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Alternative Lichtquelle für Schmalfilmprojektion 16mm


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Geschrieben

Es geht mir bei diesem Thema -nach langer Foren-Abstinenz- um ein lange gehegtes Projekt, nämlich darum, von den klassischen Lichtquellen irgendwie wegzukommen.

 

Ich habe zwei Projektoren Bauer Selecton II w. Einer ist im Originalzustand mit Halogenbrenner 500W; dieser soll als Vergleichsgerät auch so unverändert bleiben. Mein zweites, jüngst erworbenes Gerät wurde jedoch von einem "ambitionierten Bastler" vormals leider unsachgemäß umgebaut- mit mäßigem Erfolg. Darin fand sich nämlich ein Diaprojektoren-Leuchtmittel Halogen, was sowohl von den geometrischen Daten als auch vom Strahlengang her sich absolut nicht eignet. Diese zweite Maschine ist daher nicht mehr sinnvoll einsetzbar und soll zurückgebaut bzw. zukünftig als Versuchskaninchen für andere Leuchtmittel verwendet werden.

Einige Recherche läßt mich derzeit allerdings am Sinn bzw. an der Machbarkeit eines Umbaus auf LED zweifeln; das Thema scheint hier im Forum ja auch nicht sonderlich beliebt bzw. abgehakt zu sein.

 

Die Problematik mit mangelhaftem Ra bei High-Power-LEDs ist mir bewußt; umgenutzte Automobil-Scheinwerfer scheiden also sicherlich aus.

 

Ich würde einen LED-Umbau dennoch gerne einmal versuchen wollen, zumal eine Modifikation mit powerball-Metalldampf-Lampen auch nicht ohne weiteres machbar scheint:

 

Frage 1:

Gibt es zum Umbau eines Selecton II w  auf LED hier überhaupt irgendwelche positiven praktischen Erfahrungen?

Nach meinen Recherchen besteht das Problem, die Randstrahlen der LED durch einen geeigneten Kollimator/Kondensor so einzufangen, dass ein maximaler Wirkungsgrad gewährleistet wird.

Vielfach ist mir die Meinung begegnet, dass COB-Cluster-Leds (also mehrere Leds auf einem Alu-Träger) zu verwerfen sind und man lieber eine einzelne Hochleistungs-Led (Punktlichtquelle!) verwenden sollte, da kein sauberes Binning hinsichtlich Lichtfarbe bei diesen Clustern zu erwarten ist.

 

Frage 2:

Schaut man sich die Original-Halogenlampe des Selecton mit ihrem flächigen Gitterbrenner an, so könnte man eher das Gegenteil annehmen, nämlich dass bei der gegebenen Kondensoroptik des Selecton-Projektors auch eine flächige Anordnung funktionieren kann. Macht eine einzelne Highpower-LED bei der originalen Kondensoroptik des S II w dann überhaupt Sinn, wenn man einen umfangreichen Umbau der originalen Bauer-Kondesoroptik vermeiden möchte?

 

Ich würde mich freuen, hierzu Eure (möglichst vielfältigen, aber auch kritischen) Meinungen zu hören! Ich möchte dieses Thema etwas breiter anlegen und vor allem mit Euch kontinuierlich erörtern!!

Die Technik bleibt ja nicht stehen und es wäre doch schade, wenn wir Schmalfilm-Enthusiasten davon nicht irgendwie mit sinnvoll modifizierten Projektionsgeräten und eventuell sogar nachbausicheren Lösungen profitieren könnten!!!

 

Bitte den thread nicht zerschießen - es soll hier definitiv nur um die Leuchtmittel gehen und um nichts anderes!!!

 

Martin  

Geschrieben

Sind die Lichtwurflampen nicht eher ein schlechter Kompromiss gewesen, weil man punktförmige Glühlampen mit dieser Leistung (noch) nicht herstellen konnte?

Meine Erfahrung: Umbau auf "punktförmige" Halogenlampen, anstatt der alten Lichtwurflampen führt dazu, dass deutlich mehr Licht vorne rauskommt, bei entsprechender Justage.

Da dürften wir auch beim Problem sein: punktförmige Lichtquellen sind gefragt. flächige lassen sich nicht ohne größere Verluste aufs Bildfenster fokussieren. Mit einer LED oder einem LED-Modu wird der Kompromiss noch schlechter. Einen Selecton, wenn Du ihn schon umbuen willst, dann richtig: 500W Xenon. Aus Fernost. Gibts relativ günstig. Auch Zündgeräte. Halogen 400W 36V ist auch gut.

  • Thumsbup 2
Geschrieben

Hi!

 

Es gibt erfolgreiche Umbauten auf LED, auch wenn das hier immer bezweifelt wird: 

https://wiki.filmlabs.org/projects/wandering-16mmprojection/start

https://github.com/z-l-p/film-projector-retrofit/tree/main

https://www.filmlabs.org/wiki/en/meetings_projects/spectral/laborberlin16mmprojector/start

(Vermutlich kommt gleich wieder ein „aber da kommt ja ein Großteil des Lichts gar nicht beim Film an“…)

  • Thumsbup 2
Geschrieben (bearbeitet)

Die Jungs von LaborBerlin gehen da aber mit Mitteln und Wegen dran, die professionell anmuten und wohl auch sind. Eine DIY-geschichte ist das definitiv nicht. 

 

Gehen tut das mit entsprechender Technik alles. Aber welcher "Heimanwender" zerlegt seinen Projektor bis aufs Laufwerk. 

 

Was ich sehr schade finde, ist, dass die Jungs ihr Projekt hier nicht vorgestellt haben, denn mitlesen tun sie ja 😉 

Bearbeitet von TK-Chris (Änderungen anzeigen)
Geschrieben
vor 30 Minuten schrieb TK-Chris:

Die Jungs von LaborBerlin gehen da aber mit Mitteln und Wegen dran, die professionell anmuten und wohl auch sind.


Das nehmen sie sicher als großes Lob 😁

 

Zur Vorstellung: gerade erst diese Woche ausführlich passiert:

 

Geschrieben

Geht aber ziemlich unter. Da wäre ein neuer Thread sicher besser gewesen als hinten als Anhängsel bei einem Veranstaltungstipp 🙂 Mal sehen ob man das nicht absplitten kann. Verdient hätten sies auf jeden Fall.

 

Für mich ist das Profiarbeit, definitiv. Da kennt sich jemand aus, bzw. steckt sehr viel Recherche und Know-how in die Sache. Erinnert mich an eine Aktion die wir mal hatten, als man unbedingt den Look alter Filme haben wollte. Der letzte neg/pos prozess auf 16mm für einen Tatort. 90min. 16mm im Positiv für die Abtastung, des looks wegen, Herrlich. zwei Tage später, dann "Stecker raus" nicht herrlich ;( 

  • Like 1
  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 21 Minuten schrieb filma:

Zur Vorstellung: gerade erst diese Woche ausführlich passiert:

Mich würden noch Vergleichsmessungen der Beleuchtungsstärke auf der Leinwand in Bezug auf die Leistung der LED und im Vergleich zur konventionellen Beleuchtung interessieren (natürlich bei gleicher Projektionsgröße). Oder habe ich das übersehen?

Geschrieben

Es ging leider gar nicht so rasch, ältere Beiträge zu dem Thema hier wieder zu finden; besonders informativ ist m.E. die Disskussion im Thema "Kurze Frage- Kurze Antwort" auf den Seiten 40-42, siehe dort die Beiträge zwischen dem 26.09. - 02.10.2025. Leider sind die posts nicht nummeriert.

 

Generell wird dent-jo wohl Recht haben, dass eine punktförmige LED weniger Schereien machen wird.

 

Meine neueste Idee dazu ist, Leuchtmittel aus der Beamer-Technik zweckzuentfremden. Dort geht die Entwicklung ja auch allmählich von den Gasentladungslampen weg.

 

Mein Ansatz ist nun eine möglichst punktförmige Hochleistungs-LED. In der Beamer-Technik gibt es da wohl Lösungsansätze mit RGB-Leds von Luminus, die Bauart gibt es auch in verschiedenen Farbtemperaturen für Weißlicht, z.B. eine CBT-90-W oder Nachfolger CFT-90-W (9mm² Fläche). Diese wäre mit einer entsprechenden Optik  zu kombinieren. Leider scheiden manche Lösungen aufgrund ihrer Größe aus (so paßt eine TIR-Linse Typ Ledil Seanna leider mit ihrem Durchmesser von 155mm nicht ins Lampenhaus des Selecton II W). Die o.g. domeless-LEDs sind leider auch nicht gerade billig, aber vermutlich lohnt sich damit ein Versuch noch am meisten.

Ob sich eine Optik Ledil IRIS F12237 oder FCA 12077 mit der o.g. LED kombinieren läßt ist noch zu klären. Es erschließt sich mir noch nicht, inwieweit das passen könnte. Ziel wäre, wenn ich es richtig verstehe, die 120 Grad LED-Abstrahlwinkel auf Werte um 10 Grad zu bringen und alle Randstrahlen der LED für einen guten Wirkungsgrad des Systems bestmöglich "einzufangen" bzw. auszunutzen.

 

Martin

Geschrieben

Vergiss bitte die von Dir erwähnte Diskussion. Das ist eine Sackgasse. Gerade die steht sinnbildlich für viele Diskussionen aus Internetforen: dort diskutierten Menschen, die etwas nicht kennen aber zu kennen glauben. Mittlerweile sind wir weiter.

 

Die Diskussion, die Du hier starten wolltest, wird derweil hier geführt – hast Du sicher bereits entdeckt:

 

Geschrieben

@ filma

 

Ich erkenne in dem von Dir angegeben Faden keine grundlegende technische Diskussion über Leuchtmittel, Strahlengänge usw. Lediglich sieht man in dem dortigen letzten posting den Wunsch, man möge das dort angesprochene Projektorenthema doch verlagern. Im Blick auf das Thema dieses threads also insgesamt wenig weiterführend. 

Was meinst Du mit Sackgasse? Sind zu diesem Thema hier nur Fachleute willkommen, soll man zu dem Thema also am besten gar nichts mehr sagen?

 

Wie darf ich Deine Äußerung verstehen?

 

Martin

Geschrieben

Gasendladung beim Beamer wird durch Laser ersetzt, und das ist ein ganz anderes Thema. Das Gleiche wird ja bei DCI ebenso gemacht, und da gibt es dann auch schon wieder die Diskussion, ob RGB Laser, oder Phosphor Laser, oder noch eine weitere Laserfarbe usw.

Beim 16mm würde ich das von der benötigten Helligkeit abhängig machen. Unkritische 250/400W Halogenlampe, gibt es noch zu beziehen, Bemaerlampen auch noch, oder eben kleine Xenon, kommt nur nicht so viel raus. Und wenn schon Xenon, dann würde ich mir gleich eine komplette Standmaschine zulegen, die gibt es immer wieder.

Jens

Geschrieben

Hallo @Spohnaudio, den von Dir genannte Faden habe ich als Sackgasse bezeichnet, weil er schlicht veraltet ist und wenig erhellend (kein Wortspiel intendiert). Fachleute wären zu diesem Thema mehr als willkommen! Wie Du sicher gelesen hast, fehlen die in diesem Forum gerade bei dem Punkt Kondensorlinsen – oder sie sagen nur nix.


Ich hab bislang „nur“ einen Kleinbild-Diaprojektor auf COB-LED umgebaut, weil an die benötigte Ersatzlampe nicht zu kommen war. Dauer: ein halber Nachmittag, mehr Zeit war sowieso nicht. Das projizierte Bild stand dem nebenstehenden Diaprojektor mit Glühfaden in nichts nach (zur Info: Nichia NFCWL048B-V2 COB-LED, CRI 90+). Kleinere Formate habe ich bislang noch nicht probiert. In Deinem Fall aber, wenn sogar schon eine Kondensorlinse vorhanden ist, würde ich einfach eine vergleichsweise starke COB-LED oder die von Dir benannte besorgen und einfach testen. Ich gehe stark davon aus, dass Du vom Ergebnis positiv überrascht sein wirst.

 

Die von Dir genannte LED klingt ja durchaus interessant! Vielleicht reicht dort auch schlichte Luftkühlung? Es muss ja nicht gleich ein 800W Brummer sein wie bei dem Projektor von Labor Berlin, dessen Leistung man in Gänze sowieso selten braucht.

Geschrieben

@filma:

Bitte Fotos von der Bildwand und von deinem umbau und Messwerte im vergleich.

Danke.

Mit Fakten liefern war ja bisher recht dünne.

Geschrieben (bearbeitet)
vor 18 Minuten schrieb Dent-Jo:

@filma:

Bitte Fotos von der Bildwand und von deinem umbau und Messwerte im vergleich.

Danke.

Mit Fakten liefern war ja bisher recht dünne.

 

Puh, das ist zwei Jahre her.

 

Einfach selber machen, ist einfach, ist ein Fakt, und dann freuen, mit Nachahmern war ja bisher recht dünne 🤪

 

Alternativ einfach zu den Vorführungen kommen und Augen machen!

Bearbeitet von filma (Änderungen anzeigen)

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