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Bildausschnitt, Filmausschnitt und Realität


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Bitte vergesst eins nicht: Die Abweichung wurde hier nicht zwischen Sucherbild  und Projektionsbild ermittelt (wo es ja durch unterschiedliche Maskierungen schon qua Norm verschiedene Größen gibt), sondern zwischen Sucherbild und Scan bis über den Bildstrich am oberen und unteren Bildrand hinaus. Wenn man daraus ein einigermaßen präzises Äquivalent zum Sucherbild erzielen will, kann man es durch Abkaschen einfach erreichen. Das wurde hier aber nicht getan.

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...Hmhh. Das schmeckt mir gar nicht. Habe nur eine Nizo 481 macro, und das, was ich oben beschrieben habe, nämlich eine Sucherkontrolle mit aufgeschraubtem Stepup-Ring und Betrachtung des Bildes in Macroeinstellung dahingend, ob die kreisrunde Öffnung bitteschön exakt zentrisch liegt, das kontrolliere ich am WE. Und Einstellmöglichkeiten an der Nizo auch. Wenn ich was finde, beschreibe ich es hier, mit Luftbild etc. hat das nix zu tun, die 4008 ist da sogar umschaltbar. Und exakt justiert (2 Freiheitsgrade, verikal und horizontal) liegt die kreisrunde Öffnung des Stepdown-Ringes auch genauso exakt in der Bildmitte.  Die Fa. Braun hat mit der Professional damals auch einen professionellen Anspruch formuliert, und die gesamte Konstruktion der Sucherbildausspiegelung von der 481 an aufwärts ist identisch.  Ich würde mich mit gröberen Abweichung definitiv nicht zufrieden geben. Mich nervt total, wenn z.B. Kirchtumspitzen gerade so angeschnitten sind oder plötzlich am Bildrand etwas erscheint, das ich bei knappem Bildausschnitt nicht gesehen habe.

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vor einer Stunde schrieb Helge:

Dafür dann doch eine perfekte eingemessene H8 DS8 nehmen

Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn man zum Titelfilmen eine andere Kamera verwendet als zum Rest des Films. Ich habe hier keine guten Erfahrungen gemacht bei Aufnahmen mit der Beaulieu 4008 bzw. der 3008. Da gibt es große Unterschiede beim Bildstrich.

 

Ich kenne die zulässige Toleranz nicht. Aber ich weiß aus Erfahrung, dass das nicht zusammenpasst.

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vor 3 Minuten schrieb uhuplus:

Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn man zum Titelfilmen eine andere Kamera verwendet als zum Rest des Films. Ich habe hier keine guten Erfahrungen gemacht bei Aufnahmen mit der Beaulieu 4008 bzw. der 3008. Da gibt es große Unterschiede beim Bildstrich.

 

Ich kenne die zulässige Toleranz nicht. Aber ich weiß aus Erfahrung, dass das nicht zusammenpasst.

Ja, das kann passieren, hatte ich auch schon mal. Ich weiß nicht, ob der Bildstrich in der Kamera einfacher einstellbar ist…

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vor 33 Minuten schrieb jacquestati:

….Mich nervt total, wenn z.B. Kirchtumspitzen gerade so angeschnitten sind oder plötzlich am Bildrand etwas erscheint, das ich bei knappem Bildausschnitt nicht gesehen habe.

Dagegen hilft einerseits nur, die Kirchturmspitze nicht hart am Rand im Sucherbild zu haben, sondern mit einem gewissen Mindestabstand, andererseits mußt Du von optischen Störgeräuschen etwas Mindestabstand nach außen halten. Mache ich schon ewig so, wenn es mir wichtig ist und drauf ankommt, beim Filmen und beim Fotografieren (nicht schon immer, ich mußte meine Lektion zu abgeschnittenen Füßen und Köpfen auch erst lernen, viele erste Ergebnisse waren eines Serienkillers würdig 😉)

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vor einer Stunde schrieb jacquestati:

...Hmhh. Das schmeckt mir gar nicht. Habe nur eine Nizo 481 macro, und das, was ich oben beschrieben habe, nämlich eine Sucherkontrolle mit aufgeschraubtem Stepup-Ring und Betrachtung des Bildes in Macroeinstellung dahingend, ob die kreisrunde Öffnung bitteschön exakt zentrisch liegt, das kontrolliere ich am WE. Und Einstellmöglichkeiten an der Nizo auch. Wenn ich was finde, beschreibe ich es hier, mit Luftbild etc. hat das nix zu tun, die 4008 ist da sogar umschaltbar. Und exakt justiert (2 Freiheitsgrade, verikal und horizontal) liegt die kreisrunde Öffnung des Stepdown-Ringes auch genauso exakt in der Bildmitte.  Die Fa. Braun hat mit der Professional damals auch einen professionellen Anspruch formuliert, und die gesamte Konstruktion der Sucherbildausspiegelung von der 481 an aufwärts ist identisch.  Ich würde mich mit gröberen Abweichung definitiv nicht zufrieden geben. Mich nervt total, wenn z.B. Kirchtumspitzen gerade so angeschnitten sind oder plötzlich am Bildrand etwas erscheint, das ich bei knappem Bildausschnitt nicht gesehen habe.

Die Idee mit einem exakt mittig angebrachten Kreis ist sicher gut, werde bei meiner auch mal schauen 😉

Einstellbar dürfte die Überdeckung beider Bilder sein, ich habe mal ein Bild einer Explosionszeichnung einer S80 aus Dieter Müllers Buch:

image.thumb.jpeg.bb001b4c5e717bd7d63d323f3b43c3fc.jpeg
Grün ist der Parabolspiegel, der im Strahlengang liegt und das Bild für den Sucher und den Beli ausspiegelt (so, wie ich das interpretiere), gelb eingekreist der Umlenkspiegel, der das Sucherbild auf das Sucherrohr umlenkt. Dieser Umlenkspiegel könnte einstellbar sein, aber auf welchem Wege? Im ungünstigen Fall muß daran herumgebogen werden.. 

Ich würde annehmen, daß das Innenleben späterer Silberlinge und der Professional ähnlich ist.

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Mit ISO 3645 ist das alles geregelt. Die Mitte des von der Kamera auf dem Super-8-Film erzeugten Bildes soll 4,32 mm von der rechten Filmkante, Perforationsseite des Films, entfernt sein. Die untere Bildkante, das ist in der Projektion die obere, soll 9,98 mm ± 0,05 von der Bezugslochkante entfernt sein. Bezugsloch ist minus 2 von der optischen Achse weg gezählt, dort wo der Greifer den Film absetzt. Wenn keine Filme aus unterschiedlichen Kameras miteinander verschnitten werden, ist die Toleranz ± 0,13 mm. Die Bildhöhe soll 4,22 mm sein plus 0 minus 0,08.

 

Es gibt keine Maße für die Bildbreite oder die senkrechte Bildlage gegenüber der Perforation. Für die Bildseitenkanten sind je ein Mindest- und ein Höchstwert vorgeschrieben, beide in Bezug zur rechten Filmkante. Das Gleiche gilt fürs Projektorbildfenster.

 

Interessant ist ISO 1785. Diese Norm gibt vor, wo das Bild auf Kopien hingehört. Grundsätzlich ist die Bildlage gleich wie bei Originalen, es wird jedoch dem Schrittkopieren Rechnung getragen mit einem Hinweis auf die Bezugslochkante minus 2. Bei ununterbrochener Belichtung gilt eine Einmittung gegenüber dem Loch unmittelbar beim Bild mit Toleranz 0,2 mm.

 

Ein Reflexsucher ist wertlos, wenn die Einmittung nicht stimmt. Nach meinem Dafürhalten sollte diese bei einer Kamera mit fest eingebautem Objektiv innerhalb eines Hundertstels sein. Man kann das relativ leicht sehr genau einstellen. Daher die mit Lack gesicherten Schrauben im Suchersystem. Zehn Prozent geht gar nicht.

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vor 5 Minuten schrieb Helge:

Die Idee mit einem exakt mittig angebrachten Kreis ist sicher gut, werde bei meiner auch mal schauen 😉

Einstellbar dürfte die Überdeckung beider Bilder sein, ich habe mal ein Bild einer Explosionszeichnung einer S80 aus Dieter Müllers Buch:

image.thumb.jpeg.bb001b4c5e717bd7d63d323f3b43c3fc.jpeg
Grün ist der Parabolspiegel, der im Strahlengang liegt und das Bild für den Sucher und den Beli ausspiegelt (so, wie ich das interpretiere), gelb eingekreist der Umlenkspiegel, der das Sucherbild auf das Sucherrohr umlenkt. Dieser Umlenkspiegel könnte einstellbar sein, aber auf welchem Wege? Im ungünstigen Fall muß daran herumgebogen werden.. 

Ich würde annehmen, daß das Innenleben späterer Silberlinge und der Professional ähnlich ist.

Der Parabolspiegel ist anscheinend nur für den Beli. Hier noch ein anschaulicheres, schematisches Bild aus dem selben Buch:

image.thumb.jpeg.c28524484d9346b2fad9fa458dd5896d.jpeg
Hier sieht man auch sehr schön die beiden (Luft-)Bildebenen im Nizo Sucher.

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Am gelb eingekreisten Spiegel auf der Taumelplatte kann man das Sucherbild so eistellen, dass der Kreis eines Stepdownringes exakt zentrisch steht. Am Prisma würde ich nix verstellen, dass gibt Riesenprobleme. An der Bolex H8 und H16  ist im Sucergehäuser auch eine Taumelplatte mit Spiegel, gleiches Prinzip.

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vor 1 Minute schrieb jacquestati:

Am gelb eingekreisten Spiegel auf der Taumelplatte kann man das Sucherbild so eistellen, dass der Kreis eines Stepdownringes exakt zentrisch steht. Am Prisma würde ich nix verstellen, dass gibt Riesenprobleme. An der Bolex H8 und H16  ist im Sucergehäuser auch eine Taumelplatte mit Spiegel, gleiches Prinzip.

Wie kommt man aber bei der Nizo an die Einstellschrauben der Taumelplatte?

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vor 2 Stunden schrieb uhuplus:

Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist, wenn man zum Titelfilmen eine andere Kamera verwendet als zum Rest des Films. Ich habe hier keine guten Erfahrungen gemacht bei Aufnahmen mit der Beaulieu 4008 bzw. der 3008. Da gibt es große Unterschiede beim Bildstrich.

 

Ich kenne die zulässige Toleranz nicht. Aber ich weiß aus Erfahrung, dass das nicht zusammenpasst.

 

Stimmt. Wenigstens muss man den Bildstrich verstellen, und schon das stört bei einer feinen Projektion.

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Das Schräubchen oberhalb des Typenschildes und die beiden Schräubchen rechts und links vom Auslöser lösen , dann kann man die Frontabdeckung nach vorne ziehen und kommt an die Justierschrauben.

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