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Womenzel

Frage zum Thema Landfilm in der DDR

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Posted (edited)

Hallo,

als ich noch Kind war, also so siebziger Jahre in der DDR, kam immer wieder mal der Landfilm in unser Dorf und zeigte Filme. Für mich hat er auch mein Interesse am Thema Projektion geweckt. Wohl weil diese Art der Vorführung näher dran war und ich dem Vorführer immer wieder geholfen habe... Soweit das für Kinder/Jugendliche möglich war. Nun meine Frage. Bis wann gab es den Landfilm? Ich habe irgendwann mal gelesen, bis zur massenweisen Verbreitung der Fernseher. Aber hat da jemand genauere Angaben.

Und weil ich schon am Fragen bin, ist es richtig das die bekannteren Westfilme erst mit Jahren Verspätung in der DDR ins Kino kamen. Konkret, kamm mir jemand sagen ob und wann "Tootsie" in die DDR-Kinos kam. Ich bild mir ein das ich ihn in der DDR im Kino gesehen habe, kann mich aber irren.

 

 

 

Edited by Womenzel (see edit history)

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Hallo Womenzel,

bei uns im Ort war im Kuturhaus immer montags Kino. Die letzten Jahre der DDR waren dort zwei KN17 Projektoren aufgestellt und blieben stehen (es gab einen kleinen Bildwerferraum). Irgendwann nach der Wende kostete dann eine Karte 8 DM und kaum noch jemand tat sich für das Geld das impovisierte Kino an. So wurden die Vorführungen dann eingestellt. Ob dies im Sommer 1990 oder 1991 war kann ich nicht mehr sagen, auf alle Fälle nach der Währungsunion.

Viele Grüße aus Thüringen

Ingo

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Der Landfilm existierte bis zur Auflösung der Bezirksfilmdirektionen (BFD) in der Ex DDR. In Karl- Marx-Stadt  wurde die BFD Juni'90 aufgelöst🤷‍♂️ und auch Tootsie lief unter anderem in den Kinos der DDR.

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Hallo,

ich habe 1987/88 in Berlin "Landfilmvorführungen" mit TK35 in Altersheimen, Kindergärten etc gemacht.

 

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Soweit ich das aus Gesprächen mit damals tätigen Landvorführern mitbekommen habe ging der Trend in den 70er und 80er Jahren dahin, regelmäßig bespielte Orte mit fest installierten oder zumindest vor Ort gelagerten Anlagen (TK/KN) auszustatten. Dies war unter anderem den fehlenden Transportkapazitäten und dem erhöhten Verschleiß der Anlagen durch den häufigen Transport geschuldet. 

Zum Ende des Landfilms scheinen nur noch unregelmäßige/einmalige Vorstellungen mit mobilen Anlagen durchgeführt worden zu sein. 

Dies erklärt auch die sehr unterschiedlichen Erhaltungszustände heute noch vorhandenen TKs...

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vor 4 Stunden schrieb Thomas:

Zum Ende des Landfilms scheinen nur noch unregelmäßige/einmalige Vorstellungen mit mobilen Anlagen durchgeführt worden zu sein. 

Dies erklärt auch die sehr unterschiedlichen Erhaltungszustände heute noch vorhandenen TKs...

 

Das dürfte regional unterschiedlich gewesen sein. Ich erinnere mich noch gut als Kind 88 und 89 Donnerstags regelmäßig ins "Kino" im Veranstaltungssaal auf der anderen Straßenseite gegangen zu sein. Der Vorführer hatte seine TKs dafür jedesmal neu aufgebaut und mitgebracht.  

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Ich sah Anfang der 80er auf einem Campingplatz "Landfilm". Es waren, wie ich inzwischen weiß, 2 TK35, dazu ein Verstärker und eine Lautsprecherbox, im Nachhinein erstaunt es mich, mit wie wenig Leistung man die Leute bespaßen konnte.

Beim Film "Brust oder Keule" hatte der Vorführer den letzten Akt vergessen und zeigte den Film halt ohne (letzter Akt war die Speisenverkostung im Fernsehen, wo der Restaurantkritiker bloß gestellt werden sollte, aber am Ende der Hersteller synthetischer Nahrung seine eigenen Speisen bekam).

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Am 29.5.2020 um 17:49 schrieb Jeff Smart:

Mal wieder eine Gelegenheit, an den schönen Kurzfilm DER KINOMANN von Thomas Frickel zu erinnern. Es geht um den letzten aktiven DDR-Landfilmvorführer. Hier nur angespielt, aber leicht zu erwerben.

Vielen Dank für die Info...Übrigens Siggi...DER KINOMANN ist inzwischen 81 Jahre alt geworden 🤗besonderen Dank an den Regisseur Thomas Frickel für das schöne Zeitdokument 👍

20200815_132001.jpg

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