Filmtechniker

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  1. Jede C 16 kam mit einem Sockel/Fuß/Basis/Untersatz, wie man es auch nennen mag. Wir wissen doch, wie das ist, manches Zubehör wird einfach verhühnert.
  2. Der Fuß fehlt.
  3. Die Frage war, ob man bei Foma Bohemia unpräziser perforiere als bei Kodak. Meine Antwort ist Nein, denn in Hradec Králové laufen die gleichen Perforiermaschinen wie in Rochester.
  4. Das kannst du so ansehen. Ich habe auf Samt und Hartholz, Samt und Hartpapier sowie auf Stahl gespielt, wie man so sagt, nackt und gewachst, frische Kopien und regenerierte geschrumpfte, 35 mm und 16 mm. Die Erfahrung ist eindeutig. Ich habe Fomapan R jahrelang entwickelt und grün projiziert (wie Grünholz). Den Siemens & Halske 2000 kenne ich gut und manch anderen Projektor. Über schlechten und guten Bildstand weiß ich Bescheid. Formalin-Härtebad kenne ich auch seit meiner Zeit als Maschinenentwickler. Es gibt noch andere Härtebäder.
  5. Freunde, Längenunterschiede vom Trocknen erscheinen nicht als Zittern, Wackeln oder Tanzen, sondern als langsamere Schwankungen, die ich mit Schaukeln bezeichnen möchte. So weit ich von dem verlinkten Video sehe, ist die Perforation des Fomapan R in Ordnung. Unzulänglicher Bildstand bei Fomapan R rührt davon her, daß dieser Film nackt läuft, also Triacetat und Gelatine im Filmkanal. Kodak trägt bei den Amateur-Filmen, TXR ist so einer, eine dünne Wachsmischung auf, die dem Entwickeln standhält. Man braucht Fomapan R also bloß zu wachsen. Wenn man nicht wachsen will, sind andere Materialien im Filmkanal die Alternative. Kinovorführer kennen die Kombination Samt-Hartpapier. Die ist auch bei Schmalfilmprojektoren verwendbar. Je nachdem, ob man Originale oder Kopien spielt, müssen die Samtbänder die Seite wechseln. Hartpapierkufen sollte man bei Nichtgebrauch in Nähmaschinenöl eingelegt aufbewahren, von dem sie langsam etwas aufnehmen. Vor dem Einsetzen gut abreiben. Der Siemens & Halske 2000 hat einen relativ langen Filmkanal und wenn der warm ist, klebt die nackte Gelatine leicht an. Abhilfe an dieser Stelle wäre ein Härtebad nach der Schlußwässerung.
  6. Nur noch kurz zur Überschrift: Servicefreundlichkeit ist ein wenig etwas anderes, und zwar die Anlage eines Gerätes hinsichtlich professioneller Durchsicht und Einstellmöglichkeit. Vier Schrauben lösen und Öl eingeben ist kein Service.
  7. Ganz einfach, das hatte kein Ingenieur entschieden, sondern jemand der Geschäftsleitung, wo auch Einkauf und Verkauf überschaut werden. Spulen und Gedöns wird von Zulieferen bezogen. Wenn man sich das Thema bei Paillard ansieht, lernt man, daß dort nur die rohen Geräte hergestellt wurden. Koffern, Kisten, Taschen, Spulen, Riemen, Handgriffe, Stative, Unterwassergehäuse, Filter, Sonnenblenden, Augenmuscheln, Belederung, Adapter, Knöpfe, Schalter, Lampen, Schmelzeinsätze, das ganze Elektronische und alles Optische wurden zugekauft. Einige Hersteller hatten stärker integriert, Zeiss-Ikon machte alles Optische selber, Siemens & Halske brachte alles Elektromaterial selber bei, bei Eumig wurde sogar der Druckguß intra muros gemacht. Die größte Diversifikation gab es in Japan.
  8. Wer würde denn eine Kamera schlecht reden . . . Kopierwerke haben nicht ein Mal einen Preis für die Positiventwicklung, die ist bei der Kopienfertigung eingerechnet. Trotzdem finde ich auch: machen. Cinegrell in Zürich ist wohl am nächsten, dort macht man ECN-ECP.
  9. Du machst dir keine Freunde bei Filmlaboren, wenn sie 30-Meter-Portionen Farbpositiv entwickeln sollen. Das wird dein Hauptproblem sein. Wenn es nicht eilt, alles vom Labor zusammenschweißen lassen, je größer die Portion wird, umso gerner machen die das.
  10. Projektoren! Wer hätte gedacht, daß Film und Kino etwas mit Projektion zu tun haben? Die Initiative ist aber etwas Gutes, man kann es Jeff Clarke wohl nicht oft genug erklären, wie zentral Projektion für das Fortleben des fotochemischen Films ist. Ein neuer Super-8-Projektor gäbe der angekündigten neuen Super-8-Kamera zusätzlichen Schwung.
  11. Der Greifer sticht tief genug ein. Die Filmführung um die Zahntrommel ist oft klapprig. Sie ist bei allen Modellen gleich, da habe ich mich getäuscht. Als Grazer filmt man aber eh mit Eumig!
  12. Ja, das Material kann Schäden anrichten, jedoch nur, wenn es nicht richtig eingespannt ist oder während des Laufs von den Transportorganen springt. In dieser Hinsicht sind die Krasnogorsk gerade die schlimmsten Kameras, wobei die K 1 noch am besten abschneidet. Die K 3 ist eigentlich unbrauchbar für ernsthaftes Arbeiten. Mein Rat: besorge dir eine andere Kamera, an der du noch viel Freude haben kannst, alles, nur nicht Krasnomurks, wie Rudolf sich auszudrücken pflegte.
  13. Rudolf könnte noch Suter-16 aus 35 schneiden, so er denn seinen Filmspalter vollständig einrichtet.
  14. Kodak hat kontinuierliche und Schrittperforiermaschinen praktisch im Dutzend verkauft. Von sich aus bieten die Kodaker beidseitig perforierte 16-mm-Filme nicht an, man muß sie praktisch dazu zwingen. Sie lassen Benutzer ihrer eigenen besten Kamera für 16-mm-Film, die Ciné-Kodak-Special-Modelle, im Stich. Es gibt noch andere Kameras, die beidseitige Ware benötigen, und es gibt viel mehr gewöhnliche 16-mm-Film-Kameras weltweit als Super-16 oder Ultra-16. Wenn Ferrania da richtig schaltet, hat ihr Farbenfilm Boden gewonnen, wo Kodak nicht hinkommt.
  15. Wenn ich ein Mal die Situation bei Ferrania bezüglich Infrastruktur zusammenfassen darf, dann sieht es fast besser aus als bei Kodak: Vollständiges, wenn auch etwas abgelebtes Chemie-Labor für den Emulsionären Ansetzerei, in Betrieb Unterlagenvorbereitung, in Betrieb Gießanlage, in Betrieb Streifenschneider für alle gängigen Filmbreiten, in Betrieb Perforierapparate für Streifenbreite 105 mm, 70 mm, 65 mm, 35 mm, 16 mm und 9½ mm; Zusammenarbeit mit Wittner-Kinotechnik für Doppel-8 und DS-8 Tafelscheren für Planfilme Packerei Ein gewichtiges Problem bei Ferrania ist, daß man nicht mehr als acht Schichten miteinander gießen kann. Während Kodak einen neuen Ektachrome auf einen Schwupp wird gießen können, sind die Italiener auf mindestens zwei Durchgänge angewiesen, abhängig von der Anzahl Schichten des anvisierten Materials. Ekta 100 hatte zuletzt, glaube ich, dreizehn Schichten.