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Erste 16mm Lomo Tank Entwicklung mühevoll geschafft

19 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

 

Habe gestern meine erste 16mm Lomo Tank Entwicklung erfolgreich hinter mich gebracht.

20m 1988 abgelaufener Kodachrome als Schwarzweiß Negativ in Rodinal (die restlichen 10m gingen früher schon in Cliptests).

Wollte den alten Film eigentlich nur zum Krasnogorsk 3 einspulen üben nutzen, doch dann packte mich die Neugier.

Werde ihn heute mit meiner selbstgebauten Flachbettscanner-Schrittmotor-Locherkenn-Software-Einzelbild-Trenn-Automatisierung scannen, die Negative schauen aber schon sehr gut aus.

 

Ein paar Fragen an euch Experten:

  1. Wie teilt ihr 30m in der Dunkelkammer auf? Einfach auf erste Spirale spulen, bis nichts mehr geht, dann schneiden? Was, wenn man nicht 100% perfekt beladen hat und weniger als 15m auf der ersten Spirale sind, dann geht sich der restliche Film auf der zweiten ja nicht mehr aus?
  2. Der Schlauch meines Lomo Tanks ist dort wo er am Tank hängt "zusammengebogen", jetzt hatte ich grobe Probleme, die Chemie wieder zurückfließen zu lassen. Egal was ich probierte, fast mehr Chemie kam seitlich aus dem Tank raus, als durch den Schlauch und dann weg in den Abfluss - nicht so toll. Außerdem scheint mir der Schlauch für meine Zwecke zu lang zu sein. Kann ich ihn vom Tank trennen, die verbogene Stelle abschneiden und den Rest wieder anbringen, oder geht das nicht so einfach?

 

Übrigens, lustig ist es, wenn man unter Zeitdruck vergisst den Schlauch hoch zu klemmen, Chemie einfüllt und erst mittendrin draufkommt, dass alles abfließt, statt im Tank zu bleiben :1_grinning:

 

Die Remjetentfernung mittels zwei Bädern (Soda und klar) und Schwammtuch funktioniert super, vielen Dank an dieser Stelle an Friedemann und sein Video dazu!

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Du kannst den Schlauch problemlos kürzen. Wenn Du ihn in heissem Wasser warm machst, kannst Du ihn auch leicht wieder über den Stutzen schieben. Ggf. hilft ein bisschen Spüli. Falls der Schlauch alt und brüchig ist, habe ich auch für 10€ noch neuwertigen Ersatz (extra neu nachgefertigt in exakten Abmessungen). 

Wenn ich mit dem 2x15 Tank entwickle, spule ich ein bis zum Ender der Spiralspur, dann noch 8cm weniger (weil der nasse Film sich längt) und mache oben weiter. Auf der oberen Spule klemme ich den Anfang nicht ein sondern fange innen an der Spirale an – dann kann man am Ende die beiden Enden wieder zusammenfügen und verliert nicht ein einziges Bild.

 

Wenn Chemie bei 2x16mm schlecht ein- und abfliesst, liegt das auch oft an einem Fehler des Lomo-Tanks: Der Spulenstapel ist zu hoch, weil die untere Spirale auf dem mittigen Nupsi des unteren Tankteils aufliegt, statt über ihm zu liegen. Es hilft hier, den Boden der unteren Spirale ein bisschen zu bearbeiten.

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Danke!

Ich werde mir das mit dem Schlauch mal ansehen, gegebenenfalls melde ich mich bei dir, falls ich dir den neuen abkaufen möchte.

Hast du sonst noch andere Dinge nachgefertigt, die mir vielleicht helfen könnten?

 

Übrigens, zum Einspulen habe ich mir für die 16mm Kameraspule einen Mini-Umroller aus Lego gebaut (mein normaler Umroller war mir zu umhandlich). Das macht das Einspulen viel einfacher, Kameraspule läuft fein und schnell, Lomo Spule drehen ich noch händisch, ich nutze ja noch keinen Plattenspieler wie du, denke aber schon drüber nach für's nächste Mal.

 

Aufhängen auf eine Leine mit Büoklammern klappt auch sehr gut, nur ein einzelnes Bild hab ich mir scheinbar etwas zerkratzt, da muss ich besser aufpassen...

 

Bernhard

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Das beste Mittel ist üben, üben, üben. Nichts macht den Lomo zuverlässiger als Routine.  :)

 

 An Ersatzteilen habe ich noch ein paar der kleinen Verbindungssschrauben, die hat mal ein Australier nachgedreht. Mir ist bis heute aber noch keine gebrochen. 

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Lieber FilmCurlcom, befülle meine kleinen und den großen 16mm /30m Lomo Tank auf einer drehbar gelagerten Servierplatte, die es mal bei IKEA(?) gab oder noch gibt. Da läuft die Spirale ganz leicht, ohne dass ich den Plattenspieler in die Dunkelkammer schleppen muss :14_relaxed:. Beim 16 mm Tank hatte ich zuvor Probleme,mit aufeinander liegenden Filmflächen durch zu straffe Wickelung, das ist nun auch durch Friedemanns Hilfe behoben. Der Fomapan R100 kommt nach seinem Rezept auch wirklich hervorragend, vor allem dann, wenn man die Füllmengen ein bisschen großzügiger bemißt...

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vor 6 Stunden schrieb jacquestati:

Lieber FilmCurlcom, befülle meine kleinen und den großen 16mm /30m Lomo Tank auf einer drehbar gelagerten Servierplatte

 

vor 3 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Ha, das schaut aber interessant aus, vor allem für den Preis!

Ich frage mich, ob sich das auch so lange weiterdreht wie Friedemann's Plattespieler?

 

Bernhard

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Genau so sieht das Teil aus! Klar ist die Schwungmasse beim Plattenteller größer, aber das funktioniert bestens! Und Gleichlaufeigenschaften von 0,05 % sind bei der Anwendung nicht so gefragt! :14_relaxed:

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Beim Einspulen üben bei Licht hatte ich irre viel Probleme, der Vorspann-Testfilm verhakte, riss dann sogar beim Versuch weiter zu machen mehrmals oder wickelte sich außen um die Spirale herum, am Ende waren alle Teststreifen zerstört und ich musste einen frischen Film opfern um mehr zu üben. Mit dem klappte es aber, vielleicht war der Vorspann einfach von mieseste Qualität...

Beim echten Film hat es zum Glück im Finstern gleich geklappt, aber wer weiß ob es beim nächsten Mal auch geht?

Im Finstern habe ich die Lomo Spirale nicht zu schnell immer ein paar Mal weitergedreht, dann gefühlt, ob sich wohl nichts außen herum wickelt oder steckt, dann wieder weitergedreht... ist halt langsam und mit Stops dazwischen.

Wie stellst du sicher, dass alles passt, wenn du mit so einem Drehteller schnell antauchst, drehst du den ständig weiter ohne zu stoppen?

Klappt das so gut, dass man gar nicht viel nachprüfen muss und nur drauf achten muss, wann eine Spirale voll ist und geschnitten werden muss?

 

Bernhard

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Egal welcher Teller, langsam,aber stetig drehen und den Film dabei um 45-60-70 Grad verdrehen, so dass er schräg in die Spirale einläuft. Nicht zu viel ziehen, dann wird er zu straff und vor allem außen liegen Filmbahnen aufeinander, die keinen Kontakt zum Entwickler bekommen. Wie Friedemann schon sagte, ist eine Frage von üben, üben, und nochmals üben (und manchmal auch von langer, eher unfreiwillger Dunkel"haft" im Labor. Es gibt Videomaterial - ich glaube auch von Friedemann - zum Lomotank, einfach mal googeln...

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vor 4 Minuten schrieb jacquestati:

Es gibt Videomaterial - ich glaube auch von Friedemann - zum Lomotank, einfach mal googeln...

Ja, seine Videos kenne ich alle schon auswendig, so oft hab ich sie angeschaut und geübt :1_grinning: sind alle sehr hilfreich, die haben mich ja erst motiviert überhaupt mit dem Lomo Tank zu beginnen.

 

Bernhard

bearbeitet von FilmCurlCom
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3 hours ago, FilmCurlCom said:

Wie stellst du sicher, dass alles passt, wenn du mit so einem Drehteller schnell antauchst, drehst du den ständig weiter ohne zu stoppen?

Klappt das so gut, dass man gar nicht viel nachprüfen muss und nur drauf achten muss, wann eine Spirale voll ist und geschnitten werden muss?

 

Bernhard

 

Also einen Super-8 Film spule ich mittlerweile in etwa 15 Sekunden ein, wenn es wichtiges Material ist in 20. Und klar, wenn es mal hakt, dann brauche ich auch mal ein paar MInuten, bis alles sicher sitzt -- das wid aber immer seltener. (Wobei zu viel Routine auch gefährlich ist).

 

Übrigens gelten diese Zeiten und diese Problemlosigkeit auch nur für meine beiden Standard-Lomotanks -- mit neuen Tanks ist das alles viel zickiger. Was hilft, ist die Unterseite der oberen Spirale und das oberste Gitter von unten zu polieren. Mit Polierpaste, Baumwolllappen und Geduld. Denn hier hängen oft noch Gießfäden, manchmal auch Gelatinereste, an denen der Film verhakt. Auch klebe ich auf die untere Spirale mittig immer zwei Lagen Isolierband, um den Abstand der beiden unteren Spiralen etwas zu erhöhen. Das macht das Einspulen deutlich leichter und der Film ist trotzdem sicher "im Groove". 

 

Ach ja: Manchmal sind die Mitten der Lomo-Spiralen nicht plan abgedreht, dann kann es vorkommen, dass die beiden unteren Teile nicht parallel zu einander sind. Das sollte man im Hellen prüfen und ggf. korrigieren.

 

Zum Einspulen selbst: Bei S8-Filmen nehme ich immer den ganzen Wickel aus der Kassette und halte ihn lose in der Hand, leicht geführt von zwei Fingern. Meine Hand ist dabei "fest" am Plattenspieler positioniert, damit der Wickel auf einer Höher mit der Rille ist. Dann gebe ich dem Plattenteller einmal kräftig Schwung und er zieht den Film rein. Ich merke in der "gebenden" Hand sofort, wenn der Film sich plötzlich aussen um die Spirale wickelt, denn dann dreht sich der Wickel viel zu schnell. Je kleiner der Wickel wird, desto langsamer mache ich den Plattenteller, denn die letzten 4-5 Windungen sind die kritischsten. Da der Film am Wickelkern befestigt ist, muss man anhlaten, bevor der Film abgewicklet ist, sonst "reisst" man am Ende am Film und er liegt auf den äußeren Windungen aufeinander.

 

16mm-Breite Filme stecke ich inkl. ihrer 30m-Spule auf einen runden Glastab (weil die eh im Labor rumliegen und der die richtige Dicke hat) und lass sie von da lose abwickeln. Beim Drehen des Tellers taste ich ab und zu, ob die untere Spirale bald voll ist. Wenn ja, werde ich langsamer und fühle, bis die Rille zu Ende ist. Dann mache ich dort einen Schnitt.

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Ich brauche etwa 1'30" . Mit Film einhängen. Kassette zu öffentliches dauert aber ca. 2min.

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Ich benutz um die spule zentriert auf einem steenbeck umspuler drehen zu lassen einen klinkenstecker - nur den vorderen metallstecker, das gewinde einmal mit stoffband umgewickelt passt es wunderbar in das ca. 5mm loch (statt dem umspulteller und dem 16mm aufsteckdorn).

 

in der unterseite lomospule schraube ist ein loch, das perfekt auf den klinkenstecker passt.

 

in meiner erfahrung ist ein sicheres zentriertes drehen beim einspulen das um und auf, die schwungmasse beim drehen ist natürlich auch sehr förderlich. Den rest erledigt das Gefühl...

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Am ‎18‎.‎03‎.‎2017 um 11:55 schrieb F. Wachsmuth:

Wenn ich mit dem 2x15 Tank entwickle, spule ich ein bis zum Ender der Spiralspur, dann noch 8cm weniger (weil der nasse Film sich längt) und mache oben weiter. Auf der oberen Spule klemme ich den Anfang nicht ein sondern fange innen an der Spirale an – dann kann man am Ende die beiden Enden wieder zusammenfügen und verliert nicht ein einziges Bild.

 

 

Das musst Du mir mal genauer Zeigen. Habe nämlich wieder einen Lomo-Tank ergattert. (Preis: bleibt geheim) Den habe ich nur gekauft, weil bei meinem anderen ja die untere Spirale kaputt ist. Es ist der UPB-1A für 2x15m.

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Ja, das wäre doch eine gute Idee für ein neues Erklärvideo! :1_grinning:

Ich habe letztens mal probiert, den zweiten Teil des Films (nur ein Testfilm) in der oberen Spirale ohne ihn einzuklemmen "innen an der Spirale" anzufangen.

Das klappt bei mir nicht wirklich, denn mir verrutscht da alles, bis ich mit dem oberste Spiralteil alles fixiert habe.

 

Bernhard

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Ich habe bisher nur einlagig entwickelt.

Da ich nur sporadisch entwickle ist es für mich günstiger nur soviel chemie anzusetzen, das es für eine Lage reicht. Muss dann halt ein paar mal hintereinander - aber so nutze ich die Kapazität der Ansätze besser aus.

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