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Film-Mechaniker

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  1. Das wird teuer. Ich weiß nicht, was ihr alle mit Super-8 und DS-8 habt, das einzige Gute an dem Format ist Bild neben Loch für ungestörte Spleiße. Das Doppel-8-Normal-8-System hat so viele Vorzüge: Doppelter Filmvorrat auf der Spule, damit günstig. Ich finde, es gehört billiges Schwarzweißmaterial auf Triacetat her!* Großflächige Auflage im Kamerafilmkanal Entwicklung als 16-mm-Streifen Querliegendes Perforationsloch mit genügend Kontaktfläche an Transportorganen Tausende von soliden Geräten da draußen, reparierbar Gute Wechseloptiken da draußen, überholbar Kompatibilität mit 16 Es gab übrigens nur ein Rackover zu den H-Kameras. Durch Umdrehen der Bolzenscheibe kann man den unteren Anschlag für die H-8 oder die H-16 haben. _________________ *Fomapan R wird zu teuer verkauft. Die Tschechen könnten den Weltmarkt damit fluten, es liegen so viele Geräte unbenutzt herum, aber sie kommen einfach nicht auf so einen Gedanken. Sobald die Italiener Farbumkehrfilm liefern, kracht der Absatz von Fomapan R ein.
  2. Unter den Taschenkameras habe ich noch keine angetroffen mit so schlechten Bauteilen wie bei H-Kameras. Ich hatte ein Mal eine L8 der ersten Reihe, also ohne verstellbaren Regler. Die ließ ich damals bei Bolex überholen, schätze, das war 1983. Verkaufte sie vor wenigen Jahren. Die ist wie ein Käfer, läuft und läuft und läuft. B8 und C8, die ich selber überhole, laufen auch sensationell schön, und zwar wegen der Herstellungsgüte.
  3. Mir ist mehr um halbherzig oder kühl. Es fehlt zum Beispiel das ganze Package, der erste Trifocalsucher war ja superbillig aus zwei gestanzten Blechlein und zwei Haltestücken geschraubt, genaues Einstellen ging gleichermaßen vor sich wie bei der Bell & Howell Standard: mit Einblick von oben. Es ist einfach kein Paillard-Mensch zu spüren, der in der Art der so oft hochgelobten Präzision und Tradition zum Rechten gesehen hätte, weder ein Ingenieur, der das ganze System geistig durchdrungen hätte, noch ein Produktionsleiter, der Fertigungsmängel ausmerzte. Zwischen der Bell-&-Howell-Kamera, 1912, und der Paillard-Bolex H, 1935, liegen volle 23 Jahre. Es scheint bei Paillard niemanden gegeben zu haben, der auch nur ansatzweise Ahnung von Filmgeräten hat, geschweige denn Überblick über den Stand der Technik. Es gibt einzelne H-Kameras ohne irgendwelche Beschriftung, z. B. die in England in den ersten Anzeigen abgebildete oder die Nr. 7530 und Nr. 8778 (nach Richard Clement). Dann hat man den Namen aufs Kunstleder gedruckt, wobei es vier unterschiedliche Arten gibt. Hier Nr. 8385: Eine geschlossene Corporate Identity setzt erst nach fünf Jahren ein. Da war der Einzelkaufmann Bogopolsky griffiger, er hat sich nämlich die Marke Bolex ausgedacht, wenn auch in deutlicher Anlehnung an Rolex. Die Distanziertheit oder Kühle zeigt sich bis zum Ende. Obschon das Rackover-System umständlich erscheint, ist es doch ein mit relativ einfachen Mitteln sehr genau einzurichtendes. Nachdem man nämlich die Revolverscheibe auf der Rückseite und bei den Gewindestutzen überfräst und vielleicht noch überschliffen hat, kann man beim Zusammenbau mit dünnen Zwischenblechen für gleiches Auflagemaß für Film und Prisma sorgen. Bei einem Spiegelverschluß Lagerluft und Schlag auf Null bringen ist viel komplizierter. Nun hat Paillard 1963 das Gehäuse der H-Kamera an einer entscheidenden Stelle verändert, weil man sich von Beaulieu und anderen Amateur-Kameras absetzen wollte. Es wurde immer von professionellen Ansprüchen geredet, schon 1935. Zoom-Objektive sollten an die H-Kamera, Magazin, Elektromotoren. Die Knopfbasis war zu klein geworden. Mit dem Großboden fällt aber das Rackover dahin und für die H-16 S und H-8 S gibt es keine genaue Einstellmöglichkeit mehr. Irgendwie hat keiner daran gedacht, daß Professionelle unter Umständen auch mal eine Groß- oder Makroaufnahme machen wollen. Viele H-16 S und H-8 S sind wohl nicht gebaut worden, doch sie wurden angeboten. Jemand Drittes hat ein Sucherrohr von über dem Einstellprisma nach hinten gebaut, Paillard übernahm es. Jemand Drittes hat in Anlehnung an die Einrichtung beim Ciné-Kodak Special den Fader gebaut, Paillard übernahm ihn. Auch das Doppelprisma für die H-16 Reflex ist nicht Paillard-eigen, ich glaube das einfach nicht. Bei der ersten RX-Reihe war der Verschluß noch ein einfacher, es dauerte zwei Jahre, bis ein verstellbarer dabei war. Verstellbaren Umlaufverschluß gibt es wohlgemerkt seit 1888 (Le Prince), im Lauf verstellbar seit 1897 (Continsouza-Bünzli für Pathé), automatisch seit 1912 (Bell & Howell). Die von Paillard eingebaute Verstellmechanik gleicht derjenigen des Ciné-Kodak Special aufs Haar. Versteht ihr, was ich meine?
  4. Auf dem Bild, # 99, ist die Front zu sehen der H-16, Nr. 10005. Bei dieser Kamera habe ich ja auch einen schief verstifteten Lagerblock gefunden und nun noch eine weitere Ungenauigkeit, gestern gemessen: Das untere Objektivgewinde in der Revolverscheibe ist um 0,16 mm näher am mittleren als das obere. Ich besitze ein Rackover, bei dem ich die Verschiebelänge 42,86 messe. Was ist das für ein Maß? Nun, mit Blick auf die Entstehungsgeschichte der H-Kameras finde ich 111/16 Zoll in der Nähe, das entspricht 42,8625 mm. Das Rackover funktioniert also sehr genau. Diese Nr. 10005 zeigt sich immer mehr als ein schwarzes Schaf in der weißen Herde. Zur Erinnerung: Baujahr 1938. Eine andere Unfeinheit sehe ich beim Einstellprisma, dessen obere Fläche nicht glatt poliert, sondern eigenartig wellig ist. Von Auge sehe ich es gut, versuche hier einen Eindruck davon zu geben: Das roh gegossene Glas? Weiter, in der Bedienungsanleitung zur H-Kamera steht: A prism covering a large part of the subject is fitted inside the camera opposite the upper lens opening . . . Ein Prisma, das einen Großteil der Szene abdeckt, ist im Kamerainnern . . . Ich messe nach. Der Ausschnitt im Blech, auf dem das Prisma mit seiner Mattfläche aufliegt, ist gleich groß wie das Bildfenster für den Film. Was schreiben die da für unstimmiges Zeug? Alles miteinander vermittelt einen Eindruck davon, wie die Geschäftsleitung das Projekt handhabte. Ich suche noch nach dem passenden Wort.
  5. Wahrscheinlich Orwo UN 54, das bei Umkehrverarbeitung auf 23 DIN zu belichten ist Das könnte leichten Schleier haben, der beim Umkehren stört. Wenn du auf 21 DIN ISO 100 belichtest, wirkt sich der Schleier wie eine Vorbelichtung aus. Im Negativ stört der nicht so sehr, sofern Positive kopiert werden, die du auf frischem Material haben kannst.
  6. Kann ich nicht sagen, man sieht es nicht und genauere Beschreibung fehlt. Der Multifocalsucher oder Octameter zur H-8, wie er auch heisst, ist für die Brennweiten 6,5-9-12,5-25-36-50-63-75 mm gemacht.
  7. Das klingt, als wäre die Kamera gekauft. So schlimm ist es nicht. Immerhin die größte und vielseitigste 8-mm-Kamera. Auch wenn es keine Pentaflex 8 ist mit Dreiflügel-Spiegelverschluß, die H-8 macht die Bilder, die man haben will. Mit dem Rackover kann man sich den Nah- und Makrobereich erschließen, ohne es ist die Kamera wie jede andere Federwerkkamera zu gebrauchen. Viel Glück beim Zusammenstellen aller Teile!
  8. Oh, ja. 1943 kamen die ersten Kern-Paillard-Objektive heraus, das Switar 25-1.4, das Yvar 15-2.8 und das Yvar 75-2.5 mit einfacher Magnesiumfluoridbeschichtung. Die hat einen bläulichen Schimmer. Mehrfachvergütung führte man bei Kern ein um 1959 zunächst bei den Zooms und darauf auch bei den Festbrennweiten. Es wurden aber einige Objektive blank verkauft, z. B. die Yvar 12,5-2.8 zur L8. Yvar 15-2.8 eventuell auch, da bin ich mir nicht sicher. A propos Tessar-Variante: In den 1920er Jahren gab es das Kernon, tatsächlich eine Tessar-Abart, aber für Mittelformat-Fotoapparate.
  9. Es geht so: Unter der Front ist eine Tabelle angebracht. http://www.kameramus...lex-empfind.jpg Dort könntest du für Verschluß offen (Halbmond), die Objektivbrennweite, nehmen wir die normale von 12,5 mm, und die Filmempfindlichkeit, nehmen wir 100 ASA/ISO für Fomapan R, die Zahl 14 ablesen. Oben stellst du durch Anheben der Plexiglasscheibe (Stern einhaken) und Verdrehen das Instrument auf 14 gegenüber der gewünschten Bildfrequenz ein, sagen wir 18 Bilder pro Sekunde. Vor der Aufnahme drückst du den verchromten Knopf über der Meßeinrichtung, damit bringst du die Meßzelle in Stellung. Sie rastet ein. Mit Blick durch den Sucher verdrehst du den Blendenring am Objektiv, bis die beiden Nadeln sich decken. Dann kannst du auslösen, wobei die Meßzelle von selbst zurückspringt. Cool, nicht? Zu der Zeit, als diese Kamera auf den Markt kam, gab es wohl hochempfindlichen Doppel-8-Film, doch bei Paillard-Bolex mußte man sich aus technischem Grund beschränken. Die meisten Menschen verdrehten Kodachrome, gefolgt von Peruchrome und Agfachrome und anderen Produkten, alles zwischen 10 und 50 ISO. Man entschied sich für die geringer empfindlichen Filme, für die Mehrheit.
  10. Der Eye-Level-Focus oder „Scharfstellsucher“ ist nicht dasselbe wie der auf verschiedene Objektivbrennweiten einstellbare Motivsucher. Sieht man das nicht? Der ursprüngliche Motivsucher war auf drei Brennweiten einstellbar, 15-25-75 mm. Er konnte obenauf und am Deckel angesetzt werden. 1950 kam der so genannte Multifocalsucher heraus, der nur am Deckel befestigt und auf die Brennweiten 10-16-25-35-50-75-100-150 mm eingestellt werden kann (H-16). Wie der erste hat er eine Einrichtung zum Parallaxenausgleich. Die Halterungen sind anders als beim 15-25-75-Sucher. Mit Austauschen des Deckels ist das Problem gelöst. Die fehlende Linse zum REFTU sollte man kaufen können bei Bolex International 15, route de Lausanne 1400 Yverdon-les-Bains Schweiz http://www.bolex.ch/NEW/index.php Herren Marc Üeter, Geschäftsführer, und Otello Diotallevi, Techniker
  11. Wie, was? Im Beitrag # 3 sehe ich auf dem Foto den Eye-Level Focus, das hier: Es fehlt höchstwahrscheinlich die dazugehörige Linse. Einen Seitensucher, der am Deckel befestigt wird, kann man leicht beschaffen.
  12. Was ich noch anfügen wollte, so sieht das Ganze aus:
  13. Das kann ich aus der Ferne nicht sagen, man muß es schon nachsehen, aber vermutlich: Ja.
  14. Aha, es kann sich zwischen Einstellprisma und Sucher eine Linse befinden. Sucher nach Wegnehmen des Gewindestiftes an seiner Halterung abziehen und den gebördelten Ring über dem Prisma herausschrauben. Zu diesem Sucher gehört eine spezielle Linse, eine andere als diejenige, wenn man von oben mit der schwarzen Trichterkappe auf die Mattscheibe schaut. Der Paillard-Code für den H-8-Sucher ist REFTU. Eventuell einen solchen anschaffen, komplett mit zugehöriger Linse Den Sucher selbst stellt man ohne Objektiv auf sein Auge ein, indem man die Kamera aufs Licht richtet und die Okularschraube dreht, bis man die Mattscheibe in bester Schärfe sieht.
  15. Der Revolverknebel ist nicht richtig montiert. Ansonsten ist das eine Standart-H-8 mit D-Gewinden. Hinter der oberen Objektivöffnung ist ein Einstellprisma, auf dessen Mattfläche man mit Blick durch den obenauf sitzenden Sucher genau einstellen kann, Ausschnitt und Schärfe. Die Kamera sitzt dabei auf einem Rackover, ein schräg verstellbarer Untersatz, der die Distanz zwischen der oberen und der Objektivachse vor dem Film aufhebt. Jetzt bräuchte man nur noch Klarheit über das Yvar. Möglicherweise stimmt mit dem etwas nicht.
  16. Yvar-Objektive für Doppel-8-Film haben die D-Fassung. Man kann sie nur auf H-8 Standart und auf den Taschenkameras B8, C8 und D8 benutzen, mit einem Zwischenring auch auf L8. Die H-8 Reflex hat ein Doppelprisma zwischen Objektiv und Film mit im oberen Prisma eingeätzter Mattfläche. Die H-8 Reflex haben C-Gewinde im Objektiv-Revolver, jedoch ein kürzeres Auflagemaß, als es für die C-Fassung vorgesehen ist. Ein Yvar für 16-mm-Film kann daher auf einer H-8 Reflex nur mit einem Zwischenring verwendet werden. Gehen wir ansonsten von einer H-8 aus, die in Ordnung ist? Es wird viel gebastelt.
  17. Muß mich noch ein Mal korrigieren: Beide Objektive sind keine Tessar-Typen, sondern haben vier freistehende Linsen. Nach meinem heutigen Erkenntnisstand hat Kern nie eine Tessar-Variante gebaut.
  18. http://www.anibis.ch...so=d&p=2&fcid=0
  19. Meßschieber, bitte, nicht Schieblehre. Es ist ein Meßgerät, keine Lehre. Ansonsten auch mein Rat: Innendurchmesser der Frontgewinde bestimmen und in Tabellen das entsprechende Gewinde nachschlagen, in dieser Tabelle Kernlochbohrung genannt, die Kolonne ganz rechts: http://www.hug-techn...e_metrisch.html
  20. Wenn so wenig Information zu fassen ist, erwacht der Verdacht auf die Wehrmacht. Irgendwie sind immer Geräte von Armeen ins Zivile gewandert, bei uns war das der Fall mit den Diksi. Warum soll Zeiss-Ikon nicht einen Auftrag gehabt haben, einen robusten und einfach zu bedienenden Schmalfilmprojektor zu liefern. Beim Heer braucht man kein besonders leichtes Gerät, dafür einen zuverlässigen Verstärker. Wenn damit auch gleich Rundfunksendungen vor die Mannschaft gebracht werden können, umso besser.
  21. Höchstvermutlich ein Apparat von Zeiss-Ikon, Dresden Recherche bringt hoffentlich mehr Information zu Tage, Bücher, Zeitschriften, Internet, Kollegen
  22. Er sieht nach einem Vorläufer des Pentacon P 16 aus.
  23. Ich rate von Gerichtsverfahren ab, denn die Disney-Gesellschaft beschäftigt, wie Onkel Edison schon, ein kleines Heer von Anwälten. Das geht auf Walt Disney himself zurück, ein Berufsarschloch, der sich mit Wernher von Braun zusammen in üble Machenschaften verstrickte. Seit meinen Erfahrungen mit Disney in den 1990er Jahren mache ich einen weiten Bogen um die Bande herum.
  24. Empfehle das Switar 13 mm, 1:0,9. Macht sich am besten auf einer alten H-8 mit 190 Grad im Verschluß, womit man das Maximum an Licht einfängt
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