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Verteilerplattform für digitale Filme im DCP Format


wgeppert

Empfohlene Beiträge

Hallo,

 

ich werde im Zusammenhang mit einer Firmenneugründungeine Verteilerplattform für digitale Filme im DCP Format zeitnah onlinestellen. Dieses Portal wir zunächst in einem begrenzten regionalen Einzugsbereich eine Gruppe von Kinos bedienen. Zielsetzung ist die bundesweitedigitale, unternehmensunabhängige und kostengünstige Datenübertragung vonFilmen zwischen den Kinos, Filmverleihern und Werbeagenturen. Die Spezifikationen der DCI werden alle unterstützt und die Sicherheitgewährleistet. Die Kinobetreiber dürfen wieder regionale Werbeeinnahmenerwarten, weil kostengünstige Werbung eingespielt werden kann und dieFilmverleiher erhalten ohne Investitionen eine digitale Distribution. Insoweitzukünftig Filmverleiher diese Datenübertragung nutzen sollen, fehlen mir noch Informationen, wie die Filmbestellung bis zur Bezahlung als Geschäft abgewickelt werden kann. Welche Eigenschaften sollte ein Online-Portal aufzeigen, damit für die Kinobetreiber und Filmverleiher der größte Nutzen bei geringsten Kosten entsteht. Wer kann mir die Geschäftsabläufe vermitteln. Gerne werde ich vertragsfreie digitale Kinos in unserem Testlauf einbinden.

 

Grüße,

Wolfgang

 

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Da macht sich vermutlich etwas Ratlosigkeit breit ;-) Ihr habt Euch da ja sicher schon Gedanken drüber gemacht, aber, zum einen gibt es ja durchaus schon andere Ansätze dafür, DCP-Germany, ONEDCN, Satellit, zum zweiten gibt es ja schon gegenwärtig noch ganz fundamentale Gründe, die in der Größe der DCPs vs. Bandbreite liegen.

 

Natürlich kann man sowas nichtsdestotrotz mal machen innerhalb eines begrenzten Nutzerkreises, und der technische Aufwand dafür ist sicher überschaubar. Aber schon kurz-mittelfristig müsste man ja überlegen, mit welchen Chancen sich sowas weiterentwickeln kann.

 

Gängige DCPs liegen so zwischen 150-300Gbyte. Sowas über eine schnelle ADSL2 Verbindung zu übertragen dauert 2-4 Tage. Natürlich kann man in irgendwelchen begrenzten regionalen Bezügen auch VDSL, Glasfaser, Kabelnetzzugänge nutzen, aber die sind ja nunmal nicht flächendeckend verfügbar, und liefern aufgrund ihrer Anbindung auch nicht dauerhaft solche Nutzraten, ganz abgesehen davon, dass diese Leitungen im Zusammenhang eines Kinos ja auch für anderen Dinge benutzt werden. Da kommen pro Woche noch ein paar Trailer dazu, das Personal guckt mal in die ZDF Mediathek oder ein Fußballspiel, etc.

 

Sprich, man müsste eigentlich eine zweite Anbindung nur für die Filmverteilung haben.

 

Nun sagen einige: Die Internetanbindungen werden ständig schneller, es gibt LTE, etc. pp - nur, trotzdem muss man sich mit der Frage befassen, ob so eine Übertragung mit einer heute üblichen Kinologistik zeitlich komptaibel ist. Und da wirds schon ziemlich eng mit diesen Rahmenparametern. Denn oft wird von Montag auf Donnerstag gebucht. Dann muss der Film erstmal überhaupt fürs Aufspielen in die Verteilplattform verfügbar sein. Dann muss er, durch welche Umstände auch immer, erstmal auf die Verteilplattform hochgeladen werden. Das dauert ebenfalls nicht zu knapp. Dann muss die Anbindung der Verteilplattform schnell genug sein, dass mehrere teilnehmende Kinos das DCP auch alle schnell genug herunterladen können. Und es muss noch Luft sein für Recovery bei Verbindungsabbrüchen etc. - idealerweise ein blockbasiertes Verfahren mit Integritätsprüfung, damit die Unversehrheit des vollständigen DCP schnell geprüft und bei Bedarf nur einzelne Blöcke nachgeladen werden müssen.

 

Also, auf der Basis der gegenwärtigen Techniken und Abläufe sehe ich da für Spielfilmlängen ehrlich gesagt noch keine großen Chancen. Darüberhinaus muss zusätzlich ja auch noch das Buchen und die Schlüsselgenerierung koordiniert werden. Und ich habe Schwierigkeiten mir vorszustellen, in welchem Umfang die Verleiher da einem Neu-Einsteiger Zugeständnisse machen.

 

Es mag vielen ja heute schon antiquiert erscheinen, Daten auf Festplatten in Paketen zu verschicken. Aber faktisch gibt es gegenwärtig nunmal keine schnellere Versandmöglichkeit für 300GByte als eine Platte in einem Kurierpaket über Nacht. Selbst die Satellitenübertragung ist deutlich langsamer, und nutzt als Fallback bei Problemen dann wieder den Festplattenversand.

 

Für Trailer und Werbung jederzeit. Aber da hängen halt schon DCP Germany und ONEDCP drin, ADEINS hat ein Portal, und da würde ich mal vermuten, dass DCP-Germany die größten Chancen hat, die wachsen gegenwärtig sehr schnell. Allerdings gibts den einen oder anderen Faktor an DCP-Germany, der mir nicht so gut gefällt. Wenn Ihr da attraktivere Modelle anbieten könntet, wäre vielleicht Luft für ein zusätzliches Portal. Im Bereich der Trailerversorgung gibts da z.B. gegenwärtig noch dämliche Lücken. Allerdings glaube ich nicht, dass die diversen Verleiher oder Dienstleister, die teilweise eigene Portale betreiben, da im wirklich großen Maßstab ihr Material zu Verfügung stellen. Sowas wie eine 'Link-Plattform' - also eine 'Wo finde ich diesen Trailer, und was muss ich ggfs. zusätzlich tun, um an ihn ranzukommen' - das wäre ein zwar sehr überschaubarer, aber wie man an dem entsprechenden thread hier im Forum sieht, durchaus gefragter Nutzen.

 

Eine weitere Lücke wäre zu füllen im Bereich der Archivierung von älteren DCPs. Wir haben in letzter Zeit hier im Forum regelmäßig das Problem gesehen, dass viele Verleiher schon wenige Monate alte Filme nicht mehr als DCP verfügbar haben, weil es scheinbar noch keine durchgängige Archivlogistik dafür gibt. Einige Verleiher scheinen sich die DCPs in Einzelexemplaren ins Regal zu legen, und wenn dann diese eine Platte gebucht wurde, ist das Ding geblockt. Mittlerweile archivieren einige Kinos schon selbst DCPs, um sie für später selbst oder für Kollegen nutzbar zu machen. In dem Bereich gäbe es Ansätze für eine unabhängige Koordinierung.

 

Darüber hinaus gäbe es sicher Bedarf für eine Indy-Plattform, aber für Filme ausserhalb der großen Verleihsysteme. Ist ja bekannt, dass mit der Digitalisierung unabhängige Filme sehr viel leichter auf der großen Leinwand landen können, wenn die Produzenten erstmal die Hürde der DCP Erstellung gemeistert haben. Die brauchen dann eben noch eine Vertriebs- und Verteilplattform.

 

 

Aber schreib ruhig mal, welche Gedanken Ihr Euch schon dazu gemacht habt.

 

- Carsten

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Hi Carsten,

 

und danke für Deine Hinweise. Ich möchte nicht alleskommentieren, aber die wichtigsten Argumente.

 

Bandbreite: Invielen Regionen ist eine schnelle Internetanbindung verfügbar (bis 120MBit).Selbst asynchrone schnelle Satellitenverbindungen sind überall möglich. Nicht Tage,sondern wenige Minuten bis Stunden werden zum Download benötigt.

 

Verteilerplattform:Das DCM wird verschlüsselt unmittelbar in dem Portal gehalten, um das DCP zu erzeugen. Im Grunde sind nurdas Key-Management und die Verschlüsselung erforderlich. Wenige Minuten sindhierfür ausreichend.

 

Wettbewerb: DieWettbewerber sind nach meiner Auffassung techniklastig und versäumen es, dieGeschäftsprozesse zu modellieren. Ich kann es hier nicht genauer erklären, aberwo ist der Nutzen für die Kinobetreiber? Heute kann jeder auf seinem PC ein DCPerzeugen. Was heißt das weiter? Du sagst es zwischen den Zeilen: Der Nutzen istwichtig.

 

Indy-Plattform:Das wäre ein solcher Nutzen. Bieten den Kinos einen Marktplatz, um einfach neueFilme zu finden und diese kostengünstig und innerhalb von Stunden auf dieLeinwand zu bekommen. Ein eBay für Filme … und alle wären happy.

 

Ich kann noch nicht aus dem Nähkästchen erzählen. Aber sagt ihr mir, was auf eurer Wunschliste steht.

 

Wäre ein Film-Buchungssystem sinnvoll?

Wäre die Meldung an den Filmverleiher-Verband im Internet hilfreich?

Wäre ein günstiger Mietpreis entscheidend?

Sollten neue Vertriebswege angeboten werden?

 

Grüße, Wolfgang

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Bandbreite: Invielen Regionen ist eine schnelle Internetanbindung verfügbar (bis 120MBit).Selbst asynchrone schnelle Satellitenverbindungen sind überall möglich. Nicht Tage,sondern wenige Minuten bis Stunden werden zum Download benötigt.

 

Ja, aber willst Du deinen Kundenkreis von vorneherein auf die beschränken, die in den Genuss solcher Anbindungen kommen? Das Geschäftsmodell der bisherigen Verteilsysteme sieht so aus, dass z.B. die Satellitenübertragung nicht mehr kostet als der konventionelle Kopientransport. Kurierdienst und Satellit kommen halt überall hin. Wenn es nur darum ginge, dass Kinos in einigen benachteiligten Regionen etwas langsamer versorgt würden, wäre das ja zu akzeptieren. Das Problem ist aber, dass der Spielraum gegenwärtig so knapp ist, dass es dann mit der Logistik zeitlich eben garnicht mehr hinhaut.

 

 

Buchungssystem fänden sicher alle Kinos toll - nur, bisher steht auch digital zwischen DCP und Buchung immer noch die Zustimmung des Disponenten. Weiss nicht, ob die Betreiber, wenn das weiter so ist, sich mit einem Klick auf Ja oder Nein begnügen würden. Da muss man dann doch wieder telefonieren. Aber wenn es elektronisch funktioniert, wäre das natürlich toll.

 

Was das hier angeht:

 

Wäre die Meldung an den Filmverleiher-Verband im Internet hilfreich?

Wäre ein günstiger Mietpreis entscheidend?

Sollten neue Vertriebswege angeboten werden?

 

Weiss ich nicht, was Da gemeint ist. Der Mietpreis wird ja bisher nicht abhängig von der Verteilplattform oder -weg entschieden, sondern vom Verleih festgelegt.

 

- Carsten

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Das angedachte Verteilsystem funktioniert ganz einfach wegen mangelnder ausreichender Internet Bandbreite nicht. Erst bei Einsatz von Glasfaser würde man die benötigte Geschwindigkeiten erhalten, um die Übertragung von DCPs betriebssicher gestalten zu können. Glasfaser ist aber noch lange nicht überall verfügbar und wenn doch, dann ist es schlicht zu teuer.

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Selbst mit 100Mbit/s wäre das noch eine Qual sich die Filme herunterzuladen, 7std pro Film sind gleich vorbei!

 

Mal davon abgesehen, dass du die enorme Bandbreite Serverseitig mal zur Verfügung stellen musst. Mal als Beispiel, 800 Kinos wollen sich nur einen Film herunterladen, 800x100Mbit = 80gbit/s !! Jetzt kommen aber einige mit 1gbit Leitungen an und die wollen auch bedient werden...

 

Meiner Meinung nach unterschätzt man das ein wenig, wenn man nur an 10-20 Kinos denkt, aber für die Masse braucht es einfach mehr!

 

Trailer, Werbung und kleinere Dateien stellen hier keine Probleme da. Da reicht selbst eine 1gbit Anbindung des Servers, da jeder nur ein paar Minuten herunterlädt und das zu unabhängigen Zeiten, da es keine Zeitkritischen Daten sind, bei Filmen sieht es ganz anders aus.

 

Schaut man sich mal Rechenzentren an und wie diese angebunden sind, wird einem schnell klar, dass sich hier noch eine Menge tun muss bevor man das ernsthaft in betracht ziehen kann.

 

Mal ein paar Beispiele:

- 1&1: 40gbit/s

- Hetzner: sehr vorbildliche 260gbit/s

- abonda: 4x 9,6gbit/s

- 1blu: einige 1gbit/s Leitungen

- host4free: 16gbit/s

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Moderne Verteilsysteme arbeiten nicht mit Einzelverbindungen sondern nach dem Broadcastprinzip.

So kann man mit vergleichsweise geringer Bandbreite viele Empfänger versorgen.

So läuft das z.B. bei der Satelitendistribution. Hier entscheidet nicht das Kino wann der Film geliefert wird sondern der Distributor

stellt die Receiver der angeschlossenen Kinos gleichzeitig auf Empfang.

 

Gruß

HAPAHE

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Darf ich Euch allen einen Rat geben. Ihr denkt alle viel zu technisch und zu kurz. Ihr setzt Euch unnötige Gedankenbarrieren. Ein modernes Rechnenzentrum ist hoch skalierbar und kennt in der Bandbreite keine Begrenzungen, die Ihr beschrieben habt. Ebenso ist die schnelle Anbindung nur eine Frage der Zeit und dann für kleines Geld überall verfügbar. Wer von Euch hat vor 3-4 Jahren in Terra-Byte gedacht? Ich wollte mit meinen Frage eine serviceorientierte Diskussion anregen. Ihr solltet wissen, dass die Multiplexkinos Ihre Filme ausschließlich über Datenleitung eingespielt bekommen. Keiner jammert dort über Bandbreite oder Kosten. Seid keine Bedenkenträger, sondern mutig bei der Entwicklung von Nutzen mit dieser Technologie. Versucht die neuen Möglichkeiten zu nutzen, sucht nach Wegen, die gerade die kleinen Kinos nach vorne bringen. Z.B. wird das Buchungssystem von Euch viel zu klein gedacht. Größer, über alle Beteiligte muss es sich spannen. Kino sucht Film (auf Versteigerung, oder Indy Plattform), bucht dann Film, Verleih bestätigt Buchung und erstellt DCP bzw.KDM, Kino lädt runter, Kino zeigt Film und antwortet mit KDM zurück, Kino erfasst Kartenabrechnung im Internet für Verband, ..... alles online - automatisch

 

Der große Bogen bringt uns weiter ...

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Du hast da schon Recht. Das liegt jetzt auch ein bißchen daran, dass man bei jemandem, der da laut eigener Aussage ein kleines Projekt anstößt, nicht unbedingt gleich dran denkt, dass er die Ressourcen hat, das groß aufzuziehen. Wir sind halt hier auch überwiegend Vorführer und Betreiber von kleineren Einzelkinos, da denkt man erstmal sehr unmittelbar praktisch. Und wir haben unsere Erfahrungen mit Verleihpolitik, da bewegt sich halt argumentativ erfahrungsgemäß nur sehr wenig. Die kann man eigentlich nur durch Tatsachen überrumpeln. Erst wenn die sehen, dass denen die Felle wegschwimmen, ändern die ihre Handlungsweise.

 

ABER: Schnelle Internetverbindungen kosten nunmal auch richtig Geld, und ich weiss nicht, ob man da den bisherigen Distributionssystemen noch was entgegensetzen kann, denn ne Platte für 5 Euro ist eben schonmal ne Hausnummer. Broadcast via Satellit hat ja nunmal auch recht schnell Grenzen bei sehr viel unterschiedlichem Material. Die bisherigen Satellitendienstleister sind ja z.B. auch kaum für Nachspieler brauchbar.

 

Ich kenne aber ne Menge Multiplexe die weiterhin ihre Festplatten kriegen, und obendrein noch Satellit. Bei DENEN funktioniert aber auch das Buchungssystem schon so, wie Du es beschreibst, diese Läden haben eben auch kein Problem, ihre Filme zu buchen, die müssen nicht auf ne Zusage zum Bundesstart warten, die verlangen einfach eine oder setzen sie voraus.

 

 

Es ist aber schon richtig, dass Du erstmal die Technik hintenan stellst und nach Mehrwert und neuen Ideen fragst. Viele haben von der Digitalisierung erwartet, dass sich auch in der Disposition und Buchung zumindest langfristig mal deutlich was ändert.

 

- Carsten

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Multiplexe mit 20-30 Neueinsätzen pro Monat können auch locker 100 und mehr Euro für eine Sat oder Internetleitung im Monat ausgeben, die genügend Leistung bietet.

Bei kleineren Kinos mit 5-10 Einsätzen pro Monat brauchen für den Rückversand nur ~25-50 Euro zahlen. Wobei 5,-€ schon viel ist, mit Hermes kostet das nur 3,80€ pro Päckchen.

 

Bin technischem Fortschritt sehr aufgeschlossen, aber es muss sich trotz allem immer noch lohnen!

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Ebenso ist die schnelle Anbindung nur eine Frage der Zeit und dann für kleines Geld überall verfügbar

 

Auf welchem Planeten lebst Du denn :rolleyes:

 

Bis sich 10MBit Flächendeckend durchgesetzt hat sind wir alle schon in Rente :cool:

Nur weil in einigen Ballungszentren auf dem Papier 100 Mbit zur Verfügung steht kann man nicht von der Fläche reden.

Mal abgesehen davon das man sich die 100Mbit real noch mit anderen teilen muß.

 

 

Wenn mich jetzt nicht alles täuscht ist das aber über Internet und IPv4 nicht möglich oder?

Müsste man also auf IPv6 warten, bis es sich komplett durchgesetzt hat.

 

Da hast du recht.

Darum wird das Broadcasting bisher nur im seperaten Satelitennetz verwendet.

 

Gruß

HAPAHE

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Darf ich Euch allen einen Rat geben. Ihr denkt alle viel zu technisch und zu kurz. Ihr setzt Euch unnötige Gedankenbarrieren. Ein modernes Rechnenzentrum ist hoch skalierbar und kennt in der Bandbreite keine Begrenzungen, die Ihr beschrieben habt. Ebenso ist die schnelle Anbindung nur eine Frage der Zeit und dann für kleines Geld überall verfügbar. Wer von Euch hat vor 3-4 Jahren in Terra-Byte gedacht? Ich wollte mit meinen Frage eine serviceorientierte Diskussion anregen. Ihr solltet wissen, dass die Multiplexkinos Ihre Filme ausschließlich über Datenleitung eingespielt bekommen. Keiner jammert dort über Bandbreite oder Kosten. Seid keine Bedenkenträger, sondern mutig bei der Entwicklung von Nutzen mit dieser Technologie. Versucht die neuen Möglichkeiten zu nutzen, sucht nach Wegen, die gerade die kleinen Kinos nach vorne bringen. Z.B. wird das Buchungssystem von Euch viel zu klein gedacht. Größer, über alle Beteiligte muss es sich spannen. Kino sucht Film (auf Versteigerung, oder Indy Plattform), bucht dann Film, Verleih bestätigt Buchung und erstellt DCP bzw.KDM, Kino lädt runter, Kino zeigt Film und antwortet mit KDM zurück, Kino erfasst Kartenabrechnung im Internet für Verband, ..... alles online - automatisch

 

Der große Bogen bringt uns weiter ...

 

Hört sich interessant an und liest sich so, als ob "European Finest" sich von Innen aus aufbohren möchte.

 

Den Kinovertrieb so radikal von der technischen Infrastruktur her voranzutreiben statt vom klassischen Rechtevermarkter/Filmverleih, ist bislang allesamt an den großen Rechteakkumulatoren, gerade im Repertoirebereich (also älter als 6 Wochen nach EA), gescheitert.

 

Was sagen denn etwa also die Londoner Turner-Leute oder StudioCanal+/Kinowelt-Tobis-Gruppe zu Euren Plänen ?

 

+++

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Keiner von den Londoner Turner-Leuten oderStudioCanal+/Kinowelt-Tobis-Gruppe oder Warner Brothers wartet auf diese Lösung. Warum auch, das Geschäftsmodell funktioniert und wird die neue Technik nur dort aufgreifen, wo sie zweckdienlich ist. Wir reden hier von 80% US und10% EU Produktionen der großen Filmverleiher. Bleiben noch 10%. Die kommen aus Geldmangel für Kopien nur in wenige Kinos, die Produktionen finden häufig keinen Vertrieb und damit nicht den Weg auf die Leinwände. Diese Produktionen interessieren mich. Die digitale Distribution erlaubt schnelle, kostengünstige Post-Produktion sowie die nahezu kostenlose Verteilung (im Vergleich zurFilmrolle). Aber auch wenn ich an Eure Werbeeinnahmen denken, verstehe ich die Rreaktionen in diesem Forum nicht. Schickt Euch WerbeWeischer soviel Werbung, dass Ihr abwinken müsst? Die Werbung im Analog Film ist weggebrochen und erlaubt mit den Möglichkeiten der digitalen Welt neue Geschäftsmodelle!

 

Wann hat das Restaurant um die Ecke vom Kino das letztemal eine Kinowerbung geschaltet?

 

Es ist eine Regel und keine Ausnahme: Neue Technologien bedingen neue Marktteilnehmer und neue Abhängigkeiten. Wer kannte vor 10 Jahren Google oder Facebook?

 

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Wenn mich jetzt nicht alles täuscht ist das aber über Internet und IPv4 nicht möglich oder?

Müsste man also auf IPv6 warten, bis es sich komplett durchgesetzt hat.

 

Nein das stimmt nicht, natürlich gibt es auch Multicast in IPv4, siehe IPTV der Telekom etc.....

Ist also kein Problem.

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Bleiben noch 10%. Die kommen aus Geldmangel für Kopien nur in wenige Kinos, die Produktionen finden häufig keinen Vertrieb und damit nicht den Weg auf die Leinwände. Diese Produktionen interessieren mich. Die digitale Distribution erlaubt schnelle, kostengünstige Post-Produktion sowie die nahezu kostenlose Verteilung (im Vergleich zurFilmrolle). …Die Werbung im Analog Film ist weggebrochen und erlaubt mit den Möglichkeiten der digitalen Welt neue Geschäftsmodelle!

… Es ist eine Regel und keine Ausnahme: Neue Technologien bedingen neue Marktteilnehmer und neue Abhängigkeiten. Wer kannte vor 10 Jahren Google oder Facebook?

 

 

In sich verschärft geführten Urherberrechtsdebatten finde ich den Ansatz sehr mutig: Denn auch beim 10 % Rest wollen Vertriebs- und Aufführungsrechte geklärt und vertraglich vereinbart werden. Dies ist momentan keine Sache von "Templates", weil gerade bei Filmwerken viele Untergewerke wie Musik, die Arbeitsleistung aller beteiligten Kreativen, Clip-Zitate etc. bis ins Letzte für Weiterverwertung geklärt sein müssen.

 

Oder wollt Ihr nur eine Technik-Plattform anbieten für Produzenten, die sagen, machen wir auf eigene Rechnung und Ihr bekommt Prozente oder Fixum?

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In sich verschärft geführten Urherberrechtsdebatten finde ich den Ansatz sehr mutig: Denn auch beim 10 % Rest wollen Vertriebs- und Aufführungsrechte geklärt und vertraglich vereinbart werden. Dies ist momentan keine Sache von "Templates", weil gerade bei Filmwerken viele Untergewerke wie Musik, die Arbeitsleistung aller beteiligten Kreativen, Clip-Zitate etc. bis ins Letzte für Weiterverwertung geklärt sein müssen.

 

Das wird sich aber finden, denke ich. Wenn da eine Lücke für einen Teil der rechtlichen Ansprüche ist, wird die schnell geschlossen werden. Ob das jetzt auch der Portalanbieter macht und dadurch einen Mehrwert generiert, oder ob da noch eine 'Agentur' dazwischen sitzt - erstmal egal. Wenn kleinere Produzenten einen Weg ins Kino finden, ist genug drive dahinter.

 

 

- Carsten

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Grade gefunden:

 

http://www.dcinematoday.com/dc/PR.aspx?newsID=2765

 

“With a second full time satellite transponder, we will have an aggregated throughput of 140 Mbps available for delivery to cinemas once the upgrade is completed with dual tuner DVB-S2 cards,” said Jean-Sebastien Petit, CEO of SmartJog. “This will enable speedy delivery of four to six large feature film DCPs per day, at an average of 60 gigabits per hour.”

 

 

SmartJog bündelt da also jetzt zwei Transponder, die von entsprechenden 'Doppel-Tunern' parallel für den Download genutzt werden können. Und verspricht 'im Schnitt' 60Gigabits/h. Damit will man 4-6 komplette Filme pro Tag verteilen können. Das hört sich erstmal viel an - aber SmartJog operiert damit europaweit, die müssen also damit Startkopien für alle europäischen Länder unter die Leute bringen. Das dürfte immer noch sehr eng sein.

 

Die Flexibilität des Festplattenversandes, gerade ausserhalb der Startfenster, lässt sich damit nicht ansatzweise erreichen. Die nötige Logistik für europäische Day-and-Date Starts, bei denen die Bildinformation länderübergreifend übertragen werden kann und darüberhinaus nur länderspezifisch Audio, Untertitel, Playlisten etc. dürfte auch nicht ohne sein, und die Realitäten werden solche ökonomischen Lösungen nur extrem selten zulassen.

 

 

 

 

- Carsten

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  • 1 Monat später...

Kann ich für SmartJog nicht genau sagen. Im allgemeinen ist es aufgrund der Konkurrenzsituation aber so, dass das Equipment kostenlos bereitgestellt wird, und pro Film in etwa der gleiche Tarif berechnet wird wie beim konventionellen Transport. Nur so rechnet sich das wohl für alle Beteiligten. Zusätzlich ermöglichen die Anlagen ggfs. auch noch Live-Broadcasts.

 

 

 

- Carsten

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