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Geschrieben
vor 13 Stunden schrieb Friedemann Wachsmuth:

Farbtemperatur zu tun, die da kompensatorisch wirken könnte. Der CRI ist ein recht hemdsärmelig ermittelter Index, der die Reflektion auf ich glaube acht (oder 9?) Farbflächen beschreibt.

Es wären 8, erweitert dann 14

 

vor 13 Stunden schrieb Friedemann Wachsmuth:

Aussagekräftiger ist der TM-30, aber den findet man in vielen Datenblättern noch nicht.


Hier sind die Indices und die Zusammenhängen ganz gut erklärt 

https://wiki.production-partner.de/licht/farbwiedergabe/

Geschrieben (bearbeitet)
vor 13 Stunden schrieb Spohnaudio:

 

Ist die TM-30-Meßmethodik irgendwie mit amateurmäßigen Mitteln zugänglich?

 

Martin


Hallo Martin,

 

wenn Du einen wissenschaftlichen Hintergrund hast, ist das Ergründen solcher Thematiken sicherlich interessant. Für die (erst recht Amateur-) Praxis hier im Forum ist das aber wirklich komplett Wurst und erinnert eher an Diskussionen aus dem HiFi-Bereich 😉

 

… oder vielleicht sollte ich besser sagen: ich an Deiner Stelle würde diesen Nebenkriegsschauplatz nicht auch noch aufmachen. Irgendwann wirds ja auch zu viel für eine Person.

Bearbeitet von filma (Änderungen anzeigen)
Geschrieben (bearbeitet)

Ich erinnere mich noch, wie ich vor 20 Jahren bei meinen ersten Farbfilm nach Video-Kopierversuchen an einem Bildmischer scheiterte, als mittels der per Joystick einstellbaren RGB-Farbbalance kein vernünftiges Ergebnis zu erreichen war. Der klassische Fernseh-RGB - Farbraum war definitiv zu eingeschränkt.

 

Für die Leuchtmittel-Problematik im Filmprojektor ziehe ich daraus einen wichtigen Umkehrschluß, nämlich dass man Anordnungen mit drei einzelnen RGB-Laserdioden, die man über Spiegel oder Prismen "irgendwie" zu Weiß zusammenmischt, im Hinblick auf eine befriedigende Farbfilm-Projektion aus  o.g. Gründen ebenfalls getrost vergessen kann - oder sehe ich das falsch?

 

Immerhin gibt es ja bezahlbare LED-Arrays, z.B. eBay-Artikelnr.: 177546836791

 

Nach den o.g. Fakten kann man sich diesen Versuch und die Investition darin aber wohl schenken. Der Hauptkriegsschauplatz "Leuchtmittel" zieht den Nebenkriegsschauplatz "Farbwiedergabe" so oder so nach sich, man kommt da leider nicht dran vorbei... .

 

Martin

Bearbeitet von Spohnaudio (Änderungen anzeigen)
Geschrieben

Ja, wie ich an anderer Stelle sagte, wäre LASER noch schlechter für die Filmprojektion als Leuchtdioden, es sei denn, man mische Rot, Grün und Blau aus schwarzweißen Auszügen. Das ist dann aber die additive Methode.

 

Subtraktive (Farben-) Projektion setzt möglichst vollständiges Spektrum voraus, damit aus Orange, Rotorange und Rot derjenige Farbton herauskommt, der bei der Aufnahme vorhanden war. Leuchtdiodenrot ist beinahe monochrom, eine Lichtfarbe plus minus etwa 5 Nanometer. Das Gleiche bei Grün und bei Blau

 

Auch wieder ein Mal wiederholt: Violett fehlt, das für unsere Augen schon unscharf werdende Nichtblau. Seht euch Regenbögen an.

 

Es fehlt auch an den Computermonitoren. Farbenfilme sind grundsätzlich dafür empfindlich (wie alles fotografische Material), nach der Entwicklung ist jedoch kein Farbstoff vorhanden, der es festhielte. Violett und Ultraviolett, sofern nicht weggefiltert, trägt nur zu stärkerer Belichtung der blauempfindlichen Schicht bei.

Geschrieben
vor 7 Minuten schrieb Spohnaudio:

Ich erinnere mich noch, wie ich vor 20 Jahren bei meinen ersten Farbfilm nach Video-Kopierversuchen an einem Bildmischer scheiterte, als mittels der per Joystick einstellbaren RGB-Farbbalance kein vernünftiges Ergebnis zu erreichen war. Der klassische Fernseh-RGB - Farbraum war definitiv zu eingeschränkt.

 

Für die Leuchtmittel-Problematik im Filmprojektor ziehe ich daraus einen wichtigen Umkehrschluß, nämlich dass man Anordnungen mit drei einzelnen RGB-Laserdioden, die man über Spiegel oder Prismen "irgendwie" zu Weiß zusammenmischt, im Hinblick auf eine befriedigende Farbfilm-Projektion aus diesen Gründen ebenfalls getrost vergessen kann - oder sehe ich das falsch?

 

Martin

Ich denke, für die Leuchtmittelproblematik ist in erster Linie entscheidend, was man damit überhaupt erreichen will? Für LEDs spräche z.B. dass man sie leiser kühlen kann als Halogen. Oder dass sie ein Äquivalent zur Xenon-Lampe oder zur Xenpow HID Lampe mit weniger Hitzeentwicklung sein könnten. Oder - wie bei unserem Prototypen - dass man jegliche physische Restriktion in Sachen Umlaufblende über Bord werfen kann. Aber wenn man sowieso warmes Licht bevorzugt, mit konstant 18 oder 24 FPS projiziert und einen das Lüfter–Geräusch nicht stört, dann gibt es eigentlich kaum keinen Grund, überhaupt umzurüsten.

 

Wenn es um mehr Helligkeit geht, dann gibt es auch Projektoren, die einfach mehr Licht auf die Leinwand bringen, z.B. über die Zahl der Blendenflügel, oder größere Hellsektoren und schnellere Greiferbewegung. Ich hab innerhalb unseres Projektes ein paar Vergleichstests gemacht und bin z.B. bei 16mm zu dem Schluss gekommen, dass der Eiki SSL (Eiki's letztes Modell) im Halogenbereich andere Projektoren weit übertrifft. Der ist sogar heller als der Hokushin SC-210.

 

Das Thema Farbtreue ist natürlich relevant, aber gerade im Halogen-Bereich gibt es da ja in der Realität kaum einhaltbare Standards. Ich baue oft Mehrfach-Projektionen auf, und egal, ob man baugleiche Projektoren verwendet, oder unterschiedliche Modelle, fast nie stimmen Helligkeit und Färbung des weißen Lichts überein. Natürlich versucht man dann, eine relative Übereinstimmung durch Austausch der Maschinen, der Lampen oder der Objektive herzustellen, aber absolute Perfektion ist da kaum zu erreichen. Aber in dem Moment, wenn dann überall der Film durch läuft, verspielen sich diese Unterschiede sofort. Da merkt man dann, wie flexibel die menschliche Wahrnehmung ist ...

  • Thumsbup 1
Geschrieben
vor 56 Minuten schrieb nomasala:

Für LEDs spräche z.B. dass man sie leiser kühlen kann als Halogen.

Das ist direkt von der vom Leuchtmittel umgesetzten, elektrischen Leistung und dessen maximal zulässiger Temperatur abhängig. Insofern wird „leiser kühlen“ nur mit im Vergleich deutlich besserem Lux/Watt-Verhältnis möglich sein.

 

vor einer Stunde schrieb nomasala:

gerade im Halogen-Bereich gibt es da ja in der Realität kaum einhaltbare Standards

vor einer Stunde schrieb nomasala:

Modelle, fast nie stimmen Helligkeit und Färbung des weißen Lichts überein

Dennoch ist es weiß und hat eine hohe Farbwiedergabe. Das Auge kann sich natürlich hervorragend an wechselnde Farbtemperaturen anpassen, aber ganz schlecht bis gar nicht an eine schlechte Farbwiedergabe. Daher wird deren Qualität auch bei Eurem Projekt am Ende sehr wichtig.

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