Stummfilm vorführen
#1
Geschrieben 19 January 2012 - 10:34
demnächst führe ich zum ersten Mal einen Stummfilm vor, begleitet von einer Orgel.
Nun meine Frage: Wenn ich keine Tonspur habe, wie sehe ich dann, ob ich richtig eingelegt habe? Muß ich solange spulen, bis ich ein Strassenschild oder ähnlichse sehe, damit ich sehe, das ich nicht Seitenverkehrt projiziere? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wer kennt den Trick?
Danke für Eure Hilfe
Pendler
#2
Geschrieben 19 January 2012 - 10:45
Pendler sagte am 19 January 2012 - 10:34:
demnächst führe ich zum ersten Mal einen Stummfilm vor, begleitet von einer Orgel.
Nun meine Frage: Wenn ich keine Tonspur habe, wie sehe ich dann, ob ich richtig eingelegt habe? Muß ich solange spulen, bis ich ein Strassenschild oder ähnlichse sehe, damit ich sehe, das ich nicht Seitenverkehrt projiziere? Kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Wer kennt den Trick?
Danke für Eure Hilfe
Pendler
Da hilft die alte Regel:
"Schicht zum Licht!"
Was spielt Ihr denn für einen Stummfilm? Hast Du eine Stummfilmbildbahn/-maske? Denn durch den Wegfall bzw. das Nichtvorhandensein einer Tonspur geht das Bild von Perforation zu Perforation. Wichtig ist auch die Berücksichtigung der richtigen Bildfrequenz.
#3
Geschrieben 19 January 2012 - 12:27
preston sturges sagte am 19 January 2012 - 10:45:
"Schicht zum Licht!"
...aber nur mit der wichtigen Ergänzung: "und Bild am Kopf", sonst ist es wieder verkehrt.
Der komplette Satz: "Schicht zum Licht, Bild am Kopf, Tonspur rechts".
Wenn Du Anfangs- oder Zwischentitel erkennen kannst, sollten die in Projektionsrichtung kopfstehend lesbar sein. (Wie bei der Diaprojektion).
#4
Geschrieben 19 January 2012 - 23:39
es gibt noch einen alten, aber sicheren Vorführertest, sollte man die Schichtseite nicht eindeutig identifizieren können.
Du befeuchtest die Lippen und klemmst den Filmstreifen kurz zwischen die Lippen. Beim Öffnen der Lippen bleibt
der Film mit der Schichtseite an einer Lippe haften, während die Trägerseite sich sofort ablöst !
Klaus
#5
Geschrieben 19 January 2012 - 23:47
Jens
#6
Geschrieben 29 January 2012 - 13:45
Klaus Peter Weber sagte am 19 January 2012 - 23:39:
es gibt noch einen alten, aber sicheren Vorführertest, sollte man die Schichtseite nicht eindeutig identifizieren können.
Du befeuchtest die Lippen und klemmst den Filmstreifen kurz zwischen die Lippen. Beim Öffnen der Lippen bleibt
der Film mit der Schichtseite an einer Lippe haften, während die Trägerseite sich sofort ablöst !
Klaus
Gilt ja doch auch für 70mm-Film, bei dem ich die häufigsten "Verwechslungen" der Seitenlage bei bestimmten Kinos dieser Stadt schon erlebte. Tückischerweise nur bemerkbar am dumpfen Ton (der zuerst im Saal, aber nicht im BWR bemerkt wird) oder sobald Schriften auftauchen. Selbst bei DTS-Kopien wurde schon die Seitenlage verwechselt.
Der Zusammenhang des "virtuellen" Bildes wird einer kommenden Vorführgeneration bald nicht mehr vertraut sein, steht zu befürchten.
#7
Geschrieben 08 February 2012 - 22:28
An dieser Stelle vielen Dank an alle die hier ihre Tips abgegeben haben. Manche waren hilfreich, einige kannte ich auch schon.
Auf jeden Fall habe ich einiges dazugelernt, das ich beim nächsten Mal berücksichtigen kann.
40 Jahre alte Maschinen sind zu jung für 80 Jahre alte Filme im Format 1:1,37
Selbst ohne Maske, war noch ein klein wenig Schrift am Rand abgeschnitten.
24 Bilder waren dann eigentlich auch zu schnell. Leider konnte ich die Geschwindigkeit nicht regeln.
An sonsten war es durchaus ein Erfolg. Die "Künstler", die die Orgel spielten wurden ordentlich beklatscht und auch mir hat so mancher Besucher beim gehen die Hand geschüttelt.
War mal was Neues, "Stummfilm mit Orgel" kannte ich bis dahin nicht.
Der Pendler
#8
Geschrieben 08 February 2012 - 23:20
War es eine Nitro Kopie oder eine später gezogene Kopie auf Sicherheitsfilm?
#9
Geschrieben 09 February 2012 - 10:32
Die Kopie war vom DIF. Ich glaube nicht, das die Nitro verschicken, trotzdem war sie sehr brüchig.
#10
Geschrieben 09 February 2012 - 14:30
Jens
#11
Geschrieben 09 February 2012 - 14:58
Wollten den Film mal in einer Kathedrale mit drei Orgeln spielen - leider hat's mit den Genehmigungen nicht geklappt...
Was für ein Projektor war's denn genau? Bei unserem FP30 kann man durch Umlegen der Übertragungsriemen mit 20 statt 24 Bildern pro Sekunde vorführen.
Beste Grüße!
#12
Geschrieben 09 February 2012 - 16:44
Ist ein Kinoton Projektor, habe kein Typenschild gefunden, sieht aber der FP 10A ähnlich, hat einen 3-Fuß als Beine und ein Lampenhaus zum abnehmen. Superschnell zum aufbauen und trotz des Gewichtes ziemlich handlich. 1800 m Spulen sind möglich.
Als ich nun gerade mal hinten rein geschaut habe, stellte ich fest, das ich den Keilriemen auf 3 verschiedene Rillen hätte legen können. Leider alles unbeschriftet.
#13
Geschrieben 10 February 2012 - 10:06
Jens
#14
Geschrieben 10 February 2012 - 10:42

Hilfe

















