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cinerama

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Alle erstellten Inhalte von cinerama

  1. Da oben irgendwo. Wo Dolby Atmos anzufinden ist. Hat "155 000 Watt, damit könnte man die Waldbuehne beschallen...DAS ist 3D für die Ohren", garantiert immerhin der Pächter (Zitat aus http://m.tagesspiegel.de/zoo-palast-oeffnet-wieder-grand-cinema/9118178.html).
  2. Werbeschaltung ("8" Oscars in Vitrine. "Kamera = 70mm". Wieder was gelernt... )
  3. Es ist eine andere Kopie als die, die wir beide in Karlsruhe sahen (wo wir uns ohnehin das letzte mal sahen). Trotzdem in der Gesamtnote weder besser noch schlechter. Das Material und die damaligen Entwickler können ihren Grundcharakter nicht verbergen. Aber das ist Geschichte. (Wirklich bestürzend finde ich eher die Körnigkeit in den Filmen "H8" oder Matsch in "Dunkirk", aber das moniert anscheinend niemand. Dagegen schaut man in KRIEG UND FRIEDEN fast unendlich in die Landschaft.) Thomas Hauerslev hatte im Web-Kompendium zum 70mm-Film Autoren aus dem Heimatland des sowjetischen 70mm-Films versammelt, wobei Abbildungen und auch Filmlisten angeführt sind, Dmitry Silyanov ist der Rechercheur, der anscheinend dafür tief ins Archiv griff: http://www.in70mm.com/library/process/sovscope/index.htm Selber zuletzt vor 20 Jahren damit befasst, fand ich den Prospekt des Auslandsvertriebs der UdSSR. Ob die hier folgenden Bilder nicht doch schon im Netz sind, kann ich nicht sagen. Aber ich stelle sie mal ein (und warte auf Dein "Gegenstück" im Original, damit man vielleicht einen Vergleich anstellen könnte?). Entwicklungsmachinen, Kopiermaschinen und Projektoren sind ebenfalls abgebildet. Viel Spaß.
  4. VOJNA I MIR - KRIEG UND FRIEDEN (Sowjetrussland 1964 - 1967) Eine Zeit lang kolportierten die Produzenten Kosten von 100 Millionen Dollar, gaben dann aber zu, dass die tatsächlichen Ausgaben bei 8,3 Millionen Rubel lagen (damals etwa 9,2 Millionen Dollar). Dennoch ist die Rechnung nicht so simpel, zusätzlich zu dem offiziellen Budget durfte der Filmemacher millionenschwere Staatshilfen in Anspruch nehmen und zum Beispiel mehrere Tausend Statisten des Militärs nutzen, die für beeindruckende Massenszenen eingesetzt wurden - ohne einen Rubel dafür zu bezahlen. 1979 nahm das Guinness-Buch der Rekorde „Krieg und Frieden“ mit Kosten von 96 Millionen Dollar als teuersten Film aller Zeiten auf - allerdings inklusive der „Schenkungen“ des Staates, weswegen die Ausweisung umstritten ist. (Aus: http://www.filmstarts.de/filme/bildergalerien/bildergalerie-18504863/ ) Stanley Kubrick hat zehn Jahre später von einem Film in ähnlichen Dimensionen geträumt [...] aber es wurde nie etwas daraus. Und vielleicht konnte auch Sergej Bondartschuks "Krieg und Frieden" nur entstehen, weil die Sowjetunion im Kalten Kinokrieg mit dem Westen einen Rückstand aufholen musste. Hollywood hatte den Roman von Tolstoi nämlich schon 1956 verfilmt, [...] und so bekam die Großproduktion unter dem Kommando des beliebten Heldendarstellers Bondartschuk zunächst vor allem den Auftrag, die Amerikaner in jeder Hinsicht zu überbieten. Hundertsechzigtausend Kostüme, hundertzwanzigtausend Komparsen und ein Budget von napoleonischen Ausmaßen wurden in fünfjähriger Drehzeit ab 1962 eingesetzt, um die Schlachten von Austerlitz und Borodino, den Brand von Moskau und den Untergang der Grande Armée ein für allemal auf die Leinwand zu bringen. Wenn man den Film [...] sieht, [...] begreift man leicht, warum Bondartschuk während der Dreharbeiten zwei Herzanfälle erlitt und zeitweise vom Krankenhaus aus die Produktion leiten musste. Denn die Spannung zwischen Heldenpathos und Seelenkitsch, zwischen Krieg und Lyrik reißt den Film fast in Stücke, und das Sovscope-70-Format walzt jede Berührung zur Staatsaffäre aus. "Krieg und Frieden" ist der gestrandete große weiße Wal des Breitwandkinos. kil (zit. aus: FAZ, 6.2.2009) Wir zeigen als Auftakt den ersten (von insgesamt 4) Teilen in deutscher Synchronisation.
  5. Frequenzaufloesung der Tonoptik, aber auch der Grad der Filmschonung waren sehr anfechtbar. Unikat-Filme besser auf einer anderen Anlage abspielen, wenn möglich: Also die Unterscheidung zwischen Ausstellungsprojektor und Filmarchivprojektor besteht fort.
  6. I assume you knew the plans: 70mm, DCP, no 35mm. It doesn't need to inform you that there is a moratorium in place on this title until the 31st May, currently, as WB finalises their big anniversary plans as a studio to celebrate this films milestone. -- Moreover a current (stunning) statement by the restorer of the Columbia production "Lawrence of Arabia": http://www.film-tech.com/cgi-bin/ubb/f1/t012244/p2.html
  7. Auch wenn ich da etwas durcheinander bringe: es scheinen keinesfalls nur die Sony-Systeme davon zu profitieren, sondern auch Barcos DP4K-60L. Auch wenn Markennamen wie Laserprojektion marktbeständiger als EclairColor klingen, sind sie kein Hindernis für EclairColor, das auch bei Laserprojektion zu gerüstet wird. Liegen die Kosten des EclairColor-Masterings zudem unter dem von Dolby Vision, hat EclairColor ähnlich wie DTS einst zu 35mm-Zeiten ein Potenzial. Gerade die Verbreitung sehr lichtstarker DP4K-60L, die schon im 2D-Betrieb Bildbreiten von bis zu 27 m auf Leinwänden mit Gainfaktor 1,8 zulassen (abgesehen davon, dass sie auch im 3D Betrieb für künftige Masterings mit höherer Leuchtdichte Potenzial gaeben), bietet EclairColor eine sinnvolle Anwendung. Falls gegenwärtig in Westeuropa 63 Kinos mit EclairColor ausgerüstet sind, betrug diese Zahl vor anderthalb Jahren noch 16 Kinos. (Die Zahl der 70mm Kinos lag Ende der 60er Jahre auf ähnlicher Höhe, stieg Anfang der 90er Jahre und ebbte in den 2010er Jahren ab - und kostete richtig Geld.)
  8. Insofern kann man bezüglich der Hochwertigkeit von Filmtheaterbauten am Beispiel des Gloria-Palastes sagen: ab 1926 ging's bergab. Der Erstbau prunkvoll neobarock, aber auch stark ornamental verzuckert - weniger mutig-funktional als der spätere Titania-Palast, das Universum oder die Lichtburg. Der Neubau von 1953 (in den Fotos auch mit späterem Umbau auf CinemaScope-Bühne zu sehen) dem Nierentisch-Kitsch der Adenauer-Epoche huldigend, schon Anfang der 80er Jahre muffig anmutend, kaum besser als gehobene Bezirkskinos der 50er Jahre. Die festliche Fassade von 1953 wurde schon 1971 simplifiziert, passend zum Anbau der Gloriette. Das 50er Jahre-Foyer und der Treppenaufgang aber blieben bis zum Abriss erhalten. Der letzte Saalneubau von 1988 wie ein steriler Konferenzraum: helle Decke, aber verbesserte Projektionstechnik. Premieren fanden statt, aber eine metropolitane Aura hat sich mir nie erschlossen. Bilderzusammenstellung: Kinomuseum Berlin e.V.
  9. "Ambitioniert" meinte, dass Kreative über das simple Kalkül eines Sequels hinausgehend neue Maßstäbe im Storytelling, in der Ausstattung, in der Fotografie, in der kinematographischen Immersion oder im intellektuellen Anspruch schaffen wollten. Oder auch Risiken eingehen, insofern Marktkonventionen durchbrochen werden müssen. "Blade Runner 2049" hat brauchbare zivilisationskritische Ansätze, wie man sie seit Mitte der 70er Jahre im Science Fiction Film nicht mehr gesehen hat. Dagegen enttäuscht die visuell prüde und einfallslose Umsetzung im Vergleich zu dem inhaltlich bedeutend flacheren, aber in den Modellanimationen umwerfenden Original-Film von 1982. Ambitioniert ist auch die Länge der Laufzeit, der Ridley Scott (für mich unverständlich) die Schuld für die Enttäuschung des Einspielergebnisses zuschiebt. Damit votiert Scott für Anpassung und schnelleren Konsum, und das finde ich unambitioniert, kommerziell opportunistisch. Man kann ihn da in eine Linie mit Steven Spielberg stellen. Oder, wenn man ihm zu viel Ehre zuteil werden lässt, mit Alfred Hitchcock.
  10. Allerdings, ein Planet aus Asche. http://m.spiegel.de/einestages/vergessener-held-a-948852.html
  11. Die Branchenbeschreibung von @FP ist meisterlich formuliert. Man sollte sie ruhig nachdrucken: in allen Filmpublikationen und auf allen Medienplattformen zur Kinobranche, damit vielen jungen, gutwilligen Menschen ein solches Schicksal erspart bleibt.
  12. Meine Kenntnis bezieht sich nur auf die Premierenkopien in 35mm. Spätere Neuauflagen könnten auch anders sein. "Von den Socken" war ich nur, was die 70mm-Dupkopie aus dem Super 35-Negativ herausholte (die, die ich im CinemaxX sah, und die wir in den Royal Palast holten. Eine weitere Kopie auf einem 70mm-Festival, entliehen aus Amsterdam, enttäuschte eher). Es gibt ja diesen Fachbericht zur Dupherstellung, und der Regisseur ist bekanntlich seit seiner Zeit im Kopierwerk im heimatlichen Toronto Experte.
  13. Minderwertig waren nur die 35mm-Kopien: wegen Zeitdruck wurde die Entwicklungszeit verkürzt mit allen unvermeidlichen Bildbeeinträchtigungen. Ausnahmsweise sehr gut ist die 70mm Dupkopie sowie die Blu-ray Version auf 3D.
  14. Danke für die Hinweise! - Das D-150-Objektiv ist verkauft (wir zogen zurück, weil bereits ein Exemplar vorhanden.) Vermutlich dem eBay-Benutzernamen nach ein dt. Käufer! - Die Reprooptiken sind ebenfalls sehr interessant, so damit Flachfassungen der anamorphotisch auf 2.75 : 1 gedrehten Titel "Der Untergang des Römischen Reiches", "Die letzte Schlacht" oder (in WA) "Ben-Hur" auf 2,21 . 1 Standard-70mm-Format umkopiert wurden. Die zweite Optik für 35mm Reduktionskopierung in 1.85 : 1 dient nicht der Erstellung von Komplettfassungen auf Normalfilm, sondern der Trailerkopierung. Leider fehlt die Reprooptik für die sog. "Kompensationskopien" (minimale Pressung in Bildmitte, normale Ultra Panavision-Pressung am Rand - für die stark gewölbten Bildwände). Über diese Kollektion lange nachgedacht und erkannt, dass die Anschaffung bedauerlicherweise in der Sackgasse endet. Wo wäre denn eine passende Oxberry verfügbar? Schon seinerzeit wurden die Ultra Panavision-Filme naß kopiert: wo soll das gemacht werden, zumal eine Trockenkopierung bei sicherlich wachsbeschichteten Negativen zur grausamen Ergebnissen führt? Wieweit sind die Optiken gealtert oder sogar defekt? Restaurieren oder neu kopieren ist damit nicht praktizierbar. Die Reprooptiken weisen ja alle sehr kleine Eintritts- und Austrittslinsen zur Erzeugung eines Luftbildes auf - ungeeignet zur Projektion, wobei ohnehin in Windeseile durch die Hitze der Kinobogenlampe die Beschichtung und Verkittung weggeschmolzen wäre. Werde dem Verkäufer vorschlagen, die Linsen ins ASC-Museum oder zu Panavision zu geben. Wundern tut mich, daß sie aus USA und nicht aus London angeboten wurden. Aber wie man sieht, hat es weltweit niemanden interessiert. Merry Christmas.... bis zur nächsten Auktion dann (normalerweise verfolgt eigentlich @magentacine diese Auktionen, führst Du das fort?).
  15. cinerama

    CAT 222 oder 222A

    Die Kollegen in Varnsdorf (vor einer Woche) danach befragt - es hiess: " We use similar. Another cases, but same Dolby Cat 22. But do not forget that Cat 22 is one channel only. You need 6 pieces of this vintage racks, but age is not problem in this case. And it will works fine with MPU and DFP. 300mV in and 300mV out and voltage level is switchable. We have SRA-5. It hold two bays for two cards cat 22 (dolby A) or 280T (dolby SR). But there is also modern options with switchable two-channels SR/A cards 222A, Dolby CP-500 for example. With 70mm add-on card, we can made one for you, if you want." Bitte berichte doch einmal vom Weiterkommen in der Sache: wir möchten ebenfalls in Berlin eine solche Lösung erreichen, im Zusammenspiel mit einem DFP-3000. Danke im Voraus!
  16. "Netflix geift das Kino an" - zum Voranschreiten der day-and-date-Starts: http://www.handelsblatt.com/unternehmen/it-medien/bright-mit-will-smith-netflix-greift-die-kinos-an/20785348.html?share=fb (Gegenwehr nicht erkennbar).
  17. Blade Runner 2048 gefloppt, gefolgt von Ghost in the Shell, Vaterian, King Arthur, Mumie, Flatliners, Mother u.a.: https://www.msn.com/de-de/unterhaltung/celebrity/das-waren-die-kino-flops-2017/ss-BBH90o2?ocid=sf Alle ambitioniert, daher verwunderlich.
  18. Schauburg (Karlsruhe): kein genuines Breitwandkino, sondern unter starken Kompromissen von der Deutschen Cinerama GmbH/Kinoton umgebaut, besser als vorher, aber nicht besser als die Zweckbauten. Aehnlich Delphi Filmpalast am Zoo, Zoo Palast oder Ufa Pavillon/Astor Filmlounge in Berlin: "weder Fisch noch Fleisch", überall kritische Akustik und Steilprojejtion.. Royal Palast (bitte nicht "Royalpalast") und City im Europacenter, werden nach einem einzelnen Besuch - kurz vor der Schließung - abgeurteilt: schade. Die Um- und Einbauten seit Ende der siebziger Jahre wie auch wechselnde Betreiber veränderten den majestätischen Eindruck von 1965 deutlich (bis zur Abrissentscheidung durchaus umkehrbare Tatsachen). Im Royal Palast fanden auch Europa- und Weltpremieren statt: Weltraumfilme oder 70mm kann ich mir seither anderswo nicht mehr vorstellen. Die Komödie hat man dort eher im City eingesetzt, unübertroffen in der Akustik. Den Klamaukfilm im Zoo Palast und Atelier am Zoo. Dieser Satz aber sollte bitte noch einmal überdacht werden: "Kino wird eben nicht nur für Filmvorführer und Filmschaffende gemacht." # Zur Geschmacksrichtung (oder auch zu Dauerfehden in den Bauforen des Internets) suche ich immer gern bei Immanuel Kant eine Erklärung, so wie einige ihn heute interpretieren: "Das Gefühl ist das »Subjektive« im engeren Sinne, es bezieht sich nicht auf das Objekt, sondern auf den Zustand des Subjekts [siehe kritische Umbauten im Europacenter. - Anm. Von @ cinerama], es kann durch Erkenntnis bewirkt werden, ist aber nicht selbst Erkenntnis." (http://www.textlog.de/kant-10.html)
  19. Artikel zur Weltpremiere von "Lawrence of Arabia": beinahe ein Krimi: http://www.bfi.org.uk/news/lawrence-arabia-50-years-ago * Es ist evt. interessant herauszufinden, warum das Originalnegativ von Anfang an Mängel aufwies: Druckbelichtungen oder Schlieren sind sicher allen Betrachtern des Films von 1962 bis 2013 geläufig. Erwähnenswert wäre, wo das Negativ belichtet wurde - unter anderem in Jordanien -, wo es entwickelt und die Dailies gezogen wurden. Der Restaurateur von 2012, Grover Crisp, verallgemeinert stark: “Some people actually like the smooth look, and those are people who never knew film or cared about film, even though they might be movie buffs. And there are some journalists like that [whom] I hear from all the time.” But he went so far as to suggest that the 4k version might realize the dream of directors (and many cinephiles): the digitized version projected “allows you to look at the image that they were looking at through the viewfinder, that they thought they were capturing. The traditional photochemical process tends to bury some of that detail.” (Zit. aus https://www.filmcomment.com/blog/this-is-dcp-is-that-it/ ) Tatsächlich mangelt es seiner 4K-Version des "Lawrence of Arabia" an genau den Vorzügen, die er bewirbt. Wie "2001" oder "Ben Hur" war der Film immer verfügbar und präsent, aber eben so unbefriedigend ist der Stand aller heute verfügbaren Versionen und Restaurierungen. Die digitale Variante glänzt durch Sauberkeit, aufwendige Retusche und Bildstandsperfektion - enttäuscht aber ob ihrer Flachheit - es fehlt der klassische "Todd-AO - Look" (denn in der Gradation waren die Filmkopien vor 2012 steiler). Sie wirkt etwas weicher, szenenweise unausgeglichen und in der Wüstenszene zu Beginn stark ausgelaugt. Ein rechtsseitiger Ausleuchtungsfehler ist - seit der ersten [1987] bis zur letzten [2012] Restaurierung - nachwievor erkennbar. Die vom Digisat 2017 gezogene 70mm-Kopie ist "beautiful, but pretty grainy", meinen selbst englische Cineasten. Und: auf der neuen digitalisierten Version liegt insgesamt ein bräunlich- grüner Hauch. Die etwas körnige Analogrestaurierung von 1987 weist dagegen eine Bildstandsungenauigkeit nach unsachgemäßer Bell&Howell-Kopierung seit dem Interpositiv auf, enthält alle Negativschäden von Anbeginn und zeigt ebenfalls einen Ausleuchtungsfehler. Anderseits liegt eine geschlossene Farb- und Lichtbestimmung vor, wobei von einem offenbar 1987 noch weniger gealtertem Negativ ausgegangen werden konnte. Das farbliche Ergebnis der 70mm-Fassung von 1987 konnte ähnlich auch auf die NTSC-Superbit-DVD hinübergerettet werden. Der Farb- und Lichtausgleich entspricht dennoch nicht dem Premierenoriginal, welches gold-bräunlich abgestimmt war [nicht zu verwechseln mit dem oben kritisierten leichten bräunlich-grünen Hauch] - es lag 1987 aber zumindest ein neutraler Farb- und Lichtausgleich vor, der seit 2012 fehlt, wohingegen der Tonmix 1987 unbotmässig mit Hall überzogen und 2012 verbessert wurde. Für Vergleiche planen wir auf dem 4. 70mm-Weekend im Centrum Panorama Varnsdorf die Vorführung der Analogrestaurierung von 1987 mit einigen Schrämmchen in besagter Farbneutralität. Im Anschluß ist der Vergleich mit einer 70mm-Rolle von 1962, die direkt vom Kameraoriginal gezogen wurde, geplant. Der Vorführung soll eine Einführung zur Überlieferung des Films und eine Bewertung des Looks vorausgehen, die keine Wiederholung von bisher ausschließlich kursierenden Werbetexten und Lobeshymnen sein möchte.
  20. - kleiner Exkurs - (bis zur Fortsetzung der interessanten Debatte zum Sound Design. Kurz eingestreut. Zizek steht in der Linie von Lacan und Althusser, teils konträr zur Kritischen Theorie): http://thephilosophicalsalon.com/blade-runner-2049-a-view-of-post-human-capitalism/
  21. Das Motto muesste evt umgewandelt werden: "Audiovision wird es immer geben." Es tritt alsbald die künstliche Intelligenz in Konkurrenz zur Menschheit, befürchten Staatslenker. Datenbrillen und Chip-Implantation sind zuvor im Anmarsch. Aktuell 19800 Filme zum Streamen bei Amazon Prime, Netflix nicht mitgezählt. Mr. Iger will fuer Disney den Streaming Dienst 2019 eröffnen: „Ich kann sagen, dass es unser Plan ist, den Dienst substanziell unter Netflix zu bepreisen. Dies liegt daran, dass unser Angebot weniger Volumen besitzt als das von Netflix.“ Die Produkte der Elektronikindustrie vollziehen nahezu in Lichtgeschwindigkeit Quantensprünge, mit denen die kleinere Filmtheaterbranche niemals mithalten kann. Logischerweise müssten die vergleichsweise langsamen, immobilen und den Filmfreund traditionell für mehrere Stunden fixierenden Filmtheater mit einer Flatrate reagieren und sich noch andere Gewerbe ins Haus holen. Der Kuchen ist nicht unendlich teilbar, es sei denn, ein massives Bevölkerungswachstum stellt Bedarf für mehr Kuchen her. Wie von Forumskollegen beteits ausgeführt sind die Markkonzentrationsprozesse unaufhaltsam und könnten selbst Multiplexe und Megaplexe wieder schrumpfen lassen. Kleinere HDTV-Stübchen wuerden dagegen überleben. Warum hat Disney nicht auch fox news gekauft, der Lieblingssender von Mister Trump? Firmengründer Walt Disney hatte ja Sympathien zur Nazipartei, da passt ein Sender gut in die Landschaft.
  22. Erstaunlicherweise sind Aufführungsrechte für einige Samuel-Bronston-Filme erhältlich. Then we go: ZIRKUS WELT - HELD DER ARENA ("Circus World" / "The magnificent showmen") - coming soon: at the "Fourth 70mm Weekend" (Centrum Panorama Varnsdorf, Czech), May 18 - 21 (Vintage print with color fading. Englische Originalfassung mit allen Ouvertüren und Schlussmusiken. Eine verblüffend scharfe Direktkopie vom Kameraoriginalnegativ in Super Technirama 70.) Darsteller: Rita Hayworth, John Wayne, Claudia Cardinale. Regie: Henry Hathaway ("Land der 1000 Abenteuer", Co-Regie in "Das war der Wilde Westen!") Musik: Dimitri Tiomkin ("Untergang des Römischen Reiches", "55 Tage in Peking", "Der Letzte Zug in Gun Hill", "Alamo") Kamera: Jack Hildyard ("Die Brücke am Kwai", "55 Tage in Peking", "Omar Mukthar - Löwe der Wüste") Produktion: Samuel Bronston ("El Cid", "König der Könige", "55 Tage in Peking", "Untergang des Römisches Reiches") USA 1964 Die Stunts finden noch heute Beachtung: Most people have seen the moment in the movie Titanic, where the boat slowly slides into the water, and the people on the ship sliding and grappling to find handholds to try and stay on the sinking ship. It’s not a surprise to find out most of that was done with CGI and Special Effects. Quite a stunt to find out that someone did it 33 years before, with no special effects, live and in Cinerama. Granted the ship is somewhat smaller, not the behemoth that Titanic was, but it’s still no small feat. [...] The shocking thing about this incredible staged stunt is the fact that it’s not the only one in the film. They have another equally impressive stunt when the circus tent catches fire. Both of these stunts are elaborate, elegantly staged and dangerous as hell. Richard Talmadge, our nod for Best Movie Stunts for 1925 is for the stunt coordinator and second unit director on Circus World and he definitely had his hands full. [...] John Wayne is clear as day, leading the charge in both of the dangerous scenes and this is all the more incredible if you know that he’s also at the peak of fighting lung cancer when he did this movie. He has a lung removed just a year after this film was released. Aus: http://brothers-ink.com/2015/09/john-waynes-movie-circus-world-has-the-most-amazing-live-stunts/
  23. @Dirk, diesmal leider nicht. Sonst wäre es ja Anlass für ein kleines Filmvorführertreffen im Flora Imax gewesen! Von Gruppenfahrt nach London hat man bisher noch nichts gehört von den Kollegen hier, denn bei "Interstellar" hat das stattgefunden. Aber es kommt ja noch der Januar. @Filmtechniker: man könnte 2018 bei einigen Archiven in Wien und Paris und Bologna nachhaken, inwieweit die Pläne für die Zukunft noch veränderbar sind. Den Anfragen würde ich mich gerne anschließen, ebenso wie in einigen Filmkopierwerken, in denen der Bearbeitungsprozess einmal diskutiert werden sollte. Also 2018? # Der digitalisierte und wieder reanalogisierte "Lawrence of Arabia" wird auch vom Berliner Zoo Palast abgegriffen, und zwar im Januar 2018: Zoo Palast Berlin · Berlin Januar 2018 DO25 20:00 – 23:00 FR26 16:30 – 19:30 SA27 11:00 – 13:00 SO28 14:30 – 17:30 (Die analoge Fassung mit den fotochemischen Farben spielen wir im Mai 2018 im Centrum Panorama in Varnsdorf während des 4. 70 mm Weekends.)
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