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Cine-Reste

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  1. Was ich meine sind keine Kröten von Verleihern, welche sie mit Blockbustern in Paketen verpacken konnten. Beispiel aus Filmecho 43/1974: "Kamikaze Okinawa Zero" (Pilot), Wahlstedt, Stadthalle 3T "Könige der Sonne" (Titanus), Wiesbaden, Apollo 3 T "UX-Bluthund - Tauchfahrt des Schreckens" (Alfia/ Äquator) Lübeck, City 3 T "Zwei Trottel in der Fussballiga" (Aktuell), Krefeld, Seidendaden, 4 T Bitte Fakten wenn jemand etwas weiß; spekulieren kann ich selber. Die Änderung des Starttages erfolgte nach längerer Diskussion der Landesverbände des HdF. Man erhoffte sich durch den vorgezogenen Start erste Mundpropaganda für die neuen Filme in Betrieben, Schulen etc. vor dem Wochenende. Wenn man sich anschaut, dass das Jahr der Änderung 1985 das (trotz "Otto 1") besucherschwächste überhaupt war, und der Besuch danach wieder anzog (wobei man den Effekt der Wiedervereinigung nicht außer Acht lassen darf), hat es zumindest nicht geschadet und war neben vielen anderen Faktoren vielleicht doch nicht so dumm.
  2. Beantworten kann ich's nicht. Stelle aber etwas klugscheisserisch fest, dass die abgebildete Armatur nicht zum Einschalten der Notbeleuchtung diente, welche ja bei Betrieb ständig zu brennen hat. Diese Kästen hingen in den Sälen, und waren bei Bedarf auch Zuschauern zugänglich. Gerne auch beschriftet mit "Panikbeleuchtung". Später hat sich für diese zusätzlichen Spots, meist aus der Decke, der Begriff "Putzlicht" eingebürgert. Der handgeschrieben Kleber auf dem Bild nennt das ja auch "Zusatz Notbeleuchtung". Das doofe an den Dingern, wenn's an war, war, dass die in allen mir bekannten Fällen nur vom Saal aus - und nicht aus dem Vorführraum - wieder abzuschalten waren. Bei BWR über dem Balkon ein Riesenspaß.
  3. Bis im Juli 1985 der Starttag in der Bundesrepublik einheitlich vom Freitag auf Donnerstag vorverlegt wurde, erinnere ich mich, dass es immer auch mal Neueinsätze am Dienstag gab, welche zuvor nicht angeķündigt wurden. Von daher meine Frage: weiß noch jemand genauer, was es damit auf sich hatte? Meine Vermutung ist, dass eventuell so etwas wie eine "negative Prolongation" bestanden haben könnte, man also Filme die über das Wochenende eine gewisse Zuschauerzahl unterschritten hatten, am Montag kicken durfte. Dies würde erklären, warum die Dienstagseinsätze nicht zuvor beworben wurden und es in den Inseraten vom Freitag keinen Hinweis gab, dass der Film nur bis einschließlich Montag lief. Die Filmkunst- oder Auslesetage, die vielerorts am Donnerstag waren, fanden ja meist Erwähnung. In alten Filmechos finde ich auf den Seiten mit den Indexen häufiger mal den Hinweis 3T, 4T. Typischerweise sind das in der Regel Titel, die ich eh als Kröten eingestuft hätte. Deshalb noch die zweite Frage hintendrein: Angenommen meine These ist richtig. Hat sich das denn überhaupt gerechnet, einen schlecht gehenden Film zu exen und stattdessen einen Zweiten, ebenso wenig Erfolg versprechenden einzusetzen und dafür nochmals Fracht zu bezahlen und ggf. auch noch zu inserieren? Wie war das mit der Mindestgarantie geregelt? Bin sehr gespannt wer was dazu weiß und sage schon einmal Danke!
  4. Den abgebldeten Kinosaal gibt es dort identisch zweimal (Kinos 3 und 5). Bei der Türe rechts der Leinwand handelt es sich nicht um einen Notausgang, sondern den regulären Zugang fürs Publikum, was von Vorne natürlich immer störend ist. zumindest ist dahinter ein Windfang mit einer zweiten Tür zum Foyer. Die Beleuchtungselemente an den Wänden wurden durch farbigen Manschetten um die (nicht dimmbaren) Leuchtröhren noch leicht entschärft. Herr Hermann wird die Auszeichnung für das Gebäude an sich an einem schon sehr markanten Platz in der schwäbischen Kleinstadt erhalten haben; eine Betrachtung auf optimaler Funktion im Kinobetrieb wird die Jury weder vorgenommen haben, noch unterstelle ich, wäre sie hierzu in der Lage gewesen. Architektonisch hat das Objekt schon viele pfiffige Ideen und ist für einen solchen Standort nicht alltäglich. Sehr störend ist jedoch, dass, da ursprünglich noch größer und länger geplant, einige langgezogene Treppen im Foyer nun unmöglich flache Winkel haben. Die einzelnen Stufen sind sehr lang und sehr niedrig und eigentlich nicht normal zu gehen. Dieser Makel hätte einem Gremium aus Architekten auffallen müssen.
  5. Offensichtlich hat man in Franken die Hoffnung, durch eine kreative Programmgestaltung das verbliebnene Restgästekontingent ausschöpfen zu dürfen und kämpft sogar dafür. Chapeau!
  6. Nein. Tuttlingen war ein regionaler Architekt, ein Herr Hermann, wenn ich mich richtig erinnere. Coop Himmelblau hätte sich die Tuttlinger Wohnbau dann doch nicht leisten können. Die Problematik der Glasreingungskosten war ähnlich, wenn auch weit nicht so dramatisch wie in Dresden. Regional abgespeckt halt. Die Idee, der gekippten Glasfassade eine Lochblech-Netzhaut vorzusetzen halte ich aber genial aus der Sicht der wahrscheinlich wenigen Menschen die wissen, wie Kino und Sehen funktionieren.
  7. Auch wenn's so aussieht: Mit Humor hat das nichts zu tun. Das war bzw. ist schlicht und ergreifend so. Die Herrschaften flogen von Wien nach Dresden mit neuen Plänen. Haben dann erklärt so und so und so. Was man an Einwänden hatte hat nicht interessiert, da der Bauherr es sich mit den weltbekannten Architekten nicht verscherzen wollte. Grundidee war nämlich gewesen, mit dem markanten Gebäude der Stararchitekten auf jede Patchwork-Brifkarte aus Dresden zu gelangen - neben Semperoper, Frauenkirche, Zwinger und Brühlsche Terassen - und somit als Werbeträger für die ganze Gruppe millionefach um die Welt zu gehen. Bin mir nicht so sicher, ob's hingehauen hat.
  8. Dann hat sich meine Vermutung nicht bewahrheitet; danke für die Info. Zwei Dinge muss man zur Ehrrettung hinzufügen: Der UFA-Palast in Dresden war, wie alle Kinos der UFA-Theater GmbH & Co KG (außer Stuttgart, weil das immer ein Solitär war), nach der Insolvenz von Cinestar übernommen worden, bevor diese ich glaube zum Ende September 2004 den Mietvertrag mit dem Immobilienfonds dem dieses Kino gehörte (ebenso wie Düsseldorf am Hauptbahnhof) kündigten. Die Familie Riech ist dann wieder eingestiegen und hat das Haus im nahtlosen Übergang weiterbetrieben. Wenn Dein Besuch also während der Cinestar-Zeit, oder kurz danach erfolgt sein sollte, erklärt dies einiges. Cinestar hat es geschafft, so ziemlich alle ehemaligen UFA-Häuser mit irgendwelchen Automaten welche monatliche Mieteinnahmen brachten vollzustopfen, Teddygreifgewinnspiele und ähnlicher Schrott, ungesehen wie banal und deplaziert dies wirkte. Die Architektur in Dresden entspricht Plänen des preisgekrönten Wiener Archtektubüros Coop Himmelblau. Dieses bezog das Umfeld der Prager Straße mit der flankierenden Riesenplatte ebenso ein wie das ehemalige Rundkino, welches ja bis zum Elbhochwasser Teil des Komplexes war, mit ein. Was die Architekten hauptsächlich interessierte war die Wirkung des Gebäude von Außen. Kinorelevante Belange blieben in Planung wie Realisierung meist außen vor. Die in das Gebäude geschobenen 8 Säle sind nicht schlecht und entsprechen dem damaligen UFA-Standard. Verkehrswege und Betriebsabläufe blieben jedoch der Wirkung der Architektur hintenangestellt. Deshalb gab es z.B. keine Rolltreppen, weil nackte Stahlbetontreppen chicker aussehen, wenngleich sie beschwerlich zu laufen sind. bei Le Corbusier war es schließlich genau so, nur waren es dort keine bezahlenden Bssucher sondern Mönche, welche sich dem (weniger) Treppensteigen zu unterwerfen hatten. Bildwerferräume welche für Zuschauer auf einer Ebene zugängliche Kinos bedienten,waren für den Vorführer nur über seperate Treppenhäuser erreichbar; zu Analogzeiten ein Unding. Die sehr ungewöhnlichen Formen und Winkel der Glasfassade machten eine Glasreinigung extrem kostenintensiv. Eine einmalige komplette Glasreinigung kostete in diesem Haus Ende der 90er Jahre 70TSD DM. Selbst wenn man diese hohen Betriebskosten einmal pro Jahr investierte, sah es die meiste Zeit etwas schmuddelig aus. Viele Stellen, wo von Besuchern auf den oberen Stegen von den Schultern gerutschte Pullover, Taschen, Schals oder einfach nur Müll sich aufgefangen hatten und sichtbar waren, waren (und sind) tatsächlich nur dann erreichbar, wenn die Glasreinigung mit Spezialhubwägen vor Ort tätig ist.
  9. Die würde ich stornieren, Vorstellung erst löschen und dann die Vorstellung mit neuem MwSt-Satz wieder anlegen, ausdrucken und beim Einlass umtauschen. Wahrscheinlich wirst Du die Gäste eh anders platzieren müssen, als die Plätze beim Kauf gewält wurden.
  10. War die Person ein Mann oder eine Frau?
  11. Sieht schlecht aus, @TK-Chris. Insoweit noch vorhanden, war das Haus ausschließlich mit EXV bestückt gewesen.
  12. Nein, nur weil ich eine andere Meinung als Du vertrete blasen wir nicht mit unterschiedlichen Noten ins gleiche Horn. Wo ich Dir Recht gebe ist, dass die Kinos selber im Stuttgarter UFA-Palast besser als ihr Ruf, und als wohl vielfach angenommen, waren. Neben der Problematik der Lage des Grundstücks wurde das Haus von Anfang an aber vielfach von den Gästen, derer es bedurft hätte, als zu kalt und unpersönlich empfunden. In ähnlicher Atmosphäre fand man sich anderthalb Jahre später im UFA-Palast Freiburg wieder, welchem jedoch nur eine dreijährige Lebenszeit vergönnt sein sollte. Das Haus in Freiburg befand sich als erster vollendeter Bauabschnitt der neuen Hauptbahnhofsbebauung direkt am Bahnsteig von Gleis 1. Nicht wenige Bahnreisende erkannten in den Behelfscontainern nicht den eigentlichen Bahnhof, liefen ins Kino und wollten an der Info ihr Gepäck aufgeben oder ähnliches. Das Haus wirkte schlicht so steril, dass es als Lichtspielhaus nicht erkannt wurde. Ähnliches habe ich immer wieder über die Anmutung des Stuttgarter Hauses gehört. Stuttgart war immer als bald kommende Innenstadtlage konzipiert und errichtet worden. Für die Interimsphase wo noch Züge oberirdisch auf den Gleisen fuhren, versprach man sich durch den Sackbahnhof einen doppelten Werbeeffekt (für die ganze Kette), da die Züge ja zweimal beim passieren des Bahnhofs das Gebäude flankieren würden (was durch einen Tunnel nicht bei allen Verbindungen zutrifft). Deshalb sollte die Seite zur Bahn quasi als Visitenkarte fungieren, mit einer Vielzahl (bezahlter) Großbanner zum aktuellen Spielplan. Das wurde nur sehr kurz durchgehalten (bzw. durch die Verleiher bezahlt). Und, statt die freien Flächen dann zumindest mit Eigenwerbung zu belegen oder frei zu lassen, hing der alte Schrott teilweise ewig. Das Banner für den Van Damme-Film "Der Legionär" hing z.B. gefühlt bei jeder Bahnpassage durch Stuttgart noch ein Jahr, nachdem der Verleih Helkon pleite war. Das Konzept des UFA-Palast Stuttgart war von der Planung her bereits gewesen, möglichst aggresiv in den bestehenden Markt der Innenstadtkinos einzugreifen und architektonische Perlen wie in Deinem Bildpost zu killen. Ein richtiges Konzept hat er bis zim Ende nie gefunden. Volker Riech sagte anlässlich der Eröffnung in einem Zeitungsinterview "die anderen Kinos interessieren mich nicht", worüber seine Pressesprecherin nicht so glücklich war. Dass es jetzt, nachdem sich die verbliebenen Bestandskinos plus das Multi-Dimension-Plex irgendwie fast ein Vierteljahrhundert gemeinsam bestanden haben ein Ende gibt ist einerseits tragisch. Die Krokodilstränen auf gestorbene (nicht totgeborene) Kinos wären aber andernorts zu suchen. Oder so ausgedrückt: ohne die Probleme, welche Stuttgart Europas größter Kinokette beschert hatte, wäre der vielkondulierte Royal-Palast in Berlin vielleicht noch am Leben.
  13. Hasr Du es eigentlich immer noch nicht begriffen, dass der Sinn der Erbauung des UFA-Palastes in Stuttgart darin bestanden hat, die in der Stadt befindloche Kinokultur totzuspielen? Dies haben die meisten der damals auf dem Markt befindlichen Betreiber erfolgreich geschafft abzuwehren. Wenn Du ausgerechnet dieses Kino - tut mir ja auch leid weil da immer Arbeitsplätze mit dran hängen - jetzt besonders beweinst: war halt nur der miserable BRD-Standard den Du vor venigen Tagen übel angeklagt hast. Andere machen dieser Tage wieder auf. Ich freue mich schon auf ein Wiedersehen!
  14. Mein Problem, @Cinematicx bei derartigen Posts ist, und das unabhängig ob von Dir (dessen Beiträge ich schätze), oder @Rabust, @cinerama, Müller oder wem auch sonst: Ich mag es nicht, wenn innerhalb einer Diskussion Links zu irgendwelchen Videobeiträgen - die mitunter ziemlich dauern können - gepostet werden ohne, dass derjenige wo es teilt kurz mitteilt, worum es ihm dabei geht. Wenn das ein Clip ist, wie jemand durch 18 Vorführräume zu Analogzeiten Interlock gespielt hat sieht das natürlich anders aus, aber bei diesem - mit der Grundausrichtung dieses Forums nichts zu tun habenden Thema, guck ich da nicht rein. Vielleicht kurz dazu schreiben "Relevant weil..." am Besten "Ab 23.56". fände ich gut. Ansonsten genieße ich die Ruhe, welche dieser Thread mitlerweile genommen hat, und bedaure, diese kurz gestört zu haben. R.I.P. "Covid 19 -Eine etwas andere Denkweise".
  15. Dass es die Bauarbeiten für S21 geben würde war von Anfang an bekannt und sogar eingeplant - sonst wäre das Objekt nie an diesem Standort realisiert worden. Man ging zum damaligen Zeitpunkt, 1994, davon aus, dass das Ganze deutlich schneller über die Bühne gehen würde - "in wenigen Jahren ist das mitten in der Innenstadt". Was ich bislang nur vermutet hatte ist, dass die Imobilie nicht mehr in Betreiberbesitz ist. Für OVs im Stuttgarter Raum prädestiniert ist ja eigentlich das Corso in Vaihingen, aber die sind ja mit English derzeit noch gut ausgelastet. Das ehemalige "Kali" ist eigentlich noch ziemlich Kinocenter ohne Bestuhlung. Vielleicht ließe sich da ja mit relativ geringem Aufwand was reaktivieren...
  16. Richtig. Meine Vermutung dazu habe ich bereits im "UFA-Palast Stuttgart schließt"-Thread geäußert. Es ist doch so, dass ein Kinobetreiber, der nicht insolvent ist, jeden einezelnen im Umlauf befindlichen Gutschein rückabwickeln muss. Was für ein Riesen-Aufwand, mit dem man kein Geld verdient. Warum kein Agreement machen mit anderen Kinos, wo die Leute ihre Gutscheine in ihrer Region einlösen können? Profitieren doch beide davon?
  17. Wüsste nicht, dass es einen Zusammenhang zwischen den Familien Riech und Lochmann gäbe.
  18. Zum, was den UFA-Palast Stuttgart angeht, Off-Toppic-Thema Zeil in Frankfurt fällt mir folgende Episode ein, welche ich erzählt bekommen habe: Die UFA beschäftigte für ihre Umbau- und Renovierungsarbeiten zwei Bautrupps, welche in den Kinos deutschlandweit am arbriten waren. Diese leisteten die Arbeiten für alle Gewerke, welche nicht mit möglichen Regressansprüchen behaftet waren. Also Abriss, Trockenbau, Malern, Tapezieren, Fliesenlegen: ja; Elektro, Sanitär, Lüftung: nein. Im Zeil war im Zuge des Umbaus/Erweiterung eben einer dieser Bautrupps zu Gange. Heinz Riech besucht die Baustelle. Er reist mit der Bahn an, verzichtet aber auf das U-/ S-Bahnticket und geht den Weg zu Fuß. Es regnet in Strömen. Herr Riech betritt die Katakomben der Baustelle im (O-Ton Originalerzähler) "SA-Mantel" und tropft alles voll. Ein Mitarbeiter der Bautruppe, ehemaliger Seemann, klopft ihm freundschaftlich auf die Schulter und meint: "Na, Herr Riech, regnets?". Es folgt: Donnerwetter.
  19. Jemand wo, wie @Rabust, immerzu unterstreicht vom "Kino-Virus" befallen zu sein (was ich verstehen kann), sollte die Effizienz anderer Viren vielleicht weniger auf die leichte Schulter nehmen.
  20. Zu 100 Prozent beantworten kann ich Dir das nicht, und wollte es hier vielleicht auch nicht tun. Die Kooperation zwischen Theile und UFA kam meines Wissens erst nach der Eröffnung im Main-Taunus Center und vor der Eröffnung in Stuttgart zusammen. Bauherrin des UFA-Palast Stuttgart (nicht des Medienforums vorne links) war die UFA-Theater AG. Wie die Immobilienbesitzverhältnisse beim Kinopolis aussahen weiß ich nicht. Wie auch immer gehe ich nicht davon aus, dass der aufwendige und teure Weg über Beteiligung an der Immobilie, mit Eintrag und Änderungen im Grundbuch gegangen wurde, sondern einen kalkulatorische Miete an eine andere Gesellschaft geteilt wurde. Ob das Gebäude in Stuttgart Eigentum geblieben ist, oder nachträglich veräußert und von einem Immobiloenfond zurückgemietet wurde wie in Düsseldorf oder Dresden weiß ich nicht. Es taucht aber nicht im Portfolio des Fonds, der die anderen beiden Häuser hält auf. Der Rückzug zum jetztigen Zeitpunkt, mit oder ohne Corona, könnte jedoch den Verdacht nahelegen, dass ein auf maximal 25 Jahre optimierter Mietvertrag bald auslaufen könnte. Der Lochmann-Deal muss ja recht kurzfristig, zu einem Zeitpunkt, als noch Gutscheinverkauf aktiv beworben wurde, eingefädelt worden sein. Ich glaube nicht, dass Lochmann ein Objekt profitabel betreiben kann, dass Riechs nicht konnten. Zudem ginge es ja nicht günstig z.B. aus einer Insolvenz hervor. Sieht für mich eher nach einer Win-Win-Situation aus. Riech wird alle Gutscheinforderungen aus Stuttgart gegen sich auf einen Schlag los; Traumpalast verliert einen Mitbewerber und gewinnt eventuell dessen Kunden. Zur filmtheater-betriebswirtschaflichen Expertise von @Rabust: an anderer Stelle hast Du vor nicht allzu langer Zeit den herben zusätzlichen Schlag gegen die Gastronomie im Zusammenhang mit der diesjährigen Absage des Münchner Oktoberfestes beklagt. Ich glaube auch nicht, dass ausgerechnet die dort vertretenen Gastronomen sich in "unersättlicher Gier überfressen", sondern von jeder Maß und Brotzeit nur die bescheidene Marge weniger Cent übrig bleibt.
  21. Während der Bauphase des Stuttgarter UFA-Palastes in den 90er Jahren, hat die Fa. Theile, welche ja in Stuttgart Kinos betrieb, eine 50 Prozentige Beteiligung erhalten. Im Gegenzug erhielt die UFA 50 Prozent am ersten Kinopolis Main-Taunus bei Frankfurt, wo sie sonst so ein halber Platzhirsch war. Die Beteiligungen wurden später gelöst. Dies war aber der Grund, warum der UFA Palast Stuttgart nie zur späteren GmBH & Co. KG gehörte sondern immer eine selbständige Gesellschaft war, und deshalb nicht von der Insolvenz betroffen war. Bei der Suche nach dem Grundstück in Stuttgart hatte eine bekannte Unternehmensberatung das ehemalige Milchhofgelände ins Gespräch gebracht. Man ging damals davon aus, dass Stuttgart 21 ganz schnell realisiert würde, und man in wenigen Jahren direkt in der Innenstadt liegen würde.
  22. Antwort zu Frage 1: http://www.ddr-klubkinos.de/lsw_kinotypen.htm Antwort zu Frage 2: "Tootsie" startete in der DDR am 15.Juni 1984 (Westdeutschland 25. März 1983). Quelle: imdb.com
  23. Hallo Walze, Halte das was Du schreibst für eine vernünftige und verantwungsvolle Einstellung. Auch die Sicht darauf, sich selber Gedanken zu machen, was man seinem Publikum zum Neustart zeigt und den Blick auf Kollegen. Chapeau!
  24. Danke für den interessanten Beitrag und Link. Es tut gut, auf dieser Seite mal wieder Inhalte zu lesen, für welche sie eigentlich wohl gedacht ist.
  25. In den von Dir geposteten Links geht es nicht um aus Deutschland gestartete Flieger, sondern z.B. um Inlandsflüge innerhalb Spaniens. Von daher gelten auch keine Deutschen Verordnungen oder Recht, wie im Falle von Kinowiedereröffnungen innerhalb Deutschlands. Tut aus meiner Sicht nach wie vor nichts zum Thema, und ist nur Störfeuer.
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