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32 Beiträge in diesem Thema

Hallo, ich habe kürzlich eine schöne Bolex DS8 ergattern können, die offenbar von H.-D. Grebenstein umgebaut wurde. Zunächst einmal bin ich überwältigt, wie gut sich diese Kamera anfühlt: solide gebaut, kompakt und vor allem: sehr leise. Einfach wunderschön und zeitlos.

 

Allerdings habe ich auch einige Probleme festgestellt, die ich nicht lösen kann.

 

An der H8Reflex sind drei Objektive: Kern Switar 1,6/5,5mm H8RX, Kern Switar 1,3/12,5mm H8RX und Kern Switar 1,4/36mm H8RX.

 

Nun sollte man meinen, dass, wenn man sie auf unendlich einstellt, sie dann auch scharf sind. Das

Kern Switar 1,6/5,5mm H8RX ist bei einer Einstellung von 0,12m scharf

Kern Switar 1,3/12,5mm H8RX bei 0,6m

und das Kern Switar 1,4/36mm H8RX bei 4m scharf.

 

Das stimmt doch etwas nicht. Weiß vielleicht jemand, was ich falsch mache und wieso das so ist?

 

Im Kamerainneren ist ein Kondensator verbaut. Wofür?

 

Vielen Dank im voraus!

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Hast Du mal nachgesehen, ob unter den Streulichtblenden vielelicht Einlage-Nahlinsen liegen?

Wäre komisch bei Makroobjektiven, aber wer weiss, vielleicht hat der Vorbesitzer alles geerbte irgendwie nach Gutdünken zusammengebaut...

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vor 10 Minuten schrieb F. Wachsmuth:

Hast Du mal nachgesehen, ob unter den Streulichtblenden vielelicht Einlage-Nahlinsen liegen?

Wäre komisch bei Makroobjektiven, aber wer weiss, vielleicht hat der Vorbesitzer alles geerbte irgendwie nach Gutdünken zusammengebaut...

 Nein, da sind keine Linsen dahinter.

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bearbeitet von Patrick Müller (Änderungen anzeigen)

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vor 31 Minuten schrieb André J:

Kondensator vielleicht wegend aufbau statische Ladung 

 

Unscharfe könnte im Sucheroptik liegen?

Ich habe den Dioptrinausgleich korrekt eingestellt. Daran kann es, zumindest auf den ersten Blick, nicht liegen.

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Aber du könntest mal mit einem halben Meter Film testen, ob der Film scharf ist, wenn Du nach Objektivscala einstellt. Das würde den Fehler schon mal eingrenzen. Dazu reicht ja eine schnelle Entwicklung in der Pocket-110 Dose zum SW-Negativ. 🙂

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vor 3 Stunden schrieb Patrick Müller:

Nun sollte man meinen, dass, wenn man sie auf unendlich einstellt, sie dann auch scharf sind. Das

Kern Switar 1,6/5,5mm H8RX ist bei einer Einstellung von 0,12m scharf

Kern Switar 1,3/12,5mm H8RX bei 0,6m

und das Kern Switar 1,4/36mm H8RX bei 4m scharf.

 

Falsches Auflagemaß, möchte ich mal per Ferndiagnose sagen...

Da alle drei Optiken unkorrekt abbilden, könnte das Problem vielleicht der Objektivrevolver sein.

Hat da jemand rumgebastelt oder erkennt man Spuren eines Sturzes oder Ähnliches???

Da ist vermutlich der Abstand zur Filmebene nicht mehr korrekt, ein Fall für die Kamerawerkstatt...

 

Auf jeden Fall solltest du mal die Optiken wechseln und schauen, was sich tut!

Bilden die Optiken mit einer anderen Kamera korrekt ab? Oder andersrum: Hast Du noch andere

Objektive, die passen (vermute mal c-Mount?, hab leider selbst keine Bolex...).

So kannst du den Fehler auf jeden Fall am besten einkreisen!

bearbeitet von PerfoPeter
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vor 13 Minuten schrieb PerfoPeter:

 



Auf jeden Fall solltest du mal die Optiken wechseln und schauen, was sich tut!

Bilden die Optiken mit einer anderen Kamera korrekt ab? Oder andersrum: Hast Du noch andere

Objektive, die passen (vermute mal c-Mount?, hab leider selbst keine Bolex...).

So kannst du den Fehler auf jeden Fall am besten einkreisen!

Ich habe mal ein normales 150mm Schneider C-Mount drangeschraubt, und das ist auch bei unendlich unscharf, dreht man es aber zurück auf 2m, wird es scharf. Das Problem sind also nicht die Optiken, sondern die Kamera.

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Das 150er Schneider wird auch nicht scharf abbilden bei unendlich, weil die Abstimmung nicht passt. Bei der H8Rx  gibt es zwar ein C-mount Gewinde aber das Auflagemaß stimmt um 2,22 mm nicht. Die anderen Optiken werden wahrscheinlich nicht von dieser Kamera stammen sondern sind von wer weiß woher. Wahrscheinlich ist das Auflagemaß verstellt. Für so etwas gab es mal Reise-Autokollimationsfernrohre.

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Der Kondensator ist zur Entstörung oder Entkoppelung eines eingebauten Blitzkontaktes.

Du hast in der Basis eine Jack-Buchse für den Anschluß eines Blitz- oder eines Synchrontongeräts.

 

Das mit den Optiken ist etwas komplizierter. Das mechanische Auflagemaß soll 15,305 mm sein,

das kann man mit einer Bügelmeßschraube prüfen.

 

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Hallo Patrick,

 

das hat nichts mit der Rx-abstimmung zu tun, sondern damit dass das Auflagemaß der H8Rx ein anderes ist als das der H16Rx. Die von mir oben erwähnten 2,22mm sind die Differenz. 

 

Die Optiken sind wahrscheinlich nicht genau eingestellt, das Auflagemaß kann man relativ einfach justieren wenn man einen Kollimator zur Hand hat. Beim Weitwinkel genügen 3/100stel Millimeter, dass die Unendlicheinstellung bei 2-3Metern liegt. Währest Du hier bei mir in der Nähe, könnten wir das in ein paar Minuten erledigen, ich habe dass bei meinen Optiken, die ich auch aus anderen Quellen habe als die Kamera, seinerzeit selbst eingestellt, aber das ist wohl aus Distanzgründen eher nicht machbar, nehme ich an.

 

Da sich zwar bei Bedarf die Macro-Switare und auch das 10mm, sowie 100und 150mm Switare umfokussieren lassen, nicht aber die Schneider Linsen - die kann man nur in engen Grenzen justieren um Ungenauigkeiten in der Entfernungsscala zu beseitigen - hat mir Herr Muster seinerzeit einen H8Rx Revolver angefertigt mit der entsprechenden Auflagemaß-Erhöhung für das mittlere Auge. Das passt wiederum so genau, dass das Leicina - Macro Optivaron sich an der Bolex H8Rx5 perfekt durchzoomen lässt ohne dass der Focus verloren geht. Hat er damals sehr gut gemacht. Aber es war beileibe nicht für umsonst. Ich habe damals bei 400Franken für den Revolver bezahlt. Naja ...wer schön sein will ....

 

bearbeitet von yan (Änderungen anzeigen)

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vor 25 Minuten schrieb yan:

Hallo Patrick,

 

das hat nichts mit der Rx-abstimmung zu tun, sondern damit dass das Auflagemaß der H8Rx ein anderes ist als das der H16Rx. Die von mir oben erwähnten 2,22mm sind die Differenz. 

 

Die Optiken sind wahrscheinlich nicht genau eingestellt, das Auflagemaß kann man relativ einfach justieren wenn man einen Kollimator zur Hand hat. Beim Weitwinkel genügen 3/100stel Millimeter, dass die Unendlicheinstellung bei 2-3Metern liegt. Währest Du hier bei mir in der Nähe, könnten wir das in ein paar Minuten erledigen, ich habe dass bei meinen Optiken, die ich auch aus anderen Quellen habe als die Kamera, seinerzeit selbst eingestellt, aber das ist wohl aus Distanzgründen eher nicht machbar, nehme ich an.

 

 Hallo Yan,  Das Angebot ist sehr nett, allerdings sind die Objektive ja speziell für H8RX gemacht, das steht ja auch auf jedem einzelnen drauf. Dass das Schneider nicht für Rx geht, weiß ich, ich hatte es nur mal zum Testen davorgeschraubt. Aufgrund der Tatsache, dass alle gleich unscharf sind,   Beziehungsweise man unendlich scharf  nur bei einer falschen Meterangabe erreicht,  denke ich tatsächlich, dass irgendetwas in der Kamera falsch eingestellt ist. 

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Möglich, daß die Person, die als letzte dran war, ein falsches Abstandblech eingelegt hat oder, was wahrscheinlicher ist, die Höhe der Bildfensterplatte nicht eingehalten hat. Die Frage wäre, ob die originale Bildfensterplatte bearbeitet wurde oder eine andere zur Verwendung kam. Die sind beileibe nicht alle gleich hoch. Aus dem Grund sind Abstandbleche in Schritten von 0,02 mm da.

 

Eine Bügelmeßschraube kostet 30 Euro. Sonst alles zu mir schicken, ich sehe mir das gerne an und mache ein verbindliches Angebot.

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Das die Objektive für die H8Rx gefertigt sind weiß ich, schließlich besitze ich selbst ein paar davon und das nicht erst seit gestern. Aber ich weiß auch dass man deren Auflagemaß nicht nur justieren sondern auch ganz problemlos dejustieren kann. Da braucht man absolut kein falsches Abstandsblech für, das geht ganz ohne.

 

weil, wie unser Filmtechniker ganz richtig schreibt, der Abgleich im Bildfenster nicht stimmen muss - was weißt Du, wo irgendein Bastler/Reparateur/Umbauer überall dran geschraubt, Herr Grebenstein hat bereits vorgestern seinen Laden drangegeben - nehme ich an, dass die Objektive aus einer anderen Quelle/Kamera stammen. Entweder hat an der anderen Kamera alles gestimmt und hier stimmt der Abgleich nicht, oder hier stimmt zwar alles, aber die Objektive sind auf eine andere (verbastelte?) Kamera abgestimmt worden. 

 

Grundsätzlich ist das, wie ich schon schrieb, überhaupt kein Problem, die Objektive sind so gebaut, dass man die Abstimmung jederzeit korrigieren kann.

bearbeitet von yan (Änderungen anzeigen)

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Hallo -wirkt sich nicht die Einstellung der Blende auf die Schärfe aus ? Bei 2,8 oder 1,8 ist ja die Tiefenschärfe sehr gering ... wie reagiert die Entfernungseinstellung denn, wenn die Objektive auf Blende 8 eingestellt sind, eine Blendenöffnung, die einen großen Tiefenschärfenbereich bieten müsste - bis unendlich.

 

Ernst

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vor 7 Minuten schrieb Ernst Wiegand:

Hallo -wirkt sich nicht die Einstellung der Blende auf die Schärfe aus ? Bei 2,8 oder 1,8 ist ja die Tiefenschärfe sehr gering ... wie reagiert die Entfernungseinstellung denn, wenn die Objektive auf Blende 8 eingestellt sind, eine Blendenöffnung, die einen großen Tiefenschärfenbereich bieten müsste - bis unendlich.

 

Ernst

 

Entschuldige, dass ich das mal etwas gerade heraus schreibe, aber eine Optik muss stimmen! Alles andere ist Humbug!!! Dafür ist das Filmmaterial zu schade.

bearbeitet von yan (Änderungen anzeigen)
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Yan hat Recht. Ich habe eben mal die  5.5er meiner Doppel-8 H8RX4 und meiner DS-8 H8RX4 getauscht und in der Tat: Unendlich stimmt nicht mehr. Also ab zu Simon oder Marco damit. Falls der einen Kollimator hat...

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vor 4 Minuten schrieb F. Wachsmuth:

Yan hat Recht. Ich habe eben mal die  5.5er meiner Doppel-8 H8RX4 und meiner DS-8 H8RX4 getauscht und in der Tat: Unendlich stimmt nicht mehr. Also ab zu Simon oder Marco damit. Falls der einen Kollimator hat...

Marco schreibt mir gerade, dass sich auch das Ausspiegelprisma verschoben haben könnte. Danke erstmal an alle ob der konstruktiven Hinweise!

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Das verschiebt sich nicht einfach so. Wenn die Prismen nicht stimmen, gibt es unterschiedliche Schärfe links-rechts.

Wenn die Prismen gut senkrecht zur optischen Achse stehen, aber zu weit vorne oder zu weit hinten, dann gibt es

Schärfeprobleme, aber gleichzeitig auch keine Übereinstimmung zwischen den Ausschnitten von Bildfenster und

Suchermaske. Kollimator habe ich. Vielleicht wurden die Prismen getauscht und unsorgfältig montiert, wobei ich

sagen muß, daß Hunderte, Tausende davon gleich gefertigt worden sind. Zuletzt: Der Fehler scheint etwa 0,7 bis

0,9 mm zu betragen, was nicht von den Prismen stammen kann. Dort geht es um Hundertstel bis einen Zehntel.

 

Ich habe noch eine Idee: Dreh den Revolver weg und prüfe mit einem passenden Schraubendreher, ob die beiden

unteren Schrauben, die die Bildfensterplatte halten, angezogen sind. Das sind die zwei schwarzen bombierten

Flachkopfschrauben, die unterhalb des Prismenblocks in der Front eingesenkt zu sehen sind. An die oberen kommst

du nicht heran, ohne das Umlenkprisma herauszunehmen. Da fängt die Technikerarbeit an.

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Ich werde es am Wochenende mal wagen und mit den "scharfen" Einstellungen testfilmen. Wenn das nicht funktioniert, dann lasse ich sie warten.

 

Da der Gossen noch nicht da ist, möchte ich einen externen Belichtungsmeser nehmen. Deshalb noch eine Frage zur Bildfrequenz: Auf der Kamera sind ja Markierungen für 12, 16, 18 und 64 Bilder pro Sekunde. Aber wie sind hier die Verschlusszeiten, da es doch Reflexobjektive sind? Und auch seltsam ist: dass ich nicht auf 12 Bilder pro Sekunde schalten kann. Ist das umbaubedingte Absicht?

bearbeitet von Patrick Müller (Änderungen anzeigen)

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Die Bildfrequenz 12 sollte erhältlich sein, wenn nicht, dann haben wir einen weiteren Hinweis auf unqualifizierten Eingriff.

 

Das Doppelprisma spiegelt 25 Prozent aus, 75 Prozent des Lichts vom Objektiv fallen auf den Film.

Der Offenwinkel im Verschluß ist 135 Grad, daher ist die Belichtungszeit 2⅔ Mal die Zahl der Bildfrequenz im Kehrwert,

also z. B. Tempo 16 × 2,666 = 42,7 bzw. 1/42 Sekunde oder

 

Tempo 24 × 2,666 = 1/64 Sekunde. Mit den 25 Prozent Lichtverlust der Sucherprismen verrechnet belichtet man für 1/80 Sekunde.

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Falschrum, Simon. Man muss durch den Lichtverlust länger belichten, nicht kürzer. 

 

Meine Faustregel ist immer "Tacho halbe", bei 24fps also 1/48, bei 18fps 1/36 (oder was eben nah dran liegt). 

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Nee, nee, Simon hat schon recht: durch Lichtverlust im Prisma verringert sich die Lichtmenge, die auf den Film kommt! Die 60stel bei 24 Bildern ist dann effektiv 1/80 s bei der Bolex.

Wenn die Mattscheibe mit Winkelspiegel und Lupe (CADIL) in die Filmbahn der H8 Reflex passt ,  kann man damit das Filmbild direkt am Filmfenster ansehen und ggfls. justieren. Was an der H16 passt, sollte auch an der H8 passen, kann ich gerne mal ausleihen...

DSCN1652.JPG

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