verkannt wird, daß das filmische Original zumeist nur noch in einer degradierten Form zur Vorlage diente (man vgl. auch die illustren Restauratiosnversprechen der DVD-Industrie: Filme, die wie blankpoliert wirken, scheinbar bunt sind, nachträglich stereophonisiert werden usw. usf. Nur eben das filmische Original - im Originalformat - ist man kaum mehr imstande, zur Aufführung zu bringen. Es bedarf hier plötzlich der "Krücke" der elekronischen Nachbearbeitung, um überhaupt noch ein "altes" Produkt" - neu und effekthascherisch - vermarkten zu können, indem man es letzlich manipuliert und: clont).

 

Eine sehr schwierige Debatte, denke ich.

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eben, die Mischung machts..!

 

Ich sehe in den System allerdings keine Hoffnung. 8-Kanal-SDDS und Surround EX sind verfügbar - aber wird kaum genutzt. Woran liegt das? An dem bekanntheitsgrad der hersteller bestimmt nicht, ich denke DOLBY und SONY sind weitaus bekannter im Bereich Audio als ein Name wie Iosirgendwas.

 

Ich denke der nächste Schritt wär eine ausgereifte Digitalprojektion in 4k Auflösung. Habe selbst letzte woche Madagascar in DLP gesehen (saß Mitte-Mitte) und konnte auch bei größter Mühe keine Bildfehler entdecken. Jetzt noch 4K für groß Leinwände und die vorderen reihen und ich bin zufrieden :-)

 

max

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Ich hatte gestern abend kurzfristig (wegen Krankheit des eigentlichen Karteninhabers) die Gelegenheit, "Il Trovatore" auf der Seebühne in Bregenz zu erleben. Dort ist ja ein Iosono-Array mit 820 LS aufgebaut (optisch eher unauffällig).

Ich war verblüfft, wie das System arbeitet. Perfekte räumliche Zuordnung zu den Akteuren und vor allem, dank des vergleichsweise geringen Abstands der LS vom Hörer, praktisch lippensynchron!

Da ich in unserer Gruppe der einzige war, der ein bisschen technischen Verstand hat :lol:, fiel den anderen weder optisch noch akustisch was auf. Alle waren sich einig, dass Verständlichkeit und räumliche Auflösung sehr gut waren.

Gruß

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