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Klar, mono, wenn Kunstlicht (aus welchem Grund auch immer) dunkler ist als Tageslicht, dann ist es eben dunkler. Das ändert aber nichts an der effektiven Empfindlichkeit des Filmmaterials!

 

1000 Lumen sind immer 1000 Lumen, unabhängig von der Farbe des Lichts.

 

Hier hast Du zwei farbige Flächen, beide 60% gesättigt, 100% hell, nur der Farbton ist unterschiedlich. Mach ein SW-Foto davon. Beide Flächen werden gleich hell abgebildet sein.

 

2014-02-11%20at%2011.47.png

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Guest Aaton11

Hallo,

ich finde Ihr zwei redet aneinander vorbei. Thema ist offensichtlich Schwarzweißfilm. Silbersalze sind zunächst mal blauempfindlich und werden durch Zusätze auch für Rot "getrimmt". Das Ergebnis ist panchromatischer Film. Das Problem othochromatischen Materials hat der Friedemann schon angesprochen. So, nun gibt's aber noch Filme mit erhöhter Rotempfindlichkeit (hyperpanchromatisches Material). Diese diversen Unterschiede meint wohl mono und hat damit nicht unrecht. Aber auch Friedemann liegt richtig wenn er das aus seinem Blickwinkel (der praktizierende Dunkelkammerlaborant) betrachtet. Die Frage ist wieviel das in der Praxis ausmacht und "ob man es bemerkt".

Es gibt gute Literatur zum Thema (Gossen, Agfa u.A.)und ich empfehle auch mal das zu lesen was Terry Schaeven (Google) dazu weiß auch wenn das Schwarzweiß Negativ ist.

Manfred

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Die Frage ist wieviel das in der Praxis ausmacht und "ob man es bemerkt".

 

Die Antwort steht auf Kodaks Schachtel oder im Datenblatt -- beim Tri-X zum Beispiel:

"Tungsten - 160 ASA / Daylight - 200 ASA"

 

Das ist 1/3 Blende, übern Daumen werden also "10% mehr Licht bei Kunstlicht" empfohlen, nicht "gut ein Drittel" mehr. Grund hierfür ist, wie von Dir schon erwähnt, die nie ganz perfekte Panchromasie, aber auch der bei Kunstlicht in der Regel oft geringere Motivkontrast. 1/3 Blende ist eine Nuance, die kein Mensch sieht.

 

Ich glaube, Mono verwechselt die Tatsache, dass "weniger Licht" nicht gleichzusetzen ist mit "weniger effektiver Fiilmempfindlichkeit".

 

 

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Ich könnte mir vorstellen, dass unter Kunstlicht die Farben anders in Grautöne umgesetzt werden, als unter Tageslicht. Aber eine Grautreppe dürfte unter beiden Lichtverhältnissen mit den selben Belcihtungsdaten auch genau die selben Ergebnisse bringen.

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Achtung, die relative Energie!

 

Unsere Netzhaut ist für Ultraviolett zum Beispiel unempfindlich. Es ist der Energieumsatz, der zählt, das Produkt von spektraler Empfindlichkeit und einfallendem Licht.

 

Weil es da eine Vielzahl an Verbindungsmöglichkeiten gibt, hat man sich in der Industrie auf zwei Lichtarten festgelegt. Bei Farbfilm wird von Tageslicht und von Kunstlicht gesprochen, wer es englisch haben muß, Daylight und Incandescent oder Tungsten (was ein schwedisches Wort ist, kein englisches). Tageslichtähnlich ist die Farbtemperatur (Bezug aufs Modell des schwarzen Körpers) von 5600 Kelvin. Für Kunstlicht hat man 3400 Kelvin gewählt, die Glühtemperatur von Wolfram.

 

Bevor wir uns also über Farbstiche oder Grauwerte unterhalten, müssen die spektrale Empfindlichkeit des Films, diejenige des Belichtungsmessers und die des Colorimeters bekannt sein. Mit letzterem können wir herausfinden, was der Beli. antrifft. Dann erst gehen wir ans Filtern.

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Guest Aaton11

Hallo Forenten,

ich hab zwei Contarex Kameras, eine von 1959 und eine von 1961. Die Geräte haben einen Selenbelichtungsmesser mit einer Zelle die angeblich altert. Angeblich - es scheint nämlich auch entscheidend auf die "Versiegelung" anzukommen und davon verstand Zeiss Ikon etwas. Die Dinger funktionieren bei mir astrein.

In der Bedienungsanleitung von 1959 (kann man auf der Rückseite erkennen wann die gedruckt wurde)steht...."mit farbrichtig messender Zelle".....

Sicher wird in Studios in Hollywood oder in Babelsberg so agiert wie vom Simon beschrieben. In der harten Realität des Schmalfilmeralltags taugen solche Arbeitsweisen null. Da schaut man durch den Sucher und schon das Arbeiten mit Nachführbelichtungsmesser (bei meiner Ligonie) ist hinterwäldlerisch...

Manfred

 

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Jetzt kann ich kann Dir nicht folgen, mono. Den von Kodak auf SW-Filmen angegebenen, geringen Unterschied habe ich doch oben zitiert und erklärt, er ist aber eben weit von Deiner Theorie um "gut ein Drittel mehr nötiges Licht" entfernt.

 

Manfred hat es gut zusammengefasst: Messen, losfilmen, gut ist's.

Bei schlechtem Licht die Blende eine Spur weiter auf zu machen schadet eigentlich nie, ist aber auch kein durch die Lichtfarbe diktiertes Muss.

 

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  • 1 month later...

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