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Semi

Kameras Schmieren - wie?

17 Beiträge in diesem Thema

Hallo!

Ich wollte mal grundsätzlich um Hilfe bitten, wie Kameras korrekt geschmiert werden. Es kommt ja immer wieder mal vor, daß man eine Kamera nutzen möchte die seit Jahrzehnten nicht geschmiert wurde und entsprechend holprig läuft. Die wenigsten werden mit jeder Kamera zum Feinmechaniker gehen und diese für viel Geld schmieren lassen und bei einfachen Modellen kann man das, denke ich, auch mal selbst erledigen, wenn man ein bisschen Geschick hat.

 

In diesem Thread: 

stehen schon einige nützliche Tips - wo Öl und wo Fett zu verwenden ist. Wäre schön, noch ein paar mehr Infos in diese Richtung zu bekommen.

Auch interessant wäre wie geeignete Öle genau heißen und wo man sie bekommt. Vielleicht kann auch jemand der sich auskennt ein paar Marken von Ölen nennen die man immer gut verwenden kann. Sicher gibt´s auch gute Händler bei denen diese Öle und Fette bestellt werden können.

Akut geht´s bei mir gerade darum, eine Bolex P1 zu schmieren. Einige Anleitungen zum Schmieren von Bolex Taschenkameras sind ja online verfügbar.
http://cinetinker.blogspot.de/2013/01/servicing-bolex-d8l.html

oder


Vielen Dank schon mal und Grüße,

Semi

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Ich nehme zum Schmieren harz- und säurefreies Öl wie "Hanseline". Und trage es mit einer Spritze mit ganz dünner Kanüle auf. Und habe auch ich die obige Anleitung genutzt.

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Ich will ja nicht wieder den Miesepeter spielen aber im anderen Thread würden sowohl Marken, Bezeichnungen UND Bezugsquellen genannt. Wenn einem die Quellen nicht zusagen, nutzt man eine Suchmaschine seiner Wahl und sucht danach im Internet. 

 

Soviel zum Thema Bezugsquellen ;) 

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Die Marken und Bezeichnungen im anderen Thread sind halt bissl vage. Ich hab diesen Thread erstell um - wie gesagt - " noch ein paar mehr Infos in diese Richtung zu bekommen ".

Im anderen Thread wird "Projektorenöl" genannt - mit dem Hinweis  " Ob dieses Öl auch für Kameras OK ist, vermag ich nicht zu sagen. ". Dann wird Kinotechnik Rinser genannt - aber die Webseite von Rinser gibt´s nicht mehr - den Laden vermutlich auch nicht - oder? Dann wird vermutet, daß Nähmaschinenöl richtig ist. Aber - is halt nur ne Vermutung. Die Firma Microtools wird genannt - In deren Suche taucht nur ein einziges Öl auf und das ist für Uhren bestimmt. Knochelöl im Netz zu finden ist mir genauso wenig gelungen wie einem Forenkollegen im anderen Thread und vermutlich gibts auch hiervon verschiedenste Ölarten. Ein Ersatzprodukt - Key-Öl von Yamaha wird genannt. Das ist aber eigentlich für Musikinstrumente gedacht (Meine Kameras machen zwar Geräusche, aber ich nutze sie nicht als Musikinstrumente ;-) ). Dann wird noch erwähnt daß man früher Pottwalöl zum Schmieren von Uhren verwendet hat - hilft mir jetzt auch nicht weiter. Escalefilm hat im anderen Thread schließlich die logische Frage gestellt: "Danke, meine Filmfreunde für all eure Ratschläge,....doch WO bekomme ich nun das "richtige" Kameraöl??".

Sehr hilfreich sind die Tips von Filmtechniker, wo man Öl und wo man Fett verwendet. Danke hierfür!

Die Bezeichnungen "Synthetisches Öl" sowie "Silikon-Öl" sind wieder sehr allgemein gehalten. Es gibt ja tausende von synthetischen Ölen mit unterschiedlichsten Eigenschaften. Bei Silikon-Öl wirds ähnlich aussehen. Der Tip mit dem Graphit für die Federn ist auch sehr hilfreich - aber welches Graphit? In Pulverform? Oder gebunden in Fett oder Öl???

Ich bin leider kein Feinmechaniker. Schön wäre wenn jemand der sich wirklich auskennt (evtl. Filmtechniker?) ein paar konkrete Produkte nennen könnte die ganz sicher die richtigen sind. Vermutlich gibts auch Lieferanten die sich auf solche Produkte spezialisiert haben, die zwar nicht jedermann kennt, aber für Feinmechaniker und Kamera-Service-Werkstätten so elementar sind wie der Quellekatalog für Hausfrauen. Tips in diese Richtung wären auch interessant. Und natürlich würde mich interessieren ob man in einer Kamera wie einer Bolex Taschenkamera mit einem einzigen Öl zurecht kommt oder ob man besser verschiedene Öle an verschiedenen Stellen verwendet. Auch wäre interessant zu wissen, wie schnell die Öle sich verflüchtigen. Halten sie ein, zwei Jahre oder gibts auch Öle die bei relativ wenig Nutzung mal 10 Jahre verwendbar bleiben...? Für laien wie mich und sicher viele Andere hier im Forum sind alle Tips von Fachleuten Hilfreich.

Grüße,

Semi

 

bearbeitet von Semi (Änderungen anzeigen)

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Hallo Semi,

ein Tipp: Rufe Herrn Piehler an ( ein erfahrener Kameraservicemann ):

06152-807938

eMail: kameratechnikpiehler@t-online.de

Herr Piehler kann dir fachkundige Auskunft geben.

Ich hatte im vorigen Jahr meine Nikon R-10 zwecks Abschmierung dort- die Kamera war etwas laut. Nun schnurrt sie wieder, wie man es bei einer Nikon gewöhnt ist. Auf der Rechnung stand, das Schneckengetriebe wurde mit Molycote- Fett geschmiert.

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Mein absolutes Goto-Standardöl für alles zu ölende ist Nyoil Shutter Oil:

http://www.micro-tools.de/Fette-OEle/Verschlussoel.html

 

Es hat mich noch nie, wirklich nie enttäuscht. Selbst damit nur „verdünnte“ Verharzungen (wenn Ausbau zwecks Reinigung unmöglich) bleiben offenbar jahrelang beweglich. Ich kann es sehr empfehlen. Und natürlich: immer nur kleinstmögliche Menge anwenden, ich habe es immer in einer Spritze mit feiner Kanüle und dosiere halbe Tropfen, die ich dann gezielt abstreife. 

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Mein liebstes und universellstes ist das Robbe Teflonfett 5532. Vorallem ist es echt gut und praktisch dosierbar, auch an schwer zugänglichen Stellen. 

Eine 310xl ist danach nur noch halb so laut. :)

 

Für Objektive (also Schärfe-, Blenden- oder Brennweitenring) brauchst Du aber was anderes, viskoseres. 

Nye 795 finde ich da meist genau richtig. (http://www.micro-tools.de/Fette-OEle/Daempfungsfett.html)

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Abwaschen mit Waschbenzin oder Bremsenreiniger. 

Man kann im Waschbenzin kleine Mengen Öl lösen, um einen Restschmierfilm zu hinterlassen. 

Es gibt auf filmkorn.org zwei Grundlagenartikel zu Reparaturen, in denen all das drinsteht. 

bearbeitet von F. Wachsmuth (Änderungen anzeigen)

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Waschverdünnung aus dem Autoteilezubehör hat sich da bei mir am Besten bewährt. Stinkt zwar etwas, enthält aber aufgrund der Destillation aus einer Menge alter Verdünnung so ziemlich alles an Lösemitteln, die es gibt. Bremsenreiniger entfernt die noch flüssigen Anteile und läßt eine harten Festfilm oder Kragen übrig, den muß man dann mit Öl anlösen und weiter geht es.

Jens

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vor 6 Stunden schrieb F. Wachsmuth:

Es gibt auf filmkorn.org zwei Grundlagenartikel zu Reparaturen, in denen all das drinsteht. 

 

Sehr gut!!! Vielen Dank Friedemann!

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Was Kleinstmengen an Schmierstoffen angeht gab es mal auf Ebay einen Händler, der diverse Spezialschmierstoffe in Kleinstgebinden verkauft hat, der Preis war wirklich sehr Human, da gab es die für die Bauer P-Serien benötigten Schmiermittel für insgesamt 15 Euro plus 3,99 Versand. Ich habe schon länger nicht mehr bestellt, aber ich denke, das Zeug gibt's noch.

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