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CINERAMA-Leinwand im Wiener GARTENBAU Kino?


Walther
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Hi,

 

es wäre mir neu, daß Dolby Tonkameras gebaut hat. Oder kenn ich da ein Modell nicht?

Studioequipment ist auch etwas anderes, als das Wiedergabegerät, das m.W. nie gut war. Zumindest nach kontinentaleuropäischem Studioverständnis.

 

Was Lichttonkopien angeht, da gibt es einige ganz ausgezeichnete Beispiele in NR 1, z.B. fast alle Ultra Stereo Titel haben eine sehr gute Qualität. Was aber nicht an der Technik liegt, sondern an der sorgfältigen Mischung und erfahrenen Mastering Engineers.

 

Stefan

 

als Dolby-A aufkam, gab es gerade zwei Dolby-Stereo fähige lichttonkameras, eine bei Dolby in USA und eine bei Dolby in London, die ersten Dolby Tonnegative wurden dort "geschrieben". Ob Dolby die kameras selber gebaut oder hat bauen oder entwickeln lassen, entzieht sich meiner kenntniss. die kopierwerke kamen erst später dazu ... die erste Dolby Lichttonkamera in Deutschland hatte Atlantik, Hamburg.

 

In Nr. 1 gibt es hervorragende beispiele, ganz recht ... die neuen BEN HUR kopien (in einem anderen thread behandelt) werden z.b. auch Dolby-A sein. Lassen wir uns überraschen ....

1) Lichttonkameras wurden meist von Westrex, Klangfilm, MWA oder Picot fabriziert, und hernach nach Dolby-Empfehlung umgebaut. Und Dolby-Studiotechnik ist doch etwas höherwertiger als die massenhaft fabrizierte Kinotechnik, von der Prozesskontrolle einmal ganz zu schweigen.

2) "2010" in Lichtton leider nie gesehen (hatte aber davon eine US-70mm-Kopie in Dolby-A: darin nur Synthesizer-Musik Howard Shore, die kein erstzunehmendes Kriterium für einen objektiv guten Ton abgeben kann).

Frage: ist der hier effektvoll geschilderte "Zündungsknall" wirklich ein Beweisstück zugunsten eines Tonformats, das, wie ich stets dachte, nach physikalischen Maßstäben (und nicht denen der Abmsichung) zu bewerten wäre? Wie also kann speziell dieser Effekt auf Dolby-A-Lichtton nur annähernd Pegelspitzen und Dynamikräume wie bei Magnetton oder erst recht Digitalton erzielen, so doch Dynamik, Klirrfaktor oder Verzerrung bereits durch die Lichttonkameras negativ (gegenüber dem vorliegenden Magnettonmaster) beeinflußt werden, oder so auch durch die begrenzte Auflösung des Lichttonnegativs von 1985 sowie Verschrammungen auf der Kopie sowie unvermeidliche weitere Verluste durch die Projektions-Spaltoptiken und die nichtlinearen Verzerrungen von Matrix und Dekodierung im Dolby-Prozessor auftreten?

Wäre dieser Film in SR-Lichton herausgebracht worden, würde ich es gerne glauben.

- Wenn gesagt wird, eine gut einmessene SR-Lichttonanlage gäbe den hörbar gleichen Sound wie eine Dolby-Digital-Anlage wieder, frage ich, wie eigentlich die Dynamikumfänge im Surroundkanal bei Dolby-SR und Dolby Digital spezifiziert sind? Zweifellos ist hier der Digitalton (in bezug auf die angestrebte Dynamiksteigerung des Surround-Kanals) vorzuziehen, und auch ab bestimmten Wiedergabepegeln hört man sehr wohl den "Niedergang" der Frontkanäle bei SR-Lichtton gegenüber Dolby Digital. Und das kann kaum anders sein, da die SR-Kopie seit Mitte der 90er-Jahre in 99% aller Fälle ein "Abfallprodukt" der MOD ist, mittels derer schließlich auch der Digitalton überspielt wird. Denn: was vorher digital war, kann in "analogisierter" Wiedergabe nicht plötzlich "besser" oder "gleichwertig" geworden sein. Hier ist "analog" leider kein vollwertiges Format mehr, sondern eine degradierte Back-up-Spur.

- Anderseits unterstreiche ich die These, daß der "originäre" Dolby-SR-Lichtton (bis 1992 zumindest) betreffs der Frontkanäle als hochwertiger anzusehen ist als der ab 1993 sich durchsetzende Digitalton: dies deshalb, weil damals Dolby-SR noch kein Abfallprodukt der MOD war, sondern voll analog und ohne datenreduzierende Digitalisierung oder Zerhackstückung umgespielt und sorgfältiger auf 35mm kopiert wurde. Mit diesem Lichttonformat (Dolby-SR) hatte Dolby m. E. wirklich ein für Lichttonspuren verhältnismäßig fortschrittliches Verfahren unter Beweis gestellt, wogegen auch Ultra Stereo nicht mithalten konnte. Diesen hochwertigen SR-Ton gibt es leider nicht mehr (ausgenommen einige wenige kleinere Produktionen, die sich keine Digitalfassung leisten können und daher "nur" eine Analogfassung auf Dolby-SR herausbringen: hier plötzlich wirkt Dolby-SR wieder Wunder!

- Wenn nun ein alter Film auf ein neues Tonformat überspielt wird, habe ich bis dato immer nur Enttäuschungen erlebt. Ganz besonders bei den Dolby-Lichttonkopien von "Exodus" und "Ben Hur", die ich bereits vor Jahren gesehen habe und die ich sowohl optisch als auch akustisch als leider sehr minderwertig erachte. Ich finde es daher nicht gut, auf das Engagement eines neuzeitlichen Verleihers zu vertrauen oder zumindest ihm angeblich "vorurteilsfrei" zu begegnen, indem man empfiehlt, diese Kopierung abzuwarten und sich davon überraschen zu lassen - oder sie sogar im Vorfeld zu loben.

Nach meiner Überzeugung - und in anbetracht der gemachten Erfahrungen mit den besagten Filmtiteln - wäre es nicht fortschrittsbringend, dies nur passiv abzuwarten, sondern ggf. auch einmal Einspruch zu erheben, wenn ein möglicherweise falscher Weg eingeschlagen wurde. :wink:

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Ganz besonders bei den Dolby-Lichttonkopien von "Exodus" und "Ben Hur", die ich bereits vor Jahren gesehen habe und die ich sowohl optisch als auch akustisch als leider sehr minderwertig erachte. Ich finde es daher nicht gut, auf das Engagement eines neuzeitlichen Verleihers zu vertrauen oder zumindest ihm angeblich "vorurteilsfrei" zu begegnen, indem man empfiehlt, diese Kopierung abzuwarten und sich davon überraschen zu lassen - oder sie sogar im Vorfeld zu loben.

Nach meiner Überzeugung - und in anbetracht der gemachten Erfahrungen mit den besagten Filmtiteln - wäre es nicht fortschrittsbringend, dies nur passiv abzuwarten, sondern ggf. auch einmal Einspruch zu erheben, wenn ein möglicherweise falscher Weg eingeschlagen wurde. :wink:

 

Gelobt habe ich den Verleih (Neue Visionen) für sein engagement, sich ständig auch um wertvolles repertoire programm für's KINO zu kümmern. Die meisten lizenznehmer denken doch bei repertoire nur und ausschließlich an DVD ...

 

Und auf neue kopien von BEN HUR warten wirklich alle kinos, die repertoire regelmäßig spielen. 16 (in worten: sechszehn) akte 35mm material und dazu noch laseruntertiteln kosten das 8 - 10 fache einer massenserienkopie eines major grossstarts. Das alleine ist schon ein beachtliches finanzielles wagnis. Für den finanziellen aufwand einer einzigen 35mm kopie diesen filmes kannst Du ca. 6000 DVD's herstellen lassen ... ich glaube schon, dass man ein solches finanzielles wagnis loben kann und muss.

 

Und der verfasser dieses beitrages und der von Dir mit vorurteilen abgehandelte verleih haben sich schon vor monaten um eine neue 70mm kopie bemüht. Aber bei kosten von $ 60.000,00 für eine 70mm Kopie haben wir selbst unter positivster einschätzung der einspielergebnisse nicht einmal annähernde kostendeckung errechnen können. Und das niemand gewillt ist, offenen auges in das messer der insolvenz zu marschieren, kann wohl jeder nachvollziehen ...

 

dem verleih und auch mir in diesem zusammenhang öffentlich tatenlosigkeit nachzusagen ist schon eine frechheit und eifernde borniertheit unter dem deckmantel fachlicher gelehrsamkeit, zumal Dir aus privater korrespondenz diese bemühungen doch längst bekannt sind ...

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Verzeihung, Dein Ben-Hur-Engagement hatte ich doch gar nicht öffentlich gemacht, sondern mich generell auf die neue 35mm-Kopie kapriziert. Du "outest" Dich gerade selbst in diesem Zusammenhang und rufst natürlich Widerspruch hervor.

 

Leider verlaufen sich häufig Deine Beiträge ins Unsachliche, sobald sie ins Psychologische oder in Ausdrucksweisen des Marketings abweichen, wo eigentlich in einem Forum nur die Fakten zählen (in diesem Thread: "Dolby-Lichttonkameras", erstklassiger Dolby-A-Lichtton, der vermutlich so auch in "Ben-Hur" in Kürze zu erwarten sei usw. Das ist Bullshit, mit Verlaub, der bereits von @stefan 2 kurz richtig gestellt wurde. - Übrigens irre ich genau so gelegentlich, halte aber nicht starrsinnig an längst unhaltbar gewordenen Thesen fest.)

 

So wird von Dir einerseits der Einsatz für das Repertoire bei Verleihern gelobt (das ist ja richtig), andererseits aber großzügig darüber hinweggesehen, ob es nicht möglich wäre, einem historischen Authentizitätsanspruch gerecht zu werden. Ja, man hat den Eindruck, als solle die Diskussion hierüber schon im Keim unterbunden werden.

Das wundert mich sehr, da Du selbst doch Intiativen zur Reaktivierung des 70mm-Repertoires gestartet hast, aber plötzlich persönlich willkürlich bewertest, was dazu führt, die Premiummarke "70mm" eigentlich wieder aufzuweichen. Dies kann man natürlich tun mit Verweisen, dass doch noch immer der "Film an sich" (gerade im Kinoeinsatz) und nicht nur das Format Priorität habe (und immerhin ist das 35mm-Format in 99% aller Fälle die Standardausrüstung von Filmtheatern!). Ob Du Dir jedoch einen Gefallen mit einem situativ gelegen Schlingerkurs tust, wobei die technisch wirklich minderwertige Standardversion von "Ben-Hur" kleingeredet wird oder das "Abwarten" empfohlen wird, und ob es überzeugend ist, den Kritikern dieser Version "Borniertheit" und eifernde Gelehrsamkeit vorzuwerfen, obwohl letztlich das selbe Interesse an diesen Filmiteln und Formaten wie bei Dir vorhanden sein dürfte, sei dahingestellt.

 

Da Du obenstehend jedoch Dein Ben-Hur Engagement in den Vordergrund schiebst, obwohl meine Nachfrage im Forum primär an den Verleiher gerichtet war, muß ich dazu ergänzen, daß Du an Kooperationsangeboten weiterer Teilhaber an einer 70mm-Distribution des Films definitiv nicht interessiert warst. Es hieß: "Bin nicht interessiert". Soviel zu den "Bemühungen", derer Du Dich rühmst, die ich nur leider nicht zu erkennen vermag.

 

Aber was nicht ist, kann ja noch kommen?

 

Insofern bitte ich darum, die Tatsachen nicht auf den Kopf zu stellen. :wink:

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Insofern bitte ich darum, die Tatsachen nicht auf den Kopf zu stellen. :wink:

 

Hier zählt nur eineTatsache:$ 60.000 Kosten für 1 (eine) 70mm kopie ... zück' die brieftasche und lasse taten sehen (oder wie die amerikaner sagen: "Put your money where your mouth is!" ... Neue Visionen und/oder Joe Dreyer freuen sich auf Deinen anruf ...

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Dann mach' doch mit! Neben mir sind bereits zwei weitere Personen an dieser Investition interessiert. Die Kosten könnten sich also erheblich reduzieren.

Dennoch muß festgehalten werden, daß die Kosten u.U. nicht komplett eingespielt werden, die Kopie also einen Liebhaberwert haben dürfte. Das wäre keine Katastrophe, aber dies ist meine persönliche Auffassung - und im "Shareholding" ist die Sache vielleicht noch verkraftbar.

 

Joe Dryer kenne ich, aber auch er wird Probleme bekommen, wenn es um das Qualitätsmanagement der neu zu ziehenden Kopie ginge. Hier würde ich Einfluss haben wollen, da die in den letzten Jahren gezogenen Kopien dieses Formats zu wünschen übrig lassen. Ob das Kopierwerk oder die US-Major Company das bewilligen, ist fraglich.

 

Jedenfalls werde ich mir die (pumpende und jaulende) Dolby-A-Lichttonkopie von BEN-HUR nicht zum zweiten Male zumuten, ist aber ebenfalls eine rein persönliche Entscheidung.

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Studioequipment ist auch etwas anderes, als das Wiedergabegerät, das m.W. nie gut war. Zumindest nach kontinentaleuropäischem Studioverständnis.

 

Also die CPs sind die selben wie im Kino, anders sind dann eher die Lautsprecher, Controller, Enzerrung etc., dies hat dann aber mit Dolby Lichtton usw. nichts mehr zutun.

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Moses,

 

das ist korrekt. In den meisten Studios wurden zur Kontrolle/ Monitoring CPs benutzt. Meine aussage bezog sich eher auf den Teil der Aufnahmeanlage. Hier wurde auch in den 90ern in Hollywood (!) noch diskret auf Magnetfilm aufgezeichnet, der Kodierungsprozeß zum Lichtton Lt Rt Master war der letzte Schritt. Vielfach wurde probegehört mit CP 50 oder 65. Aber auch mit anderen Fabrikaten oder Eigenkonstrukt. Habe ich damals selbst mit erlebt.

Einer der wesentlichen limitierenden Faktoren der CP Geräte, wie hier schon in verschiedensten threads von mehrerer Seite bestätigt, ist der Lichttonvorverstärker. Dieseer wird jedoch im Studio, wo dann vom Magnetband probehört wurde, umgangen. Trotzdem, Geräte des Wettbewerbes, auch aus der Zeit der Cp 55 /65 stammend, konnten bessere Wiedergabe erzielen, als die Dolby Geräte, und somit war dann das Mastering nicht immer repräsentativ.

Aus diesem Grunde bestand z.B. THX Lucasfilm darauf, daß die Kanaltrennung einer Matrixkarte nicht besser sein durfte, als jene CAT 150B der CP 50/200 Generation. Auch durften EQ Baugruppen nur +/- 6 dB Stellumfang haben, wie bei CAT 64..., wobei die Phasenfehler der analogen Schaltung als Argument genommen wurde. etc.

 

Vielleicht noch mal zu 2010.

Die Optische Spur ist korrekt gepegelt, und leistet tatsächlich dasMaximum, was mit diesem Format møglich war. (US Fassung, über eingedeutschte møchte ich mich nicht äußern, da fehlt eine Vergleichskopie)

Mir vorliegendes Magnettonmaterial zeigt dann aber Überschreitungen der Sättigungsgrenze der MT Spur...

... wie von anderer Seite angedeutet, Erinnerung an die Vergangenheit ist das Eine, wir sollten heute und etwas wissenschaftlicher herangehen. Vielleichrt doch einmal den A/B Vergleich machen?

 

Stefan

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Moses,

 

das ist korrekt. In den meisten Studios wurden zur Kontrolle/ Monitoring CPs benutzt. Meine aussage bezog sich eher auf den Teil der Aufnahmeanlage. Hier wurde auch in den 90ern in Hollywood (!) noch diskret auf Magnetfilm aufgezeichnet, der Kodierungsprozeß zum Lichtton Lt Rt Master war der letzte Schritt. Vielfach wurde probegehört mit CP 50 oder 65. Aber auch mit anderen Fabrikaten oder Eigenkonstrukt. Habe ich damals selbst mit erlebt.

 

IMHO verlangte/verlangt Dolby bei Mischungen das über Dolby CPs abgehört wird.

 

Einer der wesentlichen limitierenden Faktoren der CP Geräte, wie hier schon in verschiedensten threads von mehrerer Seite bestätigt, ist der Lichttonvorverstärker. Dieseer wird jedoch im Studio, wo dann vom Magnetband probehört wurde, umgangen. Trotzdem, Geräte des Wettbewerbes, auch aus der Zeit der Cp 55 /65 stammend, konnten bessere Wiedergabe erzielen, als die Dolby Geräte, und somit war dann das Mastering nicht immer repräsentativ.

 

Wenn man sich den Aufwand einer Anlage im Mischstudio ansieht, und dies mit den eher einfach gestrickten im Kino vergleicht, ist das Mastering eigentlich nie representativ.

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Hallo cinerama,

 

ich hatte nirgends geschrieben, dass der Dynamikumfang von Lichtton an den

von Magnetton herankommt. Ich schrieb lediglich, dass der Dynamikumfang dieser

Lichttonkopie wesentlich groesser erschien als man dies ueblicherweise von

einer Lichttonkopie gewohnt ist oder erwarten wuerde, und sie sehr gut klang...

ich kann mir eben sehr gut vorstellen, dass man, speziell wegen des beeindruckenen

Zuendungsknalls, diese Kopie mit einigen Jahren Abstand (der Weichzeichner der

Erinnerung...) auch als 70mm interpretieren koennte. Und ich hatte geschrieben, dass

ein gut eingemessener Analogton sehr gut klingen kann...

Alles andere hast Du mir in den Mund gelegt :wink:

(Auch war ueberhaupt nicht die Rede von Quellen des Lichttons (MOD usw), sondern

nur, wie gut er klingen KANN... und der 2010 Ton kam ja sicher nicht aus einer Dolby

Digital Mischung, also wo ist der Themenbezug?)

 

Gruesse

Marc

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Ja, genau. Es ging mir auch nicht um eine angeblich falsche Aussage Deinerseits, sondern dass viele verschiedene Einzelbeobachtungen plötzlich für den Aussenstehenden eine zu einseitige Bewertung eines Tonformats oder Filmes ergaben. Wie gesagt: in der Quersumme aller Beiträge zum Thema, wofür nicht der einzelne Beitrag verantwortlich ist oder als "falsch" abgestempelt werden sollte, ergab sich für mich ein Verlust des Gesamtzusammenhangs.

Diskussion könnte unter dem Thread "Reduktionskopien von 70mm-Filmen" fortgeführt werden: dies als Anregung an den Moderator.

 

Und zwar eventuell ab S. 5, Deinem Beitrag vom 11.9. um 3.39 Uhr.

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  • 2 years later...

Apollo (Saal1) ist nur mehr ein Schatten seiner selbst - ein eigenes Kapitel (hier wurde mein persönliches Lieblingskino zerstört). Aus einem großzügigst und elgeantest ausgestatteten Palast wurde durch mehrere Umbauten ein klaustrophobisch enger, verwinkelter Bau, in dem sogar die Angestellten ohne WalkieTalkie nicht mehr zurückfinden.

 

--------

 

Wie gesagt,mein Liebling war das alte Apollo...

lG

Flo

 

Hallo!

 

Der alte Apollo Saal A von 1992 und davor ist größenmässig ident dem neuen Saal 1 des Mulitplexes von 1993 und danach. Das gleiche gilt für die Leinwandgrösse. Sogar die Eingänge liegen an den exakt selben Stellen. Von Verschlechterungen kann keine Rede sein, wenn man sich den Zustand des Kinos vor 1992 in das Gedächtnis führt. Knarriger Holzboden am Eingang und starker Mottenpulver Geruch waren neben der damals noch heruntergekommenen Architektur und Gegend für keinen Kinogenuss verantwortlich. Wieso lobst du in einem anderen Posting, dass man den alten Saal um 180 Grad gedreht hat, wenn du gleichzeitig wissen musst dass er damals verschlechtert wurde und bereits Anfang der 80er Jahre verkleinert wurde und nicht wie du angibst beim 1992 Umbau.

 

Auch stimmen etliche andere Angaben in diesem Thema bitte überhaupt nicht.

 

Gruss

Bernd

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Noch eine andere Frage eines Ortsunkundigen: mein alter Professor Sierek bemühte zum Thema Roadshow und Palastkinos ein anrührendes Wiener Exempel mit direktem Bezug zum Breitwand-OEuvre:

 

»Was war das Auge Gottes im neunten Wiener Gemeindebezirk vor seiner Renovierung im Jahr 1990? Ein jubilierender Aufschrei der Lichtspielkunst, ein Rufzeichen vergangener Monumentalfilme. Und heute: Gottlos geworden und somit der Allwissenheit verlustig gegangen, wirkt das Auge wie der lichtbringende Erzengel Luzifer nach seinem Sturz: entrechtet und nur als Seitenflügel eines Coca-Cola-Tempels im Nachbarhaus geduldet.«

 

War dieses Kino so grossartig wie beschrieben, oder waren nicht vielmehr andere Kinos wie das TABOR als Big-Screen-Kinos zu bevorzugen (Premiere der MGM Camera 65-Version von BEN HUR auf möglicherweise 2.75 : 1 Bildfläche!)?

 

Welches Kino ausser GARTENBAU beherbergt 2008 noch eine 70mm-Anlage - und wo befindet sich heute die a) am stärksten gekrümmte und b) die größte Breitleinwand in Österreich?

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@ bernd: der alte Saal A des Apollo war baulich von der Zeit des Umbaus vom Varietetheater zum 70mm-Palast (Drehung um 180 Grad, Abbruch der Balkone als Platz für die Bildwand, Einbau des Vorführraums im Bühnenhaus) unverändert geblieben. Er ist bis zur Totalentkernung 1992 nie verkleinert worden. Der Achtzigerjahre-Umbau betraf ja nur die ehemaligen Buffeträume im ersten Stock, aus denen Saal B und Saal C gezaubert wurden (beides Schlauchkinos par excellence). Wie kannst Du mir erklären, daß ein Saal, in dem eine Zwischendecke eingezogen wird, um aus der vorhandenen Kubatur zwei Räume zu machen, größer werden kann (die Lüfterrosette des alten Theatersaals ist ja im heute oberen Saal noch erhalten)? Ich nehme an, Du hast hier Apollo mit Auge verwechselt...

 

@ j-p: das alte Auge Gottes Kino ist ja sogar bildlich im bekannten Buch von Paul Bode erwähnt, war aber immer "nur" 35mm, dafür seinerzeit eines der anerkannt besten Häuser für Magnetton und vor allem Sensurround. Durch die Notausgangsstuation (Türen unter der Bildwand) war das Bild aber immer zu klein für den langen Saal. Architektonisch und auch ausstattungsmäßig hatte das Auge aber sehr wohl echte Qualität.

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@ bernd: der alte Saal A des Apollo war baulich von der Zeit des Umbaus vom Varietetheater zum 70mm-Palast (Drehung um 180 Grad, Abbruch der Balkone als Platz für die Bildwand, Einbau des Vorführraums im Bühnenhaus) unverändert geblieben.

Er ist bis zur Totalentkernung 1992 nie verkleinert worden.

 

Das stimmt so bitte nicht. Beim Umbau 62 wurde die Sitzplatzzahl von knapp 1400 auf unter 700 verringert.

 

Der Achtzigerjahre-Umbau betraf ja nur die ehemaligen Buffeträume im ersten Stock, aus denen Saal B und Saal C gezaubert wurden (beides Schlauchkinos par excellence).

 

Stimmt. Hatten je unter 90 Plätze.

 

Wie kannst Du mir erklären, daß ein Saal, in dem eine Zwischendecke eingezogen wird, um aus der vorhandenen Kubatur zwei Räume zu machen, größer werden kann (die Lüfterrosette des alten Theatersaals ist ja im heute oberen Saal noch erhalten)? Ich nehme an, Du hast hier Apollo mit Auge verwechselt...

 

Von grösser war nicht die Rede. Zwischendecken wurden doch schon beim Umbau 62 eingezogen. Noch vorhandene Stukaturen wurden beim Umbau 92 aufgrund raumakustischer Massnahmen adaptiert. Da wurde nichts verkleinert. Weder der Saal noch die Leinwand die seit 62 immer schon knapp 130 Quadratmeter gross war und jetzt auch noch ist. Tabor hatte bei Ultra 135. Die Eingänge waren im Premierensaal des Apollo immer schon an den selben Stellen wie heute. Der Saal schon seit 62 so abschüssig wie er es heute ist. Erkläre mir mal bitte was man da verkleinert hat wenn die Eingänge und die genauso wie früher gekrümmte Bildwand unverändert blieben. Wenn hier je was entkernt wurde dann war das nicht 1992 sondern schon 30 Jahre vorher der Fall!

 

@ j-p: das alte Auge Gottes Kino ist ja sogar bildlich im bekannten Buch von Paul Bode erwähnt, war aber immer "nur" 35mm, dafür seinerzeit eines der anerkannt besten Häuser für Magnetton und vor allem Sensurround. Durch die Notausgangsstuation (Türen unter der Bildwand) war das Bild aber immer zu klein für den langen Saal. Architektonisch und auch ausstattungsmäßig hatte das Auge aber sehr wohl echte Qualität.

 

Das Auge hatte niemals eine grosse Leinwand war aber früher ein Kino mit über 700 Plätzen. Akustisch und optisch war es nie das beste am Ort.

 

Gruss

Bernd

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War dieses Kino so grossartig wie beschrieben, oder waren nicht vielmehr andere Kinos wie das TABOR als Big-Screen-Kinos zu bevorzugen (Premiere der MGM Camera 65-Version von BEN HUR auf möglicherweise 2.75 : 1 Bildfläche!)?

 

Das Auge konnte dem Tabor nie das Wasser reichen. Das Tabor hatte die grösste Bildwand der Stadt.

 

Welches Kino ausser GARTENBAU beherbergt 2008 noch eine 70mm-Anlage - und wo befindet sich heute die a) am stärksten gekrümmte und b) die größte Breitleinwand in Österreich?

 

70mm gibt es in zahlreichen Kinos der Stadt aber mW nicht sofort spielfähig. Die am stärksten gekrümmte Wand gab es in Wien nie. Gartenbau hatte und hat nur 90 Grad und eine für Breitwandverhältnisse viel zu kleine Leinwand. Dieser Missstand änderte sich erst durch die Errichtung zahlreicher Multiplexe die auf den übergrossen Bildwänden aber natürlich kein Breitwand zeigen. Die grösste Leinwand Österreichs ist derzeit im Saal 4 des UCI Millenium Centers zu finden und hat 260 Quadratmeter.

 

Gruss

Bernd

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Das Tabor hatte die grösste Bildwand der Stadt.

 

70mm gibt es in zahlreichen Kinos der Stadt

 

Verzeihung, wenn ich zu widersprechen wage, aber m.W. hing die größte Bildwand im Apollo (1962-1992), wobei zwischen dem Grazer Girardi (heute Royal) und dem Apollo ein Wettstreit um die größte Wand Österreichs entbrannt war.

 

Wo sind die zahlreichen Kinos ? Ich weiß nur vom Gartenbau als einziger noch mit vertretbarem Aufwand zu reaktivierende Anlage. Meines Wissens steht eine DP75 im Artis 1 (35mm only), . Die DP70 im Studiokino Rosenhügel ist auch schon Geschichte, das Imperial, in dem ich 2 Bauer U2 aufgestellt hatte, ist bereits restlos abgetragen. Im Apollo 1 (aktuell) standen zur Eröffnung 2 DP70 (die alten von 1962), davon soll eine noch stehen, allerdings kein 70mm-Equipment. Im Opernkino (cinemagic) steht eine DP75 (ex Kosmos), allerdings detto nur 35mm.

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Das stimmt so bitte nicht. Beim Umbau 62 wurde die Sitzplatzzahl von knapp 1400 auf unter 700 verringert.

 

Natürlich, denn da wurden ja die Ränge abgetragen und aus dem seit 1929 bestehenden Kinotheater (Kino mit komplettem Bühnenhaus) durch Drehung des Saals um 180 Grad ein hochmodernes Roadshowkino. Das Apollo A hatte bis zum Schluß 760 Plätze!!!

 

Zwischendecken wurden doch schon beim Umbau 62 eingezogen...

Die Eingänge waren im Premierensaal des Apollo immer schon an den selben Stellen wie heute. Der Saal schon seit 62 so abschüssig wie er es heute ist.

 

1962 wurden definitv keine Zwischendecken eingezogen, allerdings die alte Decke des Theatersaals (mit Stuck und Freskomalerei) abgedeckt. Die Kabine stand als freistehender Bau im Bühnenhaus, der Bühnenluftraum konnte über die alten Beleuchtertreppen erklommen werden.

Das alte Apollo hatte die Eingänge links und rechts der Kassa, die zentral im Foyer stand (ungefähr dort, wo heute die Rolltreppe ist). Man betrat den Saal hinter der Bildwand seitlich (man mußte um die Bildwand herumgehen), was architektonisch-inszenatorisch sehr schlau war: zunächst betrat man ein großzügiges, hohes Foyer mit Freitreppen zum Balkon etc, dann kam ein dunkler Schlauch als Saaleingang, man bog um die Bildwandecke und AAAHHH - der weite, überhohe Saal tat sich auf. Es gab drei Bereiche: Parkett vorne (gerade), Parkett hinten (leicht geneigt) und Estrade (treppenförmig, auf der ehemaligen Bühne).

 

Da der Saal ja heute wieder um 180 Grad zurückgedreht ist, die Kabine unter der Rolltreppe, kann die Neigung nicht dieselbe sein wie 1962-1992.

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Verzeihung, wenn ich zu widersprechen wage, aber m.W. hing die größte Bildwand im Apollo (1962-1992), wobei zwischen dem Grazer Girardi (heute Royal) und dem Apollo ein Wettstreit um die größte Wand Österreichs entbrannt war.

 

Dem würd ich nicht viel Bedeutung beimessen denn schon oft wurde hierzulande von einem Kino behauptet es habe die grösste Leinwand. Sogar vom Gartenbau wurde das mitunter schon behauptet und das wissen wir ja beides dass das nicht stimmt.

 

Wo sind die zahlreichen Kinos ? Ich weiß nur vom Gartenbau als einziger noch mit vertretbarem Aufwand zu reaktivierende Anlage. Meines Wissens steht eine DP75 im Artis 1 (35mm only), . Die DP70 im Studiokino Rosenhügel ist auch schon Geschichte, das Imperial, in dem ich 2 Bauer U2 aufgestellt hatte, ist bereits restlos abgetragen. Im Apollo 1 (aktuell) standen zur Eröffnung 2 DP70 (die alten von 1962), davon soll eine noch stehen, allerdings kein 70mm-Equipment. Im Opernkino (cinemagic) steht eine DP75 (ex Kosmos), allerdings detto nur 35mm.

 

Du sagst es ja selbst dass in vielen Knos 70mm Projektoren vorhanden sind. Und dass die nicht sofort spielbar sind. Nichts anderes habe ich ja auch geschrieben.

 

Gruss

Bernd

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Das stimmt so bitte nicht. Beim Umbau 62 wurde die Sitzplatzzahl von knapp 1400 auf unter 700 verringert.

 

Natürlich, denn da wurden ja die Ränge abgetragen und aus dem seit 1929 bestehenden Kinotheater (Kino mit komplettem Bühnenhaus) durch Drehung des Saals um 180 Grad ein hochmodernes Roadshowkino. Das Apollo A hatte bis zum Schluß 760 Plätze!!!

 

760 Plätze hatte das Gartenbau bevor man die 20.Reihe Fussfrei machte. Das alte Apollo hatte um ganze 80 Sitze weniger.

 

Zwischendecken wurden doch schon beim Umbau 62 eingezogen...

Die Eingänge waren im Premierensaal des Apollo immer schon an den selben Stellen wie heute. Der Saal schon seit 62 so abschüssig wie er es heute ist.

 

1962 wurden definitv keine Zwischendecken eingezogen, allerdings die alte Decke des Theatersaals (mit Stuck und Freskomalerei) abgedeckt. Die Kabine stand als freistehender Bau im Bühnenhaus, der Bühnenluftraum konnte über die alten Beleuchtertreppen erklommen werden.

Das alte Apollo hatte die Eingänge links und rechts der Kassa, die zentral im Foyer stand (ungefähr dort, wo heute die Rolltreppe ist).

 

Bitte nicht böse sein aber das stimmt so nicht. Die Eingänge waren weiter hinten und seitlicher als du in Erinnerung hast. Ungefähr dort wo heute auch die Eingänge sind. Die Kassa war zentral im Foyer. Soweit stimmen wir überein. Von Verzierungen an der Decke und der freistehenden Kabine weiss ich jedoch nichts. Wo soll das gewesen sein? Hinten im Saal? Und wo konnte man da raufklettern? Vom Saal aus war da nichts zu sehen. Bitte etwas genauer.

 

Man betrat den Saal hinter der Bildwand seitlich (man mußte um die Bildwand herumgehen), was architektonisch-inszenatorisch sehr schlau war: zunächst betrat man ein großzügiges, hohes Foyer mit Freitreppen zum Balkon etc, dann kam ein dunkler Schlauch als Saaleingang, man bog um die Bildwandecke und AAAHHH - der weite, überhohe Saal tat sich auf. Es gab drei Bereiche: Parkett vorne (gerade), Parkett hinten (leicht geneigt) und Estrade (treppenförmig, auf der ehemaligen Bühne).

 

Da der Saal ja heute wieder um 180 Grad zurückgedreht ist, die Kabine unter der Rolltreppe, kann die Neigung nicht dieselbe sein wie 1962-1992.

 

Wenn das wirklich alles so war, wieso hat man den Saal dann denn erneut gedreht, wenn jetzt sogar die Leinwand kleiner ist wie du behauptest. Welchen Sinn sollte das denn bitte haben? Das Gebäude ist nunmal von der Gumpendorfer Strasse aus wie ein Pfeil bzw Projektor weg ausgerichtet. Ein Hereinkommen seitlich der Leinwand hätte diese dann ja noch kleiner machen müssen so breit ist das Gebäudekomplex im Rolltreppenbereich ja auch schon von aussen sichtbar sicherlich nicht.

 

Wie kann man ein großzügig hohes Foyer betreten wenn die Leinwand schon im Bereich der Rolltreppen war wo allerdings grosse Stützpfeiler des Gebäudes stehen und der Platz zum Eingang garnicht für ein grosszügiges Foyer ausreichen hätte können!

 

Sag mal bitte wie sich eine derart grosse Leinwand überhaupt knapp hinter dem Eingang ausgehen soll.

 

Gruss

Bernd

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760 Plätze hatte das Gartenbau bevor man die 20.Reihe Fussfrei machte. Das alte Apollo hatte um ganze 80 Sitze weniger.

Ich hab in alten Almanachen geblättert - weil es so schön off topic ist: im Jahrbuch der öster. Filmwirtschaft 1956 hat das Apollo 1386 Plätze. Es gab damals an Großkinos (über 1000 Plätze): 1., Forum (1147), 2., Lustspieltheater (1092), Tabor (1048), 6., Apollo (1386), 12., Schloßkino (1024).

Im Österr. Filmalmanach von 1972 sieht es dann unter diesen Kinos so aus: 1., Forum (1051), [Gartenbau-Cinerama (900)], 2., Lustspieltheater (873), Tabor (774), 6., Apollo (908), 12., Schloßkino (619).

1986 hat sich wieder laut der Liste im Buch "90 Jahre Kinos in Wien" alles verändert: 1., Forum abgerissen, Gartenbau (760), 2., Lustspieltheater abgebrannt, Tabor (328), 6., Apollo A (681) B (86), C (86), 12., Schloßkino (Komet-Möbelhaus).

Ich muß Dir also in Bezug auf die Sitzplätze recht geben...eine Diskussion über Kinoarchitektur bzw. was vom alten Apollo im neuen noch übrig ist, werde ich aber nicht mitmachen.

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Hallo Florian und Kinomagnat1948,

sehr interessante Diskussion ... jetzt gebe ich noch meinen "Senf" dazu!

 

Stimme Florian in allen Aussagen zu!

 

Das "alte" APOLLO war eines meiner Lieblingskinos (neben Tabor und Gartenbau) und ich habe dort sehr viele Premieren/Filme erlebt.

Möchte nichts wiederholen aber die Kassa stand dort, wo jetzt die Rolltreppe beginnt. Links und rechts waren die Treppen hinauf bzw. die beiden "Schlauch"-Eingänge zum Kinosaal. Glaube mich auch zu erinnern, dass links der Weg zu den Toiletten war (naja nicht wirklich wichtig). Rechts von der Kassa war das Buffet oder war es hinter der Kassa?

Den Saal habe ich so wie es Florian beschrieben hat in Erinnerung.

Ich empfand das Kino bzw. den Saal immer als top! Natürlich war die Architektur aus den 60iger Jahren aber trotzdem immer perfekt. An knarrenden Boden kann ich mich nicht erinnern. Glaube sogar, dass die Kinosessel rot gepolstert und sehr bequem waren. Projektion und Leinwand waren immer 1A.

Über die zwei kleinen Säle möchte ich nichts sagen.

 

Das TABOR wurde von 774 auf 328 Sitzplätze in den 80iger Jahren verkleinert, da (jetzt bin ich vorsichtig ...) die erste "Luxus-Bestuhlung" in Wien (vielleicht sogar in ganz Österreich) eingebaut wurde. Die Hälfte der Reihen enfernt, also doppelte Beinfreiheit - sowie ein kleines Tischchen inkl. Gedränkevertiefung nach jeder zweiten Bestuhlung. Ich glaube allerdings, dass der Balkon unverändert blieb. Der Saal war für mich perfekt, allerdings empfand ich das Foyer (Kassa und Buffet zusammen) im Western-Stil als etwas eigenartig.

Kurios - aber das Tabor war in den frühen 80iger Jahren auch eine kurze zeitlang ein Porno-Kino.

 

Das GARTENBAU bekam in den frühen 80iger Jahren die jetztige Bestuhlung sowie die zweite fussfreie Reihe. Übrigens hatte das Gartenbau und das Park (13. Bezirk) die idente Bestuhlung (auch der selbe Architekt) - das Park bis zur Schließung.

 

Allerdings kann ich mich in den 70iger und 80iger Jahren auf 70mm Projektionen/Filme (neue Filme bzw. klassische Wiederaufführungen) nur auf das Gartenbau erinnern.

Liege ich hier falsch? Kann mich auf keine 70mm Filme in dieser Zeit im Apollo oder Tabor erinnern.

 

Ich muss auch gestehen, dass ich das AUGE GOTTES erstmalig Mitte der 80iger Jahre besuchte.

Allerdings soll es in den 70iger Jahren, "das" Aufführungskino für SENSURROUND Filme gewesen sein. Gibt es dafür eine Begründung? Warum gerade das Auge?

 

Was sagt Ihr zum WELTSPIEGEL (natürlich nicht das jetztige Pornokino) im 16. Bezirk?

Ich habe es leider nie besucht - bereue dieses sehr!

Es soll auch eine beindruckende Leinwand sowie (neben Forum, Gartenbau, Tabor und Apollo) eine 70mm Anlage gehabt haben.

 

Gabe es nicht auch eine 70mm Anlage im KOLOSSEUM?

 

Florian,

ist es richtig, dass in Wien nur mehr das GARTENBAU (so wie Du es sagtest - mit Aufwand) 70mm spielen kann?

Lt. meinen Infos, war die letzte 70mm Aufführung (mit Aufwand!), die restaurierte Fassung von "Spartacus" bei der Viennale Mitte der 90iger Jahre im Gartenbau.

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Die am stärksten gekrümmte Wand gab es in Wien nie. Gartenbau hatte und hat nur 90 Grad und eine für Breitwandverhältnisse viel zu kleine Leinwand.

 

Stimmt. Wenn man nicht in der ersten oder zweiten Reihe sitzt braucht man ein Fernglas um noch was erkennen zu können. :roll:

 

http://www.foto-graf.at/thegodfather/GROSS/_I9G7889.jpg

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Das "alte" APOLLO war eines meiner Lieblingskinos (neben Tabor und Gartenbau) und ich habe dort sehr viele Premieren/Filme erlebt.

Ich empfand das Kino bzw. den Saal immer als top! Natürlich war die Architektur aus den 60iger Jahren aber trotzdem immer perfekt. An knarrenden Boden kann ich mich nicht erinnern. Glaube sogar, dass die Kinosessel rot gepolstert und sehr bequem waren. Projektion und Leinwand waren immer 1A.

 

Mein Lieblingskino war eher das Gartenbau. Das Apollo für meinen Geschmack eher überdimensioniert und zu prunkvoll (mir gefallen schlichte, neutrale, einfache Allroundkinos) und vom Programm auch nicht sogut. Es gab auch immer die schlechtern Prints. Stirb Langsam im Apollo in 35mm im Gartenbau in 70mm. Die 70mm Nachspieler kamen eher ins Park als ins Apollo, sodaß fürs Apollo leider oft nur die zweitklassigen Titel beim ersten Starttermin übrig blieben. Dafür aber eine der wenigen großen Premieren Anfang der 90er Jahre im Apollo bei Stirb Langsam 2 der wiederum im Gartenbau nicht lief (Ausnahmen bestätigen die Regel). Jedenfalls war das Gartenbau bis zum Umbau vom alten Apollo (um das es hier geht) das Kino Nummer eins in Wien ganz egal ob es einem nun gefallen hat oder nicht. Und das neue Apollo übernahm ab Dezember 1993 eben diese Rolle vom Gartenbau ob es einem gefällt oder nicht. :shock: :wink: Trotzdem war es sehr schade ums alte Apollo. Man hätte die neuen Säle um den alten großen Saal herumbauen und das Hotel daneben gleich miteinbeziehen sollen, anstatt alles kaputt zu machen. Bei der Lichtburg in Essen ist man den richtigen Weg gegangen. Beim Apollo in Wien leider den Falschen. :(

 

Das GARTENBAU bekam in den frühen 80iger Jahren die jetztige Bestuhlung sowie die zweite fussfreie Reihe. Übrigens hatte das Gartenbau und das Park (13. Bezirk) die idente Bestuhlung (auch der selbe Architekt) - das Park bis zur Schließung.

 

Das Gartenbau bekam die zweite fußfreie Reihe Anfang der 90er Jahre. Das Park wurde im Herbst 77 für ein halbes Jahr geschlossen und der Saal deutlich verkleinert. An Komfortsitze wie im Tabor kann ich mich nicht erinnern. Die Sitzplatzanzahl des Park war Ende der 80er Jahre 296. Aber da kann Dir der Florian sicher mehr erzählen, da er das Park besser kennt.

 

Allerdings kann ich mich in den 70iger und 80iger Jahren auf 70mm Projektionen/Filme (neue Filme bzw. klassische Wiederaufführungen) nur auf das Gartenbau erinnern.

Liege ich hier falsch? Kann mich auf keine 70mm Filme in dieser Zeit im Apollo oder Tabor erinnern.

 

Es gab Anfang der 70er Jahre sogar einen Synchronbetrieb von Apollo und Tabor, wo man in beiden Kinos zeitgleich 70mm Filme spielte (z.B. Ben Hur, Meuterei auf der Bounty, Elvis: That's the Way It Is, My Fail Lady,...). Ob etwa von Ben Hur im Tabor eine komprimierte 70mm Fassung gezeigt wurde und im Apollo eine unkomprimierte, kann ich aber leider nicht sagen.

 

Ich muss auch gestehen, dass ich das AUGE GOTTES erstmalig Mitte der 80iger Jahre besuchte.

Allerdings soll es in den 70iger Jahren, "das" Aufführungskino für SENSURROUND Filme gewesen sein. Gibt es dafür eine Begründung? Warum gerade das Auge?

 

Eventuell weil der Saal mittelgroß war und man für das Gartenbau oder Apollo nicht genug Subwoofer hatte. Erdbeben lief im Gartenbau nach meinen Infos jedenfalls ohne Sensurround.

 

Zu den Leinwandgrößen ist zu sagen, daß das alte Apollo und nicht das Tabor die größte Bildwand der Stadt wie von ganz Österreich hatte, das Tabor aber Ultra Panavision ohne Einschränkungen zeigen konnte. Leinwandgröße des alten Apollo war nicht 130, sondern 200m². Tabor etwa 180m².

 

Die scheinbar immer kleiner werdende Sitzplatzanzahl hat meistens aber nicht immer mit erhöhtem Sitzkomfort zu tun, wie Walther hier schon beim Tabor berichtet hat. Bequemlichkeit spielte in den 60er Jahren offenbar eine nicht so große Rolle wie in den 90ern. Was sagen da eigentlich die Nostalgiker dazu? :wink:

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