Jump to content

Werbedias mit Audio Kassette


Cornel

Recommended Posts

Hallo zusammen,

 

habe heute etwas länger mit der ehemaligen Betreiberin meines Heimatkinos gesprochen und wir kamen auf das Thema Kino-/Werbedias zu sprechen. Sie erzählte mir, dass damals bei ihr im Kino Werbedias vor dem Film manuell „durchgeschaltet“ wurden, während teilweise parallel dazugehörige Werbeansagen und Melodien von Kassette eingespielt wurden. D.h. Dia und Werbeton wurden von Hand „synchronisiert“ und der Vorführer musste anhand des eingespielten Audiospur von Kassette immer darauf achten, im richtigen Moment auf das nächste Dia zu schalten. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt 😆

 

Jetzt mal meine Frage, weiß jemand, ob eine vollständige Dia-Werbestrecke mit passender Audio-MC überlebt hat? Ich wäre interessiert, auch wenn ich langsam aber sicher in die Nische der Nische abdrifte 🤣 

 

Vielen Dank,

Cornel

Link to comment
Share on other sites

Das habe ich manuell auch noch so bedient in einem der Engelbrechtkinos. Und bei Comet in Rheydt ging das automatisch da alles vorher einprogrammiert an dem eingebauten Kassettenrekorder des Kinotonprojektors. Es waren Kassettenrekorder dieses Herstellers ( ITT )

Link to comment
Share on other sites

vor 19 Stunden schrieb Cornel:

Hallo zusammen,

 

habe heute etwas länger mit der ehemaligen Betreiberin meines Heimatkinos gesprochen und wir kamen auf das Thema Kino-/Werbedias zu sprechen. Sie erzählte mir, dass damals bei ihr im Kino Werbedias vor dem Film manuell „durchgeschaltet“ wurden, während teilweise parallel dazugehörige Werbeansagen und Melodien von Kassette eingespielt wurden. D.h. Dia und Werbeton wurden von Hand „synchronisiert“ und der Vorführer musste anhand des eingespielten Audiospur von Kassette immer darauf achten, im richtigen Moment auf das nächste Dia zu schalten. Ich hoffe, ich habe mich verständlich ausgedrückt 😆

 

Jetzt mal meine Frage, weiß jemand, ob eine vollständige Dia-Werbestrecke mit passender Audio-MC überlebt hat? Ich wäre interessiert, auch wenn ich langsam aber sicher in die Nische der Nische abdrifte 🤣 

 

Vielen Dank,

Cornel

 

 

Schon in den 90er Jahren war das automatisiert. Matrix/SPS startet den CompactCassetten-Recorder und die Stromversorgung des DIA-Projektors.

Der Recorder schaltet per Steuerspur die Dias weiter. Vorletztes Dia, 35 mm Vorprogrammprojektor startet, letztes Dia ist schwarz.

 

 

 

 

 

 

 

Link to comment
Share on other sites

Am 17.1.2024 um 22:07 schrieb Salvatore Di Vita:

 

Schon in den 90er Jahren war das automatisiert. Matrix/SPS startet den CompactCassetten-Recorder und die Stromversorgung des DIA-Projektors.

Der Recorder schaltet per Steuerspur die Dias weiter. Vorletztes Dia, 35 mm Vorprogrammprojektor startet, letztes Dia ist schwarz.

 

Wird das wieder eine Diplomarbeit, die mit 3 x suchen bei Google erstellt wird, oder was ist der Hintergrund Deines Interesses?

 

 

 

 

 


Eine sehr freundliche Antwort 😅 In besagtem Kino wurde das bis zum Schluss so gemacht, war aber auch ein sehr kleines Kino. Dort gab es auch kein Dolby Digital oder dts sondern lediglich den guten alten Lichtton. 
 

Meine Diplomarbeit ist zum Glück schon über 15 Jahre her 🙂 Rein nostalgisches Interesse, mich würde einfach mal interessieren, ob sowas überlebt hat? Wäre am Ankauf interessiert. Habe schon einige Werbedia Angebot bei Ebay etc. gesehen, jedoch noch nie in Verbindung mit einer Audio Kassette. Das war mir neu, wobei ich mich auch erst gerade etwas tiefergehend mit dem Thema beschäftige. 

Aber wenn Du Dich auskennst, kannst du mir noch etwas technisches Hintergrundwissen zu der Steuerspur auf der Kassette geben? Wie wurde das technisch umgesetzt?

 

Danke,

Cornel

 

Link to comment
Share on other sites

@Cornel

 

Bei uns in Münster gab es das auch.

Lokale Diawerbung mit Audiokassette.

 

Kam von "Deutsche Commerciale Filmwerbung".

 

Das gab es nach dem Vorgramm bzw. vor dem Vorprogramm. Opener war immer "Willkommen im Kino" oder " "Komm wir gehen ins Kino", dann die "Audio-Dias", dann lokale Werbung mit allgemeiner Musik. Vielfach mit James Last (ja, damals war der Hipp). Ich glaube, die Compact Kassetten sind alle wieder zurück gesendet worden. Eigentlich  Schade, da filmhistorisch mega interessant . Ich hab noch irgendwo einen Audiomitschitt "eines Besuchers".

 

Es waren immer lokale Werbedias. Ob es Gross- oder Kleinformat  war, lag am Saal.

 

Alles in den 70ern....Eine tolle Zeit für die Lichtspieltheater und den Zuschauer.

 

Und das Roland war mein Highlight Haus (heute nahezu gleich als GOP), obgleich im Fürstenhof auch alle 70mm Highlights gespielt wurden.

 

Die "Diashow" empfand ich seinerzeit schon als Multimedia Show. Aber da gab es auch nur PAL Fernsehen bis 24 Uhr. 😀

 

  • Thumsbup 1
Link to comment
Share on other sites

vor 7 Stunden schrieb Cornel:

Aber wenn Du Dich auskennst, kannst du mir noch etwas technisches Hintergrundwissen zu der Steuerspur auf der Kassette geben? Wie wurde das technisch umgesetzt?

 

Mit einem Steuerton auf der Steuerspur. Der Recorder war am Steuereingang des Diaprojektors angeschlossen und schaltete den Diaprojektor dann ein DIA weiter.

Die originalen Kassetten wurden zusammen mit der Musik für stumme Dias auf eine Kassette kopiert, danach dann die Steuerspur bespielt, also die Steuertöne aufgespielt.

 

So eine Kassette habe ich bestimmt noch irgendwo, vielleicht sogar mit Dias.

 

Wir hatten diesen Recorder, jedoch von ITT:

https://www.radiomuseum.org/r/nokia_grae_stereo_recorder_sl837av.html

 

 

Edited by Salvatore Di Vita (see edit history)
  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

vor 1 Stunde schrieb Salvatore Di Vita:

 

Mit einem Steuerton auf der Steuerspur. Der Recorder war am Steuereingang des Diaprojektors angeschlossen und schaltete den Diaprojektor dann ein DIA weiter.

Die originalen Kassetten wurden zusammen mit der Musik für stumme Dias auf eine Kassette kopiert, danach dann die Steuerspur bespielt, also die Steuertöne aufgespielt.

 

So eine Kassette habe ich bestimmt noch irgendwo, vielleicht sogar mit Dias.

 

Wir hatten diesen Recorder, jedoch von ITT:

https://www.radiomuseum.org/r/nokia_grae_stereo_recorder_sl837av.html

 

 


Super vielen Dank, die Info und der Link bringt mich schon ein ganzes Stück weiter! Da es sich um normale Kompakt Kassetten handelt, konnten die ja dann auch in normalen Kassettenspielern ohne Automation abgespielt werden. Wobei ich so einen Player in Verbindung mit dem Diaprojektor auch sehr spannend fände. Habe gerade gesehen, dass es den Nokia SL 837 AV für kleines Geld bei Ebay gibt 😊
 

Also wenn jemand noch entsprechende Kassetten oder Schallplatten mit oder ohne Dias hat, bitte melden!

 

Vielen Dank

Cornel

Edited by Cornel
Neue Erkenntnisse (see edit history)
Link to comment
Share on other sites

Hallo Cornel, 

 

so eine Combo aus Diaprojektor und Kassettenrekorder habe ich in meinem Heimkino in Betrieb. Du kannst Dir das einfach selbst zusammenstellen. Passende Diaprojektoren und Kassettenrekorder waren Massenware und bekommt man auch im ebay. Beim Basteln einer passenden Steuerung um die beiden und ggfs. auch die Matrix zu verheiraten, kann ich Dir helfen. Die Schaltimpulse kannst Du mit dem Kassettenrekorder selbst setzen, wenn er die Pilot Signal-Taste hat (siehe Foto). Ich schneide mir den Ton für die Kassette am PC zusammen, nehme ihn dann auf die Kassette auf und setze mit dem Rekorder die Impulse. Diafilme gibts auch noch zu kaufen und wenn Du nun noch die passende Kamera hast, kannst Du Dir jedes beliebige Nostalgie-Dia-Vorprogramm zusammenstellen:-)

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Also ich kenne es noch so, dass über die Automation die Vorstellung mit Dias und Musik (vom Kassettenspieler) gestartet wurde, die liefen mit Standzeit ca.10sek pro Dia durch. Im Dia-Halter war ein ewas größeres Blech, welches nach dem letzten Dia mittels Microschalter die Automation weiter geschaltet hat und den Projektor startete. Dabei hatte man ungefähr 20sek Zeit um die Kassette wieder zurück zu spulen.

Anders war es allerdings beim CS Hauptfilm, da wurde nach den Breitwand Trailern die Dia-Werbung eingesetzt um in dieser Zeit Optik und Bildmaske zu wechseln.

 

Irgendwie vermisse ich die Diawerbung schon ein bisschen, hatte irgendwie was 😅

  • Thumsbup 1
Link to comment
Share on other sites

@Ernemann Wunderbar!

 

Ist die Schallplatte im Vinyl-Dubplates Verfahren hergestellt, oder Flexidisc?

 

Der DUAL Schallplattenspieler kommt mir sehr bekannt vor. Wurde auch in Musiktruhen verbaut.

 

Der Kodak Karussel war für mich in den 70ern der Rolls Royce unter den Diawerfern. Aber für den "Privatmann" seinerzeit nicht bezahlbar.

 

Finde ich sehr sehr schön, dass Du es im Heimkino installiert hast. Sehr stilvoll!

 

Diawerbung war irgendwie  "entscheunigend". Und die Hinweistafeln in den 50er/60er waren größtenteils wirklich schön gezeichnet.

 

Weisst Du lieber @Ernemann, ob es auch Großformat Geräte gab, die eine Impulssteuerung hatten? Ich kenne nur die Großformatwerfer, wo die Dias mechanisch gewechselt wurden.

 

Meine mich aber zu erinnern, dass Kodak so ein "Großformat Gerät" auf der Photokina präsentiert hat.

 

lg DC

  • Like 1
Link to comment
Share on other sites

Wir hatten das System auch, da waren Philips AV Recorder im Einsatz. Die Kassetten kamen wöchentlich vom "Wolf" inkl. der auszuwechselnden Dias.

 

Das lief dann so ab wie von @Alex35beschrieben, nur dass die Werbung auf einer separaten Maschine lief. Also Dias, Werbung BW, Überblendung auf Hauptmaschine, hier ggf Trailer und HF in CS. Nicht zu vergessen dann die geteilte Rolle mit der "Nachmittagswerbung" 😂

Link to comment
Share on other sites

vor 55 Minuten schrieb DC:

Der Kodak Karussel war für mich in den 70ern der Rolls Royce unter den Diawerfern. Aber für den "Privatmann" seinerzeit nicht bezahlbar.


Ich habe 2 Diaprojektoren für Rundmagazine von Elmo und Meopta. Beim Meopta kann man das Magazin auch auf der Unterseite einsetzen, wenn man ihn umdreht. Vorteil ist, wenn man 2 Projektoren für Überblendbetrieb nutzt, bekommt man die optischen Achsen sehr dicht aneinander. Die Rundmagazine sind praktisch und schön. Sie erinnern mich an andere runde analoge Medien 🙂

Link to comment
Share on other sites

@DC, danke für die Blumen:-)

 

Die Schallplatte ist so dich wie eine normale Single.

 

Den Plattenspieler habe ich seines Koffers beraubt und in eine Wandkonsole eingebaut.

 

Erstaunlicherweise sind die Karussell-Diaprojektoren immer noch recht teuer. Wahrscheinlich, weil sic nun jeder sucht, der sie sich früher nicht leisten konnte:-)

 

Ob es auch für die Großformatdias automatische Projektoren gab, weiß ich leider nicht.

Link to comment
Share on other sites

@Ernemann

 

Hast Du noch in Erinnerung,  was es für den Werbenden kostete? Oder gar eine Preisliste von "Deutsche Commerciale Filmwerbung", "Wolf" o.ä.?

Herstellung  einer Schallplatte ist ja nicht mal eben gemacht, im Vergleich

mit einem USB Stick "Abzug".

 

Seinerzeit gab es eben diese "Ton Dias" und danach Dias mit "Hammond-Orgel Musik". Mich würden die seinerzeitigen Preisunterschiede interessieren. Auch die Mindestbuchungsdauer. Ich habe es eben nicht mehr in Erinnerung. 

 

Für mich hat es seinerzeit "nur" zum Rollei Werfer mit Rundmagazin gereicht. Später an der Uni hab ich immer neidisch auf die Xenon Geräte gelinst. Die gingen dann nochmals später (ca. um 2000), wie so vieles Schöne, vor meinen Augen in dem Container.

 

 

Link to comment
Share on other sites

Soweit mir bekannt, wurden die neu bespielt. Also kein Einweg, wie bei manchen Plakaten und Aushangsätze.

 

So eine Compact Leer Kassette kostete im Laden ca. 3,95 DM. Seinerzeit nicht preiswert, aber im Vergleich zur Bandmaschine "revolutionär" einfach.

 

In Form der Bulkware waren es ein paar Pfennig weniger.

 

Werbung wurde, ebenso wie abendfüllende Filme, mit mehreren Wochen gespielt (natürlich  gab es Ausnahmen).

Link to comment
Share on other sites

vor 4 Minuten schrieb DC:

Soweit mir bekannt, wurden die neu bespielt. Also kein Einweg, wie bei manchen Plakaten und Aushangsätze.

 

So eine Compact Leer Kassette kostete im Laden ca. 3,95 DM. Seinerzeit nicht preiswert, aber im Vergleich zur Bandmaschine "revolutionär" einfach.

 

In Form der Bulkware waren es ein paar Pfennig weniger.

 

Werbung wurde, ebenso wie abendfüllende Filme, mit mehreren Wochen gespielt (natürlich  gab es Ausnahmen).

 

Das würde ja auch erklären, warum die Dias anscheinend deutlich häufiger "überlebt" haben als die dazugehörigen Kassetten...

Link to comment
Share on other sites

vor 1 Stunde schrieb DC:

Werbung wurde, ebenso wie abendfüllende Filme, mit mehreren Wochen gespielt (natürlich  gab es Ausnahmen).

 

Diawerbung war bei uns immer Monatswerbung. Ob die Kassetten zurückgeschickt wurden, kann ich nicht mehr sagen. Ich glaube, da hatten wir ganze Kisten davon, bis mal wieder jemand aufgeräumt hat.

Die hatten auch immer nur einen Aufkleber. Ich glaube deshalb nicht, daß die wiederverwendet wurden.

 

Wäre doch mal was für ein privates Digitalisierungsprojekt. Die schlechteste Diawerbung als DCP ...

 

 

 

Link to comment
Share on other sites

Create an account or sign in to comment

You need to be a member in order to leave a comment

Create an account

Sign up for a new account in our community. It's easy!

Register a new account

Sign in

Already have an account? Sign in here.

Sign In Now
×
×
  • Create New...

Filmvorführer.de mit Werbung, externen Inhalten und Cookies nutzen

  I accept

Filmvorfuehrer.de, die Forenmitglieder und Partner nutzen eingebettete Skripte und Cookies, um die Seite optimal zu gestalten und fortlaufend zu verbessern, sowie zur Ausspielung von externen Inhalten (z.B. youtube, Vimeo, Twitter,..) und Anzeigen.

Die Verarbeitungszwecke im Einzelnen sind:

  • Informationen auf einem Gerät speichern und/oder abrufen
  • Datenübermittlung an Partner, auch n Länder ausserhalb der EU (Drittstaatentransfer)
  • Personalisierte Anzeigen und Inhalte, Anzeigen- und Inhaltsmessungen, Erkenntnisse über Zielgruppen und Produktentwicklungen
Durch das Klicken des „Zustimmen“-Buttons stimmen Sie der Verarbeitung der auf Ihrem Gerät bzw. Ihrer Endeinrichtung gespeicherten Daten wie z.B. persönlichen Identifikatoren oder IP-Adressen für diese Verarbeitungszwecke gem. § 25 Abs. 1 TTDSG sowie Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO zu. Darüber hinaus willigen Sie gem. Art. 49 Abs. 1 DSGVO ein, dass auch Anbieter in den USA Ihre Daten verarbeiten. In diesem Fall ist es möglich, dass die übermittelten Daten durch lokale Behörden verarbeitet werden. Weiterführende Details finden Sie in unserer  Privacy Policy, die am Ende jeder Seite verlinkt sind. Die Zustimmung kann jederzeit durch Löschen des entsprechenden Cookies widerrufen werden.