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Walzensteuerung


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Kennt ihr das noch als es noch keine Steckmatrix gab? Damals kam ein kleiner feiner Betrieb aus NRW auf die glorreiche Idee, den Kinobetrieb zu automatisieren. Sie erfand eine geniale Blechkiste, wo man mit nur einem Knopfdruck ALLES (Licht aus, Ton umschalten, Projektor an, Überblendung, Projektor aus, Licht wieder an, Pausenmusik wieder an) steuern konnte. Nun hatte unser Kino damals diese technische Neuerung installiert (lange, lange her). Nun wurde diese automatik lange nicht benutzt und ich dachte mir mal so, "probierste die ma aus"! Siehe da, im trockentest lief alles wie es sollte. nun war auch ein film schnell mit Folien beklebt. aber nix da. während der Vorstellung lief alles kreuz und quer durcheinander. Da wusste dieser kleine Betrieb in NRW noch nicht, dass es versehentlich einen "Terminator geschaffen hatte. Diese Kiste führt ein eindeutiges Eigenleben um mach einfach alles was sie will.

Nun hat der neue Pächter sie (endlich) ausgebaut und ist nun in meinem Besitz, auf das sie nun NIE (!!!) mehr Unheil anrichten kann.

 

 

Ihr könnt sie ja mal anschauen unter

http://gallery.filmvorfuehrer.de/gallery/view_album.php?set_albumName=albun04

 

Hat vielleicht jemand von euch erfahrung mit diesem Gerät o.ä.

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Muß man seine Erfahrung mit dieser 'Kiste' gemacht haben? Wobei mir die zentrale Frage zu sein scheint: Warum hat sie so lange ungenutzt in der Ecke gestanden. Nebenbei möchte ich betonen, das ich mich nicht zu den Gegnern des Anbieters zähle.

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Nee, muss man nicht. Würd mich nur mal interessieren, ob jemand mal ähnliche erfahrung gemacht hab. als ich in dem kino angefangen hab zu arbeiten, war die schon seit jahren abgeschaltet und nicht mehr benutzt. da kannte sich auch kein mitarbeiter mehr mit aus. ich hab das ding einfach mal versucht, spasseshalber zu reaktivieren. Ich hab auch nix gegen die Kostrukteure der anlage. man braucht einfach nur heutzugtage ein doktorstudiom, um das kabelgewirr nachvollziehen zu können. da haben über knapp 30 jahren alle möglichen leute dran rumgebastelt und natürlich keine dokumentation hinterlassen.

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Man mag es ja kaum glauben, aber wir haben eine solche Walze noch in unserem kleinen Saal in Betrieb. Sie läuft einwandfrei und völlig problemlos! :) Damit das auch so bleibt, muss die Walze "synchron" laufen. An der Front gibt es dafür extra ein kleines Lämpchen. Und das sollte besser leuchten. Erst dann ist die Position der Reiter auf der Walze mit dem jeweils dazugehörenden Befehl identisch. Asynchronität kann z.B. beim Ausschalten der Walze während des Betriebes oder bei zu schnell hintereinander geklebten Schaltfolien entstehen! In diesem Fall muss das Gerät ausgeschaltet werden und per Hand rejustiert werden.

Aber unsere Walze läuft und lauft und läuft und läuft und ...

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...und die Platine in der Mitte ist so wies aussieht die Abtastplatine aus einer FTT-Kompaktanlagen-Automatik...

 

es gab auch mal eine "professionell" Hergestellte Walzenautomatik von Ernemann ("Ernemat"). Die Walze war jedoch beduetend größer (Durchmesser ca. 20 cm) und robuster.

 

Viele Grüße

 

Max

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Wer die UP700 näher kennt, daran selbst zu DDR-Zeiten gearbeitet hat oder sich näher damit beschäftigt hat, der wird ihn sicherlich auch kennen: den Pyrcomat.

 

Es war ein sehr gelungener Versuch, die Automatisierung auch in den DDR-Kinos einzuführen, zumindest aber in den 70mm-Theatern.

Das Prinzip dieses Kastens war relativ einfach: Er basierte auf einer Lochkarte. Mit ihm konnte, angefangen vom Saal-, dem Bühnenlicht, dem Vorhang, der Kaschierung über die Tonumschaltung bis hin zum Maschinenstart (einschließlich Vormusik) und der Kohlezündung alles gesteuert werden. Sogar die Anzeigen: "Vorfilm - Augenzeuge - Hauptfim läuft" im Foyer waren steuerbar.

 

Es war zwar eine Sauarbeit die Programmkarten zu stanzen - man musste genau die Lage 1cm-langen Schlitze zueinander berechnen - aber wenn er lief, dann war es - für damalige Zeiten - ein kleines Wunder.

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Kennt ihr das noch als es noch keine Steckmatrix gab? Damals kam ein kleiner feiner Betrieb aus NRW auf die glorreiche Idee, den Kinobetrieb zu automatisieren. Sie erfand eine geniale Blechkiste, wo man mit nur einem Knopfdruck ALLES (Licht aus, Ton umschalten, Projektor an, Überblendung, Projektor aus, Licht wieder an, Pausenmusik wieder an) steuern konnte.

Hat vielleicht jemand von euch erfahrung mit diesem Gerät o.ä.

Hallo,

gähn, Walzenautomaten mit "Alufolie auf dem Schichtträger" gibt es seit den Fünfzigern...

Nach den zu erkennenden Bauteilen schätze ich, die Philips Matrix gab es schon!?!

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In der Lichburg in Essen war bis vor der Renovierung vor zwei Jahren noch der Ernemann-Walzenautomat in Betrieb und lief absolut störungsfrei!

 

Von Bauer, bzw. Siemens-Klangfilm gab es auch schon in den 50er Jahren so ne Automatik. Ich habe da noch die Werbeunterlagen mit der technischen Beschreibung.

 

"Automation geht neue Wege! Mit dem Siemens Euromat und Euromat K"

 

Klasse Teile!

 

Gruß

MArtin

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Hi,

in unserm Kino (Fürstenhof, Büdingen) arbeiten auch noch zwei ERNEMAT Steuerungen mit Matrix an ERNEMANN IX (m. Objektivrevolver) ohne Störungen. Eingebaut Ende 70er Jahre. Bezeichnung Ernemat III, glaube ich; außerdem je noch eine separate Steuerung für Diaprojektor und Interlock- Betrieb.

 

In der Nachbarstadt ebenfalls die gleiche Steuerung an Ernemann X, allerdings ohne Matrix (festes Programm).

 

Die Dinger scheinen also doch noch oft in Betrieb zu sein. Hat jemand zufällig hierfür noch die Schaltpläne? Habe nämlich noch so ein Teil auf dem Dachboden.

 

Gruß, Daniel

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In der Zeitschrift "Kinotechnik" aus dem Jahr 1958, Monat weiß ich gerade nicht auswendig, gibt es sowohl über den Ernemat wie auch über die Klangfilm-Automation ausführliche Berichte. Wen es interessiert, viel Spaß beim Wühlen in den Magazinen der Universitäten, also !!

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