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Digitale Restaurierung "Wallers letzter Gang"


macplanet
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Hallo allerseits,

 

interessantes Interview bei Mediabiz mit dem Regisseur Christian Wagner, der seinen Film "Wallers letzter Gang" hat digital restaurieren lassen:

 

http://www.mediabiz.de/film/news/der-film-ist-jetzt-perfekt/410460

 

Einige Zitate - erfreulich differenziert ...

 

"Das Faszinierende ist, dass 4K ein Ergebnis liefert, von dem man sagen kann: So hat man den Film noch nicht gesehen. Vor allem im Schwarzweißbereich ist der Scan präziser und genauer als jede 35mm-Kopie."

 

"Das Drehen auf 35mm ist unübertroffen. Die Qualität der Körnigkeit bzw. die Tiefenschärfe entspricht der Sicht unseres menschlichen Auges."

 

"Das ist eine ungeheure Aufwertung des Materials. Der Film ist jetzt so perfekt, wie man es sich damals eigentlich gewünscht hätte."

 

Schöne Grüße,

Matthias

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...und hier der Trailer zum ReMaster:

 

Das ein Fernsehfilm von 1988 auf 35mm wirklich auf reale 4k-Auflösung kommt, sei bei dem damaligen Bildstand, Filmmaterial und den Optiken mal dahin gestellt.

Das Bild wirkt im komprimierten Video leider etwas "nach geschärft" und irgendwie zu "clean". Finde das man nicht jeden Spratzer wegretuschieren sollte und mit zu viel Retusche dem Film sein wirkliches Alter bzw. Look genommen wird. Im Prinzip ein nachträgliches Film-Lifting ;-)

 

Kann den Artikel leider nicht lesen, da ich bei MediaBiz kein Abo habe.

Finde es auch schade das hier immer wieder interessante Berichte von dem Portal verlinkt werden, man als nicht Kinobetreiber ohne entsprechendes Abo dann halt in Röhre schaut.

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Kann den Artikel leider nicht lesen, da ich bei MediaBiz kein Abo habe.

Finde es auch schade das hier immer wieder interessante Berichte von dem Portal verlinkt werden, man als nicht Kinobetreiber ohne entsprechendes Abo dann halt in Röhre schaut.

 

Sorry, gestern brauchte man kein Login - der Artikel war im Newsletter verlinkt. Ich hatte angenommen, dass das ein paar Tage lang so ist.

Ich hab ihn Dir als PDF geschickt.

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Wäre er wirklich, vor Einführung der T-Kristall-Filmmaterialien, nur in 16mm gedreht worden, wären keine wirklich scharfen 16mm-Serienkopien in dieser Stückzahl möglich gewesen.

Das ging bestenfalls als Kleinauflage vom abgezogenen Originalnegativ und wurde selten praktiziert.

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Möglicherweise auf 16mm AB wegen der kombinierten Farb/Schwarzweißteile des Films?

Ich habe 35mm 1:1,66 in Erinnerung, wie 16mm sah es eigentlich nicht aus. Ob die SW-Teile auf Farbe kopiert oder eingefügt waren, weiß ich leider nicht mehr.

 

Das Arbeitsfoto hier zeigt Arriflex 35BL

Edited by magentacine (see edit history)
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Wird schon 35mm gewesen sein wenn es im Interview so steht. Gerade beim BR hat man bis Ende der 90er Jahre auch ein paar Tatorte und Fernsehfilme auf 35mm gedreht.

 

Gescannt wurde so weit ja vom Kameranegativ.

 

Das mit dem 1:1,66 Bildformat wird bei DCI lustig werden, wenn man den Cash nicht mal für 16:9 Dokus anpasst.

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Hallo allerseits,

 

interessantes Interview bei Mediabiz mit dem Regisseur Christian Wagner, der seinen Film "Wallers letzter Gang" hat digital restaurieren lassen:

 

http://www.mediabiz....-perfekt/410460

 

Einige Zitate - erfreulich differenziert ...

 

"Das Faszinierende ist, dass 4K ein Ergebnis liefert, von dem man sagen kann: So hat man den Film noch nicht gesehen. Vor allem im Schwarzweißbereich ist der Scan präziser und genauer als jede 35mm-Kopie."

 

"Das Drehen auf 35mm ist unübertroffen. Die Qualität der Körnigkeit bzw. die Tiefenschärfe entspricht der Sicht unseres menschlichen Auges."

 

"Das ist eine ungeheure Aufwertung des Materials. Der Film ist jetzt so perfekt, wie man es sich damals eigentlich gewünscht hätte."

 

Schöne Grüße,

Matthias

 

 

Der Film war im Kopierwerk Blenden-AB-geschnitten. Wurde auf der Schmitzer-Kopiermaschine vom Original kopiert (es wurde kein Interpositiv gezogen) und war eine sehr aufwendige Lichtbestimmung. Denn der Dreh war von der Belichtung sehr durchschlagen: die Lichtbestimmung rettete diesen Dreh.

Der Film wäre mit den alten Lichtbestimmungsbändern heute kaum zu bearbeiten. Er wurde aber damals - da ist zu unterstreichen - perfekt bearbeitet. Bis auf den letzten Bell and Howell-Punkt perfekt lichtbestimmt. Und wurde explizit auf Wunsch des Regisseurs auf Fuji kopiert.

Falls sich u.U. heute das Negativ verändert hat oder auch das Printmaterial nicht mehr übereinstimmt, ist wäre vieles bei einer Neukopierung heute schwer nachkorrigierbar.

Eigentartig sind diese Sentenzen:

"Vor allem im Schwarzweißbereich ist der Scan präziser und genauer als jede 35mm-Kopie."

In dieser Formulierung wird etwas hervorgehoben und das jeweils andere herabgesetzt. Und wird unplausibel: entweder der ganze Film ist in Ordnung oder der neue Transfer ist fehlerhaft. Schon durch die Formulierung wird das Farbmaterial herabgesetzt. Und allzu viel Schwarzweiss ist in diesem Film nicht enthalten: verwunderlich also diese Erwähnung.

Vielleicht war sein Folgefilm von 1994, TRANSATLANTIS, der fotografisch ergiebigere Film. Er wurde dann auf Kodak kopiert.

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