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Thomas

Krasnogorsk 2

10 posts in this topic

Moin,

ausgehend vom "günstig 16mm Filmen"-Thread habe ich mich mal in der Bucht umgesehen und auf gut Glück für 21€ eine Krasnogorsk 2 Kamera gekauft. Das Paket kam eben an und offenbarte eine vollständig funktionstüchtige Kamara (sah auf dem Bild gar nicht so groß aus...) mit vollständigem Zubehörsatz, gut erhaltener Tasche und 6 Tageslicht-Magazinen.

Weiß jemand von euch, ob ich den Film von den 30-Kodak-Spulen einfach auf die Wickelkerne in der Kamera umrollen kann? Perfo oben oder unten? Schicht innen oder außen? Kann ich den Film auf 30m-Spule zur Entwicklung abgeben oder gibt es da Mindestlängen?

 

Vielen Dank und beste Grüße

Edited by Thomas (see edit history)

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Ich kenne die Kamera nicht (habe eine Krasnogorsk-3), aber die 30m-Spulen kannst du direkt einschicken, auch einzeln.

Bei Negativentwicklung und-kopierung ist 30m Mindestauftragsmenge, zumindest bei Andec.

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Die erste Ladung Filmmaterial ist heute eingetroffen. Die Preise sind schon erstaunlich, wenn man Super8 gewohnt ist. Vision 100T, 300m für 38€, auf 60m konfektioniert. Sehe ich das richtig, dass die Schichtseite in Richtung Objektiv zeigen muss?

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Hallo Thomas,

 

ja, das ist Richtig, sonst würde das Bild nicht latent auf dem Film "gespeichert" werden.

 

"Schicht zum Licht" gilt nur für Projektionskopien, die vom Negativ gezogen wurden.

Alle Umkehrmaterialien projeziert man mit Schicht zur Leinwand. (Macht übrigens auch ne Menge Metailreichtum wett)

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Seit einigen Tagen liegt eine Krasnogorsk 2 bei mir, deren Fehler ich heute auf den Grund gegangen bin.

Der Aufzug am Anschlag und den Auslöser gedrückt hat sich nichts bewegt. Ich vermutete eine gebrochene

Feder. In Wirklichkeit war die Feder vom Kern gerutscht. Nach Entnahme des Federkerns und Reinigung des-

selben präsentiert sich Folgendes:

 

749941183_P1010699-Kopie.thumb.JPG.91ceba774cad4f1b6df851f524fa5d2b.JPG1238905285_P1010696-Kopie.thumb.JPG.ca954895e282c5f6c71cac567137eeb8.JPG

 

Der Kern hat keinen Haken, sondern bloß einen Absatz. Solange die Feder gespannt ist, hält sie daran, doch infolge Erschütterung, durch einen Schlag, kann sie abspringen. Nicht umsonst heißt sie auf Englisch spring, weil sie springt.

 

Nun könnte ich mit einer Säge oder mit dem Dremel versuchen, eine Nut anzubringen, damit die Feder hält. Damit würde die Feder aber geknickt werden ausgerechnet an der Öffnung, wo sie am ehesten bricht. Man hat es unterlassen, Material so stehen zu lassen, daß die Feder mit der Kernrundung ausschwingt. Ich weiß nicht, ob es sowjetische Ahnungslosigkeit oder amerikanische Boshaftigkeit war, die dazu geführt hat. In der Anlage sind die Krasnogorskij amerikanische Kameras, durch und durch. In der Ausführung läßt Breschnew grüßen.

 

Mir sind diese Geräte nicht geheuer. Wenigstens was das Federwerk betrifft, habe ich jetzt Gewißheit über die Anfälligkeit. Auch die Lagerung des linken Federkernzapfens in der Deckplatine unter ein paar Flachkopfschrauben ist gleich wackelig wie die der Getriebewellen bei der Pathé WEBO M. Es gibt viel bessere Federwerkkameras für 16-mm-Film.

P1010695 - Kopie.JPG

P1010697 - Kopie.JPG

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Simon, was Luft hat, frisst nicht. Russische Präzision ist so eine Sache, bei der KN 20 lagen fast immer irgendwelche Schrauben nach dem Transport im Gehäuse. Aber sie waren einfach und relativ robust. Da darf man keine Feinmechanikeransprüche stellen.

Jens

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Wie bei den russischen Motorrädern. Was luft hat, frisst nicht. Muss halt ein Öllappen mitgeführt werden.

Wobei sich die Markierungen auf dem Garagenboden bei meiner seeeehr in Grenzen halten, man könnte meinen, da ist kein Öl in Motor und Getriebe drin...

 

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Bei dem Federkern geht es, glaube ich, nicht um Genauigkeit, sondern um Verständnis. Es hätte gegolten zu verstehen, daß eine Spiralfeder sicher eingespannt sein muß zwischen Kern und Büchse. Der Federkern hat Zentren, Gewinde, Vierkante, geschliffene Sitze, an der Fertigung hat es nicht gelegen.

 

Ich habe mir einen dünnen Schlüssel gemacht, mit dem ich den Kern packen und die Feder anspannen kann. Dann die richtige Vorspannung suchen und Federhaus verschrauben. Auf dem Deckel liegt das Sonnenrad mit zwei Flächen, die den Kern drehfest halten, das Planetenrad macht die Anschläge.

 

Das Sucherbild ist gelblich. Langsam beginne ich zu vermuten, daß Schurkenkreise radioaktives Thoriumglas aus Rochester in feinoptische Geräte in aller Welt (auch die UdSSR) verteilten. Das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden ‒ gleich noch Geld damit verdienen. Zeiss-Ikon Movikon 16, Arriflex 16, Krasnogorsk

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Die Sucher meiner 16er Arris sind aber nicht gelblich, höchstens dunkel im Vergleich zu den SR Modellen... 

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