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So, jetzt habe ich eine völlig verranzte, blockierte MR8 wiederbelebt, die ist als Baby-Beaulieu furchtbar fummelig, aber hat schon alle Elemente der 4008 mit Schwingspiegel, Guillotine-Verschluß, Auf-und Abblendung, und damit natürlich alle Eigenschaften, die wir an den Beaulieus so lieben: Verharzung, Schwergängigkeit und was sonst noch so dazugehört. Jetzt schnuurt sie aber schön gleichmäßig.  Eine Leicina 8 SV, die ich vor einiger Zeit wieder flott gemacht habe, war da wesentlich servicefreundlicher.

Jetzt möchte ich es natürlich auf die Spitze treiben und den Belichtungsmesser reaktivieren. Das Messwerk bewegt sich beim Druck auf die Prüftaste, sonst tut sich aber nix. Wahrscheinlich ist der Fotowiderstand kaputt, altersschwach oder sonstwie beleidigt. Da das aber keine Raketenwissenschaft ist, sollte ein halbwegs passender neuer funktionieren. Das Licht wird einfach aus dem Prisma für den Sucher ausgespiegelt. Wer von Euch hat 'ne Idee?

 

DSCN3528.JPG

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Das sind die ersten Ergebnisse mit der MR8 und dem kleinen D-mount-Angenieux 7,5-35 auf Foma R100, entwickelt nach der modifizierten Anleitung. Bin sehr zufrieden, bis auf den Balken im Fenster.  Auch

Neuigkeiten vom Beli der MR8 Mit einer neuen Photozelle reagiert der Beli auf hell und dunkel. ☺️ Die heißt es jetzt nur noch zu ersetzen und abzugleichen!

Die Fotozelle hatte unendlichen Widerstand. Alle anderen Bauteile sind in Ordnung. Habe jetzt eine CdS-Zelle samt Prisma (offensichtlich neuere Bauart) aus einer neueren 'Leiche' transplantiert, dazu

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Hui, da tut sich also was auf dem Reparaturmarkt? Nimmst Du Aufträge an? 😉

 

Aber im Ernst: hast Du zufällig Fotos gemacht während der Reparatur? Und falls Du einen Weg findest, den Belichtungsmesser fit zu machen, dokumentierst Du das? Das würde mich sehr interessieren! Ich muss zugeben, den Belichtungsmesser meiner MR8 noch nie ausprobiert zu haben (irgendwas derartiges hat man ja immer dabei und sei es nur das Telefon), aber jetzt bekomme ich Lust – und sollte mein kamerainterner nicht funktionieren, wäre ich gespannt auf Deinen Reparaturbericht!

 

 

… und Glückwunsch zur gelungenen Reparatur!!!

Edited by filma (see edit history)
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Sehr cool, Thomas!

Nur drei Ideen:

- CdS kann man manchmal "wachblenden". Halt mal für 10 Min volle Kanne die LED-Taschenlampe drauf. 
- Nadellager am Drehspulinstrument können verharzen. Wenn es nur zuckt, guck da mal

- Einen neuen Beli hätte ich wohl mit BPW21 aufgebaut. 

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Danke für Eure Glückwünsche!

 @Filma, Reparaturaufträge nehme ich nicht an, vielleicht in einigen Jahren, wenn ich nicht mehr "chirurge".. Und - leider - ein Fotodokumentation habe ich nicht gemacht, ganz ehrlich, da war ich zu aufgregt, als ich vor den winzigen Schräubchen und Hebelchen saß und Sorge hatte, das alles bis auf das letzte Teilchen wieder zusammen zu kriegen.

@ Friedemann, BPW 21 wär 'ne Idee. Aber die Scahltung ist simpel, Fotowiderstand, PX625, Poti für die Filmenpfindlichkeit und 3 Potis, um die Kennlinie des Fotowiderstandes zu "verbiegen". Das erinnert an die ersten R16 mit sparatem Beli, der noch nicht über dem Hauptakku gespeist wurde. Da habe ich sogar noch Unterlagen zu. Und es gibt wohl zwei Versionen, die neuere sieht so aus wie bei einer 4008, bei der älteren ist der Fotowiderstand hinter einer Linse separat verbaut. Bleibe dran und werde berichten. Dann auch mit einigen Fotos.

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CdS können auch altern, d.h. nach 30-40 Jahren sind dann auch mal die Werte daneben. Zudem sind sie oft mechanisch sehr empfindlich. Um eine hohe und über die Fläche einigermaßen gleichmäßige Empfindlichkeit zu erreichen, legt man die Cadmiumsulfit-Bahnen mäanderförmig über die Zelle und verpackt das Ganze aus Schutzgründen in Glas (früher öfter gesehen), was die Kontakte mechanisch belastet.

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Die 3 Potis sind nicht nur zum Verbiegen (vor allem hinsichtlich der Anzeige-Ablesbarkeit), sondern auch zum Anpassen an die tlw massiven Streuungen der früher nicht so exakt reproduzierbar herstellbaren Teile gedacht.

Hier gab es für so manchen Handbelichtungsmesser mitunter mehrseitige Serviceanleitungen für die korrekte Kalibrierung.

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Der CdS Fotowiderstand neuerer Bauart reagiert auf Lichtveränderungen, und für die 4008 gibt es den bei Wittner noch als Ersatzteil. Wenn der vom Durchmasser passt, wäre es fast zu schön. Ich werde wohl das Prisma der neueren Version, das in Ordnung ist, in die Kamera "transplantieren, sofern ich keine passende CdS-Zelle älterer Bauart finde. Unterlagen zur MR 8, insbesondere Reparaturanleitungen, gibt es wohl nicht, oder ich finde im Netz keine.

Links ist das Prisma aus einer 4008, rechts das aus der MR8. Die neuere war wohl in einem sehr feuchten Keller und verpilzt, nicht mehr zu retten, aber zum Schlachten gerade richtig für 'nen 10er. Aber das Prisma war in Ordnung!

 

 

 

DSCN3530.JPG

Edited by jacquestati (see edit history)
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vor 2 Minuten schrieb Helge:

Die 3 Potis sind nicht nur zum Verbiegen (vor allem hinsichtlich der Anzeige-Ablesbarkeit), sondern auch zum Anpassen an die tlw massiven Streuungen der früher nicht so exakt reproduzierbar herstellbaren Teile gedacht.

Hier gab es für so manchen Handbelichtungsmesser mitunter mehrseitige Serviceanleitungen für die korrekte Kalibrierung.

 ...das meinte ich mit "verbiegen"🙂

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Mal am Rande die laienhafte Frage (ich bin elektrotechnisch leider absolut ungebildet!) :

 

Wäre es unmöglich, einen passenden, neuen Fotowiderstand zu finden? Oder wäre das durchaus denkbar?

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Zunächst einmal müsste man wissen, was es für einer ist. Meist steht es nicht drauf, gerade damals nicht. Das das Teil noch hergestellt wird, ist nicht soooo wahrscheinlich. Kann aber sein, dass es irgendwo noch NOS gibt. Aber ob sich das dann noch exakt "wie frisch" verhält? Viele Variablen. 

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Es gibt buchstäblich nichts an Unterlagen zum Service dieser Kamera, jedenfalls finde ich trotz langer Recherche allenfalls sporadische Hinweise, wie man sie überhaupt öffnet. Konstruktiv hat sie einiges von der R16, aber noch mehr von der 4008, und der Beli erinnert sehr an die ersten R16 Modelle, die auch einen von Gossen mit einer separaten PX625 haben. Dazu habe ich Unterlagen und Schaltpläne, die ich hier auch schon zum Download eingestellt habe. Muss mich da aber noch einarbeiten, ob der Beli als Wheatstone'sche Brücke konstruiert ist weiß ich (noch) nicht. Für eine Neukonstruktion mit Fotodiode und Operationsverstärker wäre vielleicht noch Platz, das war Friedemanns Idee.  Un eine simple Schaltung mit LDR und einem NPN Transistor, 3 Widerständen und dem ASA- Poti, die auf 3V läuft, habe ich auch schon gefunden, mal sehen. Das ist schon mehr, als die ursprüngliche Schaltung beinhaltet. 

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Der vorhandene, ursprüngliche Beli ist doch ein Nachführbelichtungsmesser, oder?

D.h., am Ende kommt es auf einen, der Filmempfindlichkeit entsprechenden Nullpunkt an, sonst nichts.

Und die Filmempfindlichkeit wird über eine Irisblende vor dem Element eingestellt?

Dann müßte es doch genügen, eine ausreichende Empfindlichkeit des Elements zu haben (so, daß man Filme mit niedriger Empfindlichkeit nutzen kann).

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vor 8 Minuten schrieb Helge:

Und die Filmempfindlichkeit wird über eine Irisblende vor dem Element eingestellt?

Bei meiner MAR8G auch. Und LDRs sind ja auch linear. Mir kommt die einfache Schaltung mit dem LDR recht brauchbar vor. Möglicherweise wäre der 1k-Vorwiderstand auch durch einen Einstellregler zu ersetzen, bzw.  mit einem solchen  der korrekte Fixwert zu ermitteln und der Durchmesser des LDR müsste gross genug sein, um zur maximalen Öffnung der Irisblende zu passen.

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vor 42 Minuten schrieb Helge:

Der vorhandene, ursprüngliche Beli ist doch ein Nachführbelichtungsmesser, oder?

D.h., am Ende kommt es auf einen, der Filmempfindlichkeit entsprechenden Nullpunkt an, sonst nichts.

Und die Filmempfindlichkeit wird über eine Irisblende vor dem Element eingestellt?

Dann müßte es doch genügen, eine ausreichende Empfindlichkeit des Elements zu haben (so, daß man Filme mit niedriger Empfindlichkeit nutzen kann).

 

So ist es. Muss es bauen und probieren und die Widerstände ggfls anpassen. 

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Am 14.2.2021 um 22:24 schrieb F. Wachsmuth:

Zunächst einmal müsste man wissen, was es für einer ist. Meist steht es nicht drauf, gerade damals nicht.

Wenn man das irgendwie messen kann, kann ich das bei meinem Exemplar gerne mal machen. Ich bin aber ne Strom-Niete und bräuchte dann ne Anleitung wie und wo ich messen muss, von einem der sich auskennt.

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Am 13.2.2021 um 16:45 schrieb Filmtechniker:

Nicht schlecht, Herr Specht. Fotowiderstände gehören zu den robustesten elektrischen Bauteilen. Die Stromkreise können an den unglaublichsten Stellen unterbrochen sein. Durchpiepsen ist mein Rat.

 

Die Fotozelle hatte unendlichen Widerstand. Alle anderen Bauteile sind in Ordnung. Habe jetzt eine CdS-Zelle samt Prisma (offensichtlich neuere Bauart) aus einer neueren 'Leiche' transplantiert, dazu musste ich wieder alles auseinander bauen, uns siehe da, es geht. Morgen noch Beli abgleichen, Objektiv kollimieren, FOMAPAN R100 einlegen und  Testfilm drehen.

 

 

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vor 5 Stunden schrieb Semi:

Wenn man das irgendwie messen kann, kann ich das bei meinem Exemplar gerne mal machen. Ich bin aber ne Strom-Niete und bräuchte dann ne Anleitung wie und wo ich messen muss, von einem der sich auskennt.

Besten Dank für das Angebot, aber lass die Kamera bloß in Ruhe! Never touch a running  system!! 

 

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Wie kollimierst Du das Objektiv? Das wäre dann wohl zudemdas Zoom? Kannst Du dazu noch was schreiben (oder hab ichs überlesen?)? Habe von der Thematik leider ebenfalls gar keine Ahnung 😉 

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