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Richard Tuohy Chromaflex-Verfahren, ein Rätsel für die Chemiker


Rolando
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Meine pinke Brühe ist jetzt tatsächlich vergammelt, habe teilweise schöne bräunliche Bilder bekommen. Dafür habe ich es immerhin hingekriegt, einen kleinen Teil des Negativs auf einem Tr-X-Foto durchschimmern zu lassen. Ich muss jetzt noch analysieren, warum an dieser Stelle und an anderen nicht (also ganz schwarz), obwohl beide Stellen mit dem gleichen Klebeband abgeklebt waren.

 

Ich habe mir das Buch von Kathery Ramey bestellt, auf das oben hingewiesen wurde ("Experimental filmmaking"). Mal sehen, was da so drinnen steht und was ich mit meinen Mitteln replizieren kann...

 

Habr ihr eine Idee, welches Klebeband man nehmen könnte? Also eins, das nicht gleich die Emulsionsschicht mit abreißt.

P1050471.jpg

Edited by MFB42 (see edit history)
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  • 2 weeks later...

Also es wird. Erstentwicklung, trocknen (in der Dose. Dauert laaaaange), abkleben, bleichen, klären, belichten, Zweitentwicklung, Klebestreifen entfernen, fixieren.

 

Ich habe ein schwarzes Kunststoffklebeband genommen, das ich ursprünglich zur Reparatur der maroden Balgen meiner Adox Golf gekauft hanbe. Es scheint auszureichen, die Emulsionsseite abzukleben, was ich nicht ganz verstehe, denn von hinten kommt ja bei der Zweitbelichtung auch Licht dran. Naja. Dann bald Versuche mit Tri-X Schmalfilm. Ein zweiter Touhy wird aber nicht aus mir werden...

200515_F025_28.jpg

Edited by MFB42 (see edit history)
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Macht denn Tuohy das wirklich bereits bei der Aufnahme (Abkleben etc – das dürfte sich ja auch ggf. ungünstig auf die Bildschärfe auswirken?), oder ist das eher ein Prozess für Selbstkopierer? Letzteres kann ich mir gut, „leichter“ und mit auch mehr Möglichkeiten vorstellen. Einzig mir fehlte eine Kopiermöglichkeit 😉

 

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Ja, echt cool, auch dass du so eine Ausdauer hast!!! 

Hast du eigentlich gesehen, dass im Buchtipp von Theseus im zweiten Threadbeitrag 'Cellophane-Tape frosted' und 'paper tape' empfohlen wird? Ich weiß nicht, wie sich das verhält...

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vor 16 Stunden schrieb mono:

mach 16mm, dann ists ganz einfach, weil kopierfilm fuer jedermann erhaeltlich.

Wo (außerhalb von Wolfen) gibt‘s denn so ein Röllchen zu kaufen und zu welchem Preis ca.? Die einschlägigen Quellen führen, wenn überhaupt, nur Aufnahmematerial.

 

Habe bei filmotec (noch) mangels Kaufinteresses nicht angerufen 😉

 

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  • 2 weeks later...

So, ich habe jetzt meinen ersten beklebten Super 8 Film fertig. Ich habe hier mal einen schlecht digitalisierten Schnipsel angehängt. Demnächst, wenn ich etwas gesammelt habe, werde ich das Ganze zum Digitalisieren bringen und dann wohl tatsächlich, wie monos reiche Hipster aus Berlin, im Internet veröffentlichen.

 

Auf Super 8 ist das Abkleben im Dunkeln eine ganz schöne Fitzelei. Ich hätte viel lieber Doppel 8 genommen, da hätte ich doppelt so viel Platz gehabt. Aber ich werde den nervigen Lichthofschutz beim R-100 nicht los.

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Ich finds toll, daß Du Dir das antust und solche Experimente veranstaltest. Schön, wenn einmal ein Thema zu etwas Praktischem führt. 

Wenn mein Auto endlich wieder fahrtüchtig aus der Werkstätte kommt, kann ich mein Tonerexperiment durchführen - benötige aber einiges aus dem Baumarkt dafür.

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  • 2 weeks later...
Am 13.5.2020 um 23:04 schrieb F. Wachsmuth:


Sehr gute Idee. Im Grunde ist das Kodachrome light. Mit dem Polytoner-Kit sollte das auf jeden Fall gehen, das bringt Farbluppler mit. Nach dem Tonen der Erstentwicklung musst du aber natürlich trotzdem bleichen, damit man die Farbe auch sieht und beim Tonen der Zweitentwicklung die Erstentwicklung Nicht mehr mit tont. 
 

Das könnte ausgesprochen gut aussehen. Leider hab ich meine Polytoner neulich Adrian Cousins gespendet, der war so sehr im Kodachrome-Fieber und ich hab das Thema definitiv aufgegeben. Mach das mal, Mono, und berichte! (Das dann noch solarisiert... hach!) 

 

Nachdem meine Abklebversuche mit Foma scheitern, weil ich die Silberschicht nicht zufriedenstellend wegbleichen kann (und ich nicht noch mehr Zeit und Geld ins Scheitern aufwenden möchte und lieber erstmal auf den FFP-Film warte), würde ich gerne mit Tonern und Farben experimentieren. Eure Ideen haben mich inspiriert, ich bin mir aber unsicher, welche Toner geeignet sind.

 

Bei Fotoimpex gibt es einen Testpack von Fotospeed mit drei Farben und diverse farbige Tober von Foma für vergleichsweise überschaubares Geld. Nun steht da, dass die vor allem Papierabzüge geeignet sind. Wenn doch aber der Toner das Silber ersetzt, kann man doch damit auch Filmmaterial tonen, oder? Oder gibt es Produkte die weniger gut geeignet sind? Ist vielleicht eine dumme Frage. Ich muss noch so viel lernen ......

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Früher hab ich viel mit Toner gearbeitet, aber halt auch nur auf Papier. Die meisten Rezepte sind heute kaum mehr zu realisieren, weil man die Chemikalien nicht mehr bekommen kann - obwohl: vielleicht aus China. Dort gibts ja keinen Umweltauflagen.

Aber klar funktionierts auch auf Film, war halt nicht üblich, denn wer hat schon Schwarzweiß-Dias fotografiert - und diese obendrein getont?

Ich hab jetzt Blau - und Rottoner, womit ich ein bisschen experimentieren möchte. Bisschen wirds leider noch dauern, die Werkstätte meines Vertrauens läßt sich mit Retro-Autos leider Zeit. Die Karre steht schon seit Mitte April dort! 😞

 

 

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vor 4 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Solcher Tone ist ideal, der ersetzt das Silber durch echte Farbstoffe: https://rockaloid.com/Polytoner

 

Normale Toner für Papierbilder sind viel weniger farbig. 

da wird man aber das silber hinterher rausbleichen muessen. ich koennte mir vorstellen, dass das farbkuppler wie bei kodachrome sind, die nachtraeglich eingebracht werden.

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Ich bin gerade über einen Artikel in der Schmalfilm 6/2011 von Ronald Vedrilla über Film-Tonung gestoßen. Er empfiehlt besonders die Blautonung mit dem "Tetenal Bluetoner".

 

Ich meine, es hätte auch noch in einem anderen Heft einen Artikel über die Färbung und Tonung von SW-Filmen gegeben.

Edited by Theseus (see edit history)
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Ich habe mir mal vor ca. 25 Jahren eine Colorvir-Set gekauft um S/W-Fotoabzüge zu colorieren.

https://www.lomography.de/magazine/172920-schwarzweiss-fotografien-und-negative-mit-colorvir-faerben

Habe immer noch von dem Zeug zuhause und habe mit den Resten und Rest-Schnipseln Tri-X mal ein paar Versuchte gemacht.

Hier ganz schnell mit dem Handy abgefilmt:

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Das sieht ja toll aus! So ein Colorvir-Set hätte ich auch gerne. Aber ich vermute, dass davon sofort die gesamte Umwelt tot geht und es deshalb bei der Strafe von lebenslangem Digitalfilmen verboten wurde.

 

Ich habe heute auch getont, habe aber noch nichts abgefilmt und bin auch eher unzufrieden. War das Fotospeed-Testpack. Die Toner einzeln (blau, Kupfer, Sepia) funktionieren super auf fertig entwickeltem und fixiertem Fomapan R-100. Ich bin aber wieder an den Foma-typischen Kreativitätsblocker gestoßen: den notorischen Lichthofschutz. Wenn ich nach der Erstentwicklung tone, bleibt der Film auch nach Bleiche und dem weiteren Prozess undurchsichtig. Wenn ich ganz am Ende nochmal bleiche, erhalte ich ein hellblaues, fleckiges Negativ, das sich aber nicht weiter tonen lässt. Kupfer wird von der Bleiche ganz mitgenommen. Demnächst werde ich den fertigen Film mal abkleben, erst in der einen Farbe tonen, dann ich der anderen. Über die Farben nochmal Sepia sieht auch nett aus.

 

So, und wenn Jürgens Lieferung aus dem USA angekommen ist und ich Unmengen von Geld für (hoffentlich!!!!) lichthofschutzlosen SW-Film ausgegeben habe (Schmalfilmer müssen ja über unglaubliche Geldreserven verfügen), dann habe ich noch weitere Ideen...

 

Ach ja, den muss man dann ja noch präzise entwickeln können, es gibt ja keine Gebrauchsanweisung. Also mindestens weitere 10m Testfilm...

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vor 7 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Sehr sehr super, Klaus. Das will ich unbedingt mal projiziert sehen.

ist nur so ein kleiner Resteschnipsel-Streifen ... das rentiert sich fast gar nicht, die knapp 2 Meter Film extra in den Projektor einzulegen.

Größere Projekte dieser Art dann wahrscheinlich wenn ich in Rente bin....

Was mich ein bischen stört ist, daß die Colorierung (zumindest Colorvir) sehr unruhig wirkt, da sich scheinbar jede Änderung im Filmkorn bei jedem Einzelbild gleich stark auf die Tonung auswirkt (sieht man z.B. wie die rötliche Färbung der Dachaufsicht "lebt") 

 

Apropos:

Die Musik-Untermalung ist ein ganz einfaches Klavier-Übungsstück meiner Tochter (spielt jetzt 2 1/2 Jahre) - mit Audacity rückwärts angelegt.

Ich habe ihr schon gesagt, daß ich zukünftig gerne auf  ihr Klavierspiel für meine Filmmusiken zurückgreifen würde, um dem leidigen Copyrigh-Thema zu entgehen... Mit-Forent filma weiß was ich meine....

 

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vor 11 Stunden schrieb MFB42:

 So ein Colorvir-Set hätte ich auch gerne.

 

Gab es in den 90ern ganz regulär ohne spezielle Gefahrenhinweise bei Foto Brenner, Weiden zu kaufen.

Hies damals noch "Fotostube Brenner".  Sein Ladenverkauf war damals die Anlaufstelle für ambitionierte Foto-Amateure und Selbstentwickler in der Region.

Hat leider auch fast komplett auf Digital umgestellt.

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Man muss es ja nicht im Wohnzimmer oder der Küche machen, es geht auch draußen. Ja, H2S  ist toxisch, aber bevor es einen umbringt, hält man es vor Gestank nicht aus. Und man kann sich auch mit Kochsalz oder Schokolade umbringen, alles eine Frage der Dosis.

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