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Geschrieben

Hallo zusammen,

wollte das Thema der Bedienfeldbeleuchtung des T610 und im erweiterten Sinne die Überarbeitung der Hauptplatine des Projektors nochmals ansprechen.

Auf den nachfolgenden Bilddaten sind die ausgetauschten Glühlämpchen (Helges Hinweis auf die korrekte Bezeichnung des verbauten Lampentypes) zu sehen.

Ich habe gleich alle 10 Stck. getauscht, da die älteren Lämpchen, auch wenn sie teils noch funktionierten, aufgrund des alters schon leicht geschwärzt waren.

Da ich keine genauen Angaben über die richtigen Werte der originalen Lampe finden konnte, bleibt abzuwarten ob im Dauertest der jetzt verbaute Typ mit:

24 Volt, 0,05 Ampere und 1,2 Watt - hält.

 

Desweiteren habe ich die Netzteilkondensatoren ausgetauscht,

da über das Tonteil schon recht auffälliges Kondensatorrauschen hörbar wurde. Natürlich ist mir klar, dass im Grunde jeder Kondensator im Tonteil, auch wieder aufgrund des Alters, ein akustischer Störenfried sein kann.

Die Frage ist , bevor man anfängt aufwändig alle zu tauschen, welche es am ehesten sein können. Vielleicht hat ja jemand hier im Forum diesbezüglich Erfahrungen die er auch gerne teilen möchte.

Auffällig und deshalb noch zu erwähnen ist, dass das Rauschen nur auf der Hauptspur zu hören ist. Spur 2 ist im Tonteil unauffällig. 

 

Fotos:

Natürlich alles Grundgereinigt..🙂

 

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Geschrieben

Hallo Friedemann,

danke für die Info und bitte eine Übersetzung für's Fachchinesisch:

Was ist ein MESR-100 mit dem ich ESR

messen kann..? Könnte ich spekulierten oder googeln aber als Nicht-Elektroniker frage ich lieber direkt an der "Quelle..🙂"

Geschrieben

In kurzform: der ohmsche widerstandsanteil, den ein kondensator aufweist, und zwar derjenige, welcher in der Theorie in Reihe zum c liegt. Je höher also umso schlechter, je niedriger um so besser. Hohe esrs führen zu mehr Wärme, der c heizt sich mehr oder weniger auf, ändert ggf. Seine Kapazität und verkürzt seine Lebensdauer .

 

 

 

Geschrieben (bearbeitet)

Sorry, ja, was Dent-Jo schrieb.

Eigentlich muss man Elkos zum Testen auf korrekte Funktion immer ausbauen. Und wenn man sie schon ausgebaut hat, kann man eben auch gleich einen guten neuen einlöten.

Die ESR-Messung gibt keine 100% Gewissheit über die Qualität eines Elkos, aber einen deutlichen Indikator. Geräte, die den ESR im eingebauten Zustand korrekt messen können, sind meist sehr teuer und speziell. Das MESR-100 ist ein (wirklich bewährtes) China-Gerät, dass das überraschend gut für 30€ schafft. Natürlich kein Fluke, aber für den Hobby-Bastler ne gute Sache.

Faustregel: Ist der ESR niedrig, ist der Kondenstaor vermutlich gesund. Ist er zu hoch (auf dem Gerät ist eine Tabelle), ist er "verschlissen" bzw. schon fehlerhaft.

100% alles erwischt Du damit aber auch nicht. Elkos können einen normal niedrigen ESR zeigen, aber trotzdem durch Leckstrom oder Kapazitätsverlust nicht mehr recht funktionieren. Das kann ein ESR-Messgerät beides nicht feststellen.

 

 

Bearbeitet von Friedemann Wachsmuth (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Der ESR ist einer von 4 Parametern eines realen Kondensators.

Ideal kennen wir Kondensatoren nur mit z.B. diesen Schaltbildern 

image.jpeg.10370d6189769c21c525bbedf8085a93.jpeg
und dem einen Parameter, der Kapazität in z.B. μF (Spannungsfestigkeit mal kurz ignoriert).

 

In Wirklichkeit hat aber auch der beste Kondensator Innen- und Leckwiderstände und eine Induktivität. All diese realen Parameter fasst man in einem sogenannten Ersatzschaltbild zusammen.

 

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Dabei fasst der ESR (equivalent serial resistor) alle seriellen Innenwiderstände zusammen. Je höher der ist, um so schlechter filtert ein Kondensator höhere Frequenzen aus. Er erhöht sich bei Elkos z.B. durch austrocknen. Der Rp (Leckstrom) lässt sich als „Reststrom“ bei Anlegen einer Gleichspannung nach gewisser Zeit messen, ESL ist die equivalent serial inductance.

 

Am Ende ist das Messen dieser Parameter aber nur zur Optimierung von Schaltungen mit neuen Bauteilen sinnvoll oder zu Fehlersuche in Schaltungen, verdächtige Bauteile tauscht man eher einfach aus.

Geschrieben

Danke Helge, wie immer sehr interessant und fachlich exakt was Du beiträgst. 

Ja und das von Friedemann empfohlene Messgerät ist natürlich eine Anschaffung wert. Auch wenn sich damit die einwandfreie Funktionalität eines zu messenden Kondensators nicht (immer) eindeutig belegen lässt. 

Ich denke das einfachste ist im Moment erstmal die von mir bevorrateten und somit lagermäßig vorhandenen Kondensatoren zu verwenden. Das dürfte etwa die Hälfte dessen was gebraucht wird abdecken. Wenn's Rauschen dann noch vorhanden ist, bestelle ich den Rest und tausche wirklich alles.

 

Der von mir modifizierte T610 hat übrigens auch einen Fehler entwickelt dessen Ursache ich noch nicht orten konnte.

Nach Drehen des Zentralschalters auf die Einfädelposition schaltet der Zugmagnet sofort den Motor (und somit auch den eigentlichen Lampenstrom) ab.

Ich bin noch nicht dazu gekommen nachzuschauen woran es liegt. Momentan bin ich mit dem umfangreichen Aufbau von zwei BAUER B14 beschäftigt. Und Kreuz und Quer bzw. an zwei Projekten gleichzeitig zu arbeiten habe ich momentan keine(n Bock🫣)).. äh Zeit..🙂

Geschrieben

Ich habe im November bei meinem T510 alle Elkos im Tonteil getauscht. Am schlimmsten empfand ich das Entlöten der beiden Abschirmbleche und das wieder anlöten der Zuleitungen der Tonköpfe. Es gibt darunter auch noch ein ganz kleines drittes Abschirmblech, eher eine Kappe. Was darunter ist habe ich mir nicht angeschaut. Die Lötpunkte der Kondensatoren unterhalb der Abschirmungen liegen sehr eng beieinander. Das war ein bisschen herausfordernd. Nach modernen Gesichtspunkten ist die Kapazität der Siebelkos der Stromversorgung schon ganz gut bemessen. Wenn er in Ordnung ist, dann brummt da kaum etwas. Bei den BAUER P kann man gut und gerne die Kapazität verdoppeln. Der T510 hat schon von Haus aus 4400µF dabei.  

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