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preston sturges

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Posts posted by preston sturges

  1. WESTWÄRTS ZIEHT DER WIND (PAINT YOUR WAGON) haben wir im Frühjahr dieses Jahres in 70mm gespielt. War ein sehr schönes Erlebniss, dem leider nur sehr wenig Zuschauer beiwohnen mochten. Clint Eastwood singen zu hören (2 Songs fehlen in den deutschen 35mm Kopien) war schon ein ungewöhnlicher Genuß.

  2. der erste in frankfurt gelaufenen film in Dolby-A war TESS (Roman Polanski), ob dann FAME oder HAIR der nächste gewesen war, weiss ich allerdings nicht mehr.

     

    Ab dann gab es regelmäßig Dolby-A Filme, anfangs die deutsche Fassung immer noch in USA oder London abgemischt, da es in Deutschland kein Synchronstudio mit Dolby Mischplatz und kein Kopierwerk mit Dolby Lichttonkamera gab.

     

    Den ersten Dolby-A Mischplatz hatte übrigens Alan Vydra, der seinerzeit für Beate Uhse die 35mm Hardcore Streifen mit DOLBY Ton versah. In seinem Studio in Hamburg wurde auch mangels einer anderen Möglichkeit ein großer Hollywood Blockbuster in deutscher Fassung (übrigens hervorragend) dolby-A-stereo gemischt. Ich verrate aber nicht welcher es war!!

  3. Die digitale Technik hat doch schon auf breiter Front Einzug gehalten. Wenn auch noch auf Film gedreht und "projektioniert" wird, im Bereich der Bearbeitung einschl. neuerdings kompletter digitaler Internegative, gibt die Computer Technik schon den Ton an. Schon SEABISCUIT gesehen? Bei Kamerabewegenungen und Schenks fällt's schon merklich auf.

     

    HB

  4. Trefflich ... zum weitergeben!!

     

    Quelle: DIE ZEIT

     

    07/2003

     

     

    FILMUNREIF

     

    Dann bleibt doch zu Hause!

     

    In den Kinosälen ist der Filmfreund des Filmfreundes ärgster Feind. Eine Typologie der Filmspaßverderber anlässlich der 53. Berlinale Von Ralph Geisenhanslüke

     

    Von Ralph Geisenhanslüke

     

    Selten ist der moderne Mensch dem anderen so nah wie im Kino. Selten wünscht er sich so intensiv, er wäre dem anderen nie begegnet. Während der Film alle technischen Möglichkeiten aufbietet, eine farbigere Welt zu zeigen, soll die graue Realität draußen bleiben. Tut sie aber nicht. Die Realität sitzt eine Reihe weiter. Dort wird geredet, gelacht, geküsst. Dort knistert die Chipstüte. Während der eine in die Leinwand kriechen möchte, greift der andere ungerührt ins Popcorn. Im Kino wird der Nachbar zum Störfall. Eine Aufstellung der üblichen Verdächtigen:

     

     

    DER PLATZKARTENSPIESSER: Hat eigentlich alles richtig gemacht. Schon um 18 Uhr die Karte für die 20-Uhr-Vorstellung gekauft, natürlich an einem Kinotag in einem Multiplex. Das ist billiger. Dabei an der Kasse gefragt, wie lang der Werbeblock ist. Nach Beratung mit der freundlichen Servicekraft die wirklich schönsten Plätze ausgesucht. Stolz wie ein Frühbucher, der schon zwei Monate vor Abflug weiß, dass er 40 Minuten nach dem Start eine vegetarische Mahlzeit bekommen wird. Alles geregelt. Dann noch einkaufen oder essen gegangen. Nun betritt er exakt zu Beginn des Hauptfilms, vielleicht mit Einkaufstüten, weil die Zeit nicht reichte, die Sachen zum Wagen zu bringen, in den Saal und trifft in Reihe 10, auf Platz 26, auf seinen natürlichen Feind: den Platzkarten-Anarchisten.

     

    Der Platzkarten-Anarchist hat sich den Sessel schon warm gesessen und betrachtet ihn spätestens ab Erscheinen des Produktionsfirmenlogos als seinen angestammten Erlebnisraum. Der Platzkartenspießer nähert sich mit gesenkter Stimme. (»Entschuldigen Sie…«). Der Anarchist reagiert zunächst einsilbig, verweist auf andere freie Plätze und macht keine Anstalten, sich zu erheben. Während die ersten Szenen des Films zu sehen sind, entwickelt sich ein erst geflüsterter, dann lauterer (»Oh, Mann, was soll das denn jetzt…?«) Disput, in den bald auch Unbeteiligte eingreifen und nach dessen Ende etwa 100 Zuschauer in den Genuss kommen, gebeugte Gestalten unter gebrummten Verwünschungen durch das Bild laufen zu sehen. Will der Platzkarten-Anarchist daraufhin selbst seinen vorgesehenen Platz in Anspruch nehmen, entsteht eine so genannte Multiplex-Polonaise.

     

     

    DER MITTE-SITZER: Der halbe Saal ist leer, aber in der Mitte hocken alle aufeinander, das Bild erinnert an ein Diagramm aus einer Statistikvorlesung. Nicht nur in der Politik wollen alle in die Mitte. Auch im Kino hält sich, trotz tennisplatzgroßer Leinwand und Dolby 12.1, der Glaube, die wahre Bestimmung eines Cineasten sei es, dass er seine Mitte finde, um von Bild und Ton stärkstmöglich überwältigt zu werden. Die vorderen Reihen gehören den Kurzsichtigen, die selbst im Dunkeln zu eitel für eine Brille sind, die hinteren Paaren in der Anbahnungsphase. Mitte-Sitzer in Personalunion mit den berüchtigten Schuhausziehern überschreiten schnell den schmalen Grat der allgemeinen Duldung.

     

     

    DER SITZRIESE: Positioniert sich grundsätzlich genau vor dem Mitte-Sitzer und hält sich bei 2,02 Meter Körpergröße kerzengerade. Trägt zusätzlich hoch gegelte Frisuren oder Kopfbedeckungen, die ihn als Mitglied einer Jugendbewegung ausweisen. Meist gutmütig. Nimmt auf Bitte seiner Mitmenschen eine halb liegende, für ihn anatomisch ungünstige Haltung ein und leidet still. Kann dauerhaft nur in steilen Ranglagen überleben. In Off-Kinos wird der Sitzriese zum Vorbeuger. Dann spürt der Vordermann seinen Atem im Nacken, weiß aber: Das ist immer noch besser, als den Sitzriesen vor sich zu haben.

     

     

    DER GOURMAND: Alfred Hitchcock sagte: »Für mich ist Kino nicht ein Stück Leben, sondern ein Stück Kuchen.« Nichts tun Menschen im Kino so gern wie essen, offenbar eine Instinkthandlung: Der Kavalier alter Schule spendiert Süßigkeiten, weil er glaubt, Frauen möchten in der Dunkelheit versorgt werden. Der gemeine Vielfraß mit seinem Zweilitereimer Cola fürchtet vielleicht, draußen bräche der Krieg aus.

     

    Akustisch und olfaktorisch ist der Gourmand leicht zu orten. Gegen Ende der Vorstellung sieht sein Platz aus wie der Tiergarten nach der Love Parade. Aber nicht nur deshalb sind seine Gewohnheiten mittlerweile so gut erforscht, dass die Filmförderungsanstalt genau sagen kann, welche Filme den Appetit besonders anregen (Tabellenführer im Jahr 2001: Harry Potter).

     

    Der Gourmand hält das Kino am Leben. So sehr ist die Kalkulation der Kinobetreiber während des Multiplex-Booms der Neunziger in Schieflage geraten. Die Hälfte des Netto-Eintrittspreises geht an den Verleiher, die andere Hälfte für Werbung, Miete, Heizung und Personal drauf. Daher gilt die aus den USA stammende Faustregel nun auch bei uns: Der Gewinn am Ende des Jahres entspricht in etwa dem Gewinn aus dem Popcorn-Geschäft.

     

    Popcorn ist synonym für Fast-Food-Kino. Goldbraun angeleuchtet, liegt es in der Vitrine. Der Geruch zieht durchs Foyer. Beim Verzehr mit offenem Mund produziert das Fett-Stärke-Luft-Gemisch überraschende Surround-Effekte, die leise Dialogstellen überlagern. Wenn dann, wie kürzlich in Berlin geschehen, der Film (Herr der Ringe) auch noch unterbrochen wird, weil der Betreiber noch etwas Eis losschlagen möchte, kann es passieren, dass die Verkäufer nur knapp dem Volkszorn entgegen.

     

    Natürlich sind Gourmands immer die anderen. Dabei lassen nachweislich nur ein Viertel der Kinobesucher den Fressstand links liegen. Bislang jedenfalls. Infolge drastisch gestiegener Genussmittelpreise macht sich neuerdings im Kino eine Picknickmentalität breit. Oft hört man das Zischen von mitgebrachten Getränkedosen oder das Ploppen von Weinkorken. Wenn der Gourmand zum Selbstversorger wird, werden die Kinobetreiber wohl neu kalkulieren müssen.

     

    DER SITZFLÜCHTER: Obwohl es Gerüchte gibt, wonach manche Vorführer 25 statt 24 Bilder pro Sekunde zeigen, um schneller fertig zu werden – die Zeit kann sehr lang werden. Manche Unterart des Gourmands fühlt sich da permanent von Auszehrung bedroht.

     

    Auch Menschen mit schwacher Blase verfallen schon eine halbe Stunde nach Beginn in Duldungsstarre. Die Bilder rauschen an ihnen vorbei. Sie warten eine möglichst spannungsarme Stelle ab, um Erleichterung zu suchen. Der erste Sitzflüchter löst häufig eine kleine Migrationswelle aus, der sich auch engagierte Raucher anschließen. Erfahrene Sitzflüchter platzieren sich gleich am Rand, unerfahrene kehren häufig mit einem zweiten Bier zum Platz zurück. Sie sind für den Rest der Vorstellung Sklaven ihres Stoffwechsels. Das oft verfemte Klingeln von Mobiltelefonen und die darauf folgende Reaktionskette – Rausrennen (»Ja, bin im Kino«), Türöffnen, starker Lichteinfall – ist aufgrund der massiven Bausubstanz moderner Zelluloidcenter (schwaches Mobilfunksignal, Lichtschleusen) nur noch selten zu beobachten.

     

     

    DER WEINER: Kaum ein Zitat wurde von Filmkritikern so zuschanden geritten wie Kafkas »Im Kino gewesen. Geweint.« Nach landläufiger Meinung und einem weiteren geflügelten Wort des Filmtheoretikers Siegfried Kracauer sind es »die kleinen Ladenmädchen«, die da die Schleusen ihrer vermeintlich kleinen Seelen öffnen. Stimmt nicht. Nach aktuellen Umfragen sind fast die Hälfte der Zuschauer bekennende Flenner – ein Drittel davon Männer. Manche besuchen sogar vorsätzlich so genannte Taschentuchfilme.

     

    Im Sturm und Drang hielt man Weinen für einen Ausweis besseren Menschentums. Heute gilt es als Reinigungsritual der Seele. Kommt der Weiner also ins Kino, um ein psychohygienisches Grundbedürfnis zu stillen? Kulturpessimisten sagen: Wir füllen im Kino unsere innere Leere mit fremden Geschichten, weil das eigene Leben so wenig Anlass zu Gefühlsausbrüchen bietet. Normalerweise ringen die Weinenden bis zum Letzten, ehe sie genussvoll kapitulieren. Bei Klassikern wie Der englische Patient oder Schlaflos in Seattle ist aber häufig schon verhaltenes Schnäuzen zu hören, ehe in der Schlüsselszene die Geigen einsetzen. Im Dunkeln sieht’s ja keiner.

     

     

    DER ABLACHER: Etwa zweimal pro Jahr gehen Deutsche, statistisch gesehen, ins Kino (Amerikaner fünfmal, Isländer, an Dunkelheit gewöhnt, achtmal). Wenn sie sich also auf den Weg machen, dann wollen sie für ihr Geld auch Stimmung satt. Für den preisbewussten Ablacher beginnt darum der Spaß schon mit dem Werbeblock. Den Übergang zum Hauptfilm, wie beispielsweise dem neuen James Bond, empfindet er nicht nur wegen der gleichmäßigen Dichte des product placement als fließend. Ablacher bilden meist Gruppen. Er ist ein dankbarer Abnehmer für Trailer, die in zwei Minuten alle Brüller einer demnächst anlaufenden Komödie verbraten. Aufgrund seiner hohen Appetenz lacht er aber auch bei Landschaftsaufnahmen, Sexszenen oder Massakern. So läuft er nie Gefahr, einen Witz zu verpassen.

     

     

    DIE KNUTSCHER: Für 36 Prozent der Frauen hierzulande gehört Händchenhalten im Kino dazu. Das hat Men’s Health herausgefunden. 14 Prozent, so das Fachorgan weiter, haben auch nichts dagegen, im Kino »zur Sache zu kommen«. Was damit gemeint ist, verschweigen die Autoren. Ältere Herren in Trenchcoats galten lange als besonders handgreifliche Zuschauer. Mit Einführung der Videothek aber kamen die so genannten Bahnhofskinos aus der Mode. Auch die so genannte Lover’s Lane gehört der Vergangenheit an: die letzte Reihe, in der sich alle Paare einfanden, die sich nur im Dunkeln trauten oder nicht wussten, wohin sonst. Heimatlose Liebende verdienen den Schutz der Gemeinschaft – sind aber heute im Kino kaum noch anzutreffen. Nur die Inhaber von Autokinos berichten, dass in lauen Sommernächten manche Wagen zu wippen beginnen wie in einer Siebziger-Jahre-Teeny-Komödie. Aber in Autokinos laufen meist auch Filme, die man ohnehin schon gesehen hat.

     

     

    DER KOMMENTATOR: Ein Selbstdarsteller. Hält es nicht aus, tatenlos dazusitzen, während vorn der Bär tobt. Warum sollen nur die Lichtgestalten zeigen, was sie können? Er ist auch ein starker Typ. Und er will entdeckt werden. Die Klasse der Kommentatoren hat einen besonderen Artenreichtum hervorgebracht: Größte Verbreitung findet in unseren Gefilden der Nacherzähler. Er begreift Dinge nur, wenn er sie mit eigenen Worten wiedergeben kann. (»Höhö – bumm! Voll explodiert, der Kampfstern!«)

     

     

    DER ÜBERSETZER: Häufig anzutreffen in Vorstellungen mit fremdsprachiger Originalversion – wo er seiner Begleiterin zum Beispiel die Feinheiten im Slang New Yorker Straßengangs nahe bringt. Gern beweist er, dass seine Auslandsaufenthalte nicht spurlos an ihm vorübergegangen sind.

     

     

    DER KENNER: Der Kenner sitzt in der synchronisierten Fassung und unterzieht diese einer kritischen Bewertung. Er kennt auch alle vorangegangenen Episoden von Star Wars auswendig oder verweist darauf, dass Ricks Krawatte in Casablanca beim Betreten des Basars anders geknotet ist als vorher. Sein naher Verwandter ist der Verrater. Er hat den Film schon fünfmal gesehen und lässt sein Umfeld uneigennützig an diesem Wissen teilhaben. Schlüsselsatz: »Oh, oh, gleich kommt das Monster!«

     

     

    DER UM-RUHE-BITTER: Traditioneller Widersacher aller, die während der Vorstellung reden. Bohrt zunächst seinen Blick ins Dunkel, um Verbündete zu suchen, steigert sich über Räuspern und Hüsteln zur direkten Ansprache. Seine gezischelte Aufforderung, das Gespräch doch bitte draußen fortzusetzen, mündet bisweilen in heftige Wortwechsel. Bis jemand »Ruhe auf den billigen Plätzen!« fordert. Aber es gibt längst keine billigen Plätze mehr.

     

     

    DER ABSPANNER: Will einen Film vom ersten Bild bis zum Abspann genießen wie einen großen Roman. Reagiert allergisch, wenn seine Reihe sich schon leert, während er noch ergriffen den Namen des Post-Production-Supervisors liest. Er ist selten aggressiv und äußert seinen Unmut meist durch Seufzen. Er bildet eine aussterbende Art, weil das ständige Streifen von Winterjacken an Hinterkopf und Nase und das Rempeln an den Knien ihn in seinem Revier bedroht.

     

     

    DER NACHHER-DRÜBER-REDER: Ein verkappter Rezensent. Bewohnt normalerweise Godard-Reihen oder Fassbinder-Retros und muss seine Vorbehalte gegen »das Hollywood-Kino« laut äußern – für den Fall, dass ein Kommilitone ihn in einem entsprechenden Film sehen sollte. Während seine Begleiter noch Restfeuchte aus den Augenwinkeln wischen oder wenigstens so lange innehalten, bis die Netzhaut nicht mehr flimmert, holt er bereits Luft zum Hinterfragen. Der Nachher-drüber-Reder eröffnet das Gespräch meist mit einem harmlosen: »Gehen wir noch irgendwo was trinken?«, schießt dann aber sofort nach: »Und? Wie fandste’s?« Den Versuch einer Antwort übergeht er. Schon vor Erreichen der Tür trägt er eine umfassende Kritik vor (»irgendwie wie der Letzte von den Coen-Brüdern, aber anders«) und legt Regie- und Drehbuchschwächen bloß (»Bei Tarantino hätt’s das nicht gegeben!«). Sein hehres Ziel ist die Demaskierung der manipulativen Kulturindustrie. Er ist daher meis t nicht nur Film-, sondern auch Verschwörungstheoretiker und lässt erst ab, wenn er alles bis zur letzten Szene entzaubert hat. Wer sich etwas aus einem Film bewahren möchte, meidet die Nähe des Nachher-drüber- Reders oder behandelt ihn nach der Kaurismäki-Methode: lange ansehen und schweigen.

     

    FUSSNOTE Der Dank für die besten Nebenrolle geht an: die Studierenden der Schauspielschule Berlin-Charlottenburg für ihre Darstellung der Kinobesucher.

  5. Also momentan traut sich ja gar keiner bei Neustarts an 70mm heran.

     

    Irgendwie haben die letzten 70mm Flops (HOFFA, FAR AND AWAY, HAMLET) allen die Lust und die Phantasie genommen. Aber wir wollen die Hoffnung nicht aufgeben und zumindest hier in Frankfurt fleissig und regelmäßig die 70mm-Flagge hissen!!

  6. ouups ... richtig, ROYAL Berlin ist noch in Betrieb, man hört aber überall von Schliessung, was schade wäre.

     

    Gäste: Klar, alle unsere Besucher sind für mich und unsere Mitarbeiter Gäste, die sich bei uns wohlfühlen und einen hoffentlich möglichst angenehmen Kino-Nachmittag/Abend erleben sollen.

     

    Einladen: Jeder aus diesem Forum ist herzlich (bitte nach Voranmeldung) zu einer Betriebsbesichtigung einschl. des grünen Monsters (Bauer U2) eingeladen. Freikarten zur Matinee und anderen regulären Vorstellungen werden allerdings nicht ausgegeben, wir brauchen jeden Euro, denn 70mm ist schweineteures Hobby (sh.oben)

  7. Um eines vorweg zu nehmen ... ich liebe diese großen Einzelhäuser aus der alten Zeit. Ja ich liebe Sie ... mit allen den dazugehörigen Emotionen.

     

    Aber diese Häuser waren zu Ihrer Zeit das, was heute die Multiplexe sind. Treffpunkte für Menschen, die im Kino was erleben wollen, vom Alltag abschalten wollen, sehen und gesehen werden. Diese Aufgabe haben nun die Multiplex Kinos übernommen und werden beim breiten Publikum auch angenommen. Und was früher die 70mm Roadshow Engagements waren, sind heute die HERR DER RINGE 3er Nächte und ähnliches. Die Zeit hat sich gewandelt und die Mode und die Trends auch.

     

    Ich führe selbst ein Multiplex und bin durchaus Verfechter dieser Art von Kino Erlebniss und es ist ja auch nicht von der Hand zu weisen, daß sich immer da, wo Multiplexe aufmachen, die Besucher zu diesen Kinos hingezogen fühlen. Wir prügeln die Leute ja nicht in unsere Kinos. Viele Multiplex Betreiber engagieren sich sowohl finanziell sehr in Ihre Häuser als auch ideel. Und viele Kollegen, die auch multiplexe betreiben, sind Menschen, die mit Kino groß geworden sind und Film und Kino lieben, die direkten Kontakt zu Ihrem Publikum haben und nicht nur Kontoauszüge sortieren, sondern bemüht sind, ihren Gästen in ihren Häusern Qualität zu bieten.

     

    Leider ist das bei den Ketten oft anders, aber das ist ein anderes Thema.

     

    Ich lade alle herzlich in unser Multiplex ein, wir bemühen uns um wirklich jeden Gast, um den der mit Cola und Popcorn FLUCH DER KARIBIK sehen möchte, als auch um den Liebhaber, der noch einmal AIRPORT in sagenhafter TODD-AO Schärfe auf einer großen Kinoleinwand sehen will.

     

    Wir fahren Hunderte von Kilometern um für eine Vorstellung eine 70mm Kopie abzuholen und wieder zurückzubringen, obwohl dann letztendlich nur 35 Gäste den Film sehen wollen. Wir räumen unser Kühllager leer, um die wertvollen und oft einzigen 70mm Kopien angemessen zwischenzulagern. Wir suchen aus 4 - 70mm Kopien des gleichen Titels in mühevoller und manchmal wochenlanger Kleinarbeit am Umrolltisch die Beste raus.

     

    Und dass die Atmosphäre auch in einem Multiplex nicht kalt sein muss, beweisen auch die vielen Anrufe, e-mails und persönlichen Gespräche z.B. mit unseren 70mm Kunden, die es gar nicht erwarten können, bis das sonntägliche 70mm Vergnügen (mit vorherigem Fachsimpel-Frühstück in unserem Bistro) wieder losgeht.

     

    Die alten glorreichen Einzelhäuser in Deutschland stehen leer (Royal, Berlin) oder sind jetzt Gay-Clubs (Royal-Frankfurt) oder dienen der indischen Community (Savoy, Hamburg). Offensichtlich fand und findet sich niemand, der den Mut (und das nötige Kapital) besitzt, Sie wieder als grosses Kino zu betrieben.

  8. sehe ich anders ... 70mm dts ist m.E. die einzige kostengünstige alternative um zukünftig 70mm wieder "salonfähig" zu machen.

     

    das einzige was benötigt wird, ist ein 70mm reader ansonsten ist alles kompatibel zu 35mm dts. zumindest wir hatten bei der deutschen 70mm VERTIGO Kopie keine probleme mit unserem Standard dts. weiterhin hatten wir die deutsche und die OV dts-cd's und es ist doch einfach genial, mit einer 70mm Kopie alle lieferbaren sprachfassungen zu spielen. Das einzige, was produktionsseitig hergestellt werden muss ist ein 70mm dts Tonnegativ. die kopien sind sogar europaweit austauschbar und ggfls. in naher zukunft befinden sich die deutschen untertitel auf der CD, die bei Bedarf miteingespielt werden.

     

    Man kann nun trefflich und lange darüber streiten was besser ist, Magnetton oder dts-digitalton, persönlich finde ich auch den magnetton angenehmer und nuancenreicher, aber dieser unterschied nehme ich gerne in kauf, wenn es dafür zukünftig möglich sein sollte, von neuen filmen und auch von alten repertoire titeln neue und gute 70mm kopien zu erhalten.

     

    Und wie schnell ist eine Magnettonspur gelöscht oder löst sich ab oder knackt ständig oder der ton schwankt ... alle diese faktoren scheiden bei dts aus.

  9. Richtig ... wir müssen diesmal mehr werben. Allerdings braucht so eine Schiene auch einfach Zeit, es muss sich rumsprechen. Auch im Delphi in Berlin hat es eine Zeit gedauert, bis sich ein einigermaßen fester Zuschauerstamm entwickelt hatte.

     

    Wenn ich natürlich höre, dass vor einigen Wochen in York, England, FAR AND AWAY in 70mm ausverkauft war, kann man schon neidisch werden.

  10. Mein ermittelter Preis für einen Panastereo CSP4600 mit komplett A/SR noise reduction und Le/Re equalisers war €7,793.00 zzgl. 16%. Hatten wir uns ernsthaft überlegt, zusammen mit neuen Altecs VOICE OF THE THEATREs. Aber leider leider ... bei Einbeziehung einer wirtschaftlicher Betrachtungsweise können wir, da keine staatliche Förderung, eine solche Anschaffung nicht verantworten.

     

    Sicher, ich habe bis jetzt auch nur sehr gutes darüber gehört (Kommentare meine ich ... leider mangels einer Installation in Deutschland keinen Filmton) und sobald jede unserer 70mm Vorführung mindestens halb ausverkauft ist, also ca. 250 Besucher hat, wird ein solcher bei uns stehen.

  11. Genaue Termine in Kürze ... oouups ... ich vergass noch zu erwähnen:

     

    Der absolute SF-Klassiker kommt im Rahmen der Matinee zurück ...

     

    2001 - ODYSSEE IM WELTRAUM

     

    Endlich wieder so zu sehen, wie Kubrick (und MGM) es wollte ...

     

    nicht auf DVD, nicht letterboxed, nicht 16:9 ... sondern auf 70mm Film, analogem Magnetton und auf 20 Meter breiter Leinwand. (Gute Kopie)

  12. LEUTE ... 70mm geht weiter!!!

     

    Ab Ende Oktober wieder Sonntags um 11.00 Uhr im CINEPLEX, Frankfurt/Main.

     

    Folgende Filme werden in 70mm Kopie gezeigt: MY FAIR LADY (OV), WESTSIDE STORY (OV), THATS ENTERTAINMENT, AIRPORT, IN 80 TAGEN UM DIE WELT, CHEYENNE AUTUMN, ERDBEBEN (70mm & SENSURROUND), HELLO DOLLY, SAN SEBASTIAN, INDIANA JONES und einige mehr!

     

    Als Auftakt nach der Sommerpause:

    03. und 05. Oktober jeweils um 11.00 Uhr

    BEN HUR in 35mm CinemaScope und 4-Kanal-Magnetton (gute und vollständige Kopie)

  13. Richtig oder fast richtig. Seit ca. 4 Jahren stellt Technicolor Los Angeles wieder dye-transfer-prints her, in einem verbesserten Verfahren auf neuem Kodak Träger Material. Zur Zeit ist allerdings die anlage "abgebaut", soll aber bald wieder funktionieren.

     

    Auch die deutschen Kopien von APOKALYPSE NOW - REDUX waren z.B. bei Technicolor L.A. im "neuen "Dye Transfer Verfahren hergestellt. Die Kopien haben z.T. eine umwerfende Schärfe und Farbsättigung und fast kein erkennbares Korn.

     

    Leider ist das Verfahren zu aufwändig und daher zu teuer um wieder Massenkopien herzustellen, wie in der Vergangenheit. Und es ist auch in den heutigen Tagen zu langsam, obwohl von den Matrizen bedeutend mehr Kopien hergestellt werden können, wie von einem Internegativ.

     

    Es gibt auch eine chinesisch/russische Variante dieses Kopierprozesses, der in Shanghai noch verwendet wird.

  14. Ich habe irgendwo noch eine alte ARRI Leihpark Preisliste von 1982 in den Akten. Mit den Preisen müssten man heute ausleihen können. Sind überproportional gestiegen.

     

    Lustig ist auch das Datenblatt für die ULTRASCOPE Objektive. Den Ausdruck Gummilinse für Zoom Objektiv habe ich schon seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gehört.

  15. arri ultrascope sind feste brennweiten (40, 50, 85, 135mm) also anamorphotisches element und grundoptik vereint meistens mit arri-mount.

     

    sind gar nicht schlecht, aber sauschwer.

     

    wer und wo werden welche verkauft? (wenn du es sagen willst)

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