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carstenk

Eclair Color auf Sony 515

62 Beiträge in diesem Thema

Es ist aber trotzdem ein no-go, dass die Breitwandpräsentation einen so groben Fehler aufwies.

Die Polfilter schlucken >50% Licht, und wenn die Einmessung ohne Filter erfolgt ist, dann hast Du nur die normale Bildwandleuchtdichte, bei Silberbildwand (ist eigentlich nicht zullässig in Kinos, die 2D spielen) zudem Sitzplatz- und Betrachtungswinkelabhängig.

Um für das Auge allerdings eine doppelte Helligkeit zu empfinden, bedarf es knapp der 10 fachen Leuchtdichte, es fällt damit nur im direkten Vergleich, oder dem geschulten Betrachter auf, dass der gewünschte Helligkeitswert nicht erreicht wird.

Ingesamt war das damit eine unbefriedigende Präsentation, die in dieser Abspielstätte geboten wurde. Sie zeigt auf, dass auch dieser Betreiber sich keinen Deut um Schaumannskunst schert, sondern nur am schubkarrenweisen Wegschaffen von Geld interessiert ist.

Ein qualitätsbewußter Betrieb würde täglich vor Beginn subjektive Kurztests aller am Tag bebötigten Bild- und Tonformate vornehmen, und erst beim Bestehen die Türe öffnen. Er würde auf qualifiziertes Personal einstellen, welches regelmäßig die Präsentation kontrolliert.

 

Genau die von Dir angebrachten Argumente sind es nämlich, dass Filmfreunde sich ein Heimkino einrichten, Menschen, die eigentlich gerne Kinokarten kaufen würden, wenn die Schaukunst stimmen würde, und der technisch machbare Standard zu erfahren wäre.

Die Kinobranche arbeit aber nur an ihrer abschaffung, auch dort, wo große Namen und Marken dahinterstehen.

Der subjektive Kurztest kostet nur wenige Minuten, und sichert eine Mindestgüte, wird aber als zu teuer empfunden. - Der Filmfreund empfindet das gebotene als zu teuer und reagiert, legt sein Geld besser an.

 

-St

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Ingesamt war das damit eine unbefriedigende Präsentation, die in dieser Abspielstätte geboten wurde. Sie zeigt auf, dass auch dieser Betreiber sich keinen Deut um Schaumannskunst schert, sondern nur am schubkarrenweisen Wegschaffen von Geld interessiert ist."

 

Ganz schön markige und pauschal-verurteilende Aussage von jemandem,  der das noch nicht einmal mit eigenen Augen vor Ort gesehen hat, oder? 

 

O.

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Also ich war dann relativ zufrieden muss ich sagen.

 

Zum "schubkarrenweise" Geld ranschaffen macht man glaub ich alles andere als ein Kino eröffnen...

 

Aber natürlich möchte jeder Betreiber auch Geld verdienen oder zumindest die laufenden Kosten decken, und die dürften beim cinecitta alles andere als gering sein.

 

Idealismus in allen Ehren aber betriebswirtshaftlich wird man immer eine Kosten/Nutzen-Abwägung machen. Von daher müsste eigentlich kein Betreiber Eclair Color  installieren da das mit Sicherheit keinem Normalkunden überhaupt auffällt.

 

Ich bin in meinem eigenen Job ( hat nichts mit Kino zu tun) auch oft idealistisch und stecke mehr Zeit rein als ich sollte. Verbuche ich die Stunden krieg ich aufn Deckel weil Projekt überzogen, verbuche  ich sie nicht und sitze freiwillig länger da, krieg ich auch aufn Deckel weil das  darf ich rechtlich nicht... soviel dazu.

 

Zum Thema Heimkino: Aus der Ecke komme ich ja. Da kenne ich genug die sagen "Ich geh nicht mehr ins Kino" weil ja alles so schlecht da sei. Auf alle Kunden gerechnet ist das aber ein verschwindender Anteil, daran stirbt das Kino nicht (ich selbst zähle mich da nicht dazu, denn ich gehe immer wieder ins echte Kino weil das  schon noch was anderes ist, dann aber  auch technikaffin in  spezielle Vorstellungen).

 

Schlimmer sind die heimischen Am-PC-Streamer (egal ob legal oder illegal) und die lockt man vermutlich auch mit bester Technik nicht vom heimischen Rechner weg.

 

Für sehr viele Menschen, insbesondere Familien natürlich, sind auch einfach die Eintrittspreise viel zu hoch. Dass da die Kinos nicht wirklich oder nur tlw. dran schuld haben nützt den Leuten dann auch nix.

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Schubkarrenweise Kleingeld fuhr man in der Hochzeit des Kinos aufgrund des Gewichtes so zur Bank, das war so. Heute sind das Scheine, in einem Großplex auch in erheblicher Tagessumme. Auch in guten Tagen blieb da früher nicht viel nach (30% Lustbarkeitssteuer, Umsatzsteuer, STAGMA/GEMA, RFK/SPIO; bei verleihanteilen zwischen 33 und 45%), ließ auch in der 40er/50ern die Frage nachwirtschaftlichem Betrieb aufkommen, heute immer noch.

 

Worum es mir ging, es gibt kleinste Kinos ohne großen Umsatz oder Platzzahl, die können sich vor einer solchen Filmveranstaltung sogar eine Wartung mit Lampentausch leisten, andere, die sehr viel einnehmen, nicht einmal den Kurztest zu Beginn des Tages und eine gelegentliche Kontrolle der Bild- und Tongüte-

Beispiel weiter oben im Post:

On 7/21/2017 at 5:45 PM, showmanship said:

Filmrauschpalast spielt VALERIAN ab 24.08. in Eclaircolor, natürlich auf frisch gewarteter Anlage (Gamma, Uniformity, neue Lampen usw) und in OmU.

 

Kino ist mir eigentlich nicht zu teuer, die überteuerten Kioskartikel muß niemand kaufen, gabs in meiner Jugend auch nicht. Im internationalen Vergleich ist D noch günstig.

Was mir zu teuer ist, ist häufig die gebotene Qualität für mein Geld. Nimm Valerian, da steht im Waschzettel, wie hier gepostet, "in 7.1 Ton zu zeigen mit + 1 3/4 dB Pegel".  Und dann bekommt man 5,2 eingestellt. Da läuft 2D auf Silberbild, was laut Bauvorschriften nicht zulässig ist, weils sch....e aussieht. Oder wie hier gepostet, da werden Polfilter "versehentlich" nicht herausgenommen oder mit der 3 D Optik 4k Filme gezeigt.

Oder defekte Surrounds von JBL, bemessen für 10 Jahre Lebenserwartung hängen heute noch mit zerbrüselten Siken, vertrocknete Ferrofluidhöchtoner werden nicht ersetzt, weil " ja bisher noch niemand sich beschwert hat" oder "nicht aufgefallen ist".

 

Lomischerweise gibt es aber eine große Anzahl unabhängiger Betreiber, die sehr wohl auf die Güte achten, die ggf. nachregeln und sehr gute Arbeit machen, aber vergleichsweise sehr viel höhere Kosten haben, als die Großplexbetreiber...

Nur, sie bekommen Filme nicht zum Start, und keine Kreditlinien eingeräumt. Nur sie beherrschen das Basisgeschäft.

Wenn Valerian heute in Eclair und 7.1 als Minimum daherkommt, dann gehörts so gezeigt, und nicht Anders. Alles Andere ist Zensur, die uns nicht zusteht.

Das ist es, was mich ärgert, mehr nicht.

 

-St

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Am 24.7.2017 um 13:53 schrieb Sony Digital Cinema:

Ingesamt war das damit eine unbefriedigende Präsentation, die in dieser Abspielstätte geboten wurde. Sie zeigt auf, dass auch dieser Betreiber sich keinen Deut um Schaumannskunst schert, sondern nur am schubkarrenweisen Wegschaffen von Geld interessiert ist."

 

Ganz schön markige und pauschal-verurteilende Aussage von jemandem,  der das noch nicht einmal mit eigenen Augen vor Ort gesehen hat, oder? 

 

O.

 

Ich stelle das mal unkommentiert hier rein:

 

http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/cinecitta-nurnberger-kinomogul-weber-gibt-leitung-ab-1.6423093

 

Einzelne Kommentare:

 

Zitat

 


Gestern noch in Cine gewesen und wieder fiel was sehr auf.
Daher mein Gedanke beim Lesen.
Vielleicht sollte Fr. Weber sich doch mal zu den Toiletten bewegen, irgendwem von der Führungsriege müsste doch mal merken, was dem zahlenden zbesucher seit Jahren auffällt:
Die WC sind eine absolute Zumutung.
Nicht rein Pflege technisch, sondern von der Substanz her.
Da wird nichts unternommen, nur Geld abgeschöpft- und genau das merkt man extrem.

Absolut kein Aushängeschild.. man fragt sich auch, wie es in anderen 'sensiblen' Bereichen aussieht (Thema Gastro, Küche).

Vielleicht mal eine Idee für die Nachfolgerin?
 

 

 

oder

 

Zitat

 


Vielleicht hätte sie mal die Klos putzen sollen, denn die waren die letzten Jahre abartig.
Die Sauberkeit ist ein Grund warum ich lieber in der Region ins kino gehe.
 

 

 

Wahrscheinlich nur Einzelschicksale, denn Millionen Fliegen können nicht irren.

 

Aufschlussreich ist es auch mal die Google-Bewertungen zu überfliegen, das ein oder andere wiederholt sich verdächtig oft:

 

https://g.co/kgs/3YAB1D

 

Oder auch:

 

Zitat

 


Bekommen die 450€-Kräfte dort eigentlich noch immer 6,50€-Stundenlohn plus einen 2€-Gutschein, von dem sie sich dann beim Arbeitgeber für 4€ ein Cola kaufen können?
 

 

 

... kein Grund sich zu beschweren, ich wurde als Multiplexvorführer sogar mit 5,50€ -5,90€ pro Stunde abgespeist.

 

bearbeitet von showmanship (Änderungen anzeigen)

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Am 21.7.2017 um 19:23 schrieb Neverman:

Ui, das ist nett. Danke für die Infos. Kann ich mir das irgendwo bestätigen lassen, damit ichs schwarz auf weiß habe?

Dann warte ich vielleicht einen Monat und mach das dann in einem Rutsch als Double-Feature + Terminator 2 3D.

 

Hallo,

ich melde mich nochmal zu Wort: Offensichtlich ist es so, dass es das ECLAIRCOLOR-DCP _nicht_ in der OmU-Fassung gibt sondern nur als OV. Die Vorstellungen im FILMRAUSCHPALAST sind allerding alle als OmU angelegt. Wir werden aber sowohl das "SDR" als auch das "HDR"-DCP bekommen. Du kannst ich gerne bzgl. anschreiben wenn Du immer noch planst nach Berlin zu kommen, wir können dann sicher für eine Vorstellung von OmU zu OV switchen. 

PS: Am 13.09. gäbe es dann sogar die Möglichkeit eines indirekten Double Features mit Terminator 2.

 

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Es gibt eine neue Firmware (1.54.0), die neben Bugfixes und einigen Erweiterungen explizit einen neuen Farbbehandlungswert für Eclair Color bietet. Allerdings, und das war zu erwarten, muss man dafür einen Lizenzschlüssel kaufen. 

Ob das der Verbreitung förderlich ist?

 

-St

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Und wegen der Bugfixes, u.a. wird wohl das Problem mit den bei 100% nicht abgeschlossenen DCP's gelöst, sollte man das auch machen. Für 3D sind da auch verschiedene Gammawerte nun möglich, für den engagierten 3D Vorführer.

Jens

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Ich halte neben dem neu eingeführten Lizenzschlüssel die diffus zirkulierenden Gerüchte um die Kosten für Eclair Color für nicht gerade hilfreich. Sollte sich Eclair tatsächlich dazu entschließen, Aufpreise für in EC gelieferte Filme zu verlangen, ist das System sofort tot. Interessanterweise ist man hier aber überhaupt nicht kommunikativ, obwohl Eclair diesbezüglich mit Sicherheit Pläne hat.

 

Die Installation/Einmessung ist zwar erstmal folgenlos, aber ein gutes Gefühl habe ich nicht, was die Marktdurchdringung angeht. Ich bezweifle auch, dass sich allzu viele Verleiher auf ein proprietäres HDR Systeme für vergleichsweise wenige Standorte einlassen werden. Damit würde Eclair Color nur am Tropf einiger französischer Produktionen hängen, für die man ohnehin die Postproduktion abwickelt. Und für französisches Arthaus in EC kann man auch keine sinnvollen Aufpreise für HDR Versionen verlangen.

 

Ein nicht unmaßgeblicher Haken an EC ist auch, dass davon nun ausgerechnet erstmal nur die Sony 515/510 profitieren (die zukünftige Barco Möglichkeit lassen wir mal vorläufig aussen vor) - und die machen ohnehin schon ein Bild, das man im Vergleich zu vielen/den meisten DLP Installationen als HDR bezeichnen könnte. Ist ein systematisches Problem, wenn man eine ohnehin schon hochwertige Projektion ein bißchen hochwertiger machen kann, während die Mehrzahl der installierten Systeme auf <2000:1 bleibt. So gesehen sind die Sony 51x gleichzeitig die besten (weil sie es können) und die schlechtesten (weil das Resultat im Vergleich zu vorher am wenigsten sichtbar ist) Systeme für so eine Verbesserung.

 

Und an eine Standardisierung von HDR auf DCI/SMPTE Ebene im Rahmen von DCI muss man gar nicht erst glauben, da wird es weiterhin bei proprietärem Mastering wie Dolby Cinema, IMAX Laser, und eben EC bleiben, wenn ich mir anschaue, dass man schon mehr als 8 Jahre an einem eigentlich rein formalen Übergang von Interop auf SMPTE rumwerkelt und dabei Altlasten die größte Rolle spielen.

 

Wegen der Trägheit der 150.000 weltweit installierten Systeme fürchte ich, dass HDR im Kino das gleiche Schicksal beschieden sein wird wie HFR. Es gibt kaum noch Marken, die sich im Kinobereich publikumswirksam vermarkten lassen, außer 'Dolby', 'IMAX', und 'Laserprojektion'...

 

- Carsten

bearbeitet von carstenk (Änderungen anzeigen)

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Auch wenn ich da etwas durcheinander bringe: es scheinen keinesfalls nur die Sony-Systeme davon zu profitieren, sondern auch Barcos DP4K-60L.

Auch wenn Markennamen wie Laserprojektion marktbeständiger als EclairColor klingen, sind sie kein Hindernis für EclairColor, das auch bei Laserprojektion zu gerüstet wird. Liegen die Kosten des EclairColor-Masterings zudem unter dem von Dolby Vision, hat EclairColor ähnlich wie DTS einst zu 35mm-Zeiten ein Potenzial. Gerade die Verbreitung sehr lichtstarker DP4K-60L, die schon im 2D-Betrieb Bildbreiten von bis zu 27 m auf Leinwänden mit Gainfaktor 1,8 zulassen (abgesehen davon, dass sie auch im 3D Betrieb für künftige Masterings mit höherer Leuchtdichte Potenzial gaeben), bietet EclairColor eine sinnvolle Anwendung.

Falls gegenwärtig in Westeuropa 63 Kinos mit EclairColor ausgerüstet sind, betrug diese Zahl vor anderthalb Jahren noch 16 Kinos.

(Die Zahl der 70mm Kinos lag Ende der 60er Jahre auf ähnlicher Höhe, stieg Anfang der 90er Jahre und ebbte in den 2010er Jahren ab - und kostete richtig Geld.)

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Gainfaktor 1,8...

"The Installation of gain screens is extremely bad practise."

Bleib bei der mit 1,0 erzielbaren Größe. Lieber kleinere, vernünftige Spielstellen, als gain screen mit Kompromissen, die unschön sind.

 

Im Übrigen hat z.B. auch Christie kompakte RGB Laser, die auch nach unten von der Lichtleistung erweitert werden, mit fast REC 2020 und hohem Kontrast im zukünftigen Programm, so daß nicht nur Barcos Monstergeräte mit der externen Kühlung etc, sich für Eclair eignen, wenn man im DLP Segment bleibt. Mit dem Vorteil, der gegenüber Sony besseren Langzeitkonstanz der Farbwerte und Gleichmässigkeit.

Diese Art Geräte werden zukünftig eine Alternative, wenn HDR gewünscht wird. Und sicher dann von mehreren geliefert. Wer braucht schon 25 oder 27m Bildbreite? Die dazugehörige Sitzplatzzahl ist im normalen Betrieb nur mit sehr wenigen Filmen zu füllen ---> unwirtschaftlich.

 

Christie-CP4325-RGB-Datasheet(1).pdf

bearbeitet von stefan2 (Änderungen anzeigen)

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