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Richard Tuohy Chromaflex-Verfahren, ein Rätsel für die Chemiker


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Nun mache ich zu dem Thema doch mal einen eigenen Thread auf, weil es mich schon länger beschäftigt, ich aber nicht den Sachverstand dazu habe.

 

Vl kennen einige von euch schon die Filmarbeiten von Richard Tuohy mit seinem Chromafelx-Entwicklungsverfahren. In der Youtube-Beschreibung steht auch etwas dazu. Aber Hand aufs Herz, ich werde nicht klug daraus. Und ich schätze, dass er selbst das Geheimnis gerne hüten möchte, obwohl ich ihn demnächst mal dazu anschreiben werde.

 

Aber vielleicht hat einer von euch Fachleuten eine Idee, wie das funktionieren könnte?

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Ich habe mir mal vor ca. 25 Jahren eine Colorvir-Set gekauft um S/W-Fotoabzüge zu colorieren. https://www.lomography.de/magazine/172920-schwarzweiss-fotografien-und-negative-mit-colorvir-faerben

Ich habe meine Colorvir-Versuche mal ein bischen "journalistisch" aufbereitet: https://www.filmkorn.org/s-w-film-colorieren-ein-versuch-mit-colorvir/ Am Ende des Beitrags ist ein Scan des Sy

na seit November kein Beitrag mehr auf Filmkorn.... das darf nicht sein....

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Posted (edited)
vor 3 Stunden schrieb Rolando:

Und ich schätze, dass er selbst das Geheimnis gerne hüten möchte, obwohl ich ihn demnächst mal dazu anschreiben werde.

Den Eindruck habe ich nicht. Googled man ihn, findet man etliche Workshops zu diesem Entwicklungsverfahren. Ich würde versuchen an so einem Workshop teilzunehmen, wenn einer in Europa stattfindet.

 

Er macht sich offenbar zu nutze, dass man Farbfilm Schwarzweiß, Farbig und Umkehrentwickeln kann. Mit Klebeband, Lack oder durch Gerben kann man verhindern, dass die Chemie überall gleich auf den Film wirkt, bzw. Brereiche des Films mit unterschiedlicher Chemie bearbeiten. Arbeitet man mit dem Negativ-Positivverfahren, kann man sich bei der Erstellung und der Entwicklung des Positivs auf Printfilms beliebig austoben.

 

Nachtrag: Habe noch einen Buchhinweis gefunden: https://books.google.de/books?id=OYRICgAAQBAJ&pg=SA8-PA8&lpg=SA8-PA8&dq=Richard+Tuohy+tape&source=bl&ots=7PCOP1sd3w&sig=ACfU3U24vMqE7dUiJQp7eBaOCDOTtyC9Yg&hl=de&sa=X&ved=2ahUKEwj0ovuE55LpAhWZwQIHHQtoAUcQ6AEwA3oECBQQAQ#v=onepage&q=Richard Tuohy tape&f=false

Edited by Theseus (see edit history)
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Ok, danke schonmal! Ich werd mal schauen, dass ich irgendwann so einen Workshop besuchen kann. Hatt jemand von euch Erfahrungen mit Klebeband oder Lacken, die sich eignen  könnten für partielle Entwicklungen?

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Du könntest Maskier- oder Abdecklack ausprobieren. Den kann man abziehen oder abrubbeln. Schellack ließe sich mit Alkohol entfernen. Klebebänder müsstest du durchprobieren. Ich würde mit normalem Tesa anfangen. Insgesamt ist vermutlich viel eigenenes Experimentieren nötig.

 

Ich finde auch, dass das Klasse aussieht und sich experimentieren lohnen dürfte.

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Danke für die vielen Tipps. Ich werde meine Ergebnisse hier vorstellen. Überhaupt bin ich gerade viel am Experimentieren.

 

Und zum Bewerten von Film, insb. Experimentalfilm hier im Forum (@mono) wollt ich noch sagen:

ich mag auch bei Weitem nicht alles, was so kreucht und fläucht, deine Kritik der Förderungskultur baut ja auch nicht auf Luft, da ist schon viel dran, ich erlebe es am eigenen Leib. Kurt Krenn mag ich im übrigen auch kaum, aber wie bei vielen Künstlern gibt es dann doch so ein zwei Glanzstücke, die mir 'zugänglich' sind, z.B.:

 

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Viele Sachen find ich auch nur in partikularer Hinsicht, z.B. bestimmter Techniken spannend. 

 

Aber ja, manches mag man nicht, manche Personen mag man nicht... 

Ich denke nur, dass in einem rein schriftlichen Austausch, wo auch Konnotationen durch Gestik und Mimik etc., Gesprächsdynamik fehlen, starke Abwertungen der Forumsdynamik manchmal etwas hinderlich sein können. Ist nur meine Meinung, nichts für Ungut. 

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Kunst muß sich Kritik stellen und diese auch aushalten. So manch großer Künstler mußte arge Verrisse einstecken und das ist normal.

 

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  • 2 weeks later...

Der Beitrag hat mich inspiriert ein wenig zu planen, was auch ich, der ich weder ein großer Künstler bin, noch eine sonderlich professionelle Entwicklungsausrüstung besitze, machen kann. Ich dachte an: Doppelt belichten und mit Einsprengseln des Negativs entwickeln. Ja toll, da ist mir das Material im Weg. Doppelt belichten kann sogar ich leicht mit Doppel 8. Dafür gibt es aber nur Fomapan. Ich habe immerhin schon hinbekommen, auf meinem Fomapan-R100-KB-Testfilm neben dem Positiv durch Abkleben Streifen zu bekommen, in denen man hinter der dämlichen Silberschutzschicht das Negativ erahnen kann. Toll. Nutzt nur nichts für die Projektion.

 

Ach ja, ich könnte Tri-X für Super 8 nehmen. Da kann ich aber nicht doppelt belichten. Ich probiere trotzdem mal mit einer Tri-X-Kleinbild-Testrolle rum, bevor ich einen teuren Super-8-Streifen versaue.

 

Ja ja: Taugen die Filme vom FFP etwas? Die haben ja SW-Filme für Doppel 8, die ich positiv und negativ entwickeln könnte. Sie kosten nur unglaublich viel Versand und die Farbfilme waren ja innerhalb von Millisekunden ausverkauft (Danke Jürgen Lossau, für das Interview!).

 

Vielleicht habt ihr ja Tipps.

P1050373.jpg

P1050436.JPG

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Hat jemand schon einmal versucht, die Erstentwicklung beim Umkehrentwickeln zum Beispiel rot zu tonen und dann ohne Bleichen die Zweitentwicklung zum Beispiel blau oder grün? Könnte das funktionieren? Chemie-Pritschler bitte vortreten:)

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1 hour ago, MFB42 said:

in denen man hinter der dämlichen Silberschutzschicht das Negativ erahnen kann


Die Schicht kannst Du entfernen: einfach vor der Entwicklung Bleichen und gut Wässern. Danach kannst du den Foma ganz normal zu Negativ oder Positiv entwickeln. 
 

Einen Super 8 Tri-X kann man in eine wiederbeladbare Kassette Umtopfen und so zwei mal belichten. 

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1 hour ago, mono said:

Hat jemand schon einmal versucht, die Erstentwicklung beim Umkehrentwickeln zum Beispiel rot zu tonen und dann ohne Bleichen die Zweitentwicklung zum Beispiel blau oder grün? Könnte das funktionieren? Chemie-Pritschler bitte vortreten:)


Sehr gute Idee. Im Grunde ist das Kodachrome light. Mit dem Polytoner-Kit sollte das auf jeden Fall gehen, das bringt Farbluppler mit. Nach dem Tonen der Erstentwicklung musst du aber natürlich trotzdem bleichen, damit man die Farbe auch sieht und beim Tonen der Zweitentwicklung die Erstentwicklung Nicht mehr mit tont. 
 

Das könnte ausgesprochen gut aussehen. Leider hab ich meine Polytoner neulich Adrian Cousins gespendet, der war so sehr im Kodachrome-Fieber und ich hab das Thema definitiv aufgegeben. Mach das mal, Mono, und berichte! (Das dann noch solarisiert... hach!) 

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Mehr wilde Ideen:
 

- Auf 16mm 2R Filmen und den Film nach Belichtung einfach wenden und noch mal belichten. Zum Beispiel das gleiche Motiv. 
 

- Doppel-8 Material in einer 16mm Kamera belichten und danach splitten und als 8mm projizieren. So hat man die zwei Hälften eines Motivs im schnellen Wechsel. Könnte mit passendem Motiv ganz gut kommen. 
 

- Film vor der Belichtung im Dunklen Schicht außen um zB Stuhlbeine wickeln und mit Zahnbürste und Tinte oder besser Eiweißlasurfarbe bunt bespritzen. Hab ich mal mit Chlorbleiche gemacht, gab tollste pinke Polkadots, zu sehen in Dagies 2018er Junifilm. Selbst wenn die Farbe auswäscht, man hat ja durch belichtet. Das bleibt sichtbar. 

 

- wie oben aber nach dem entwickeln noch mal besprühen 🙂


- Entwickelten Film abkleben (wie Tuhoy) und in Tee oder verdünnter Eiweißlasurfarbe viragieren. Am besten natürlich mehrfach, mit verschiedenen Farben. 
 

- Film SW-Umkehrentwickeln, aber nach dem Klärbad trocknen und dann mit konzentriertem Fixierer (Und vielleicht auch mit Tinte?) bestempeln. Datumsstempel, Rollstempel, Adressstempel... irgendein Muster. Wässern und mit Zweitbelichtung weitermachen. 
 

- SW-Umkehr, aber statt globaler Zweitbelichtung einen schon entwickelten Negativfilm Schicht-An-Schicht auflegen und das Sandwich durch einen Lichtspalt ziehen. Ergibt einen Film, der in den Schatten eines anderen Films sichtbar ist. 


- 16mm Film im dunklen mit Washi-Tape bekleben und anblitzen. (Schon probiert, wird leider sehr unscharf)

 

Fehlt nur noch die Zeit. 🙂

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bei Farbkupplern muß man auf jeden Fall bleichen, aber ich bilde mir ein, gelernt zu haben, daß Toner irgendwie eine chemische Verbindung mit dem Silber eingehen und ob die dann noch auf den Entwickler ansprechen..?

Man könnte auch probieren, den Film anzuentwickeln, das schwache Bild in einer Farbe zu tonen, dann den Film ausentwickeln und das dann in einer anderen Farbe tonen. Man müßte da allerdings von einem Positivprint ausgehen.

 

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Ich finde es so toll, wie ihr hier zu Höchstform auflauft, dass ist beste Forumskultur!!!

Sobald ich endlich wieder entwickeln kann leg ich auf jeden Fall los!

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vor einer Stunde schrieb F. Wachsmuth:

 

- Doppel-8 Material in einer 16mm Kamera belichten und danach splitten und als 8mm projizieren. So hat man die zwei Hälften eines Motivs im schnellen Wechsel. Könnte mit passendem Motiv ganz gut kommen. 

ne, das wär immer nur die eine Hälfte, oder? Mit der Idee hat ich mich auch schon beschäftigt. Hab ich einen Gedankenfehler?

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vor 1 Minute schrieb Rolando:

Ich finde es so toll, wie ihr hier zu Höchstform auflauft, dass ist beste Forumskultur!!!

Sobald ich endlich wieder entwickeln kann leg ich auf jeden Fall los!

Hast Du kein Klo ohne Fenster?

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Ja schon, so hab ichs das letzte Jahr gemacht, hab aber nur nen HT-Tank, sprich, ich muss über der Badewanne arbeiten und das ist hier bissl uncool -> WG

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7 minutes ago, Rolando said:

ne, das wär immer nur die eine Hälfte, oder? Mit der Idee hat ich mich auch schon beschäftigt. Hab ich einen Gedankenfehler?


Ja, hast du. 🙂 

Die 16mm Kamera belichtet in der Höhe immer zwei (insgesamt vier) 8mm-equivalents Bilder auf einmal. Der 8mm-Projektor zeigt aber alle Bilder einzeln nacheinander. 

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